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Krieg auf Schienen. Über die Genese der militärischen Nutzung der Eisenbahn in Preußen bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71

Title: Krieg auf Schienen. Über die Genese der militärischen Nutzung der Eisenbahn in Preußen bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71

Term Paper , 2021 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Denny Stangneth (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

Die Entwicklung der Eisenbahn beeinflusste die territoriale Mobilität der Menschheit in einer Art und Weise, wie es kein anderes Verkehrsmittel bis in die Gegenwart zu leisten im Stande war. Diese Entstehung eines potenziell revolutionären Kommunikationsmittels erweckte die Aufmerksamkeit des Militärs. Dieses Interesse steht im Mittelpunkt der Arbeit. Genauer: Die Genese der militärischen Nutzung der Eisenbahn in Preußen bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.

Da der primäre Nutzen der Eisenbahn im wirtschaftlichen Bereich lag, konnte die militärische Nutzbarmachung nicht exklusiv erfolgen, sondern musste in Kooperation von zivilen und militärischen Stellen verwirklicht werden. Daraus ergeben sich verschiedene Fragestellungen.

Worin lagen die Vor- und Nachteile dieser Zusammenarbeit? Welchen Einfluss nahm das Militär beim Bau neuer Streckenabschnitte? Mit welcher Gegenwehr und Zustimmung war dies verbunden? Ferner soll untersucht werden, inwiefern die Eisenbahn bis zum Einsatz im Deutsch-Französischen Krieg zu einem kriegsentscheidenden Instrument werden konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erwartungen und Widerstände bezüglich des neuen Kommunikationsmittels in den 1830/40er Jahren

3. Internationale Konflikte und Rezeption

4. Erprobung in den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71

4.1. Der Krieg gegen Dänemark

4.2. Der Krieg gegen Deutschland

4.3. Der Krieg gegen Frankreich

5. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Genese der militärischen Nutzung der Eisenbahn in Preußen im Zeitraum von den 1830er Jahren bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich das Wechselspiel zwischen zivilen Interessen, privater Wirtschaft und militärischen Anforderungen gestaltete und inwieweit die Eisenbahn zu einem strategischen Instrument für die preußische Kriegsführung wurde.

  • Spannungsfeld zwischen ziviler Nutzung und militärischen Interessen beim frühen Eisenbahnbau.
  • Rezeption internationaler Konflikte und deren Einfluss auf die preußische Militärplanung.
  • Erprobung der Eisenbahnnutzung in den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71.
  • Logistische Herausforderungen und technische Entwicklungen im Kontext der Mobilmachung.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Durch die Eisenbahn wird der Raum getötet, und es bleibt uns nur noch die Zeit übrig“1, schrieb Heinrich Heine am 5. Mai 1843. Darin spiegeln sich Pessimismus und Abneigung gegenüber dem neuen Verkehrsmittel wider, wie sie die Eisenbahnen von Beginn an begleiteten.2 Die Entwicklung der Eisenbahn beeinflusste die territoriale Mobilität der Menschheit in einer Art und Weise, wie es kein anderes Verkehrsmittel bis in die Gegenwart zu leisten im Stande war.3 War der Raum erst einmal erschlossen, konnten spätere Verkehrsmittel lediglich die Zeit beeinflussen. Vorstellungen von der zukünftigen Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen waren in den Anfangsjahren jedoch theoretischer Natur. Nichtsdestotrotz weckte die Entstehung eines potenziell revolutionären Kommunikationsmittels4 die Aufmerksamkeit des Militärs. Dieses Interesse steht im Mittelpunkt der nachfolgenden Untersuchung. Genauer: Die Genese der militärischen Nutzung der Eisenbahn in Preußen bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Da der primäre Nutzen der Eisenbahn im wirtschaftlichen Bereich lag, konnte die militärische Nutzbarmachung nicht exklusiv erfolgen, sondern musste in Kooperation von zivilen und militärischen Stellen verwirklicht werden. Daraus ergeben sich verschiedene Fragestellungen. Worin lagen die Vor- und Nachteile dieser Zusammenarbeit? Welchen Einfluss nahm das Militär beim Bau neuer Streckenabschnitte? Mit welcher Gegenwehr und Zustimmung war dies verbunden? Ferner soll untersucht werden, inwiefern die Eisenbahn bis zum Einsatz im Deutsch-Französischen Krieg zu einem kriegsentscheidenden Instrument werden konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der militärischen Nutzbarmachung der Eisenbahn in Preußen ein und definiert die zentralen Forschungsfragen zur Kooperation zwischen zivilen und militärischen Akteuren.

