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Ulrich Deinets Aneignungskonzept im Kontext der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit

Titel: Ulrich Deinets Aneignungskonzept im Kontext der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Sina Krehl (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Ulrich Deinets Aneignungskonzept im Kontext der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit. Im ersten Kapitel werden die Begriffe Raum und Sozialraum definiert, bevor im zweiten Kapitel die Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendarbeit allgemein erläutert wird. Im nächsten Schritt wird auf das Konzept der sozialräumlichen Aneignung eingegangen, das die Grundlage für das Aneignungskonzept nach Ulrich Deinet bildet. Den Kern der Arbeit stellt die Förderung von Aneignungsprozessen in der sozialräumlich orientierten Kinder- und Jugendarbeit dar, die anhand eines konkreten Beispiels für sozialraumorientierte Jugendarbeit genauer beleuchtet wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Raum und Sozialraum

2. Sozialraumorientierung in der Kinder - und Jugendarbeit

3. Das Konzept der sozialräumlichen Aneignung

4. Das Aneignungskonzept nach Ulrich Deinet

4.1. Entgrenzung von Sozialräumen

5. Die Förderung von Aneignungsprozessen in der sozialräumlich orientierten Kinder- und Jugendarbeit

5.1. Die sozialräumliche Bildungslandschaft

6. Ein konkretes Beispiel für sozialraumorientierte Jugendarbeit

7. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Aneignungskonzept von Ulrich Deinet und dessen Anwendung innerhalb einer sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Raumbegriffs und der Aneignungsprozesse darzulegen und aufzuzeigen, wie Jugendarbeit durch die Förderung solcher Prozesse zur Gestaltung lebenswerter Umwelten für Heranwachsende beitragen kann.

  • Theoretische Fundierung von Raum- und Sozialraumbegriffen
  • Erläuterung des klassischen Aneignungskonzepts nach Ulrich Deinet
  • Analyse der fünf sozialräumlichen Aneignungsdimensionen
  • Förderung von Aneignungsprozessen in der professionellen Praxis
  • Bedeutung informeller Bildung im öffentlichen Raum

Auszug aus dem Buch

4. Das Aneignungskonzept nach Ulrich Deinet

Das Aneignungskonzept geht theoretisch auf die Arbeiten der sogenannten kulturhistorischen Schule der sowjetischen Psychologie zurück und ist vor allem mit dem Namen Leontjew (1973) verbunden (vgl. Deinet/ Reutlinger, 2014, S.11). Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen menschlicher Tätigkeit und dem menschlichen Bewusstsein. Dieser tätigkeitstheoretische Ansatz fokussiert den dialektischen Prozess zwischen Menschen und deren Umwelt, der in einem stetigen Wechselspiel zwischen Aneignung und Erziehung sowie persönlicher und gesellschaftlicher Bedeutung stattfindet (Deinet, o.J., S. 17 ff.). Der Kern des klassischen Aneignungskonzeptes besteht darin, dass die Entwicklung von Menschen als die eigentätige Auseinandersetzung mit seiner Umwelt und als Aneignungsprozess der materiellen und symbolischen Kultur verstanden wird (vgl. ebd.).

Indem Deinet das klassische Aneignungskonzept auf den relationalen Raumbegriff nach Löw überträgt, verbindet er erstmals die Begriffe Raum und Aneignung miteinander (vgl. Deinet/ Reutlinger, 2014, S.10). Dabei wird die Trennung zwischen Subjekt und (absolutem) Raum aufgehoben. Stattdessen nimmt das Subjekt eine aktive Rolle ein und ist Mitgestalter seines Lebensraums. Mit dem Aneignungskonzept besonders dem Begriff der „Raumaneignung“ lässt sich eine Brücke bauen zwischen dem aktuellen Bildungsdiskurs und den Sozialräumen, in denen Menschen leben. Aneignungsprozesse finden in den Räumen unserer Gesellschaft statt, besonders auch im öffentlichen Raum, der weitgehend strukturiert ist. Die Erweiterung des Handlungsraums von Kindern und Jugendlichen ist als Aneignung von verschiedenen Inseln einer Lebenswelt zu verstehen. Kinder und Jugendliche eignen sich nicht mehr bloß vorhandene Räume an und verändern diese, sondern sie schaffen sich auch eigentätig Räume.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Raum und Sozialraum: Dieses Kapitel differenziert zwischen absolutistischen und relativistischen Raumvorstellungen und führt den Begriff des relationalen Sozialraums ein, der als Bedingung und Resultat menschlichen Handelns verstanden wird.

