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Risikofaktoren, gefährdete Personengruppen und Risikoeinschätzung im Rahmen der Dekubitusprophylaxe

Unterrichtsentwurf: Didaktik für Pflegeberufe

Title: Risikofaktoren, gefährdete Personengruppen und Risikoeinschätzung im Rahmen der Dekubitusprophylaxe

Lesson Plan , 2021 , 42 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Garbers (Author)

Nursing Science - Adjacent fields
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Summary Excerpt Details

Dies ist ein Unterrichtsentwurf, der für die generalistische Pflege konzipiert wurde mit dem didaktischen Grundmodell der interaktionistischen Pflegedidaktik nach Darmann-Finck.

Die geplante Unterrichtsstunde wird im sogenannten Einführungsblock zu Beginn der Ausbildung im ersten Ausbildungsdrittel angesetzt. Das schulinterne Curriculum ist nach den Voraussetzungen der Rahmenpläne der Fachkommissionen konzipiert. Der Einführungsblock ist mit 12 Wochen theoretischen Unterrichtes festgelegt. Die Umsetzung der Kompetenzen der Anlage 1-2 der APrVO findet hier Anwendung.

Die geplante Unterrichtseinheit ist die CE1502: "Zu pflegende Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung unterstützen". Diese CE umfasst insgesamt 180 Unterrichtsstunden. Der vorgestellte Unterrichtsentwurf stellt die Doppelstunde 3 und 4 vor und ist in eine Makrostruktur von 6 Doppelstunden eingebettet. Stattfinden wird der Unterricht in Woche 7 des Blockes und skizziert eine Stunde in der Thematik der Dekubitusprophylaxe. Vorausgegangen ist dieser Stunde eine Einführung mittels eines Falles aus einer Lerninsel, da der interaktionistische Pflege-Didaktikansatz nach Darmann-Finck als theoretischer Modellrahmen fungiert. Die Lernenden haben schon ein Verständnis aus zwei vorausgegangenen Doppelstunden der Thematik Dekubitusprophylaxe entwickelt, nämlich: Definition, Entstehungsmechanismen und Kategorienunterscheidung. Die Lernenden haben auch schon eine Einführung in allgemeine Prophylaxen und die Kontrakturenprophylaxe behandelt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Bedingungsanalyse

1.1 Lernvorraussetzungen und Analyse der Lerngruppe

1.2 Information zum Ausbildungsgang

1.3 Räumliche Gegebenheiten und Materialien

1.4 Sitzordnung

1.5 Das Lehrpersonal und die Bildungseinrichtung

1.6 Die Lehrkraft

2 Sachanalyse

2.1 Der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe

2.2 Definition und Prävalenz des Dekubitus

2.1 Entstehung von Dekubitalulcerationen

2.2 Dekubitusklassifikationen

2.3 Risikofaktoren

2.4 Risikomanagement

2.5 Bewegungs-Lagerungs- und Transfertechniken

2.6 Hilfsmittel

2.7 Ernährung und Dekubitus

2.8 Patientenedukation

3 Didaktische Analyse der interaktionistischen Pflegedidaktik nach Darmann-Finck

3.1 Einordnen der Unterrichtsstunde und Bezug zum Bildungsplan

3.2 Vorüberlegung

3.3 Konzept der Schlüsselprobleme

3.4 Pflegedidaktische Heuristik

3.5 Pflegedidaktische Heuristik als Zielformulierung für den Unterricht

3.6 Konstruktion von situationsorientierten Lernfeldern

4 Didaktische Reduktion

5 Kompetenzen

6 Makrosequenz /Lerninsel angelehnt an Darmann-Finck

7 Mikrosequenz

7.1 Einstieg

7.2 Erarbeitung

7.3 Ergebnissicherung

7.4 Transfer

7.5 Stundenschluss

7.6 Didaktische Reserve

7.7 Verlaufsplanung mit Phasierung

Zielsetzung & Themen

Dieser Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, angehenden Pflegefachkräften fundiertes Wissen zur Risikoeinschätzung und Prävention von Dekubitus zu vermitteln, wobei der Fokus auf einer handlungsorientierten und fallbasierten Didaktik liegt.

