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Erläuterungen zur "Dialektik der Aufklärung" von Horkheimer/ Adorno

Titel: Erläuterungen zur "Dialektik der Aufklärung" von Horkheimer/ Adorno

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll keine Aktualisierung der Erkenntnisse über das Verhältnis von Mythologie und dem Prozess der Aufklärung erfolgen, sondern lediglich eine Exegese dieser These anhand der ‚Dialektik der Aufklärung‘. Um dies zu leisten, sollen nachfolgend die dafür fundamentalen Begriffe und historischen Herleitungen dargelegt werden.

Häufig wird die Entstehung der Kritischen Theorie ja gewissermaßen als Reaktion auf den Untergang der Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und den Stalinismus verstanden. Da Stalin tot, der Nationalsozialismus überwunden und wir in einem mehr oder minder geeinten Europa leben, könnte man meinen, der bloße Gang der Dinge habe die Kritische Theorie überholt. Jedoch lässt sich dieser Zeitkern der Wahrheit eben nicht als distanzierende Historisierung verstehen. Vielmehr geht es den Autoren darum den Text angemessen in Beziehung zur Jetztzeit zu setzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Historischer Entstehungskontext und „Zeitkern“ der Wahrheit

2. Aufklärung schlägt in Mythologie zurück

3. Kritik und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die zentrale These „Aufklärung schlägt in Mythologie zurück“ aus dem Werk „Dialektik der Aufklärung“ von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno zu explizieren, ohne dabei eine unkritische Aktualisierung vorzunehmen, sondern durch eine methodische Text-Exegese.

  • Historische Einordnung und methodische Reflexion des „Zeitkerns der Wahrheit“.
  • Analyse des dialektischen Verhältnisses von Mythos und Aufklärung.
  • Untersuchung der Entfremdung des Menschen durch instrumentelle Vernunft und Naturbeherrschung.
  • Interpretation der Odyssee als Allegorie für das bürgerliche Subjekt und die Dialektik der Aufklärung.
  • Kritische Würdigung der Begriffe Herrschaft, Arbeit und gesellschaftliche Regression.

Auszug aus dem Buch

Aufklärung schlägt in Mythologie zurück

Wichtig für die nachfolgende Annäherung an die These, „Aufklärung schlägt in Mythologie zurück“, ist ein Verständnis von Aufklärung als epochenübergreifendem Begriff. Unter Aufklärung wird bei Horkheimer und Adorno nicht der Zeitabschnitt zwischen 1720 und 1800 verstanden, welcher gemeinhin mit dem Zeitalter der Aufklärung assoziiert wird. Vielmehr verorten sie Anfänge von Aufklärung bereits in der griechischen Mythologie oder dem schamanistischen Animismus. In beiden entspringen aufklärerische Tendenzen aus der Angst des Menschen vor der realen Übermacht der Natur (vgl. Horkheimer/Adorno 2017: 21): „Die Verdopplung der Natur in Schein und Wesen, Wirtung und Kraft, die den Mythos sowohl wie die Wissenschaft erst möglich macht, stammt aus der Angst des Menschen, deren Ausdruck zur Erklärung wird“ (ebd.: 21). Weiter sehen die Autoren die Anfänge aufklärerischen Denkens, als systematischem Prozess der Bewusstwerdung, wie beispielsweise bereits bei dem Vorsokratiker Parmenides, charakterisiert durch diskursives Denken sowie das Denken in Systemen, Ordnungen oder in Einheit (vgl. Horkheimer/Adorno 2017: 14). „Der Mythos wollte berichten, nennen, den Ursprung sagen: damit aber darstellen, festhalten, erklären“ (ebd.: 14). Dies soll nachführend ausführlicher dargelegt werden. So führen die Autoren an, dass bereits der antike griechische Mythos Aufklärung gegenüber dem Schamanismus der Naturvölker ist (vgl. ebd.: 21f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Historischer Entstehungskontext und „Zeitkern“ der Wahrheit: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit, das Werk im Kontext seiner Entstehungsgeschichte zu betrachten, betont jedoch die Absicht, keine historische Distanzierung, sondern eine textnahe Exegese durchzuführen.

