Schweizerische Bundesfeier 1891

"Der Geist der die Eidgenossenschaft gegründet hat, kann auch einzig die Eidgenossenschaft erhalten"


Seminararbeit, 2007

30 Seiten, Note: gut - sehr gut


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Methodik und Aufbau der Arbeit
1.3. Abgrenzung des Themas
1.4. Stand der Forschung und Quellenlage
1.5. Definitionen
1.5.1. Nationalismus, Nation
1.5.2. Tradition
1.5.3. Kollektives Gedächtnis
1.5.4. Nationalfeiertag
1.5.5. Bundesfeier

2. Der Kontext
2.1. Die Einordnung
2.2. Das "richtige" Datum: 1291,1307, 1308 oder gar 1315?
2.3. Das Rütli: Mythos, Wallfahrtsort und lieu de mémoire
2.4. Das Umfeld: Nachwirkungen des Sonderbundskrieges und des Kulturkampfes
2.5. Die Vorgängerveranstaltungen: Sennen, Schützen, Turner, Schwinger

3. Die Bundesfeier von 1891
3.1. Der politische Entscheidungsprozess: Bern oder Urschweiz, zentral oder dezentral
3.2. Die Durchführung: Zentral, dezentral, sogar international

4. Die Berichterstattung in den Medien

5. Das Fazit
5.1. Die Auswirkungen der Bundesfeier von 1891
5.2. Die Bundesfeiern von 1941 und 1991
5.3. Die Zusammenfassung der Erkenntnisse
5.4. Schlussbemerkungen

Anhang

Verzeichnis der Bildquellen

Bibliografie

Nachweis der Internetrecherche (Hardcopys)

Einleitung

1.1. Fragestellung

Die Arbeit hat die Bundesfeier 1891 zum Thema. Sie soll schwergewichtig folgenden Fragen nachgehen:

- Warum wurde 1891 erstmal eine Bundesfeier durchgeführt, warum vorher keine?
- Welche Kräfte haben sich für die Durchführung der Bundesfeier eingesetzt, welche waren eher dagegen?
- Wie wurde die Feier inszeniert?
- Wie wurde in den Medien darüber berichtet?
- Welches waren die Auswirkungen der Bundesfeier von 1891?

1.2. Methodik und Aufbau der Arbeit

Im Rahmen der Arbeiten wurden Quellen und ausgewählte geschichtswissenschaftliche Sekundärliteratur ausgewertet und einer hermeneutischen Analyse unterzogen.

Nach der Umschreibung des historischen und gesellschaftlichen Kontextes, der im Zusammenhang stehenden Mythen sowie verschiedener Vorgängerveranstaltungen, wird auf den politischen Entscheidungsprozess, der schliesslich zur Durchführung führte, sowie auf die eigentliche Bundesfeier selber eingegangen. Anhand einer Analyse ausgewählter Tageszeitungen wird untersucht, wie über die Feier berichtet wurde und ob es unterschiedliche Wahrnehmungen in sprachlichen und/oder konfessionellen Gebieten gab.

1.3. Abgrenzung des Themas

Der zeitliche Fokus liegt auf den Jahren 1890 und 1891, in denen aus der Idee einer Erinnerungsfeier an das 600-jährige Bestehen der Eidgenossenschaft schliesslich ein nationaler Anlass wurde. Wo es zum Verständnis nötig erscheint, wird auf Veranstaltungen und nationale Feste eingegangen, die den Boden für die erste nationale Bundesfeier vorbereiteten. Nur ganz kurz werden die Auswirkungen der Bundesfeier von 1891 sowie die Folgefeiern von 1941 und 1991 angesprochen.

Es würde den vorgegebenen Rahmen dieser Arbeit bei weitem sprengen, die Zeitungsanalyse auch auf die Zeit im Vorfeld der Bundesfeier, also ab Veröffentlichung der ersten Botschaft vom 14. Dezember 1889 oder gar noch davor auszudehnen. Ebenso ist es kaum möglich, alle damals erschienenen Tageszeitungen vollständig auszuwerten. Weiter ist eine systematische Analyse aller durchgeführten Kantonsund Gemeindfeiern sowie derjenigen, die von Auslandschweizerkolonien abgehalten wurden, mit dieser Arbeit nicht möglich, sie würde das Thema auch ungebührlich ausweiten.

