In dieser Seminararbeit wird die Grundfragestellung, was das Salutogenese-Modell ist und seine ressourcenorientierte Erweiterung in verschiedene einzelne Abschnitte und Fragen zerlegt. Schlussendlich entsteht in der Folge ein umfassender Überblick, eine Kohärenz und das Verständnis zu einzelnen Begriffen wie Gesundheit, Krankheit, Stress, Salutogenese, Pathogenese und betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Umsetzung erfolgt dabei über verschiedene Konzepte und Modelle, wobei jedes für sich, aber auch die Kombination zur Zielerreichung verwendet werden kann. Als grundsätzliches Ziel der Salutogenese wird hierbei die Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung des Einzelnen verstanden.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
1.3 AUFBAU
2 GESUNDHEIT UND KRANKHEIT
2.1 BEGRIFFSDEFINITION
3 SALUTOGENESE
3.1 KONZEPT NACH ANTONOVSKY
3.2 KOHÄRENZGEFÜHL/ KOHÄRENZSINN
3.3 WAS HAT STRESS MIT SALUTOGENESE ZU TUN?
4 RESSOURCENORIENTIERTE ERWEITERUNG DES SALUTOGENESE-MODELLS
4.1 KONZEPT NACH FRANKE
5 DER FLUSS
6 WAS HAT SALUTOGENESE MIT BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENT ZU TUN?
6.1 PERSONALE RESSOURCEN
6.2 ANFORDERUNGS-/ KONTROLL-MODELL
6.3 ANFORDERUNGS-/ BELASTUNGSKONZEPT
6.4 KONZEPT WIDERSPRÜCHLICHER ANFORDERUNGEN
6.5 MODELL BERUFLICHER GRATIFIKATIONSKRISEN
6.6 KONZEPT DER VOLLSTÄNDIGEN TÄTIGKEITEN
6.7 PSYCHOLOGISCHES REGULATIONS- UND RESSOURCENMODELL
7 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, das Salutogenese-Modell nach Antonovsky sowie dessen ressourcenorientierte Erweiterung durch Franke zu erläutern und deren Anwendbarkeit im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu analysieren, um Ansätze zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention aufzuzeigen.
- Grundlagen von Gesundheit und Krankheit im Wandel der Zeit
- Die Komponenten des Kohärenzgefühls nach Antonovsky
- Erweiterung des Modells durch Franke und die Metapher des Flussgleichnisses
- Integration des Salutogenese-Modells in das betriebliche Gesundheitsmanagement
- Identifikation und Nutzung von persönlichen und organisationalen Widerstandsressourcen
Auszug aus dem Buch
3.1 Konzept nach Antonovsky
Aaron Antonovsky wurde im Jahr 1923 in Brooklyn, USA geboren. Er hat Soziologie studiert und seine Interessenspunkte waren unter anderem die Kultur und Persönlichkeit. Ab dem Jahr 1960 wandte er sich dem Gebiet der Medizinsoziologie zu und beschäftigte sich mit verschiedenen Studien. So entwickelte er im Laufe der Zeit die Frage, was Menschen trotz extremer Belastungen gesund hält.
Daraus resultierte das Konzept der Salutogenese. Das Konzept selbst wurde bereits im Jahr 1970 entwickelt, erregte aber erst im Jahr 1979 das Interesse der breiten Bevölkerung/ Wissenschaft.
Mit der Entwicklung des Konzeptes der Salutogenese wurde das medizinische Versorgungsmodell, was bis zu diesem Zeitpunkt existierte, in Frage gestellt und einer Prüfung unterzogen.
…Aaron Antonovsky argumentierte: Krankheit ist keineswegs die Ausnahme, das Auffällige, die Störung der Gesundheit. Angesichts chronischer Erkrankungen, Zivilisationsleiden und psychosomatischer Erkrankungen tendiert sogar die Durchschnittsbefindlichkeit der Menschen zunehmend in Richtung Krankheit. …3
Mittelpunkt des Salutogenese-Modells waren Ergebnisse der Stressforschung und die Themengebiete Gesundheit und Krankheit wurden neu definiert und aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachtet.
Das Kohärenzgefühl war als salutogener Faktor Mittelpunkt des entstehenden Modells und bezog sämtliche existierende Stressoren in die Betrachtungsweise und den Umgang von Gesundheit und Krankheit mit ein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Salutogenese und deren ressourcenorientierte Erweiterung als Analysegegenstand zu untersuchen. Sie beschreibt zudem die methodische Vorgehensweise und den Aufbau der Seminararbeit.
