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Der Gleichgewichtspreis im neoklassischen Marktmodell. Eine empirische Analyse

Titel: Der Gleichgewichtspreis im neoklassischen Marktmodell. Eine empirische Analyse

Bachelorarbeit , 2021 , 72 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christoph Kornhardt (Autor:in)

VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird versucht, die Theorie eines Gleichgewichtspreises mittels einer empirischen Untersuchung zu analysieren. Laut der neoklassischen Markttheorie in Verbindung mit dem Gleichgewichtspreis, sollten alle Anbieter eines homogenen Gutes in einem Wirtschaftsraum denselben Preis auf einem vollkommenen Markt verlangen. Sobald ein Anbieter einen höheren Preis inseriert, müssten sich alle Konsumenten an dem günstigsten Preis orientieren. Aus den bereits genannten Stichworten "empirische Untersuchung", "neoklassische Markttheorie" und "Gleichgewichtspreis" lässt sich die relevante Forschungsfrage für diese wissenschaftliche Arbeit formulieren. Ist der in der Neoklassik postulierte Gleichgewichtspreis in der empirischen Wirklichkeit tatsächlich zu beobachten?

Um diesen Sachverhalt genauer zu beleuchten, wird das Beobachtungsverfahren für diese Arbeit angewandt, um primäre Daten zu gewinnen. Es finden Preisvergleiche in den örtlichen Einzelhandelsgeschäften zu verschiedenen homogenen Produkten statt. Als Wirtschaftsraum dieser Untersuchung wurde die Stadt Einbeck in Niedersachen gewählt. Nachdem alle Preise aus diesem Wirtschaftsraum für ein bestimmtes Produkt gesammelt wurden, findet ein digitaler Preisvergleich statt. Hierbei wird im Internet über die Preisvergleichsseite idealo.de nach Anbietern für das entsprechende Produkt gesucht. Die Preise werden per Bildschirmfoto gespeichert und anschließend mit den Daten der örtlichen Händler ergänzt. Dementsprechend wird die Methodik des Beobachtungsverfahrens angewandt. Nachdem alle Daten zu einem homogenen Produkt gesammelt wurden, wird der eigentliche Preisvergleich durchgeführt. Hierbei werden die einzelnen Preise miteinander verglichen und in Folge darauf analysiert. Alle Daten für ein Produkt werden in demselben Zeitraum erhoben. Dies bedeutet, dass alle Daten an einem Stichtag gesammelt werden, damit keine nachträglichen Preisänderungen die Ergebnisse verfälschen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Gegenstand

1.2. Fragestellung

1.3. Methodik

1.4. Aufbau

2. Literaturkapitel

2.1. „Price differences in almost competitive Markets” (1979)

2.2. „Using price distributions to estimate search costs“ (2006)

2.3. „Explaining Price Dispersion for Homogeneous Grocery Products” (2003)

2.4. „Does the Internet Make the Markets More Competitive?” (2002)

2.5. „Bargains and Ripoffs: A Model of Monopolistically Competitive Price Dispersion” (1977)

2.6. „Persistent Price Dispersion in Online Markets” (2006)

2.7. Price Dispersions in the Small and in the Large” (2004)

2.8. „Equilibrium Price Dispersion in Retail Markets for Prescription Drugs” (2000)

2.9. „Frictionless Commerce“ (2000)

2.10. „Price Dispersion then and now“ (2002)

2.11. Zusammenfassung

3. Das Marktgleichgewicht

3.1. Kernelemente eines Marktes

3.2. Angebot und Nachfrage

3.2.1. Angebot

3.2.2. Nachfrage

3.2.3. Zusammenfassung

3.3. Gleichgewichtspreis

3.4. Zusammenfassung

4. Von der Klassik zur Neoklassik

4.1. Klassik

4.2. Neoklassik

4.3. Zusammenfassung

5. Empirische Studie

5.1. Empirische Wirtschaftsforschung

5.2. Forschungsfrage

5.3. Beobachtungsplan

5.3.1. Beobachtungsgegenstand

5.3.2. Beobachtungsdurchführung

5.3.3. Zusammenfassung

5.4. Zusammenfassung

6. Produkte

6.1. funny-frisch

6.2. Pringles

6.3. Géramont

6.4. Heineken

6.5. Milka Haselnuss

6.6. Red Bull

6.7. Nintendo Switch

6.8. JBL Flip 5

6.9. PlayStation 4 Controller

6.10. Fifa 21

6.11. Analyse der gesammelten Daten

6.12. Zusammenfassung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelor-Arbeit untersucht empirisch, ob die neoklassische Markttheorie, die bei homogenen Gütern einen einheitlichen Gleichgewichtspreis postuliert, in der realen Wirtschaft im Wirtschaftsraum Einbeck (unter Einbeziehung digitaler Anbieter) Bestand hat. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob Preisstreuungen bei identischen Produkten tatsächlich verschwinden.

  • Empirische Überprüfung des neoklassischen Gleichgewichtspreismodells.
  • Analyse der Auswirkungen von Suchkosten und Digitalisierung auf die Preisbildung.
  • Vergleich von Produktpreisen aus dem Lebensmitteleinzelhandel und der Unterhaltungselektronik.
  • Einsatz statistischer Methoden wie Standardabweichung und Variationskoeffizienten zur Messung von Preisstreuung.
  • Bewertung der Konkurrenzfähigkeit von Vor-Ort-Anbietern gegenüber Online-Händlern.

