Handlungskompetenz durch soziales Engagement

"getAzubi" - ein moderat-konstruktivistisches Unterrichtsmodell


Projektarbeit, 2008

114 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Motivation

2. Idee eines neuen Unterrichtsmodells

3. Wissenschaftliche Grundlagen
3.1 „getAzubi“ – Basis maximaler individueller Handlungskompetenz
3.2 Umsetzung von Lehrplaninhalten durch die Gründung und Führung eines Coachingunternehmens: „getAzubi“ – Unternehmen für Zukunftsmanagement
3.3 Umsetzung der Hauptschulinitiative durch das Coachingunternehmen „getAzubi“

4. Projektplanung

5. Skilltraining

6. Projektumsetzung/Konsolidierung

7. Erfahrungsbericht Lehrer und Schüler/innen

8. Evaluation

9. Künftige Ziele

10. Reaktionen der Öffentlichkeit

11. Anhang

12. Literaturverzeichnis

Handlungskompetenz durch soziales Engagement

- „getAzubi –

ein moderat-konstruktivistisches Modellprojekt

1.Motivation

- Motivation aus Sicht der Schülerinnen und Schüler

Wir sind motivierte Schülerinnen und Schüler der Berufsschule für Versicherungs- wesen, die von der Bundesagentur für Arbeit zur/zum Fachangestellten für Arbeits- förderung ausgebildet werden. Das Angebot unserer Lehrkräfte einen großen Teil unseres künftigen Schulalltags selbst mitzugestalten war einerseits sehr verlockend und interessant aber andererseits auch sehr gewöhnungsbedürftig.

Aber: Alle Argumente der Faul- und Feigheit zogen nicht und so machten wir uns dann doch ans Werk – und siehe da, es machte wirklich Spaß auch mal eigene Ideen einbringen und verwirklichen zu können.

In unserem Beruf setzen wir uns täglich mit der aktuellen Problematik auf dem Aus- bildungs- und Arbeitsmarkt auseinander. Die gerade für Hauptschüler/innen anhaltend angespannte Situation auf dem Ausbildungsmarkt hat uns dann auf die Idee gebracht, unser bisher erworbenes Fachwissen zu deren Unterstützung sinnvoll zu nutzen. Wir entschieden uns zur Gründung eines Coachingunternehmens und nannten es

„getAzubi“, da wir uns zum Ziel gesetzt haben, dass möglichst viele der von uns betreuten Hauptschüler eine Ausbildungsstelle bekommen sollten.

Die Berufsschulzeit dafür zu nutzen jüngeren Schülerinnen und Schüler in einer Lebenssituation zu helfen die wir selbst bereits einmal, z.T. „leidvoll“, durchlebt haben erscheint uns ein sehr lohnenswertes soziales Engagement, das uns sehr viel Freude bereitet.1

- Motivation aus Sicht der Lehrkräfte

Grundlage unserer Meta-Unterrichtsplanung ist das Ziel unsere Schülerinnen und Schüler in einem sehr offenen handlungsorientierten Modell zu unterrichten, bei dem neben dem Erwerb fundierter Handlungskompetenzen der Spaß am Handeln und damit am täglichen Unterricht im Mittelpunkt steht.

Zur besseren Identifikation und Motivation wählten die Schülerinnen und Schüler das Unterrichtsmodell unter der Prämisse selbst, dass die Grundidee eine reale gesellschaftliche Auswirkung haben muss. Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich (in verhältnismäßig kurzer Zeit (ca. 6 Unterrichtsstunden) mehrheitlich für das Coachingunternehmen „getAzubi“, dass sie mit einer anhaltend sehr hohen Motivation organisieren und mit großem sozialem Engagement und Erfolg absolvieren. Der Spaß kommt zu keiner Zeit zu kurz.

2. Idee eines neuen Unterrichtsmodells

Grundidee: Lehrkräfte und Schüler/-innen machen gemeinsam Schule die Spaß und soziales Engagement verbindet!

Das Lehrerteam und die Schüler/-innen waren sich in einem Punkt einig - ein lohnenswerter Versuch – egal was am Ende dabei herauskommen würde. Viel Vorfreude, viel Diskussionsbedarf und auch ein bisschen flaues Gefühl gehört auf dem Weg zu neuen Ufern wohl immer dazu.

Wir, die Auszubildenden zum/zur Fachangestellten für Arbeitsförderung bei der Agentur für Arbeit haben uns an unserer Berufschule für Versicherungswesen für ein Unterrichtsmodell entschieden das soziales Engagement und die Aneignung von Ausbildungsinhalten unserer Ansicht nach optimal verbindet. Der Reiz ergibt sich für uns gerade aus der uns im Alter noch sehr nahestehenden Zielgruppe der Hauptschüler-/innen.

Unser Ziel ist es den Schülerinnen und Schüler der Hauptschule an der Cincinattistraße auf ihrem Weg in die Ausbildung aktiv zu begleiten, einer großen Anzahl von Haupt- schüler-/innen aus dem Münchner Osten eine praxisorientierte Hilfestellung bei der Berufsorientierung zu geben und uns auf interessante Art wesentliche Ausbildungsinhalte unseres Berufes anzueignen.

Wir begleiten die Schülerinnen und Schüler aktiv ab der 7. Klasse über den Zeitraum von 3 Jahren. Zu unserem Aufgabengebiet gehört u. a. das allgemeine Vorstellen von Berufsfeldern und deren Anforderungen, die Möglichkeit zu schaffen Berufe praxis- orientiert an einem Messetag auszuprobieren, die aktive Unterstützung bei der Praktikumssuche für die beiden Schulpraktika, die Vorbereitung auf Einstellungstests, das Üben von Telefon- und Vorstellungsgesprächen, das gemeinsame Erstellen und Versenden von Bewerbungsunterlagen für Ausbildungsstellen und vor allem das persönliche, motivierende coachen des „Schützlings“.