1.4. Stand der Forschung und Quellenlage

Der Nationalismus, die Nationalbewegungen und die Schaffung und Pflege von Traditionen im Europa des 19. Jahrhunderts sind gut erforscht und entsprechend ergiebig sind die Quellenlage und die Sekundärliteratur. Der politische Entscheidungsprozess auf Bundesebene ist gut dokumentiert. Über den Zeitgeist und die damaligen Wahrnehmungen berichten die Tageszeitungen ausführlich. Im Rahmen des 700-jährigen Jubiläums 1991 haben sich namhafte Historiker erneut mit der Entstehung der Eidgenossenschaft, mit den Bundesbriefen und deren Entstehung beschäftigt, was reichlich Sekundärliteratur ergibt.

1.5. Definitionen

1.5.1. Nationalismus, Nation

Nationalismus ist eine politische Bewegung, die in Europa und Südamerika im 19. Jahrhundert, im 20. Jahrhundert hauptsächlich auch in den ehemaligen Kolonien in Asien und Afrika, zur Bildung von Nationalstaaten führte. Politische Ziele sind kulturelle Eigenständigkeit und nationale Selbständigkeit und daher, Nation und Staat zur Deckung zu führen. Zentral ist die Betonung einer gemeinsamen Geschichte, Tradition, Sprache und Kultur.1

1.5.2. Tradition

Tradition umfasst die Übernahme und Weitergabe von Wissen, Lebenserfahrung, Sitten, Bräuchen und Konventionen. "Sie bildet eine wichtige Voraussetzung […], individuelle und kollektive Identität, Kultur und kulturellen Wandel […] weiterzugeben".2

Siegfried Weichlein verweist in Nationalbewegungen und Nationalismus in Europa auf Ernest Renan und Eric Hobsbawm zum Thema Zugänge zum Nationalen. Gemäss Renan bildet "der gemeinsame Besitz eines reichen Vermächtnisses an Erinnerungen"3 die Seele der Nation. Und "eine heroische Vergangenheit, der Ruhm (ich meine den wahren), das ist das gesellschaftliche Kapital, auf dem man einen nationalen Gedanken aufbaut."4 Hobsbawms zentraler Begriff der invention of tradition umfasst das Erfinden neuer wie auch das Entdecken und Beleben alter Traditionen.5

1.5.3. Kollektives Gedächtnis

Darunter versteht man den im Bewusstsein vorhandenen, überlieferten und immer wieder umschriebenen Bestand von Wissen um Ereignisse und Vorgänge der Vergangenheit.6

1.5.4. Nationalfeiertag

Nationalfeiertage sind in der Regel gesetzliche Feiertage, an welchen eines für die Nation wichtigen Ereignisses gedacht wird. Dies kann sein Erlangung der Unabhängigkeit (z.B. Independence Day in den USA), Staatsgründung (z.B. Bundesfeier in der Schweiz), Beginn von Revolutionen (z.B. 14. juillet in Frankreich), Ausrufung einer Republik (z.B. 29.10. in der Türkei), Inkrafttreten einer Verfassung (z.B. 03.05. in Polen). In Monarchien ist oft der Geburtstag des Monarchen gleichzeitig Nationalfeiertag (z.B. Kaisers Geburtstag). In Deutschland erinnert der Tag der deutschen Einheit an die Wiedervereinigung. Einige Staaten haben mehrere Nationalfeiertage (z.B. Polen am 03.05. Verfassung und am 11.11. Unabhängigkeit von 1918) oder gedenken an einem besonderen Tag auch des Nationalheiligen (z.B. Ungarn am 20.08. "Stephanstag").7

1.5.5. Bundesfeier

Die Bundesfeier ist der Nationalfeiertag der Schweiz und wird in Erinnerung an den Bundesbrief von 1291 am 1. August begangen. Seit einer von den Schweizerdemokraten lancierten Volksinitiative, die am 26.09.1993 zur Abstimmung gelangte und 83.8% Zustimmung erreichte, ist der Tag gesamtschweizerisch arbeitsfrei. Zum 1. August gehören das Läuten der

Kirchenglocken, das Entzünden von Feuern, Ansprachen, Umzüge von Kindern mit Lampions und zunehmend auch das Abbrennen von Feuerwerk.8

