Im Zuge dieser Arbeit soll die deutsche Zementindustrie und deren Entwicklung in den letzten Jahren genauer betrachtet werden. Insbesondere die Veränderungen in den Jahren der Corona-Pandemie soll mit den vorhergehenden Jahren verglichen und die Auswirkungen und Veränderungen für die Industrie genauer analysiert werden. Dabei sollen staatliche Eingriffe und allgemeine Entwicklungen, sowie die ergriffenen Maßnahmen der Industrie selbst betrachtet werden.
Die Zementindustrie ist ein Schlüsselpartner der Bauindustrie in Deutschland und in der gesamten Welt. Ob im Wohnungsbau, Straßenbau oder bei anderen baulichen Maßnahmen ist Zement ein unverzichtbarer Baustoff. Dank immer neuer Bauprojekte und Investitionen von staatlicher Seite sowie durch den privaten Hausbau und dank industrieller Bauprojekte scheint die Zementindustrie auch in der Zukunft einen sicheren Standpunkt zu haben.
Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2020 wurde die Bauindustrie und damit unweigerlich einhergehend die Zementindustrie auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Der Stopp von Bauprojekten und eine Vielzahl an Investitionsstopps aufgrund der durch die Pandemie ausgelösten Unsicherheiten wirkten sich auf die gesamte Weltwirtschaft aus.
Man darf jedoch nicht nur von den negativen Auswirkungen der Pandemie für die gesamte Weltwirtschaft sprechen. Diverse Industriesparten gingen als Gewinner der Pandemie hervor. Staatliche und europäische Förderprogramme, Unterstützungsfonds und sonstige Maßnahmen wurden eingeleitet, um den negativen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken. Auch die Baubranche wurde durch diverse Aktionen unterstützt, um Arbeitsplätze zu sichern und einem Wohlstandverlust entgegenzuwirken.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Methodik
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Volkswirtschaftliche Grundlagen
2.1.1 BIP
2.1.2 Verbraucherpreisindex und Erzeugerpreisindex
2.1.3 Marktgleichgewicht, Angebot und Nachfrage
2.1.4 Fiskal- und Geldpolitik
2.2 Überblick über die Maßnahmen der Bundesregierung im Zuge der Krise 2020
2.3 Die Zementindustrie in Deutschland
2.3.1 Allgemeine Informationen zur deutschen Zementindustrie
2.3.2 Zementproduktion und Handel
3 Die Zementindustrie in der Corona Krise
3.1 Regierungsmaßnehmen zur Unterstützung der Zementindustrie
3.2 Veränderungen innerhalb der Zementindustrie
4 Zusammenfassung/Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Analyse der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Zementindustrie. Es soll untersucht werden, wie sich die Krise auf die Branche auswirkte, welche staatlichen Gegenmaßnahmen ergriffen wurden und wie sich die Zementindustrie im Vergleich zum restlichen Wirtschaftsumfeld behaupten konnte.
- Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Indikatoren (BIP, Preisindizes).
- Staatliche Krisenbewältigungsmaßnahmen und Konjunkturpakete.
- Strukturanalyse der deutschen Zementindustrie und deren Abhängigkeiten.
- Empirische Untersuchung der Auswirkungen auf Produktion, Nachfrage und Preise während der Pandemie.
- Prognose möglicher zukünftiger Herausforderungen für die Baustoffbranche.
Auszug aus dem Buch
3.2 Veränderungen innerhalb der Zementindustrie
Blickt man auf Abbildung 7 so zeigt sich ein Anstieg an geleisteten Arbeitsstunden in der deutschen Bauindustrie von 2019 zu 2020. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2021 ist ein anfänglicher Anstieg, jedoch in Richtung der Sommermonate ein deutlicher Abfall zu sehen. Somit lässt sich für das Jahr 2020 keinerlei Einfluss der Corona-Pandemie auf die Bauindustrie erkennen. Besonders durch die Weiterbetreibung der Baustellen in den Monaten des Lockdowns stützte somit direkt die Zementnachfrage. Blickt man auf die Monate April und Mai des Jahres 2021 lässt sich jedoch ein Deutlicher Rückgang der Arbeitsstunden feststellen.