2. Aufklärung schlägt in Mythologie zurück: Hier wird der theoretische Kern der Arbeit entfaltet, indem das reziproke Verhältnis von Mythos und Aufklärung sowie die Instrumentalisierung der Vernunft anhand der Odyssee-Sage analysiert werden.

3. Kritik und Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel hinterfragt kritisch die Interpretation der Autoren, insbesondere bezüglich der Darstellung des bürgerlichen Subjekts und der teils uneinheitlichen Begriffsverwendung von Herrschaft.

Schlüsselwörter

Dialektik der Aufklärung, Horkheimer, Adorno, Mythologie, Naturbeherrschung, Instrumentelle Vernunft, Odyssee, Bürgerliches Subjekt, Herrschaft, Entfremdung, Aufklärung, Kritische Theorie, Mythos, Rationalität, Gesellschaftskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung der „Dialektik der Aufklärung“ von Horkheimer und Adorno, speziell mit der These, dass der Prozess der Aufklärung zwangsläufig in mythologische Strukturen zurückfällt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf das dialektische Verhältnis von Mythos und Aufklärung, die Rolle der Naturbeherrschung, die historische Entwicklung des bürgerlichen Subjekts sowie die Kritik am instrumentellen Vernunftbegriff.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine exakte begriffliche Exegese der zentralen These, um aufzuzeigen, wie Aufklärung aus Angst vor der Natur entsteht und durch den Zwang zur Selbsterhaltung in ein neues Herrschaftsverhältnis mündet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische und exegetische Methode angewandt, die den Originaltext anhand der Fachbegriffe und historischer Herleitungen interpretiert, ohne eine direkte Aktualisierung auf heutige Zustände vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Rekonstruktion der These, unterteilt in die historische Herleitung, die philosophische Begründung der „Verdopplung der Natur“ und die Analyse der Odyssee als Modell für das moderne, entfremdete Subjekt.

Welche Begriffe sind für die Arbeit charakterisierend?

Zentrale Begriffe sind der „Zeitkern der Wahrheit“, die „instrumentelle Vernunft“, der „Mythos“, die „Naturbeherrschung“ sowie das „Prinzip der Immanenz“.

Wie interpretieren die Autoren die Odyssee im Kontext der Aufklärung?

Odysseus wird als frühe Form des bürgerlichen Subjekts gesehen, dessen Reise und List als Allegorie für den Zwang zur Unterdrückung der eigenen Triebe und der Natur dienen, um im Herrschaftssystem zu überleben.

Warum kritisieren Horkheimer und Adorno die moderne Aufklärung?

Sie kritisieren, dass die Aufklärung durch die mathematische Reduktion und den Zweckrationalismus selbst zu einer Form von Mythologie geworden ist, die den Menschen in ein „Instrument“ verwandelt und die Vielfalt der Welt in berechenbare Quantitäten presst.

Welche Kritikpunkte werden an der Argumentation der Autoren geübt?

Die Arbeit merkt kritisch an, dass die Interpretation der Odyssee zur Darstellung des modernen Subjekts provokant gewählt ist und zudem Begriffe wie „Herrschaft“ oder die Rolle des Weiblichen im Text teils unkritisch oder uneinheitlich verwendet werden.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des „Zeitkerns der Wahrheit“?

Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die „Dialektik der Aufklärung“ zwar eine komplexe Analyse bietet, aber auch selbst mit Widersprüchen kämpft, wobei die in der Arbeit geleistete Exegese als erste Annäherung an diese komplexe Materie zu verstehen ist.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erläuterungen zur "Dialektik der Aufklärung" von Horkheimer/ Adorno
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1154383
ISBN (eBook)
9783346548412
ISBN (Buch)
9783346548429
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erläuterungen dialektik aufklärung horkheimer/ adorno
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Erläuterungen zur "Dialektik der Aufklärung" von Horkheimer/ Adorno, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154383
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Leseprobe aus  15  Seiten
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