2. Der Kontext

2.1. Die Einordnung

"Nationen beruhen auf Vorstellung von Gemeinsamkeiten"9 stellt Weichlein zutreffen fest. Und: "Erfundene Traditionen stellen Kontinuität mit der Vergangenheit in Zeiten scharfer politischer und sozialer Brüche her."10 Gemäss ihm waren Nationen Integrationsformeln einer Gesellschaft und behaupteten Gemeinsamkeiten und Solidaritäten,11 etwas also, was zu dieser Zeit in der Schweiz dringend geboten war. Nationalfeiern sind unverzichtbarer Bestandteil der Traditionspflege von Nationalstaaten. "Nichts fördert so sehr […] die Vaterlandsliebe eines Volkes, wie die regelmässig wiederkehrenden Feiern die in ihm die rumreichen Begebenheiten der Vorzeit wieder lebendig werden lassen".12

Eine eigentliche schweizerische Geschichtsschreibung existierte lange Zeit nicht. Verschiedene Chronisten beschrieben zwar die Ereignisse der einzelnen Stände, z.B. "Berner Chronik" (1470) von Benedikt Tschachtlan und Heinrich Dittlinger, "Zürcher Chronik" (1485-86) von Gerold Edlibach oder "Luzerner Chronik" (1511-13) von Diebold Schilling dem Jüngeren.13 Erst am Ende des Ancien Régimes entstanden erstmals umfangreiche Werke über die Schweizer Geschichte, z.B. Gottlieb Emanuel von Hallers "Bibliothek der Schweizer Geschichte".14

Seit seinen Anfängen bemühte sich der Bund systematisch um Gedenkstätten und Symbole der nationalen Vergangenheit. Auch den Kantonen lag viel daran, ihre Bedeutung durch die Errichtung von Denkmälern zu dokumentieren. So standen im Kanton Uri seit 1583 Tell- Statuen. 1887 wurde eine Kommission gebildet, welche das heutige Denkmal schuf, das 1895 enthüllt wurde. 1821 wurde das Löwendenkmal zur Erinnerung an die im Tuilleriensturm

niedergemachte Schweizergarde in Luzern geweiht, 1865 wurde ein Winkleried-Denkmal in Stans enthüllt.15

2.2. Das "richtige" Datum: 1291, 1307, 1308 oder gar 1315?

Der Bundesbrief von 1291 wurde erst 1760 im alten Archivturm in Schwyz wiedergefunden und publiziert.16 Er enthält weder ein genaues Datum ("im Anfang des Monats August"), noch den genauen Ort und schon gar nicht die Namen der Schwörenden. Diese sind im Weissen Buch zu Sarnen von 1470 erstmals erwähnt als Stoupacher zu Schwyz, einer der Fürsten zu Uri und der aus Melche von Unterwalden.17 Erst seit Friedrich Schillers Drama Willhelm Tell, uraufgeführt 1804, sind sie bekannt als Werner Stauffacher, Walter Fürst und Arnold von Melchtal.

Während vieler Jahrhunderte galt der Bundesbrief von 1307 als Gründungsdokument der Eidgenossenschaft. Er enthält ein genaues Datum, Mittwoch vor Martini ("Mittwuch vor St. Martins Tag"), was in diesem Jahr den 8. November bedeutete. Das Datum würde auch zu demjenigen des Apfelschusses ("Sampstag, was St. Simon oder Judas") passen. In Frage käme aber auch das Datum des Aufstandes vom 1. Januar 1308.18 Am 9. Dezember 1315, kurz nach der gewonnenen Schlacht von Morgarten, wurde der Bundesbrief von 1291, der im Wesentlichen einen Landfrieden postulierte, in Brunnen erneuert. Der Not und den Anforderungen der Zeit gehorchend, wurde er allerdings wesentlich umgestaltet.19 Lange Zeit hielt man diesen Brief für den Ältesten.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert bestand im Zeichen von invented traditions das patriotische Bedürfnis nach einer klaren und eingängigen Ursprungsgeschichte, die die Existenz des Nationalstaates rechtfertigte. Die Bevorzugung des Gründungsdatums 1291 gegenüber 1307 entsprach dem damaligen bürgerlichen Zeitgeist, welcher der Eidgenossenschaft lieber eine Staatengründung als eine revolutionäre Verschwörung zu Grunde legte.20