2. Sozialraumorientierung in der Kinder - und Jugendarbeit: Hier wird der konzeptionelle Ansatz der Sozialraumorientierung als Reformstrategie der Kinder- und Jugendhilfe beschrieben, die auf Bedürfnis- und Ressourcenorientierung sowie Vernetzung setzt.

3. Das Konzept der sozialräumlichen Aneignung: Das Kapitel erläutert die psychologische Entwicklung des Raumverständnisses von Kindern in drei Phasen und definiert Raumaneignung als tätige Erschließung der Umwelt.

4. Das Aneignungskonzept nach Ulrich Deinet: Der Fokus liegt auf der Verknüpfung tätigkeitstheoretischer Ansätze mit dem relationalen Raumbegriff, wobei Deinet das Konzept des „Spacings“ und fünf Aneignungsdimensionen herausarbeitet.

4.1. Entgrenzung von Sozialräumen: Dieser Abschnitt beleuchtet die Veränderungen von Lebenswelten durch Digitalisierung und soziale Segregation sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für die Jugendarbeit.

5. Die Förderung von Aneignungsprozessen in der sozialräumlich orientierten Kinder- und Jugendarbeit: Hier werden pädagogische Strategien zur Gestaltung von Aneignungsorten und die jugendpolitische Funktion der Jugendarbeit als Lobby für Heranwachsende diskutiert.

5.1. Die sozialräumliche Bildungslandschaft: Das Kapitel thematisiert die Öffnung von Schule und die Bedeutung informeller Bildung an Orten außerhalb der klassischen Institutionen.

6. Ein konkretes Beispiel für sozialraumorientierte Jugendarbeit: Anhand eines Projektbeispiels wird verdeutlicht, wie durch Partizipation und die Gestaltung öffentlicher Räume Aneignungsprozesse praktisch unterstützt werden können.

7. Reflexion: Die Autorin reflektiert den Mehrwert des Aneignungskonzepts für die Soziale Arbeit und zieht ein Fazit hinsichtlich der Optimierungsmöglichkeiten ihrer eigenen professionellen Praxis.

Schlüsselwörter

Sozialraumorientierung, Raumaneignung, Ulrich Deinet, Kinder- und Jugendarbeit, Lebensweltorientierung, Spacing, informelle Bildung, Sozialraum, Partizipation, Bildungslandschaft, tätigkeitstheoretischer Ansatz, Sozialpädagogik, Sozialisationsbedingungen, Handlungsraum, Aneignungsdimensionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und die praktische Bedeutung des Aneignungskonzepts von Ulrich Deinet im Kontext einer sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Raumtheorie, die Bedeutung des öffentlichen Raums für die Entwicklung von Jugendlichen, die Sozialraumorientierung der Jugendhilfe sowie Konzepte der informellen Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche ihren Lebensraum durch gezielte Aneignungsprozesse aktiv mitgestalten und wie die Jugendarbeit diese Prozesse sinnvoll unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse fachwissenschaftlicher Konzepte der Sozialraumforschung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Begriffe Raum und Sozialraum, stellt das Aneignungskonzept nach Deinet mit seinen fünf Dimensionen vor und diskutiert die Herausforderungen einer sozialraumorientierten Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialraumorientierung, Raumaneignung, Lebenswelt, Spacing, informelle Bildung und die Rolle des Sozialarbeiters als Akteur im Sozialraum.

Was bedeutet der Begriff „Spacing“ im Kontext von Deinet?

„Spacing“ bezeichnet das eigentätige Schaffen und Verändern von Räumen durch Kinder und Jugendliche, etwa durch Inszenierungen oder die Umgestaltung von Orten, um sich diese als eigene Lebensräume anzueignen.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von „Raum“ nach Newton und Leibniz?

Newton betrachtet Raum als einen festen „Behälter“, während Leibniz Raum als ein Ergebnis von Beziehungen zwischen Körpern definiert, das erst durch menschliches Handeln und Bewegung entsteht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ulrich Deinets Aneignungskonzept im Kontext der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit
Hochschule
Hochschule RheinMain
Veranstaltung
Theorien der Bildung und Erziehung
Note
1,8
Autor
Sina Krehl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1160875
ISBN (PDF)
9783346572554
ISBN (Buch)
9783346572561
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aneignungskonzept Sozialraum Bildung Ganztagsschule Jugendarbeit Bildungschancen Sozialraumorientierung Entgrenzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Krehl (Autor:in), 2021, Ulrich Deinets Aneignungskonzept im Kontext der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160875
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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