Ganz am Anfang aber steht die schwierige Aufgabe eine vertrauensvolle Basis für die 3jährige Zusammenarbeit zu schaffen – in erster Linie mit den Hauptschüler/-innen und zum anderen mit deren Eltern. Darüber hinaus aber auch mit den anderen Beteiligten im Berufswahlprozess (z.B. Lehrkräfte der Hauptschulen, Sozialpädagogen, Berufs- berater, Senior-Berater usw.) und natürlich den Arbeitgebern, die die Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Eine wesentliche Zielgruppe unserer Arbeit sind jedoch auch die Medien, die wir dazu benötigen von offenen Ausbildungsplätzen zu erfahren.

Also Umsetzungsideen sammeln und los geht´s.

3. Wissenschaftliche Grundlagen

3.1 Das Projekt „getAzubi“– Basis einer maximalen Förderung der individuellen Handlungskompetenz durch “social learning“

„Der Wandel der Arbeitswelt im Hinblick auf Komplexität, Ganzheitlichkeit ….sowie seinen damit verbundenen Qualifikationsveränderungen setzt auf die Zielvorstellung einer aus Schlüsselqualifikationen abgeleiteten und weiterentwickelten Berufs- kompetenz. In dieser Zielvorstellung sind neben Anteilen einer komplexen und anspruchsvollen Fachkompetenz besonders allgemeine Kompetenzen wie Methoden-, Personal- und Sozialkompetenz enthalten, die integrativ mit der Fachkompetenz aufgebaut werden. Diese allgemeinen Kompetenzen werden im Zuge einer schnelleren Veränderungsrate des Wissens immer bedeutsamer.“2Allein entscheidend ist langfristig also eine umfassende Handlungskompetenz. Ausgehend von dieser Annahme ist jede berufliche Bildung gleichzeitig auch Allgemeinbildung und jede Allgemeinbildung ist zugleich auch berufliche Bildung.

Offen bleibt jedoch die Frage:

Wie entsteht Bildung und wie kann deren Erwerb und damit die Entwicklung von Handlungskompetenz gefördert werden?

Das Projekt „getAzubi“ ist eingebunden in einen gesamtwirtschaftlichen und gesell- schaftlichen Kontext – also eine möglichst komplexe Abbildung der realen Welt – und dient als Ausgangspunkt für die didaktischen Überlegungen.

Das Projekt setzt dabei bei der Zieltheorie der Arbeitsmotivation von Locke an. Demnach ist die Leistung umso höher, je anspruchsvoller das von der Schülerin bzw. dem Schüler akzeptierte Ziel ist. Die hohe Zielakzeptanz wird beim Projekt „getAzubi“ insbesondere durch die Entwicklung der eigenen Projektidee und die klare ziel- orientierte Führung des Projekts gewährleistet. Die dynamische Verknüpfung von Zielen mit der Motivation und Handlung wird durch die selbst- bzw. teambestimmte aktive Tätigkeit im Coachingunternehmen erreicht.3

Der Projektverlauf bietet die Möglichkeit des fundierten Theorieerwerbs durch die Lösung komplexer realitätsnaher Aufgaben. Der enge inhaltliche Zusammenhang der praktisch durch das Projekt zu bewältigenden Aufgaben mit den Ausbildungsinhalten der Schülerinnen und Schüler bietet dabei die optimale Grundlage für eine intensive, gegenseitige Bereicherung von Theorie und Praxis, gekoppelt mit der Möglichkeit des Erwerbs von sozialer und personaler Kompetenz durch die konsequente Team- orientierung und die gesellschaftlich bedeutsame und doch sehr stark individualisierte Ausrichtung.

Lernen durch Handeln - durch berufliche Problemstellungen ebenso wie durch komplexe gesellschaftliche Herausforderungen – ist die Grundlage der zyklischen Trias von wahrnehmen – denken – tun.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zyklische Trias

Wissenschaftliche Forschungen belegen, dass das Gehirn auf Erfahrungen reagiert, in dem es ständig neue Synapsen bildet bzw. die synaptischen Netzwerke der Nervenzellen effektiver werden lässt4: Die permanente Konfrontation der Schüler- innen und Schüler mit neuen Erfahrungssituationen, begleitet vom erforderlichen Theorieerwerb ermöglicht also einen fundierten Erwerb von dekontextualisierten Wissensstrukturen,5welche – gerade in der schnelllebigen heutigen Zeit - die Grundlage für zukünftige effektive Problemlösungen und damit für eine erfolgs- versprechende berufliche und private Lebensgestaltung der Schülerinnen und Schüler sind.

Festzuhalten bleibt also, dass nach wie vor der alte Ausspruch Gültigkeit hat, dass die Erfahrung die Wurzel des Baumes der Erkenntnis ist.6

Eine angemessene Grundlage für die Zielerreichung des handlungskompetenten Absolventen einer berufsbildenden Schule ist der moderate Konstruktivismus. Er verbindet die objektivistische mit der konstruktivistischen Unterrichtspraxis. Das durch die Experten (Lehrkräfte) objektiv festgelegte und fachsystematisch strukturierte Wissen, das instruktionsorientiert vermittelt wird und bei dem die Aktivität der Lehrkraft im Vordergrund steht, wird kombiniert mit dem aktiven Prozess der Wissenskonstruktion, bei dem der Lernende im Mittelpunkt steht und durch die aktive und intensive Auseinandersetzung mit dem Lerngebiet die Konstruktion im Kopf individuell – je nach Vorkenntnissen und Erfahrungen - überarbeitet und erweitert .7

Die systematische Analyse und Bewertung der Projektprozesse schafft die not- wendige Grundlage für eine konsequente Weiterentwicklung der Schulorganisation. Das durch permanente, responsive Evaluation entstehende „lebende Projekt“ stellt eine fortwährende Quelle der Motivation dar, es ermöglicht so die Selbstverwirklichung der Schülerinnen und Schüler und fördert damit insbesondere die personale Kompetenz.