2.3. Das Rütli: Mythos, Wallfahrtsort und lieu de mémoire

Auch das Rütli wird als Ort des Schwurs erst im bereits erwähnten Weissen Buch genannt. Es bestehen - allerdings wenig erhärtete - Vermutungen, dass dieser Ort schon von Kelten zum Druidenkult genutzt wurde. Am 1. August geht die Sonne genau über dem Scheitel des Fronalpstocks auf und alle 19 Jahre ist der Aufgang des Wintervollmonds vom Rütli aus an der Südflanke des Grossen Mythen zu sehen. Zudem ist der 1. August eines der keltischen Vier-

teljahresfeste.21 So gesehen durchaus ein würdiger Ort, um bedeutende Handlungen vorzu-

nehmen. Einiges spricht aber dafür, und im Bericht der ständerätlichen Kommission vom 20. Juni 1890 ist es auch so geschrieben, dass die eigentliche Zusammenkunft zum Abschluss des Bundes nicht auf der Rütliwiese, sondern in Brunnen stattfand. Im Führer zur Bundesfeier 1891 ist der Schwur weder auf dem Rütli, noch in Brunnen, sondern in Schwyz dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 1: Der Erste Bund in Schwyz 1291

Mehrfach (z.B. 1647 und 1713) fanden auf der Rütliwiese Zusammenkünfte der Urschweizer Kantone statt22, nationale Bedeutung erhielt der Ort erst an der Tagsatzung von 1808, als der 500-jährige Geburtstag des Bundes von 1308 begangen werden sollte. An der Südflanke des Seelisbergs auf Urner Boden gelegen, ist der Ort ausserordentlich idyllisch und eignet sich daher gut für das Entstehen romantischer Gefühle, wie sie dem damaligen Zeitgeist entsprachen. Nicht zuletzt deshalb versuchte der Bayernkönig Ludwig II, der Erbauer von Neuschwanstein, mehrfach, das Grundstück zu kaufen und dort ein Schloss zu errichten23. Bereits 1860 konnte das Rütli von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft erworben werden, um es "vor Profanisierung [durch einen geplanten Hotelneubau] zu schützen"24.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 2: Die Rütli-Wiese

Seither ist das Rütli eine nationale Gedenkstätte, ein "klassischer lieu de mémoire" und "Rütlifahrt ist immer auch Wallfahrt".25 Nicht nur Schulklassen, Touristen und Staatsgäste besuchen diesen mythischen Ort, es finden immer wieder auch bedeutende Veranstaltungen statt, zum Beispiel der Rütli-Rapport des Oberbefehlshabers der Armee, General Henri Guisan vom

25. Juli 1940 oder die Freilichtspiele von 1904 und 2004 zu den Jahrestagen der Uraufführung von Friedrich Schillers Willhelm Tell.

2.4. Das Umfeld: Nachwirkungen des Sonderbundskrieges und des Kulturkampfes

Das 19. Jahrhundert war eine Zeit grosser Spannungen in der Schweiz, welche den Zusammenhalt des Landes bedrohten. Viele Innerschweizer fühlten sich in erster Linie und viel mehr als Luzerner, Zuger, Urner, denn als Schweizer. Man fühlte sich aber auch als "wir Freisinnige", "wir katholisch Konservative", oder "wir Sozialdemokraten". Besonders die zweite Hälfte des Jahrhunderts war geprägt durch die Nachwirkungen des Sonderbundskrieges von 1847 und die Konfrontation zwischen Liberalismus und Konservatismus. Die Spannungen bestanden nicht zuletzt auch wegen der freisinnigen Forderung nach konfessionell neutralen Schulen. 1848 entstand die erste Eidgenössische Verfassung, welche sich das Volk selbst gab und welche die von Napoleon Bonaparte aufgezwungene Mediationsverfassung und den Bundesvertrag von 1815 ablöste. Das im Sonderbundskrieg unterlegene katholisch-konservative

Lager stand ihr allerdings sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber. Die Ja-Stimmen-Anteile in den Urkantonen lagen bei lediglich 14% in Uri, 25% in Schwyz, 17% in Nidwalden und gar nur 3% in Obwalden.26 Ein erster Versuch einer Verfassungsrevision scheiterte nicht zuletzt am Widerstand der Innerschweizer Kantone wegen des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan. Die Ja-Stimmen-Anteile waren wiederum sehr gering: Uri 4%, Schwyz 15%, Nidwalden 17% und Obwalden 7%. Erst die Verfassungsrevision von 1874 brachte gewisse Verbesserungen hinsichtlich direkter Demokratie und damit Fortschritte bezüglich innerschweizerischer Aussöhnung. Erneut fand die neue Verfassung die Zustimmung der Bevölkerung der Urkantone nicht: Uri 8% Ja, Schwyz 18% Ja, Nidwalden 19% Ja, Obwalden 17% Ja. Dies im Gegensatz zu z.B. Schaffhausen mit 97% Ja, Neuenburg mit 93% Ja oder Appenzell-Ausserroden mit 83% Ja. Nach wie vor war aber nur eine Partei im Bundesrat vertreten und es bestanden weiterhin Gegensätze zwischen Stadt und Land, Katholiken und Reformierten, Konservativen und Liberalen. Der Bundesstaat Schweiz war zwar auf dem Papier entstanden, aber noch lange nicht in den Köpfen der Schweizer. Weitere Aussöhnungsund vertrauensbildende Massnahmen waren dringend geboten.

