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Organisationsentwicklungen und ihre virtuellen mündlichen internen Kommunikationen. Die Bedeutung der Stimm- und Körperpräsenz

Title: Organisationsentwicklungen und ihre virtuellen mündlichen internen Kommunikationen. Die Bedeutung der Stimm- und Körperpräsenz

Master's Thesis , 2021 , 61 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stephanie Voss (Author)

Business economics - Corporate communication
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Summary Excerpt Details

Im Zuge der Covid-19-Pandemie wird die interne Kommunikation in Organisationen weitgehend auf virtuelle Formate verlagert. Dies betrifft sowohl alltägliche Absprachen als auch Gespräche, um geplante Veränderungen der Organisation zu verkünden oder gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu erarbeiten. Die Ausstrahlung und Körpersprache der Teilnehmenden beschränken sich dabei auf die Mimik und die Gestik des Oberkörpers.

Welchen Einfluss hat das Fehlen von Körpersignalen auf das Verständnis einer Nachricht? Warum sollten der Stimm- und Körperpräsenz in virtuellen mündlichen Kommunikationen gerade bei Organisationsentwicklungen besondere Beachtung geschenkt werden? Und wie können leitende Angestellte zu einem konstruktiven Arbeiten in einem virtuellen Raum beitragen?

Die Autorin Stephanie Voss setzt soziologische Denkansätze und psychologische Betrachtungen mit physiologischen Prozessen in Beziehung. Sie löst sich vom Sender-Empfänger-Modell und nähert sich der systemischen Kommunikation und ihren Vorzügen an. Ihr Buch richtet sich an Führungskräfte, Beratende und Menschen, die in HR beschäftigt sind und strategisch arbeiten. Es regt dazu an, die Mitarbeitenden ganzheitlich wahrzunehmen sowie die eigene Wirkung als Vorgesetzte:n im (virtuellen) Gespräch zu erkennen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Exkurs: Change Management versus Organisationsentwicklung

3. Physiologische Aspekte der Kommunikation

3.1 Bindungsbedürfnis in der virtuellen Kommunikation

3.2 Polyvagaltheorie nach Stephen W. Porges

3.3 Nonverbale oder körperliche Kommunikation

3.4 Emotionen in der Kommunikation

3.4.1 Emotionen durch Worte bilden

3.4.2 Stimme und deren Einfluss auf die Emotionen

3.5 Mimikresonanz in der Kommunikation

4 Psychologische und soziale Aspekte in der Kommunikation

4.1 Sender und Empfänger in der Kommunikation

4.2 Kommunikation aus Sicht der Systemik nach Luhmann

5 Strategischer Aspekt in der Kommunikation

5.1 Narrative Kommunikation

5.2. Authentizität in der Narration

5.3. Narration durch integrative Kommunikation

5.3.1 Exkurs: Empowerment

5.4. Aufbau einer Narration und wichtige Elemente

6 Erfolgsfaktoren für virtuelle Organisationsentwicklungen

6.2. Arten des Zuhörens nach Scharmer

6.2 Schweigen

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Stimm- und Körperpräsenz in virtuellen, mündlichen Kommunikationsformaten im Kontext der Organisationsentwicklung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gezielte nonverbale und paraverbale Signale sowie strategische Narrationen Sicherheitsempfinden erzeugt und das autonome Nervensystem in Richtung des Social-Engagement-Systems reguliert werden kann, um eine konstruktive Zusammenarbeit trotz räumlicher Distanz zu ermöglichen.