Zusammenfassend kann festgehalten werden:

Das Projekt „getAzubi“ schafft den notwendigen Raum (Motivationsraum, Erfahrungs- und Lernraum sowie Evaluationsraum)8für eine situierte Lernumgebung, in der mit Hilfe von komplexen, lebens- und berufsnahen sowie ganzheitlichen Aufgabenstellungen in vielfachen Kontexten bzw. aus unterschiedlichen Perspektiven erfolgreich der Erwerb von Handlungskompetenz ermöglicht wird.

Gerade das Konzept des „social learnings“ sichert in hohem Maße den Ausbau der personalen Kompetenz. Dies geschieht mit Hilfe der durch die Lehrkraft kontinuierlich gewährten unterstützenden Hilfen (Scaffolding) sowie des in fachsystematischen Strukturen instruktionsorientiert vermittelte Wissen.9 Die damit verbundene Aneignung dekontextualisierter Wissensstrukturen ermöglicht es den Auszubildenden zum/zur Fachangestellten für Arbeitsförderung ihre berufliche Zukunft auf einer breiten gesellschaftlichen und beruflichen Grundbildung erfolgreich aufzubauen.

Je länger und intensiver wir an dem Projekt arbeiten, umso überzeugter sind wir von der pädagogischen Bedeutung dieser Art des Unterrichts.

3.2 Umsetzung von Lehrplaninhalten durch die Gründung und Führung eines Coachingunternehmens: „getAzubi“ – Unternehmen für Zukunftsmanagement

- Vorbemerkungen zur Lehplanumsetzung

„Der Lehrplan ist in eine berufsfeldbreite Grundbildung und eine darauf auf- bauende Fachbildung gegliedert.“10Es werden „... die Abschlussqualifikation in einem anerkannten Ausbildungsberuf (,).. wesentliche Voraussetzungen für eine qualifizierte Beschäftigung sowie für den Eintritt in schulische und berufliche Fort- und Weiterbildungsgänge geschaffen.“11

Dieser Zielsetzung wird durch die lernfeldorientierte Umsetzung des Rahmenslehrplans in dem Coachingunternehmen: „getAzubi“- Unternehmen für Zukunftsmanagement in vollem Umfang Rechnung getragen.

„Selbständiges und verantwortungsbewusstes Denken und Handeln als über- greifendes Ziel der Ausbildung wird vorzugsweise in solchen Unterrichtsformen vermittelt, in denen es Teil des methodischen Gesamtkonzeptes ist. …Methoden, welche die Handlungskompetenz unmittelbar fördern, sind besonders geeignet und sollten deshalb in der Unterrichtsgestaltung angemessen berücksichtigt werden.“12

Sofern man diese Meinung teilt, liegt es nahe die Handlung zum Dreh- und Angel- punkt der didaktischen Überlegungen zu machen. Deswegen steht im Mittelpunkt unserer Überlegungen die/der handelnde Schüler/-in – zu jeder Zeit, an jedem Ort – z. T. zum Leid eher konservativ orientierter Mitbürger.13Zugegebener Maßen fällt es auch uns immer wieder schwer gerade die strategischen Überlegungen in Schüler- hand zu geben – aber wie wir alle wissen ist das Lehren immer auch mit dem Lernen der Lehrenden verbunden. Rücksicht kann bei großen Zielen also auch auf die Befindlichkeiten der Lehrkräfte leider keine genommen werden.

„Die berufsbezogene Festlegung und Abgrenzung von Lernfeldern orientiert sich an betrieblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen.“14„...die wirklichkeitsbezogene Auseinandersetzung (Learning by Doing) mit wirtschaftlichen Themen wird zum Verständnis komplexer Zusammenhänge in Zeiten zunehmender Jugendar- beitslosigkeit und Globalisierung der Wirtschaft immer wichtiger ... Gerade dem von der freien Wirtschaft geforderten Postulat, junge Menschen praxisorientierter zu erziehen, kommen Schülerunternehmen nahe.“15Deswegen eignet sich zur Umsetzung der Lernfelder als spezielle Form der Unterrichtsgestaltung ein von den Schülerinnen und Schülern zu gründendes Unternehmen als komplexes Lehr-Lern- Arrangement.

Die Schaffung lebens- und gesellschaftsbedeutsamer Handlungssituationen ermöglicht den zukünftigen Fachangestellten für Arbeitsförderung Verständnis für wirtschafts- und sozialpolitische sowie arbeitsmarktbezogene Fragen zu entwickeln. Auftretende Probleme können als Chance erkannt und teamorientiert gelöst werden. Die Tätigkeit in einem erwerbswirtschaftlich orientierten Unternehmen fordert eine konsequente Kunden- und Dienstleistungsorientierung unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Dies alles kann in besonderem Maße durch reales, eigenverantwortliches Handeln in einem stark sozial geprägten Coachingunternehmen gewährleistet werden.

