Ziel dieser Arbeit ist es, die Notwendigkeit interner Verrechnungspreise in der Praxis zu verdeutlichen. Dazu wird zunächst der Begriff definiert und abgegrenzt, um im Anschluss die Ziele und Funktionen interner Verrechnungspreise zu erläutern. Danach werden die gängigen Verfahren zur Bestimmung von internen Verrechnungspreisen vorgestellt. Im Fokus stehen dabei die markt- und kostenorientierten sowie die verhandelten Verrechnungspreise. Das abschließende Fazit fasst die wesentlichen Aspekte der einzelnen Bestimmungsmethoden zusammen und gibt eine Einschätzung zu ihrer Bedeutung in der betrieblichen Praxis.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundlagen von internen Verrechnungspreisen
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.2 Ziele und Funktionen
3 Arten von Verrechnungspreisen
3.1 Marktorientierte Verrechnungspreise
3.2 Kostenorientierte Verrechnungspreise
3.3 Verhandelte Verrechnungspreise
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der betriebswirtschaftlichen Bedeutung interner Verrechnungspreise als Instrument zur Koordination und Erfolgsermittlung in Konzernstrukturen. Ziel ist es, die Notwendigkeit dieser Preisbildungsmechanismen zu verdeutlichen und verschiedene Verfahren zur Bestimmung der Verrechnungspreise kritisch zu analysieren.
- Grundlagen und Definitionen interner Verrechnungspreise
- Ziele und Funktionen innerhalb der Unternehmenssteuerung
- Marktorientierte Verfahren zur Preisbestimmung
- Kostenorientierte Bewertungsmethoden
- Analyse verhandelter Verrechnungspreise
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
Die grundlegende Idee der VP geht auf den Wirtschaftswissenschaftler Eugen Schmalenbach zurück, der der Ansicht war, dass die innerhalb eines Unternehmens ausgetauschten Leistungen bewertet werden müssten. Interne VP sind demzufolge Entgelte, die für den Austausch von konzerninternen Waren und Dienstleistungen anzusetzen sind. Sie werden für diverse Geschäftsvorgänge im Unternehmen erhoben und stellen in ihrer Gesamtheit ein konzernweites Verrechnungspreissystem dar. Dabei erfolgt eine bewusste Preisbestimmung, auch wenn die Preise nicht unbedingt tatsächlich im Unternehmen verrechnet werden. Im Gegensatz zu den Marktpreisen (MP) entstehen VP durch Bewertungen innerhalb des Unternehmens. Jedoch zielt der Einsatz von VP darauf ab, den Marktmechanismus im Unternehmen abzubilden. Entsprechend des Preisbildungsmechanismus am freien Markt durch Angebot und Nachfrage, sollen die Ressourcen des Unternehmens in die Organisationseinheiten gelenkt werden, wo mit ihnen die vermeintlich größte Rentabilität erwirtschaftet werden kann.
Aus diesem Grund treten VP in der Literatur auch als Transfer- oder Lenkpreise auf. Transferpreise geben die internen Preise von Gütertransfers innerhalb der Wertschöpfungsstufen eines Unternehmens an. Lenkpreise zeichnen sich durch ihre Funktion der Koordination zwischen der Unternehmensleitung, den leistungserbringenden sowie den leistungsbeziehenden Unternehmensteilen aus. Daher ist die Anwendung interner VP Bestandteil des industriellen internen Rechnungswesens. Des Weiteren haben sich aus ihnen internationale Verrechnungspreise entwickelt. Allerdings finden diese ihren Einsatz im externen Rechnungswesen, um in der Steuerbilanz die Steuerbelastung verbundener Unternehmen im jeweiligen Staat zu ermitteln.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung interner Verrechnungspreise im Kontext der Globalisierung und definiert den Rahmen der betriebswirtschaftlichen Betrachtung.
2 Grundlagen von internen Verrechnungspreisen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ursprünge, die begriffliche Abgrenzung zu externen Marktpreisen sowie die wesentlichen Steuerungsfunktionen.
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung: Hier werden die zentralen Begriffe rund um interne Verrechnungspreise, Transferpreise und Lenkpreise definiert und voneinander unterschieden.
2.2 Ziele und Funktionen: Es wird dargelegt, wie Verrechnungspreise zur Lenkung, Koordination, Motivation und Erfolgsermittlung innerhalb eines Unternehmens beitragen.
3 Arten von Verrechnungspreisen: Dieser Abschnitt bietet eine Systematisierung der verschiedenen Preisbildungsmodelle in der betrieblichen Praxis.
3.1 Marktorientierte Verrechnungspreise: Das Kapitel analysiert die Ableitung von internen Preisen aus externen Marktpreisen sowie deren Voraussetzungen und Modifikationsmöglichkeiten.
3.2 Kostenorientierte Verrechnungspreise: Hier werden verfahrensbasiert die Kostenkalkulationen wie Vollkosten- und Grenzkostenrechnung sowie die Cost-Plus-Methode untersucht.
3.3 Verhandelte Verrechnungspreise: Dieser Teil beleuchtet die Autonomie der Unternehmensbereiche bei der Aushandlung von Verrechnungspreisen und die damit verbundene Motivationswirkung.
4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung über die anhaltende Relevanz von Verrechnungspreisen und weist auf zukünftige Herausforderungen im steuerlichen Bereich hin.
Schlüsselwörter
Verrechnungspreise, Transferpreise, Lenkpreise, interne Leistungsbeziehungen, Erfolgsermittlung, Kostenorientierung, Marktorientierung, Ressourcenallokation, Unternehmenssteuerung, Konzernorganisation, Kostenbewusstsein, Gewinnzuordnung, Cost-Plus-Methode, Grenzkosten, Koordination.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit internen Verrechnungspreisen als Steuerungsinstrument, das den Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen verschiedenen Einheiten eines Konzerns bewertet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die theoretischen Grundlagen der Verrechnungspreise, deren Funktionen für die Unternehmenssteuerung sowie die verschiedenen Methoden ihrer Bestimmung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit von Verrechnungspreisen in der Praxis zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie sie zur Koordination und Erfolgsermittlung in Unternehmen eingesetzt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine betriebswirtschaftliche Analyse, indem sie gängige Verrechnungspreismodelle (marktorientiert, kostenorientiert, verhandelt) systematisiert und anhand der Literatur bewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die Darstellung der verschiedenen Arten von Verrechnungspreisen sowie deren spezifische Vor- und Nachteile bei der Anwendung im Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verrechnungspreise, Transferpreise, Lenkpreise, Kostenrechnung und interne Leistungsverrechnung charakterisiert.
Welche Herausforderung ergibt sich bei der Verwendung von Grenzkosten?
Bei der Nutzung von Grenzkosten als Basis entsteht oft das Problem, dass der leistende Bereich Verluste in Höhe der Fixkosten erleidet, was eine willkürliche Gewinnaufteilung erforderlich machen kann.
Warum sind verhandelte Verrechnungspreise motivationsfördernd?
Sie ermöglichen den beteiligten Unternehmensbereichen eine weitreichende Autonomie, was ein selbstständigeres und verantwortungsvolleres Agieren innerhalb des Konzerns fördert.
Welche Bedeutung haben Verrechnungspreise für das externe Rechnungswesen?
Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Ermittlung der steuerlichen Belastung verbundener Unternehmen im jeweiligen Staat, da sie als Basis für die Steuerbilanz dienen.
- Arbeit zitieren
- Anne Krause (Autor:in), 2009, Interne Verrechnungspreise. Grundlagen, Arten und Funktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167722