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Joseph Beuys "Stripes from the House of the Shaman 1964-72". Zwischen biografischer Legende und Neo-Schamanismus

Titel: Joseph Beuys "Stripes from the House of the Shaman 1964-72". Zwischen biografischer Legende und Neo-Schamanismus

Hausarbeit , 2021 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sarah Popp (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Ausnahmekünstler Joseph Beuys und dessen Werk "Stripes from the House of the Shaman". Hierbei werden Werk und Künstler miteinander in Beziehung gesetzt und die Hintergründe der Entstehung beleuchtet.

Kann Kunst heilen? Und welche Zusammenhänge gibt es zwischen der Glaubenspraxis des Schamanismus und moderner Aktionskunst? Joseph Beuys verarbeitet in seiner Installation „Stripes from the House of the Shaman 1964-72“ gleich mehrere Leitmotive seiner künstlerischen Intention. So beschäftigte er sich schon zu Beginn seines kreativen Daseins mit spirituellen Themen und Religion. Bereits Beuys frühe Zeichnungen und Drucke wie die Collage „Bündel des Schamanen“ spiegeln sein Interesse an den Praktiken des Schamanismus wider. Biografische Einschnitte im Leben des Künstlers führten zu seiner intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Leben, Tod, Wiedergeburt und Erlösung. Kunst als Therapie zu erkennen, zu nutzen und diese wertvolle Erkenntnis in die Welt hinauszutragen, war eines der selbsternannten Ziele von Joseph Beuys. Er wollte Veränderungen in der Gesellschaft, Politik und Kunst bewirken mit Hilfe von ganzheitlichen Ansätzen. So vereint das Werk „Stripes from the House of the Shaman 1964-72“ beispielsweise spirituelle Grundideen mit dem christlichen Glauben. Verweist der Künstler hier auf eine friedliche Koexistenz von westlicher und östlicher Denkweise und Glaubenspraxis? Zudem reflektiert die Installation scheinbar bedeutende Einschnitte aus dem Leben des Künstlers und löst damit beim Betrachter eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten aus. Verarbeitet Beuys der selbst nie über Details seines Kriegsdienstes sprechen wollte hier seine bewegte Vergangenheit? Was möchte Beuys mit seiner Installation beim Betrachter bewirken?
„Den Tod verstand er als Beginn der Wiedergeburt. Im Tod vollziehe sich das eigentliche Leben. Er war überzeugt davon, daß gerade das Leiden dem Menschen helfe. So hat er ja auch seine Depressionszeit als Therapie für sich selbst gewertet.“ (Stachelhaus, Heiner; 2004)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Joseph Beuys – Stripes from the House of the Shaman 1964-72

2.1. Bildbeschreibung

2.2. Ikonografie

3 Interpretation

3.1. Stripes from the House of the Shaman 1964-72

3.2. Der Künstlermythos um Joseph Beuys

3.3. Im Reich des Schamanen

3.4. Beuys der Schamane?

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten der Installation „Stripes from the House of the Shaman 1964-72“ von Joseph Beuys. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, inwiefern Beuys die ihm häufig zugeschriebene Rolle des Schamanen in seinem Werk reflektiert, einnimmt oder als Teil einer bewussten Selbstinszenierung konstruiert.

  • Biografische Hintergründe und prägende Erlebnisse von Joseph Beuys
  • Die symbolische Verwendung von Materialien wie Filz, Fett und Kupfer
  • Verbindung von spirituellen Praktiken und christlicher Glaubenswelt
  • Diskurs um die Rolle des Künstlers als moderner Schamane und Heiler