Insbesondere wird durch das Coachingunternehmen die Trias Wahrnehmen – Denken-Tun16in vielfachen Zyklen durchlaufen. Die Rückkoppelung des Tuns wirkt auf das Wahrnehmen und Denken zurück, in dem beides verändert und erweitert werden kann. Somit vollzieht sich das Lernen in vollständigen Handlungen.17Die Fachangestellten für Arbeitsförderung erweitern dadurch ihre berufsspezifische als auch ihre berufsfeldbreite Grundbildung und arbeiten konsequent an der Weiter- entwicklung ihrer sozialen Kompetenz. Die damit zwingend einhergehende Reifung der personalen Kompetenz ist für uns ein absolut notwendiges Ziel, um den Schülerinnen/Schülern die optimalen Startbedingungen für die ständig wachsenden Anforderungen der zukünftigen Berufswelt mit auf den Weg zu geben.

Gerade wenn die ersten Klassen im Schulhaus sind wird uns immer wieder bewusst, wie stark die Projektarbeit die Schüler/-innen prägt und diese sich in diesem Zu- sammenhang weiterentwickeln. Besonders die anfängliche Unselbständigkeit in Bezug auf Entscheidungen und konsequente Durchführung von Projektaktivitäten18beweist uns, wie wichtig die Projektarbeit für die Entwicklung der Jugendlichen ist.

Für uns immer wieder eine sehr befriedigende und motivierende Erfahrung.

- Realisierung des Bildungsauftrags der Berufsschule

„Die Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe erfüllen in der dualen Berufsaus- bildung einen gemeinsamen Bildungsauftrag. Die Berufsschule ... hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern berufliche und allgemeine Lerninhalte unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen der Berufsausbildung zu vermitteln.“19

Ziele der Berufsschule:

- „Vermittlung einer Berufsfähigkeit, die Fachkompetenz mit allgemeinen Fähigkeiten humaner und sozialer Art verbindet;
- berufliche Flexibilität zur Bewältigung der sich wandelnden Anforderungen in Arbeitswelt und Gesellschaft auch im Hinblick auf das Zusammenwachsen Europas zu entwickeln;
- die Bereitschaft zur beruflichen Fort- und Weiterbildung zu wecken;
- die Fähigkeit und Bereitschaft zu fördern, bei der individuellen Lebensgestaltung und im öffentlichen Leben verantwortungsbewusst zu handeln.“20

Die Berufsschule leistet durch die Vermittlung der Lernfelder eines Ausbildungs- berufes ihren Beitrag zu einer umfassenden Berufsqualifikation. Hierbei stellen Lernfelder nicht einfach abgebildete berufliche Handlungsfelder dar, sondern didaktisch-methodische Konstrukte, die durch Reflexion beruflichen Handelns gewonnen werden. Die Lernfelder abstrahieren konkrete berufliche Handlungsfelder und führen zu ihrer theoriegeleiteten Durchdringung. Das Schulunternehmen bietet dabei eine zur Theorievermittlung zeitnahe Reflexionsgrundlage.

Die Lernfelder dürfen sich aber nicht nur auf konkrete berufliche Handlungsfelder im engeren Sinne begrenzen, sondern müssen die individuelle und gesellschaftliche Lebensumwelt mit einbeziehen.21Aus diesem Grund ist das Schulunternehmen in einen komplexen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext zu stellen, in dem gerade auch die Bedeutung und Stellung des Ausbildungsbetriebes der Fachan- gestellten für Arbeitsförderung deutlich wird und in dem sich die Schülerinnen und Schüler in ihrem Handeln als Wirtschaftssubjekte wiederfinden.

„Selbstständiges und verantwortungsbewusstes Denken und Handeln als über- greifendes Ziel der Ausbildung wird vorzugsweise in solchen Unterrichtsformen vermittelt, in denen es Teil des methodischen Gesamtkonzeptes ist.“22Die Gründung und Führung eines Schulunternehmens – begleitet von einer Reflexion der Stellung des Unternehmens im gesamtwirtschaftlichen Kontext - stellt ein solches Unterrichts- konzept dar und hilft sowohl berufliches Fachwissen als auch allgemeines Grund- lagenwissen zu schaffen. Es kann durch die Vermittlung von Handlungskompetenz zu einer individuellen, sozial verantwortungsbewußten Lebensgestaltung der Fachangestellten für Arbeitsförderung beitragen und die Bedeutung von lebenslangem Lernen in einer zunehmend komplexer werdenden und sich wandelnden Arbeitswelt begreiflich machen.

Voraussetzungen zur Erreichung der Ziele der Berufsschule sind u.a.:

- „den Unterricht an einer für ihre Aufgaben spezifischen Pädagogik ausrichten, die Handlungsorientierung betont;
- unter Berücksichtigung notwendiger beruflicher Spezialisierung berufs- und berufsfeldübergreifende Qualifikationen vermitteln;
- ein differenziertes und flexibles Bildungsangebot gewährleisten, um unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen sowie den jeweiligen Erfordernissen der Arbeitswelt und Gesellschaft gerecht zu werden;“23

„Die aufgeführten Ziele sind auf die Entwicklung von Handlungskompetenz gerichtet. Diese wird hier verstanden als die Bereitschaft und Fähigkeit des einzelnen, sich in gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten.“24

Nach Dubs ist auf Grund der Erfahrungen aus dem handlungsorientierten Unterricht der moderate Konstruktivismus als pädagogische Ausrichtung zu bevorzugen.25Der konstruktivistische Unterricht setzt sich zum Ziel, fortwährende auf die Lernsituation und den Schüler abgestellte Hilfen zu geben, damit dieser die komplexen Aufgaben selbstständig bewältigen und dadurch berufs- und berufsfeldübergreifende Qualifikationen erwerben kann.26