Die gescheiterten Revolutionen von 1848 führten dazu, dass die Schweiz von Monarchien umgeben war, die eine liberale und republikanische Schweiz in ihrem Zentrum als Provokation sahen. Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 erhielt die Schweiz im Norden einen neuen, sehr mächtigen Nachbarn. Der Unabhängigkeitsund Freiheitsgedanke und -wille der Schweizer war damit demjenigen von 1291 nicht unähnlich und fand neuen Nährboden. Der Bau der Eisenbahnen, die Industrialisierung und die Leistungen vieler Alpenpioniere führten zu einer Aufbruchstimmung und zu einem grossen Fortschrittsglauben. Allerdings hatte der deutsch-französische Krieg von 1870/1871 eine wirtschaftliche Rezession zur Folge, verbunden mit einer Auswanderungswelle aus Europa, die auch die Schweiz erfasste.

2.5. Die Vorgängerveranstaltungen: Sennen, Schützen, Turner, Schwinger

Gedenkfeiern gab es bereits im Mittelalter. Diese hatten allerdings vorwiegend religiöse Hintergründe und Motive und dienten der Verehrung der Heiligen. Die alten Eidgenossen kannten keine nationalen Feiern, hingegen gedachten sie regelmässig wichtiger Schlachten und errichteten Schlachtkapellen, so zum Beispiel in Sempach bereits 1387, genau ein Jahr nach dem Sieg über das Heer Herzog Leopolds. Im 15.

[...]


1 vgl. Brockhaus, Nationalismus.

2 vgl. Brockhaus, Tradition.

3 Renan in Weichlein, Nationalbewegungen, Seite 22.

4 Renan in Weichleien, Nationalbewegungen, Seite 23.

5 Weichlein, Nationalbewegungen, Seite 24.

6 vgl. Brockhaus, kollektives Gedächtnis.

7 vgl. Brockhaus, Nationalfeiertag.

8 vgl. Historisches Lexikon der Schweiz, Bundesfeier.

9 Weichlein, Nationalbewegungen, Seite 23.

10 Weichlein, Nationalbewegungen, Seite 25.

11 vgl. Weichlein, Nationalbewegungen, Seite 26.

12 Bridel Philippe-Sirice in; Santschi, Schweizer Nationalfeste, Seite 5.

13 vgl. Historisches Lexikon der Schweiz, Bilderchronik.

14 Santschi, Schweizer Nationalfeste, Seite 10.

15 vgl. Santschi, Schweizer Nationalfeste, Seite 16.

16 Santschi, Schweizer Nationalfeste, Seite 36.

17 vgl. www.geschichte-schweiz.ch.

18 vgl. Kreis, Mythos Rütli, Seite 127.

19 vgl. Gegenüberstellung der beiden Bundesbriefe in Liebenau: Am Vorabend der Bundesfeier von 1891, Seite 5ff .

20 vgl. Historisches Lexikon der Schweiz, Bundesfeier.

21 vgl. Kreis Mythos Rütli, Seite 83.

22 vgl. Historisches Lexikon der Schweiz, Rütli.

23 Kreis, Mythos Rütli, Seite 109.

24 Kreis, Mythos Rütli, Seite 105.

25 Kreis, in NZZ vom 01.03.2004, Seiten 25 und 26.

26 Historisches Lexikon der Schweiz, Bundesverfassung.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Schweizerische Bundesfeier 1891
Untertitel
"Der Geist der die Eidgenossenschaft gegründet hat, kann auch einzig die Eidgenossenschaft erhalten"
Hochschule
Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz)  (Seminar für Allgmeine und Schweizerische Zeitgeschichte)
Veranstaltung
Proseminar Staat, Nation, Gedächtnis
Note
gut - sehr gut
Autor
Jahr
2007
Seiten
30
Katalognummer
V115360
ISBN (eBook)
9783640169481
ISBN (Buch)
9783640172184
Dateigröße
1846 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schweizerische, Bundesfeier, Proseminar, Staat, Nation, Gedächtnis
Arbeit zitieren
Bruno Wägli (Autor), 2007, Schweizerische Bundesfeier 1891, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115360

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