  • Grundlagen der Dekubitusentstehung und Risikofaktoren
  • Methoden der initialen und differenzierten Risikoeinschätzung
  • Anwendung pflegerischer Assessments (z.B. Fingerdrucktest, Skalen)
  • Interaktionistische Pflegedidaktik nach Darmann-Finck
  • Kompetenzorientierung in der generalistischen Pflegeausbildung

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung von Dekubitalulcerationen

Lange Zeit wurde in der Medizin gelehrt, dass ein Dekubitus aufgrund der Ischämie entsteht. Die mangelnde Durchblutung führe zu einer Abflussstörung des Lymphwassers und in deren Folge zu einer Ödembildung, zu Mikrothrombosen und einer Azidose durch die Anhäufung sauberer Abfallprodukte der Zellen. Man betrachtete diese Ereignisse als Abfolge, die besagte, dass diese pathologischen Ereignisse nacheinander geschahen und sich bedingten. Dies ist bei Betrachtung aller vorherrschenden Theorien aber nicht der Fall (Bauerfeind & Sttrupeid, 2015).

In der momentanen wissenschaftlich vorherrschenden Meinung besteht der Tenor, dass alle pathogenetischen Phänomene zu einem großen Teil gemeinsam an der Entstehung eines Dekubitus mitwirken. Diese oben genannten Phänomene der Ischämie, des anaeroben Stoffwechsels, der Lymphstauung, des Zelltodes und der Gewebsnekrose sowie der Kapillarthrombosen werden ergänzt durch eine Deformation der Muskelzellen. Dies führt bei Belastung in 50% in unter zwei Stunden zu einer Gewebsschädigung (Bauerfeindt & Strupeid, 2015). Da nun diese Prozesse gemeinsam für die Entstehung sorgen, ist Folgendes ein Erklärungsversuch: Kommt ein Körper mit einer festen Unterlage (z.B. Stuhl, Rollstuhl, Matratze, Sitzkissen) in Kontakt, führt dies zu einer Gewebebelastung. Zusätzlich zu den „normalen“ Kräften (Druck) addieren sich Scherkräfte (zwischen Körper und Unterlage). Wie in Kapitel 2.2 erwähnt, ist die langanhaltende Meinung, Zeit sei ein wichtiger Faktor, nicht zutreffend. Der Faktor Zeit ist auf einen Schwellenwert begrenzt. Liegt der Druck unter einem bestimmten Wert, bleibt die Haut unbeschädigt. Ist der Schwellenwert sofort massiv überschritten, kommt es zu einer Schädigung - mitunter sofort (Bauerfeind & Strupeid, 2015). Darüber, wie sich ein Dekubitus ausbreitet, wird im Expertenstandard Dekubitusprophylaxe diskutiert. Es herrschen drei Theorien vor: das Innen-nach-Außen-Modell, dass Außen-nach Innen-Modell und das Mitte-Modell. Beschrieben wird in diesen Modellen, in welcher Hautschicht bei welcher Kategorie die Schädigung zuerst auftritt und sich ausbreitet. Jedoch kann derzeit in der Wissenschaft keine Evidenz dafür geschaffen werden, wann welches Entstehungsmuster auftritt. Daraus entsteht die Annahme, dass es weitere Faktoren geben muss, die die Entstehung beeinflussen (Bauerfeind & Strupeid, 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Rahmenbedingungen der Lerngruppe im ersten Ausbildungsjahr, inklusive der räumlichen Ressourcen und der pädagogischen Voraussetzungen.

2 Sachanalyse: Hier werden die medizinischen und pflegewissenschaftlichen Grundlagen des Expertenstandards zur Dekubitusprophylaxe, einschließlich Entstehung, Klassifikation und Risikomanagement, dargelegt.