Ausgehend von Piagets Verständnis der Lernvorgänge, lernt ein Schüler zunächst immer aus eigener Aktion heraus und konstruiert dabei seine eigene Wirklichkeit, welche er dann mit seiner Umwelt abgleicht. Nur durch den Wechsel zwischen Assimilation und Akkommodation ist eine Wirklichkeitsbildung des Menschen möglich.27Dieser Äquilibrationsprozess stellt die Motivation für die kognitive Aktivität des Individuums dar.28Jede Schülerin und jeder Schüler ist bezüglich der Aufnahme von Informationen und deren Verarbeitung einzigartig. Basierend auf den Ergebnisses der Kognitionspsychologie und der neurobiologischen Forschung entsteht die menschliche Wahrnehmung auf individuellen mentalen Sinnkonstruktionen. Die jeweilige kognitive Realität wird aus den Perturbationen der Wirklichkeit (re)konstruiert.29

Die durch die Sinne aufgenommenen Informationen werden von den Auszubildenden zu Fachangestellten für Arbeitsförderung auf Grund ihrer persönlichen Erfahrungen und des individuellen Weltwissens verarbeitet. Lernarrangements, die bei den Schülerinnen und Schülern als gut, vorteilhaft und lustvoll im emotionalen Erfahrungsgedächtnis abgespeichert werden, führen zu einem positiven Ergebnis bezüglich der Neugestaltung vorhandenen Wissensnetzwerke. Ausschließlich die Verknüpfung des neuen Wissens mit den vorhandenen Gedächtnisinhalten – individualisiert in Bezug auf Geschwindigkeit und Ausmaß – können dazu führen, das kognitive Landkarten geschaffen werden und somit das explorierende Lernen unterstützt wird.30

Auf Grund der modernen Gedächtnisforschung weiß man, dass der Lernende nur das begreift, was ihn in seiner Persönlichkeit ergreift. Dies passiert nur unter der Voraussetzung, dass die Lerngegenstände eine Herausforderung darstellen. In Folge dessen ist es Aufgabe des Unterrichts durch die Aufdeckung von Paradoxen zu desäquilibrieren. Das Wissensverständnis entsteht durch „... den Zweifel, das Staunen, das Dionysische, das Fremde, das Weite und den Widersinn.“31 Ziel ist es somit den Wissenshunger zu wecken und die Schülerinnen und Schüler zur Konstruktion von Wissen zu provozieren. Voraussetzung dafür ist, individualisiert zu desäquilibrieren und anschießend bezogen auf jede einzelne Schülerin bzw. jeden einzelnen Schüler genau die Unterstützung zu geben, welche erforderlich ist, den maximalen persönlichen Wissenserwerb zu optimieren. Notwendig ist dabei, dass der Lernende die Möglichkeit hat, den Lerngegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven32zu betrachten, nach Möglichkeit eingebettet in einen realitätsnahen Geschäftsprozess. Die willentliche und intentionale Konstruktion von Wissen verankert sich im Gedächtnis durch die Vernetzung mit dem vorhandenen Wissen.

Die jeweils subjektive Bedeutung wird neu synthesiert. Dadurch wird das Gelernte Grundlage künftiger Kommunikationsprozesse.33

Das Schulunternehmen bietet in vielfältigen Bereichen das Spannungsfeld einer kompositionsreichen Arbeitsumgebung. Die situativen und komplexen Problemstellungen ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern gemäß des Anchored-Instruction-Ansatzes – nach der Forschungsgruppe um John Bransford – gestützt durch ein ausgewogenes Maß an Instruktion, anwendbare dekontextualisierte Wissenstrukturen zu erwerben.34

Die Handlungskompetenz im Schulunternehmen wird durch die selbständige Entwicklung und Umsetzung einer tragfähigen Geschäftsidee erreicht. Gerade durch die Einbindung des Schulunternehmens in den gesamtwirtschaftlichen Kontext – wird die Aufgabenstellung derart komplex, dass alle Lerninhalte des Lehrplans lernfeldorientiert umgesetzt werden können.

Die Erstellung des Business Plans ermöglicht beispielsweise die Aneignung einer Vielzahl der für die Lebens- und Arbeitswelt relevanten berufs- und berufsfeldübergreifenden Qualifikationen. Die rotierende Tätigkeit innerhalb des Schulunternehmens erlaubt z. B. die optimale Förderung personaler Fähigkeiten und Begabungen. „Leistungsstarke Lernende können durch fakultative, zusätzliche und herausfordernde Aufgaben erweiterte Problemstellungen bearbeiten und ihre Kenntnisse zusätzlich vertiefen und anwenden.“35Die Wahrnehmung der vielfältigen Aufgaben innerhalb des Schulunternehmens aus unterschiedlichen Perspektiven und die sich in wandelnden Teams vollziehende Verwirklichung der komplexen Beziehungen des Unternehmens zu anderen Wirtschaftssubjekten fördert in besonderer Weise neben der fachlichen auch die soziale und personale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Rollenkompetenz durch Perspektivenwechsel

Handlungskompetenz entfaltet sich in den Dimensionen von Fachkompetenz, Personalkompetenz und Sozialkompetenz.

Fachkompetenz bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit, auf der Grundlage fachlichen Wissens und Könnens Aufgaben und Probleme zielorientiert, sachgerecht, methodengeleitet und selbständig zu lösen und das Ergebnis zu beurteilen.

Personalkompetenz bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit, als individuelle Persönlichkeit die Entwicklungschancen, Anforderungen und Einschränkungen in Familie, Beruf und öffentlichem Leben zu klären, zu durchdenken und zu beurteilen, eigene Begabungen zu entfalten sowie Lebenspläne zu fassen und fortzuentwickeln. Sie umfasst personale Eigenschaften wie Selbständigkeit, Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit, Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein. Zur ihr gehören insbesondere auch die Entwicklung durchdachter Wertvorstellungen und selbstbestimmte Bindung an Werte.

