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Unterrichtseinheit: Politische Beteiligung in der Gemeinde, in der Region und im Bundesland

Warum ist die Kommunalwahl so kompliziert?

Title: Unterrichtseinheit: Politische Beteiligung in der Gemeinde, in der Region und im Bundesland

Lesson Plan , 2001 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Sven Starkloff (Author)

Didactics - Social Studies/ Civics
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Das Thema der Stunde steht innerhalb der Unterrichtsreihe „Politische Beteiligung in der Gemeinde, in der Region und im Land Rheinland-Pfalz.“ Ausgangspunkt der Unterrichtsreihe waren die Aufgaben und Leistungen einer Gemeinde, insbesondere die Leistungen für den Jugendlichen. Hierbei zeigte sich recht schnell, dass die Leistungen der Gemeinde für den Jugendlichen sehr eingeschränkt sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen kämpfen Gemeinden mit ständigen finanziellen Schieflagen, zum anderen haben die Jugendlichen ohne Wahlrecht keinerlei Lobby oder Möglichkeit zur politische Mitbestimmung.
Gefolgt wurde dieser Themenbereich von der Frage nach den Verwaltungsstrukturen in der Gemeinde. Hierbei stand die Bedeutung des Gemeinde- bzw. Stadtrates im Vordergrund. Diese beiden Organe sind neben dem Bürgermeister die wesentlichen Entscheidungsträger der Kommune. Sie üben, legitimiert, durch die Stimmen der wahlberechtigten Bürger, die Herrschaft in der Gemeinde aus. Obwohl die Bedeutung der Jugendlichen in unserer Gesellschaft immer stärker zunimmt (Stichwort: „Vergreisung / Überalterung der Gesellschaft“) sind sie in den meisten Bundesländer, darunter auch Rheinland-Pfalz, von der Möglichkeit der Einflussnahme auf die Gemeindeparlamente ausgeschlossen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Lernziele

1.1 kognitive Lernziele

1.2 affektive Lernziele

1.3 methodische Lernziele

2. Bemerkungen zur Lerngruppe

3. Interdependenzen

4. Sachanalyse

5. Didaktische Analyse

6. Methodische Planung

7. Literatur

8. Verlaufsplan

9. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient als Unterrichtsentwurf für eine benotete Lehrprobe im Fach Sozialkunde. Das primäre Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse die komplexen Funktionsweisen und die Bedeutung der Kommunalwahl als Mittel der politischen Partizipation näherzubringen und dabei die kritische Auseinandersetzung mit dem Wahlsystem zu fördern.

  • Grundlagen und Besonderheiten der Kommunalwahl in Rheinland-Pfalz
  • Partizipationsmöglichkeiten vs. Transparenz im Wahlvorgang
  • Verständnis der Begriffe Kumulieren und Panaschieren
  • Politische Bildung und die Rolle des mündigen Bürgers
  • Herausforderungen durch Politikverdrossenheit

Auszug aus dem Buch

Kommunalwahl – durchschauen Jugendliche das System?

Eins steht fest: Die Politikverdrossenheit in Deutschland nimmt zu. Nun wollen die Landesregierungen gegen steuern. Sie wollen die Jugendlichen früher zu Kommunalwahlen zulassen. Ziel ist es, Jugendliche stärker an Entscheidungsprozesse und an der Bestellung der Herrschaft, sprich der Zusammensetzung der Gemeinde- und Stadträte, zu beteiligen. Allerdings stellt sich bei diesen Vorhaben die Frage, ob das komplizierte System der Kommunalwahl von 16 jährigen überhaupt verstanden wird. Die hohe Anzahl an ungültigen Stimmzetteln bei der letzten Kommunalwahl 1998 in Rheinland-Pfalz deutet bereits auf Probleme bei erwachsenen Wählern hin.

Dabei ist die Frage nach dem Wer noch die einfachste, denn gewählt werden Orts-, Gemeinde- und Stadträte. Die Frage nach dem Wie ist da schon weitaus komplizierter. Klappt der Wähler seinen Wahlzettel im Format einer Tapete auf, sieht er sich in der Regel mit einem Wirrwarr von Kandidaten konfrontiert. Oberhalb der Kandidatenlisten finden sich einige knappe Erläuterungen zu Vorgang der Wahl. Der Wähler darf so viele Stimmen abgeben, wie Sitze in den unterschiedlichen Räten zu besetzen sind. In Koblenz kann also jeder Wähler 56 Stimmen vergeben, da 56 Sitze im Stadtrat besetzt werden müssen.

Doch was bedeuten die Begriffe wie kumulieren und panschieren?