3 Didaktische Analyse der interaktionistischen Pflegedidaktik nach Darmann-Finck: Das Kapitel erläutert den theoretischen Modellrahmen, der auf handlungsorientiertem Lernen und der Bewältigung von Schlüsselproblemen basiert.

4 Didaktische Reduktion: Hier wird die Auswahl und Anpassung der fachlichen Inhalte für die Zielgruppe auf Basis aktueller Expertenstandards begründet.

5 Kompetenzen: In diesem Teil werden die anzubahnenden Fach-, Methoden- und Personalkompetenzen gemäß der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung definiert.

6 Makrosequenz /Lerninsel angelehnt an Darmann-Finck: Dieses Kapitel skizziert die Lerninsel als fallorientiertes Instrument zur Verknüpfung von Praxisnähe mit theoretischen Lerninhalten.

7 Mikrosequenz: Hier erfolgt die detaillierte methodische Verlaufsplanung der Unterrichtssequenz in Phasen (Einstieg, Erarbeitung, Sicherung, Transfer).

Schlüsselwörter

Dekubitusprophylaxe, Expertenstandard, Pflegedidaktik, Risikoeinschätzung, Initiales Screening, Differenziertes Screening, Fallbeispiel, Pflegefachmann, Lerninsel, Fingerdrucktest, Risikomanagement, Handlungsorientierung, Assessmentinstrumente, Mobilität, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den Ausbildungsgang zum staatlich examinierten Pflegefachmann dar, mit einem spezifischen Fokus auf die Dekubitusprophylaxe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Risikoeinschätzung, die Anwendung aktueller Expertenstandards sowie die didaktische Vermittlung dieser Inhalte mittels einer interaktionistischen Pflegedidaktik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Konzeption einer handlungsorientierten Unterrichtssequenz, die Lernende dazu befähigt, Dekubitusrisiken bei Patienten professionell einzuschätzen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die interaktionistische Pflegedidaktik nach Darmann-Finck sowie die Vorgaben des DNQP-Expertenstandards Dekubitusprophylaxe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der sachlichen Analyse der Dekubitusentstehung insbesondere die didaktische Planung, die Kompetenzformulierung und die konkrete phasenweise Mikrosequenzierung des Unterrichts behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Dekubitusprophylaxe, Risikoeinschätzung, handlungsorientierter Unterricht, interaktionistische Didaktik und pflegerische Assessmentmethoden.

Warum spielt die Lerninsel eine zentrale Rolle für den Unterricht?

Die Lerninsel dient dazu, einen realistischen Bezug zur Arbeitswelt herzustellen, indem sie komplexe Pflegesituationen (wie den Fall der Patientin Frau Baumann) für die Lernenden ganzheitlich erschließbar macht.

Wie werden die Lernenden in der Erarbeitungsphase aktiviert?

Die Aktivierung erfolgt durch Gruppenarbeit, in der die Lernenden Rollenspiele inszenieren, Assessmentmethoden wie den Fingerdrucktest anwenden und die Ergebnisse im Plenum präsentieren.

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Details

Title
Risikofaktoren, gefährdete Personengruppen und Risikoeinschätzung im Rahmen der Dekubitusprophylaxe
Subtitle
Unterrichtsentwurf: Didaktik für Pflegeberufe
Course
Didaktik für Pflegeberufe
Grade
1,3
Author
Daniel Garbers (Author)
Publication Year
2021
Pages
42
Catalog Number
V1153864
ISBN (eBook)
9783346550811
ISBN (Book)
9783346550828
Language
German
Tags
Risikofaktoren gefährdete Personengruppen Pflegedidaktik Unterrichtsentwu interaktionistische Pflegedidaktok Pflege Medizinpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Garbers (Author), 2021, Risikofaktoren, gefährdete Personengruppen und Risikoeinschätzung im Rahmen der Dekubitusprophylaxe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153864
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