2 GESUNDHEIT UND KRANKHEIT: Dieses Kapitel thematisiert Gesundheit und Krankheit als komplexes, zusammenhängendes Gefüge statt als isolierte Zustände. Es beleuchtet sowohl objektive Messwerte als auch das subjektive Empfinden der Betroffenen.
3 SALUTOGENESE: Hier wird das gesundheitsorientierte Modell von Antonovsky eingeführt, das den Fokus von der Pathogenese auf die Frage verschiebt, wie Gesundheit entsteht und erhalten wird. Das Kohärenzgefühl mit seinen drei Komponenten bildet dabei das Herzstück.
4 RESSOURCENORIENTIERTE ERWEITERUNG DES SALUTOGENESE-MODELLS: Dieses Kapitel stellt die Erweiterung durch Franke dar, welche neben der reinen Stressbewältigung auch Unterstützungsressourcen und das euthyme Erleben zur Gesundheitsförderung einbezieht.
5 DER FLUSS: Die Metapher des Flusses dient zur Veranschaulichung der Lebensreise des Menschen. Dabei wird erläutert, wie individuelle Bewältigungsressourcen beeinflussen, ob der Mensch auf dem Kontinuum Richtung Gesundheit oder Krankheit schwimmt.
6 WAS HAT SALUTOGENESE MIT BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENT ZU TUN?: Dieser Hauptteil analysiert die Anwendung der vorgestellten Modelle im betrieblichen Kontext. Es werden verschiedene personale und organisationale Faktoren diskutiert, die das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter fördern können.
7 FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung von Körper, Geist und Seele. Es unterstreicht die Notwendigkeit von Ressourcen zur aktiven Lebensgestaltung im Arbeitsumfeld.
Schlüsselwörter
Salutogenese, Pathogenese, Kohärenzgefühl, Verstehbarkeit, Machbarkeit, Sinnhaftigkeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stressoren, Widerstandsressourcen, HEDE-Kontinuum, Gesundheitsförderung, Stressbewältigung, Lebensqualität, Ressourcenorientierung, Arbeitswelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Salutogenese-Modell nach Aaron Antonovsky und dessen ressourcenorientierter Erweiterung nach Franke, um deren Beitrag zur Gesundheitsförderung zu verstehen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind Gesundheit und Krankheit als Kontinuum, der Einfluss von Stress auf den Organismus sowie die Bedeutung von persönlichen und sozialen Ressourcen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch ein kohärentes Selbstbild und die Nutzung von Ressourcen Defizite ausgeglichen werden können, um die Gesundheit im betrieblichen Umfeld zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Sekundärforschung, konkret ein systematisches Literaturstudium, um einen deskriptiven und explikativen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Themenbereichen herzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte von Antonovsky und Franke sowie deren praktische Anwendung im betrieblichen Gesundheitsmanagement durch verschiedene Modelle wie das Anforderungs-Kontroll-Modell.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Salutogenese, Kohärenzgefühl, Widerstandsressourcen, Stressoren und Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Wie unterscheidet sich die Erweiterung von Franke von Antonovskys Original?
Während Antonovsky primär die Bewältigung von Stressoren in den Fokus rückt, ergänzt Franke das Modell um Unterstützungsressourcen und das euthyme Erleben, um präventiv die Gesundheit zu fördern.
Welche Rolle spielt die Fluss-Metapher in der Arbeit?
Die Fluss-Metapher veranschaulicht das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum; sie verdeutlicht, wie ein Mensch mit Hilfe seiner Ressourcen auf den Strömungen des Lebens navigiert, statt unterzugehen.
Warum ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement so wichtig?
Da das Berufsleben einen großen Teil der Lebenszeit einnimmt, spielt der Arbeitgeber eine entscheidende Rolle dabei, durch entsprechende Maßnahmen das Wohlbefinden und die Gesundheit seiner Angestellten aktiv zu unterstützen.
Wie beeinflusst die Sichtweise auf Krankheit den Heilungsprozess?
Durch eine salutogenetische Perspektive wird Krankheit nicht mehr als reine Abweichung von der Normalität betrachtet, sondern als Herausforderung, was die Wahrnehmung des Betroffenen positiv beeinflussen kann.
- Arbeit zitieren
- Maxi Strohbach (Autor:in), 2021, Das Salutogenese-Modell und seine ressourcenorientierte Erweiterung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1164631