Beim Kumulieren kann der Wähler (wir wollen ihn Herr Niehaus nennen) einem Kandidaten mehrere Stimmen geben. Herr Niehaus kann also einem Kandidaten der SPD maximal 3 seiner insgesamt 56 Stimmen geben. Ziel ist es hier, den Politiker und nicht die Partei in den Mittelpunkt zu stellen. Das Panaschieren erlaubt Herrn Niehaus seine 56 Stimmen auf Kandidaten unterschiedlicher Parteien zu verteilen. Dadurch erhält Herr Niehaus die Möglichkeit die Zusammensetzung des Stadtrates stärker mitzubestimmen, denn er muss die Vorschläge der einzelnen Parteien nicht akzeptieren. Er kann die einzelnen Parteilisten sozusagen „mischen“. Herr Niehaus kann allerdings auch nur eine Partei bzw. Liste ankreuzen, also alle Kandidaten dieser Partei oder freien Wählergemeinschaft wählen. Er muss dann keine einzelnen Kandidaten ankreuzen. Die Stimmen werden von oben nach unten verteilt, bis alle vergeben sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lernziele: Definition der kognitiven, affektiven und methodischen Lernziele für die Unterrichtseinheit.

2. Bemerkungen zur Lerngruppe: Analyse der sozialen Zusammensetzung, des Leistungsvermögens und der Verhaltensauffälligkeiten der Klasse 9a.

3. Interdependenzen: Einordnung des Themas in die Unterrichtsreihe und Begründung der Relevanz des Wahlrechts für Jugendliche.

4. Sachanalyse: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen und der spezifischen Besonderheiten der Kommunalwahl, insbesondere in Rheinland-Pfalz.

5. Didaktische Analyse: Herleitung der Unterrichtsplanung aus dem Lehrplan und Begründung des politics-orientierten Ansatzes.

6. Methodische Planung: Erläuterung der methodischen Schritte, vom Einstieg durch Probehandeln bis hin zur Ergebnissicherung.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen.

8. Verlaufsplan: Detaillierte Übersicht über die zeitliche und inhaltliche Struktur der Lehrprobenstunde.

9. Anhang: Bereitstellung der für den Unterricht notwendigen Materialien wie Tafelbild und Arbeitstext.

Schlüsselwörter

Kommunalwahl, Rheinland-Pfalz, Partizipation, Politikverdrossenheit, Kumulieren, Panaschieren, Wahlrecht, Demokratie, Stadtverwaltung, Stadtrat, politische Beteiligung, didaktische Reduktion, Wahlsystem, Mitbestimmung, Schülerpartizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?

Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine benotete Lehrprobe im Fach Sozialkunde für eine 9. Klasse, der das Thema Kommunalwahl behandelt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Funktionsweise der Kommunalwahl, die Bedeutung des Wahlrechts für Jugendliche sowie die Abwägung zwischen Transparenz und Partizipation.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Die Schüler sollen die grundlegenden Regeln der Kommunalwahl verstehen, deren Komplexität kritisch hinterfragen und ihre eigene Rolle als zukünftige Wähler reflektieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Planung basiert auf einem problemorientierten Ansatz, der durch Probehandeln am echten Wahlzettel und textbasierte Erarbeitung fachliche Erkenntnisse generiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Sachanalyse des Wahlsystems, die didaktische Begründung des gewählten Zugangs sowie die methodische Planung der Unterrichtsstunde.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kommunalwahl, Partizipation, Kumulieren, Panaschieren und Politikverdrossenheit.

Warum wird im Unterricht mit einem "realen" Wahlzettel gearbeitet?

Das Probehandeln dient dazu, Primärerfahrungen zu ermöglichen, Interesse zu wecken und die Komplexität des Systems unmittelbar erfahrbar zu machen.

Was unterscheidet das rheinland-pfälzische Wahlsystem laut Autor von anderen Systemen?

Besonders hervorgehoben werden die Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens, welche den Einfluss auf einzelne Kandidaten erhöhen.

Welche Rolle spielt die Politikverdrossenheit in der Argumentation?

Die Politikverdrossenheit wird als zentrales Problem gesehen, dem durch stärkere Partizipation und eine verbesserte politische Bildung der Schüler begegnet werden soll.

Wie bewertet der Autor die Diskussion um das Wahlalter 16?

Er befürwortet eine frühzeitige Beteiligung und sieht die Vorbereitung der Schüler auf ihre Rolle als mündige Bürger als eine zentrale Pflicht des Sozialkundeunterrichts.

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Details

Title
Unterrichtseinheit: Politische Beteiligung in der Gemeinde, in der Region und im Bundesland
Subtitle
Warum ist die Kommunalwahl so kompliziert?
Grade
1,5
Author
Sven Starkloff (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V116391
ISBN (eBook)
9783640186143
ISBN (Book)
9783640188116
Language
German
Tags
Unterrichtseinheit Politische Beteiligung Gemeinde Region Bundesland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Starkloff (Author), 2001, Unterrichtseinheit: Politische Beteiligung in der Gemeinde, in der Region und im Bundesland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116391
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