  • Physiologische Grundlagen der Kommunikation und Neurozeption
  • Einfluss von Stimmpräsenz und nonverbalen Signalen auf die Co-Regulation
  • Psychologische und systemtheoretische Perspektiven der Kommunikation
  • Strategische Nutzung narrativer Kommunikation in Veränderungsprozessen
  • Förderung von Präsenz durch neue Zuhör-Formen und Stille (Theory U)

Auszug aus dem Buch

3.2 Polyvagaltheorie nach Stephen W. Porges

Die Polyvagaltheorie bezieht sich auf das autonome Nervensystem, das auch als vegetatives Nervensystem bezeichnet wird. Es besteht aus zwei Unterabteilungen, dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Der Sympathikus wirkt energiemobilisierend und aktivierend. Der Parasympathikus reduziert unsere Körperaktivität und sorgt für ein energiereduziertes Verhalten. Der Unterschied liegt nicht nur in der Wirkung, sondern auch im Aufbau. Die Nervenfasern des Sympathikus werden direkt nach dem Austritt aus dem Rückenmark im ,sympathischen‘ Grenzstrang neu verknüpft. Beim Parasympathikus erfolgt die Umschaltung in den Zielorganen in kleinen Nervengrüppchen, den Ganglien.

Beide regulieren die Aktivität bzw. Passivität der inneren Organe. Sympathikus und Parasympathikus werden stets gemeinsam aktiviert, auch wenn sie gegensätzlich agieren. Je nach Situation ist der eine stärker involviert als der andere, es besteht aber stets ein Gleichgewicht. Die Ganglien bilden am Organ ein Nervengeflecht, den Plexus, der sich über das Organ zieht. Es ist das Steuerungssystem. Parasympathikus und Sympathikus steuern den Plexus (vgl. Beck et al. 2016, S. 4f.). Über einen Hauptnervenstrang, den Nervus vagus, erreicht der Parasympathikus seine Zielorgane, wodurch die inneren Organe reguliert werden. Im Gegensatz zu den anderen Hirnnerven endet der Nervus vagus nicht im Kopf oder Halsbereich, sondern läuft bis zu den inneren Organen des Körpers. Damit bildet er eine Ausnahme unter den Hirnnerven, die das Gehirn verlassen (vgl. ebd., S. 14f.).

Der Nervus vagus beeinflusst also das Gleichgewicht zwischen Parasympathikus und Sympathikus, indem er mit dem Parasympathikus zusammenwirkt. Diesen Einfluss hat Porges in sieben Hauptwirkungen zusammengefasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Verlagerung der internen Kommunikation auf virtuelle Formate infolge der Covid-19-Pandemie und leitet die Relevanz von Stimm- und Körperpräsenz für Organisationsentwicklungsprozesse ab.

2. Exkurs: Change Management versus Organisationsentwicklung: Dieser Abschnitt grenzt die beiden Begriffe voneinander ab und verdeutlicht, dass Organisationsentwicklung eine partizipative Veränderungsstrategie ist, die auf dem Austausch der Mitarbeiter basiert.

3. Physiologische Aspekte der Kommunikation: Es werden die biologischen Grundlagen der Kommunikation, insbesondere die Rolle des Bindungshormons Oxytocin und die Polyvagaltheorie von Porges, beleuchtet, um deren Einfluss auf die soziale Interaktion zu erläutern.

4. Psychologische und soziale Aspekte in der Kommunikation: Hier wird der Fokus auf kommunikationspsychologische Modelle sowie auf die Kommunikation aus systemischer Sicht nach Luhmann gelegt, um die Wirkung auf unbewusste Vorgänge zu verstehen.

5. Strategischer Aspekt in der Kommunikation: Das Kapitel führt das Konzept der narrativen Kommunikation ein und erläutert, wie durch strategische Geschichten (Narrationen) Sinn gestiftet und Identität in Organisationen aufgebaut werden kann.

6. Erfolgsfaktoren für virtuelle Organisationsentwicklungen: Unter Einbeziehung der Theory U nach Scharmer werden die verschiedenen Ebenen des Zuhörens sowie die Bedeutung des Schweigens als Instrument für gelingendes Presencing in virtuellen Umgebungen diskutiert.

7. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und es wird betont, dass virtuelle Organisationsentwicklung durch die bewusste Berücksichtigung physiologischer und geisteswissenschaftlicher Faktoren erfolgreich gestaltet werden kann.