Auszug aus dem Buch

3.1. Stripes from the House of the Shaman 1964-72

Die Streifen des Hauses des Schamanen ist der mystisch klingende Titel der Installation von Joseph Beuys (Abbildung 1). Ein hölzerner Torbogen symbolisiert hierbei das Haus des Heilers. Die unterschiedlich langen Filzmatten auf dem Weg zu eben jener Stätte der Erlösung, dienen nicht nur als Wärme- sondern auch als energetische Leitobjekte. Dass die Filzwege hierbei durch den Bogen hindurch und in eine höhere Sphäre ragen ist vom Künstler bewusst so gewählt. So symbolisieren sie einen Übergang zwischen einer irdischen und einer himmlischen Welt. „Stripes from the House of the Shaman 1964-72“ beinhaltet gleich mehrere transformative Prozesse. So steht das Haus des Schamanen symbolisch für den Übergang zwischen Leben und Tod. Das kleine Holzkreuz aus Ästen, welches der Künstler über dem Torbogen angebracht hat, zeigt zeitgleich jedoch seinen stetigen Versuch die westliche und östliche Kultur miteinander zu verbinden (Abbildung 3). Eine Art Christianisierung des Heidnischen. Für Beuys war es stets wichtig die moderne Wissenschaft mit den alten Heilkünsten und Denken zu verbinden. So sprach er sich mehrfach in Interviews darüber aus, dass er das Gefühl habe, dem modernen Menschen sei die spirituelle und Naturverbunde Urkraft mit immer höheren wissenschaftlichen Entdeckungen abhandengekommen. Beuys wollte diesen Missstand nicht rückgängig machen, sondern das abhandengekommene Wissen mit dem Geist der Moderne durch seine Kunst miteinander vereinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Kunst heilen kann, und beleuchtet die Verbindung zwischen Joseph Beuys' Installation und seiner Schamanen-Thematik.

2 Joseph Beuys – Stripes from the House of the Shaman 1964-72: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte formale Beschreibung des Werks sowie eine ikonografische Analyse früherer Collagen und Performances.

3 Interpretation: Der Hauptteil interpretiert die symbolische Bedeutung der Materialien, den biografischen Einfluss auf das Werk und setzt sich intensiv mit der Rolle des Schamanen in Beuys’ Schaffen auseinander.

4 Resümee: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und bestätigt die Bedeutung des Künstlermythos für das Verständnis von Beuys’ künstlerischem Handeln.

Schlüsselwörter

Joseph Beuys, Stripes from the House of the Shaman, Schamanismus, Künstlermythos, Transformation, Installation, Filz, Kupfer, Biografie, Nahtoderfahrung, Moderne Kunst, Spiritualität, Heilkunst, Selbstinszenierung, Aktionskunst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Installation „Stripes from the House of the Shaman 1964-72“ von Joseph Beuys im Kontext seiner Biografie und der wiederkehrenden schamanischen Symbolik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Künstlers als Heiler, die Transformation von Materialien, die Aufarbeitung von Kriegstraumata und die Verschränkung von Spiritualität und Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Interpretationsmöglichkeiten des Werks zu beleuchten und zu klären, wie Beuys die Zuschreibung des „Schamanen“ in seinem Werk verarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine deskriptive Bildanalyse mit einer kunsthistorischen Kontextualisierung und der Auswertung biographischer sowie fachliterarischer Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bild- und Ikonografieanalyse, eine tiefergehende Interpretation der Werk-Symbole und eine Erörterung des Künstlermythos um Joseph Beuys.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Schamanismus, Transformation, Materialästhetik (Filz/Kupfer) und die Rolle des Künstlers als sozialer Akteur.

Wie wichtig ist die Biografie von Beuys für das Verständnis des Werks?

Die Biografie ist essenziell, da insbesondere der Flugzeugabsturz auf der Krim und die darauffolgende Rettung durch Tataren als fundamentales Ereignis für die schamanische Symbolik in seinem Werk identifiziert werden.

Welche Rolle spielt der Schamanenbegriff konkret bei Beuys?

Beuys nutzte die Figur des Schamanen als ein symbolisches Modell, um Heilungsprozesse in einer technisierten, entfremdeten Gesellschaft zu thematisieren, wobei er sich selbst jedoch eher als Mittler für seine Kunst verstand.

Wird die Installation „Stripes from the House of the Shaman“ als rein autobiografisch gedeutet?

Das Werk wird als Verbindung von persönlichen Erfahrungen mit einem allgemeinen Anspruch an ganzheitliche Lebensentwürfe und soziale Transformation interpretiert.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Joseph Beuys "Stripes from the House of the Shaman 1964-72". Zwischen biografischer Legende und Neo-Schamanismus
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,0
Autor
Sarah Popp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
26
Katalognummer
V1154913
ISBN (eBook)
9783346548146
ISBN (Buch)
9783346548153
Sprache
Deutsch
Schlagworte
joseph beuys stripes house shaman zwischen legende neo-schamanismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Popp (Autor:in), 2021, Joseph Beuys "Stripes from the House of the Shaman 1964-72". Zwischen biografischer Legende und Neo-Schamanismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154913
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Leseprobe aus  26  Seiten
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