Ziel dieser Arbeit ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Konzept für ein betriebliches Gesundheitsmanagement zu erarbeiten, welches sich dabei bedarfsgerecht in die Abläufe eines mittelständigen Unternehmens implementieren lässt. Dabei spielen sowohl verhältnis- als auch verhaltensorientierte Faktoren bei der Erarbeitung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements eine wichtige Rolle. Es werden entsprechende Handlungsschwerpunkte und daraus abzuleitende Maßnahmen die Grundlage für das Konzept bilden. Zuvor erfolgt eine klare Zielklärung als Basis für ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Gesundheit
2.1.1. Salutogenetisches Gesundheitsmodell nach Antonovsky
2.1.2. Psychologisches Kapital
2.2. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in der Theorie
2.2.1. Drei Säulen des BGM
2.2.2. Phasen und Instrumente des BGM
3. Konzeption eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements
3.1. Zieldefinition
3.2. Handlungsfelder und Maßnahmen
3.3. Erfolgsfaktoren
4. Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Fallstudie befasst sich mit der Konzeption eines wissenschaftlich fundierten Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden in mittelständischen Unternehmen nachhaltig zu fördern und arbeitsbedingten Belastungen entgegenzuwirken.
- Salutogenetisches Modell und psychologisches Kapital
- Struktur und Instrumente eines ganzheitlichen BGM
- Definition von Handlungsfeldern und Präventionsmaßnahmen
- Analyse von Erfolgsfaktoren für die Implementierung
- Bedeutung der Führungskultur und Mitarbeiterbeteiligung
Auszug aus dem Buch
2.1.2. Psychologisches Kapital
Das psychologische Kapital beschreibt „wer wir sind“ bzw. „was wir sein können“ und setzt sich aus den folgenden vier Dimensionen zusammen.
Die Hoffnung bezeichnet das Bestreben, die persönlich gesteckten Ziele erreichen zu wollen und zu können sowie die Fähigkeit bei Hindernissen entsprechende Handlungsalternativen zu entwickeln. Die Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung, schwierige Aufgaben zu bewältigen und dafür die notwendigen Ressourcen aufzubringen. Die Ursache hierfür liegt in der Person, welche die Situation angemessen beurteilt und Fehler als Lernmöglichkeiten betrachtet. Die Resilienz ist die Fähigkeit Hürden im Leben auch über einen längeren Zeitraum mit erhöhtem Einsatz zu bewältigen, im Zweifel darüber hinwegzukommen und sich bei Bedarf anpassen zu können.
Ist das psychologische Kapital bei einer Person hoch ausgeprägt, so ist diese motiviert und strebt nach Weiterentwicklung und einer persönlichen Entfaltung. Mithilfe des psychologischen Kapitals können Gesundheit und Lebenszufriedenheit betrachtet werden. Anhand zahlreicher Untersuchungen sowie empirischer Studien konnte belegt werden, dass signifikante Zusammenhänge zwischen dem psychologischen Kapital und der Arbeitszufriedenheit, dem Engagement, einer höheren Leistung sowie einem geringeren Stresserleben bestehen.
Die Steigerung des psychologischen Kapitals erfolgt unmittelbar im Zusammenhang mit den vier beschriebenen Dimensionen. Im beruflichen Kontext kann die Hoffnung bspw. mit einer genauen und fordernden Zielformulierung entwickelt werden. Die Erhöhung der Selbstwirksamkeit erfolgt durch den Zuspruch und das Vertrauen der Führungskraft in den Mitarbeiter. Aber auch die Erfahrung eine herausfordernde Aufgabe gemeistert zu haben fördert die persönliche Selbstwirksamkeit. Ebenso können Vorbilder und Respektpersonen das Selbstvertrauen steigern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung der Mitarbeitergesundheit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und moderner Arbeitsanforderungen.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert das salutogenetische Modell sowie das Konzept des psychologischen Kapitals und stellt das BGM mit seinen drei Säulen und Prozessphasen vor.
3. Konzeption eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements: Entwickelt konkrete Ziele, Handlungsfelder und Erfolgsfaktoren für ein ganzheitliches BGM in der betrieblichen Praxis.
4. Diskussion und Fazit: Reflektiert die methodische Herangehensweise und fasst die Notwendigkeit einer partizipativen und gesundheitsorientierten Unternehmenskultur zusammen.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Salutogenese, Psychologisches Kapital, Gesundheitsförderung, Arbeit und Gesundheit, Unternehmenskultur, Mitarbeiterbeteiligung, Prävention, Resilienz, Selbstwirksamkeit, Führungskultur, Arbeitsbedingungen, Leistungsfähigkeit, Mittelständische Unternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Arbeitsumfeld, Gesundheit und Leistungsfähigkeit und entwickelt ein Konzept für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen gesundheitspsychologische Modelle wie die Salutogenese, das psychologische Kapital, die rechtlichen und betrieblichen Säulen des BGM sowie die praktische Implementierung durch spezifische Maßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts für ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das bedarfsgerecht in die Abläufe eines mittelständischen Unternehmens integriert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer strukturierten qualitativen Herangehensweise zur Konzeption eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Gesundheitsverständnisses und des BGM sowie die konkrete Ausarbeitung von Handlungsfeldern, Maßnahmen und Erfolgsfaktoren für die Unternehmenspraxis.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Salutogenese, psychologisches Kapital, Gesundheitsförderung, Arbeitsgestaltung und Führungskultur.
Warum spielt das salutogenetische Modell nach Antonovsky eine so wichtige Rolle?
Das Modell ist zentral, da es Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krankheit, sondern als dynamischen Prozess betrachtet, bei dem das Kohärenzgefühl – bestehend aus Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit – die Widerstandskraft gegenüber Stressoren stärkt.
Welchen Einfluss hat die Führungskultur auf das Gelingen eines BGM?
Die Führungskraft fungiert als Vorbild und Gestalter; eine gesundheitsorientierte Führung fördert durch Wertschätzung, Einbindung der Mitarbeiter und Unterstützung bei der Zielerreichung maßgeblich die Akzeptanz und den nachhaltigen Erfolg des Gesundheitsmanagements.
- Citar trabajo
- Nicole Sommer (Autor), 2020, Konzeption eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1156520