Schlüsselwörter

Organisationsentwicklung, Virtuelle Kommunikation, Polyvagaltheorie, Stimmpräsenz, Körperpräsenz, Co-Regulation, Neurozeption, Narrative Kommunikation, Social-Engagement-System, Empowerment, Theory U, Scharmer, Systemtheorie nach Luhmann, Embodied Communication, Presencing

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in virtuellen Arbeitsumgebungen trotz technischer Einschränkungen eine effektive und zwischenmenschlich verbundene Kommunikation gestaltet werden kann, um Organisationsentwicklungsprozesse erfolgreich zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die physiologischen Grundlagen der Kommunikation (Polyvagaltheorie), psychologische Aspekte wie die systemische Kommunikation nach Luhmann, die strategische Anwendung von Narrationen sowie moderne Ansätze wie die Theory U zur Förderung von Präsenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Hypothese zu stützen, dass der Stimm- und Körperpräsenz in virtuellen Kommunikationsräumen eine besondere Bedeutung zukommt, um durch gezielte Co-Regulation Sicherheit bei den Mitarbeitern zu erzeugen und Veränderungsprozesse zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Arbeit, die interdisziplinäre Erkenntnisse aus Biologie, Psychologie, Systemtheorie und Managementlehre miteinander verknüpft, um neue Strategien für die Organisationsentwicklung im virtuellen Raum zu begründen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine physiologische Fundierung, eine systemisch-psychologische Analyse der Kommunikation und einen strategischen Teil, der Techniken wie die narrative Kommunikation und das achtsame Zuhören (Theory U) detailliert darstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Organisationsentwicklung, Polyvagaltheorie, Narrative Kommunikation, Neurozeption, Co-Regulation, Präsenz, Empowerment und Social-Engagement-System beschreiben.

Wie trägt die Polyvagaltheorie zum Verständnis der virtuellen Kommunikation bei?

Sie erklärt, wie unser autonomes Nervensystem auf Signale aus der Umwelt reagiert. In virtuellen Settings fehlen wichtige körperliche Informationen, weshalb die gezielte Nutzung von Stimme und Mimik essenziell ist, um beim Gegenüber ein Sicherheitsgefühl statt einer Stress- oder Abwehrreaktion auszulösen.

Welche Rolle spielt das Schweigen in der Theorie von Scharmer?

Schweigen wird als notwendige Bedingung für das "Presencing" angesehen – einen Zustand, in dem neues Wissen entstehen kann. Es ermöglicht Reflexion und verbindet die Gesprächspartner auf einer tieferen, nicht-sprachlichen Ebene, was für die Kreativität in Veränderungsprozessen unerlässlich ist.

Was ist der "Rumpelstilzchen-Effekt" in diesem Kontext?

Er beschreibt die therapeutische Wirkung der Benennung von Emotionen. Durch Resonanzaussagen (das Aussprechen dessen, was blockiert) entsteht eine Co-Regulation, die das emotionale Gehirn beruhigt.

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Details

Title
Organisationsentwicklungen und ihre virtuellen mündlichen internen Kommunikationen. Die Bedeutung der Stimm- und Körperpräsenz
College
University of Kaiserslautern  (Organisationsentwicklung)
Grade
1,7
Author
Stephanie Voss (Author)
Publication Year
2021
Pages
61
Catalog Number
V1158431
ISBN (PDF)
9783346559784
ISBN (Book)
9783346559791
Language
German
Tags
Polyvagal Theorie Theory U Sendelmeier Mimik Resonanz Kommunikation Embodied Kommunikation Emopwerment Narrative Kommunikation Schweigen Zuhören virtuelle Konversationen Stimmpräsenz Körperpräsenz Arbeitsgespräch Systemik Organisationsentwicklungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Voss (Author), 2021, Organisationsentwicklungen und ihre virtuellen mündlichen internen Kommunikationen. Die Bedeutung der Stimm- und Körperpräsenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158431
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