2. Erwartungen und Widerstände bezüglich des neuen Kommunikationsmittels in den 1830/40er Jahren: Hier werden die frühen Debatten und die Konflikte zwischen den Interessen privater Eisenbahnunternehmer und dem preußischen Militär beleuchtet.

3. Internationale Konflikte und Rezeption: Das Kapitel analysiert, wie Beobachtungen aus ausländischen Krisen und Kriegen der 1850er Jahre die preußische Strategie zur Nutzung der Bahn beeinflussten.

4. Erprobung in den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71: Die praktische Anwendung der Eisenbahn im militärischen Kontext wird in drei spezifischen Kriegsszenarien untersucht und deren logistische Vor- und Nachteile bewertet.

4.1. Der Krieg gegen Dänemark: Analyse des vergleichsweise überschaubaren Aufmarsches und der logistischen Erkenntnisse aus diesem ersten Konfliktfall.

4.2. Der Krieg gegen Deutschland: Betrachtung der Mobilmachung von 1866 und der Herausforderungen beim koordinierten Transport der preußischen Armeen.

4.3. Der Krieg gegen Frankreich: Untersuchung des massiven Einsatzes der Eisenbahn während des Feldzugs 1870/71 und der neuartigen Qualität der Mobilmachung.

5. Ergebnisse: Zusammenfassung der Erkenntnisse, die aufzeigt, dass die Eisenbahn zwar nicht kriegsentscheidend, aber als Instrument für die moderne Kriegsführung unerlässlich geworden war.

Schlüsselwörter

Eisenbahn, Preußen, Militärstrategie, Mobilmachung, Industrialisierung, 19. Jahrhundert, Logistik, Transportwesen, Deutsch-Französischer Krieg, Schienennetz, Staatliche Aufsicht, Kriegsführung, Infrastruktur, Technik, Heer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung der militärischen Nutzung von Eisenbahnen im preußischen Staat zwischen den 1830er Jahren und dem Jahr 1871.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Verknüpfung ziviler und militärischer Interessen beim Bau und Betrieb der Bahn, die logistische Herausforderung von Truppentransporten und die Anpassung militärischer Strategien an die neue Technik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Militär von einer anfangs abwartenden Haltung zur systematischen Integration der Eisenbahn als Instrument der Kriegsführung überging.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur und Zeitzeugnissen, um die Genese der militärischen Eisenbahnnutzung kontextualisiert darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Debatten der 1830er/40er Jahre, die internationale Rezeption von Konflikten in den 1850ern sowie die praktische Erprobung der Bahn in den Einigungskriegen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit ist am besten durch Begriffe wie Eisenbahn, Preußen, Militärstrategie, Mobilmachung und logistische Infrastruktur definiert.

Warum war der Bau der Eisenbahn in den 1830er Jahren ein Konfliktfeld?

Weil der Staat einerseits staatliche Aufsicht zur militärischen Nutzung einforderte, während private Investoren primär wirtschaftliche Rentabilität und eigene Streckenplanungen verfolgten.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Eisenbahn in den Einigungskriegen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Eisenbahn in diesen Kriegen nicht primär kriegsentscheidend war, aber eine wachsende und essenzielle Bedeutung für die operative Kriegführung erlangte.

Welche Bedeutung hatte das Gesetz von 1838?

Es markierte den wichtigen Einschnitt, durch den der preußische Staat weitgehende Aufsichtsrechte bei privaten Eisenbahnunternehmungen sicherte.

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Details

Title
Krieg auf Schienen. Über die Genese der militärischen Nutzung der Eisenbahn in Preußen bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Denny Stangneth (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1158420
ISBN (PDF)
9783346555557
ISBN (Book)
9783346555564
Language
German
Tags
Eisenbahn Preußen Militärgeschichte Einigungskriege Bismarck Moltke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Denny Stangneth (Author), 2021, Krieg auf Schienen. Über die Genese der militärischen Nutzung der Eisenbahn in Preußen bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158420
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