Sozialkompetenz bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit, soziale Beziehungen zu leben und zu gestalten, Zuwendungen und Spannungen zu erfassen, zu verstehen sowie sich mit anderen rational und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen und zu verständigen. Hierzu gehört insbesondere auch die Entwicklung sozialer Verantwortung und Solidarität.

Methoden- und Lernkompetenz erwachsen aus einer ausgewogenen Entwicklung dieser drei Dimensionen.“36

Die Fachangestellten für Arbeitsförderung erlangen durch die Gründung und die Mitarbeit im Schulunternehmen Handlungswissen. Dieses steuert und beeinflusst direkt sowie indirekt das Handeln der Schülerinnen und Schüler. Das Handlungswissen umfasst dabei das deklarativ-faktische Wissen (Wissen was), das deklarativ-kausale Wissen (Wissen warum), das prozedurale Wissen (Wissen wie) sowie das konditionale Wissen (Wissen wann).37

Die vielfältigen Tätigkeiten, die mit der Gründung und Führung eines marktfähigen Unternehmens verbunden sind, ermöglichen den Schülerinnen und Schülern die Herausbildung eines fundierten Fachwissens. Dieses wird nicht nur theoretisch erlernt, sondern durch die praktische Umsetzung wird die Verwertbarkeit des Fachwissens in privaten sowie beruflichen und gesellschaftlichen Situationen erworben. Die Lernenden werden ermutigt, ihre eigene Persönlichkeit in das Schulunternehmen einzubringen. Dies kann sowohl sofort ab Projektbeginn - bei der Findung einer Geschäftsidee – geschehen, als sich auch später bei deren Umsetzung in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern des Unternehmens niederschlagen.

“In der offenen Unterrichtsform geht die Verantwortung für das Lernen zu großen Teilen auf die Lernenden über.“38Die Übernahme der Verantwortung – und der in der offenen Unterrichtsform innewohnende Vertrauensbeweis gegenüber den Schülerinnen und Schülern birgt eine große Chance an Corporate Identity mit dem Schulunternehmen und damit ein hohes Potential an intrinsischer Motivation. Diese ist nötig, da der Erfolg des Schulunternehmens stark von dem Einsatz und Engagement der Schülerinnen und Schüler abhängt. Ihr Handeln hat real erfahrbare Konsequenzen. Solches kann – bei bedarfsorientierter, pädagogischer Begleitung durch das Lehrerteam – in besonderer Weise zur Steigerung des Selbstbewusstseins der Schülerschaft beitragen.

Die Fachangestellten für Arbeitsförderung können berufliche und private Entwicklungsmöglichkeiten besser erkennen und lernen diese realistisch einzuschätzen. Die Bereitschaft zu engagierter Umsetzung wird durch die Möglichkeit selbstständig Entscheidungen zu treffen konsequent gefördert. Dadurch steigt das Selbstbewusstsein der Lernenden. Sie können ihre eigenen Grenzen erfahren und lernen gegebene Grenzen durch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu akzeptieren. Die eigenverantwortliche Übernahme von Aufgabenbereichen fördert das Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein und hilft die Bedeutung von Werten zu erkennen.

Eigene Wertvorstellungen können ausgebildet sowie eigene Lebenspläne hinterfragt und den wechselnden Lebenssituationen und Anforderungen der Gesellschaft angepasst werden.

Die teamorientierte Bewältigung der Anforderungen des Schulunternehmens fördert die soziale Kompetenz der angehenden Fachangestellten für Arbeitsförderung. Viele Aufgaben im unternehmerischen Betrieb können nur im Team bewerkstelligt werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen eigen- und ergebnisverantwortlich im Team zu handeln. Sie sind als Mitarbeiter ein Teil von dem Ganzen. Die Konfrontation mit Konflikten im Unternehmen entwickelt die Fähigkeit Konfliktgespräche verantwortungsbewusst zu führen und sich Konfliktlösungsstrategien anzueignen.

Die Rotation der Positionen und der damit verbundene Wechsel in der Unternehmenshierarchie fördert das Rollenverständnis und hilft bei der Entwicklung der sozialen Verantwortung und des Solidaritätsgedankens.

Die Ausbildung einer Methoden- und Lernkompetenz der Fachangestellten für Arbeitsförderung wird durch das Schulunternehmen in starkem Maße begünstigt. Die Schülerinnen und Schüler werden nicht zu einem für sie unnatürlichen Lernrhythmus gezwungen, sondern erleben das Lernen eher als sinnvoll und anwendbar,39da sie erkennen, wie sie das erworbene Wissen in der Realität ihres Unternehmens an- wenden können. Auch die Lernmotivation wird durch die Unterrichtsform Schul- unternehmen gesteigert, weil die Lernenden an praktischen Aufgabenstellungen arbeiten. Sie erfahren die Anwendung des faktisch-deklarativen Wissens unmittelbar im Ausschluss oder parallel zum Wissenserwerb. Die Verbesserung der Methoden- kompetenz wird auf vielfältige Weise unterstützt: Man denke nur an die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechniken in einem kaufmännischen Betrieb. Probleme müssen erkannt und Lösungsstrategien entwickelt werden. Situativ übergreifende Strategien und Heurismen werden ausgeformt.