Auszug aus dem Buch

1.1. Gegenstand

Befragt man einen Volkswirtschaftler, wie der Handel an einem Markt funktioniert, so würde er wie folgt antworten: An einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Aus diesen beiden Faktoren ergibt sich der Preis. Ist die Nachfrage hoch und das Angebot gering, so steigt der Preis. Ist das Angebot jedoch hoch und die Nachfrage niedrig, dann sinkt der Preis. Aus diesem stetigen Aufeinanderwirken dieser beiden Größen entwickelt sich der sogenannte Gleichgewichtspreis. Bei diesem Preis stimmen Angebot und die Nachfrage nach einem Gut überein.

Es gibt mittlerweile, vor allem durch den Fortschritt des Internets, eine grenzlose Menge an Marktteilnehmern, die die verschiedensten Güter anbieten und nachfragen. Demnach stellt sich die Frage, ob in der realen Wirtschaft der sogenannte Gleichgewichtspreis vorliegt.

Mit diesem beschriebenen Sachverhalt haben sich bereits viele Ökonomen auseinandergesetzt, empirische Untersuchungen durchgeführt und die Datenergebnisse anschließend analysiert. Vor allem in den 1990er Jahren und um die Jahrtausendwende wurden viele Analysen durchgeführt, da zu dieser Zeit die digitalen Neuerungen mit der kontinuierlichen Ausbreitung des Internets voranschritten und die Auswirkungen dessen noch unvorhersehbar waren. Konsumenten konnten Preise über das Internet von zuhause aus vergleichen, womit der Weg in die örtlichen Einzelhandelsgeschäfte nicht mehr notwendig war. Der Gleichgewichtspreis schien auf einmal für alle Konsumenten erreichbar. Die ersten empirischen Untersuchungen zu dem Thema des Gleichgewichtspreises gab es bereits in den 1920er Jahren. Jedoch wurden mit der Einführung des Internets viele Parameter wie zum Beispiel die Möglichkeit des Preisvergleiches bedeutend verändert. Um dieses Phänomen des Gleichgewichtspreises zu untersuchen, wurden in dieser Zeit viele verschiedene Artikel veröffentlicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Thema, die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise der Bachelor-Arbeit.

2. Literaturkapitel: Gibt einen Überblick über relevante Studien zum Gleichgewichtspreis und zur Preisstreuung, insbesondere im Kontext digitaler Märkte.

3. Das Marktgleichgewicht: Erläutert die theoretischen Grundlagen von Markt, Angebot, Nachfrage und die Bildung des Gleichgewichtspreises.

4. Von der Klassik zur Neoklassik: Stellt die Unterschiede zwischen klassischer und neoklassischer Markttheorie dar, insbesondere hinsichtlich der Preisbildung.

5. Empirische Studie: Beschreibt die methodischen Grundlagen der empirischen Wirtschaftsforschung und den spezifischen Beobachtungsplan für die Untersuchung.

6. Produkte: Präsentiert die Analyse von zehn verschiedenen homogenen Produkten unter Berücksichtigung von Preisen bei Online- und Offline-Anbietern.

7. Fazit: Führt die empirischen Ergebnisse zusammen und beantwortet die zu Beginn aufgeworfene Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Gleichgewichtspreis, Preisstreuung, Neoklassik, Empirische Wirtschaftsforschung, Suchkosten, Digitalisierung, Angebot und Nachfrage, Homogene Güter, Marktgleichgewicht, Online-Handel, Preisvergleich, Standardabweichung, Wettbewerbsmarkt, Preismechanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die theoretische Annahme der Neoklassik, dass bei homogenen Gütern ein einheitlicher Gleichgewichtspreis herrscht, in der empirischen Realität beobachtbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Markttheorie, der Wirkung von Suchkosten im digitalen Zeitalter und der empirischen Analyse von Preisunterschieden bei Alltagsprodukten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Ist der in der Neoklassik postulierte Gleichgewichtspreis in der empirischen Wirklichkeit tatsächlich zu beobachten?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine standardisierte Beobachtung durchgeführt, bei der Preise von zehn homogenen Produkten im Wirtschaftsraum Einbeck sowie bei Online-Anbietern zu einem Stichtag erhoben und mittels statistischer Kennzahlen wie der Standardabweichung analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche, eine theoretische Herleitung des Marktgleichgewichts und eine umfangreiche empirische Analyse spezifischer Produkte aus dem Lebensmitteleinzelhandel und der Unterhaltungselektronik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gleichgewichtspreis, Preisstreuung, Suchkosten, Digitalisierung und Wettbewerbsmarkt.

Welchen Einfluss haben Versandkosten auf die Ergebnisse?

Bei den untersuchten Lebensmitteln verzerren Versandkosten die Preise erheblich, während sie bei höherpreisigen Elektronikprodukten einen geringeren relativen Einfluss auf die Preisbildung haben.

Warum gibt es bei manchen Produkten eine geringere Preisstreuung?

Die Arbeit deutet darauf hin, dass eine höhere Anzahl digitaler Anbieter die Suchkosten für Konsumenten senkt und somit zu einem stärkeren Konkurrenzdruck führt, was sich in einer verringerten Preisstreuung widerspiegelt.

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Details

Titel
Der Gleichgewichtspreis im neoklassischen Marktmodell. Eine empirische Analyse
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel  (Hochschule)
Note
1,3
Autor
Christoph Kornhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
72
Katalognummer
V1153709
ISBN (eBook)
9783346547262
ISBN (Buch)
9783346547279
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Markttheorie VWL Volkswirtschaftslehre Neoklassik Klassik Gleichgewichtspreis Empire Markt Angebot Nachfrage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Kornhardt (Autor:in), 2021, Der Gleichgewichtspreis im neoklassischen Marktmodell. Eine empirische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153709
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Leseprobe aus  72  Seiten
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