Dieser Rückgang spiegelt die Prognosen auf Grund der rückgängigen Genehmigungen und Auftragseingänge in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 wider. Laut VDZ-Präsident Christian Knell wurde mit einem Rückgang der Zementnachfrage zwischen 3 und 5 Prozent gerechnet. Bei Betrachtung des Erzeugerpreisindex lässt sich in den Jahren 219 und 2020 eine Steigerung besonders im ersten Quartal feststellen. Dementsprechend folgt der Index den steigenden Arbeitsstunden. Ähnlich verhält sich der Anstieg in den ersten Monaten des Jahres 2021. Durch den sinkenden Verlauf der Nachfrage im Jahr 2021 sollte dies auch Auswirkungen auf den Erzeugerpreisindex sowie auf den Marktpreis selbst haben. Auch ein Umsatz von rund 3 Milliarden Euro im Jahr 2020 (+8 % zum Vorjahr) zeigt, die geringen Auswirkungen der Zementindustrie durch die Corona-Pandemie (InformationsZentrum Beton GmbH, 2020).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Zementindustrie als Schlüsselpartner der Bauwirtschaft und Problemstellung der Arbeit im Kontext der Pandemie.
2 Theoretische Grundlagen: Darstellung volkswirtschaftlicher Kennzahlen und ökonomischer Modelle (AS-AD, Fiskalpolitik) als Analysebasis.
3 Die Zementindustrie in der Corona Krise: Untersuchung der spezifischen staatlichen Fördermaßnahmen und Analyse der realen Auswirkungen auf Produktion und Arbeitsmarkt innerhalb der Branche.
4 Zusammenfassung/Fazit: Resümee über die Widerstandsfähigkeit der Zementindustrie und Ausblick auf zukünftige ökonomische Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Zementindustrie, Corona-Pandemie, Konjunkturpaket, Bauwirtschaft, Bruttoinlandsprodukt, Fiskalpolitik, Marktgleichgewicht, Nachfrage, Erzeugerpreisindex, Lieferengpässe, Investitionsschutz, Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Produktionskosten, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Corona-Pandemie-Ausbruchs im Jahr 2020 auf die deutsche Zementindustrie und bewertet deren wirtschaftliche Stabilität in dieser Zeit.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt volkswirtschaftliche Grundlagen, staatliche Maßnahmen zur Krisenbewältigung (Konjunkturpakete) sowie spezifische Branchen- und Produktionsdaten der Zementindustrie.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist der Vergleich der Zementindustrie während der Krisenjahre mit vorherigen Zeiträumen, um die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemie und staatlicher Eingriffe zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt einen theoretischen Überblick volkswirtschaftlicher Kennzahlen und führt eine anschließende Analyse anhand vorhandener Wirtschaftsdaten und politischer Gegenmaßnahmen durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (BIP, Marktgleichgewichte), den Überblick über Regierungsmaßnahmen und die konkrete Analyse der Zementindustrie inkl. Produktions- und Nachfragedaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Zementindustrie, Corona-Krise, Konjunkturpolitik, Bauwirtschaft und ökonomische Stabilität definiert.
Warum konnte sich die Zementindustrie laut der Arbeit trotz der Pandemie stabil halten?
Die Branche profitierte von der fortgesetzten Bautätigkeit, staatlichen Förderprogrammen und einem hohen privaten Baubedarf, wodurch die Nachfrage nicht wie befürchtet einbrach.
Welche zukünftigen Risiken werden für die Branche identifiziert?
Der Autor weist auf rückgängige Auftragseingänge im Bauwesen, steigende Produktionskosten (vor allem Energiekosten) und potenzielle Umsatzeinbußen als zukünftige Herausforderungen hin.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Welche Auswirkungen hatte der Corona-Pandemie-Ausbruch auf die deutsche Zement-industrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158786