Die eigenverantwortliche, erfolgreiche Gründung und Führung eines Unternehmens in einer zunehmend globalisierten Welt ist auf Grund der komplexen Anforderungen nur durch ein hohes Maß an Handlungskompetenz möglich. Die Bewältigung der damit verbundenen vielfältigen Aufgaben- und Problemstellungen des Unter- nehmensalltags ermöglicht den Schülerinnen und Schülern durch die Förderung der Fach-, Personal- und Sozialkompetenz in beruflichen sowie auch in privaten und gesellschaftlichen Situationen die Entwicklung von eigenständiger Handlungskompetenz.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Haus der Kompetenzen

- Didaktische Grundsätze der Lehrplanumsetzung

„Die Zielsetzung der Berufsausbildung erfordert es, den Unterricht an einer ... Pädagogik auszurichten, die Handlungsorientierung betont und junge Menschen zu selbständigem Planen, Durchführen und Beurteilen von Arbeitsaufgaben im Rahmen ihrer Berufstätigkeit befähigt.“40

Orientierungspunkte für die Gestaltung handlungsorientierten Unterrichts:

- „ Didaktische Bezugspunkte sind Situationen, die für die Berufsausübung bedeutsam sind (Lernen für Handeln).
- Den Ausgangspunkt des Lernens bilden Handlungen, möglichst selbst ausgeführt oder aber gedanklich nachvollzogen (Lernen durch Handeln).
- Handlungen müssen von den Lernenden möglichst selbständig geplant, durchgeführt, überprüft ggf. korrigiert und schließlich bewertet werden.
- Handlungen sollten ein ganzheitliches Erfassen der beruflichen Wirklichkeit fördern, z.B. technische, sicherheitstechnische, ökonomische, rechtliche, ökologische, soziale Aspekte einbeziehen.
- Handlungen müssen in die Erfahrungen der Lernenden integriert und in Bezug auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen reflektiert werden.
- Handlungen sollen auch soziale Prozesse, z.B. der Interessenserklärung oder der Konfliktbewältigung einbeziehen.“41

Das Schulunternehmen als Form der Unterrichtsgestaltung kann Handlungs- kompetenz unmittelbar fördern. Es bietet u.a. die Vorteile, des Realitätsbezugs, der erfahrbaren Konsequenzen des wirtschaftlichen Handeln und der hohen Motivation der Schülerinnen und Schüler, insbesondere durch die notwendigen Freiräume für individuelle und soziale Erfahrungen und die für optimale Strukturen erforderliche Evaluation.42Unternehmerisches Handeln in der Schulfirma zielt sowohl auf den ökonomischen Erfolg als auch auf die Effektivierung des Lernens. Besonders das Erkennen von Zusammenhängen wird gefördert.43So realisieren und erfahren die Schülerinnen und Schüler anhand ihres Handelns, den Zusammenhang und die Ganzheitlichkeit von betrieblichen Vorgängen sowie die Verknüpfung von Unterrichtsfächern. „Zusammengefasst: Es geht bei der Arbeit im Schulunternehmen in hervorragender Weise um den Erwerb von Handlungskompetenz; denn sie ist das tragende Element dieser Arbeit.“44

- Berufsbezogene Vorbemerkung der Lehrplanumsetzung

- „ Das Tätigkeitsfeld des Fachangestellten für Arbeitsförderung/der Fach- angestellten für Arbeitsförderung umfasst die Mitwirkung bei komplexen Aufgaben, insbesondere aus den Bereichen Beratung, Vermittlung, Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, Entgeltersatzleistungen und Finanzwirtschaft.
- Im Rahmen der in Zukunft sich fortsetzenden Umstrukturierung und des Wandels der öffentlichen Dienstleistungen in Richtung auf Kundenorientierung, Team- arbeit, Budgetierung und Controlling verändern und erweitern sich die Anfor- derungen an die zukünftigen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen. Unterschiedliche Kompetenzen bzw. Qualifikationen gewinnen an Bedeutung, deren Entwicklung und Erwerb die Berufsschule unterstützen kann.“45

Die Wahl der Unterrichtsform des Schulunternehmens geht den Weg, den die Bundesagentur für Arbeit eingeschlagen hat, konsequent weiter. Die Fachan- gestellten für Arbeitsförderung sollen in einem Unternehmen arbeiten, das ein hohes Maß an Kundenorientierung in Teamstrukturen aufweist und in verstärktem Maße durch die Anwendung von Controlling die Voraussetzung für konsequentes Kostenbewusstsein und stetige Fortentwicklung der Strukturen schafft. Hierbei müssen im Unternehmensalltag alle oben genannten Umstrukturierungsmaßnahmen bereits selbst angewendet werden: die Kunden müssen zufrieden gestellt werden, Teamarbeit ist gefordert, ein Budget muss aufgestellt werden, ein Controlling muss installiert werden…Das Schulunternehmen hilft, diese Umstrukturierungen und deren Vorteile für die Auszubildenden im Kleinen, anhand ihres eigenen Unternehmen, erfahrbar und im Großen, in Bezug auf die Bundesagentur für Arbeit, ersichtlich zu machen.

Lernfeldübergreifende, schulische Ziele für Fachangestellte für Arbeitsförderung sind u.a:46

- Aneignung eines breiten rechtlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Grundwissens
- Erwerb der Fähigkeit und Bereitschaft zum lebenslangen Lernen durch regelmäßige, selbständig organisierte Arbeitsprozesse
- Berücksichtigung wirtschaftlicher Prinzipien
- Entwicklung von Verständnis für wirtschafts- und sozialpolitische sowie arbeitsmarktbezogene Fragen
- Berufsbezogene Einordnung aktueller Entwicklungen und deren Vermittlung an Kunden
- Aneignung einer flexiblen Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie einer praxisorientierten Präsentationsfähigkeit im Kundenkontakt
- Konsequente kunden- und dienstleistungsorientierte Aufgabenerledigung
- Erlernen der selbständigen Beschaffung, Auswertung und Nutzung von Informationen mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien.
- Anwendung von Standard- und betriebsspezifischer Software
- Schaffung von Problembewusstsein für den Umweltschutz im beruflichen und privaten Leben
- Einübung der Handlungsmuster der Teamarbeit47

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Kompetenzen

Die Umsetzung der oben genannten lernfeldübergreifenden schulischen Ziele der Ausbildung der Fachangestellten für Arbeitsförderung geht im Rahmen der lernfeldorientierten Umsetzung des Rahmenlehrplans in einem Schulunternehmen Hand in Hand mit der Aneignung des erforderlichen Fachwissens. Die Umsetzung erfolgt durch die schülerspezifische Förderung der Handlungskompetenz, wobei Fach-, Personal- und Sozialkompetenz gleichwertig nebeneinander stehen, da jede Art der einseitigen Betonung den tatsächlichen und nachhaltigen Lernerfolg vermindert.48Die Stärkung der Handlungskompetenzen geht einher mit der Förderung einer umfassenden Methoden- und Lernkompetenz.

Voraussetzung für jedwede Implementierung von Wissen und Können ist das eigene Erleben. Nur gelebte Handlungsorientierung, beispielsweise in einem Schulunternehmen mit erwerbswirtschaftlicher Zielsetzung, kann also dazu führen, dass Menschen das Erlernte dauerhaft und unabhängig von den Rahmenbedingungen zur Verfügung steht.49

„Der Ausbildungsberuf Fachangestellter für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung gehört zum Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung, einziger Ausbildungsbetrieb ist die Bundesagentur für Arbeit. Die Berufsschule steht auch vor der Verpflichtung, dass die Auszubildenden Kompetenzen erwerben, die auf andere Anforderungssituationen übertragen werden können und für eine hinreichende Mobilität sorgen.“50

Die Auszubildenden zur Fachangestellten/zum Fachangestellten für Arbeitsförderung erwerben durch die Gründung und Führung eines Schulunternehmens mit erwerbswirtschaftlicher Zielsetzung – eingebunden in den gesamtwirtschaftlichen Kontext - ein fundiertes Handlungswissen (Fakten-, Begründungs-, Verfahrens- und Einsatzwissen), welches sie im ganzen Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung anwenden können. Die Sozial- und Personalkompetenz wird – gerade durch den „Blick über den Tellerrand“ und den damit erweiterten Blickwinkel auf die komplexen Wirtschaftsprozesse - in dem Maße gefördert, dass die Mobilität in andere Berufe ermöglicht wird. Ebenso werden durch die vielfältigen Aufgaben- und Problemstellungen der realen Welt die Methoden- und Lernkompetenz unterstützt, was einen möglichen Wechsel des Arbeitgebers, des ausgeübten Berufes oder sogar dem Sprung in Selbständigkeit in großem Maße zuträglich ist.

51

3.3. Umsetzung der Hauptschulinitiative durch das Coachingunternehmen: „getAzubi“

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat sich mit der Hauptschulinitiative zum Ziel gesetzt die Hauptschülerinnen und Hauptschüler gut vorbereitet in die Zukunft gehen zu lassen, indem individuell alle Talente gefördert werden. Ein wesentliches Qualifizierungsziel der Hauptschulinitiative ist dabei u.a. die Vorbereitung auf eine Berufsausbildung mit allen schulischen und beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten verbunden mit der Vermittlung der dafür erforderlichen Schlüsselqualifikationen, d.h. die Sicherstellung der sog. Ausbildungsreife.52

In Bezug auf die Persönlichkeitsbildung fordert die moderne Arbeitswelt vor allem die Stärkung der Sozialkompetenz in Form der Schlüsselqualifikationen:

- Soziale Verantwortung
- Kooperations- und Teamfähigkeit
- Kritikfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit und
- Konfliktfähigkeit

sowie die zur Stärkung des Arbeitsverhaltens erforderlichen Schlüsselqualifika- tionen:

- Leistungsbereitschaft
- Ziel- und Ergebnisorientierung
- Selbständigkeit
- Sorgfalt und Ausdauer
- Verlässlichkeit.53

Das Coachingunternehmen „getAzubi“ setzt genau an dieser Stelle an. Es unterstützt die Hauptschullehrkräfte durch das schüleraktivierende projekt- orientierte Konzept „Schüler lehren Schüler“ dabei, die Ziele der Hauptschul- initiative optimal für Ihre Schüler/-innen zu realisieren und knüpft in Bezug auf die Betreuung doch an dem Postulat der vertrauten Bezugsperson an, indem die Berufsschüler/-innen die Ihnen zugeteilten Hauptschüler/-innen soweit möglich über die kompletten 3 Jahre (von der 7. bis zur 9. Klasse) betreuen.

[...]


1 Auszug aus der Homepage der Schülerinnen und Schüler www.getazubi.de

2 Schelten, Andreas: Berufsbildung ist Allgemeinbildung – Allgemeinbildung ist Berufsbildung in: Die berufsbildende Schule 57 (2005) S. 127 –128 S. 2

3 Vgl. Staehle, Wolfgang H.: Management. Eine verhaltenswissenschaftliche Perspektive. 7. Auflage München: Verlag Franz Vahlen (1994) S. 221f.

4 Vgl. Strauch, Barbara: Warum sie so seltsam sind. Gehirnentwicklung bei Teenagern. Berlin: Berlin Verlag 2003 S. 74 und www.neuro24.de

5 Vgl. Schelten, Andreas: Über den Nutzen der Handlungsregulationstheorie für die Berufs- und Arbeitspädagogik erschienen in Pädagogische Rundschau 56 (2002) 6, S. 621-630 und Andreas Schelten: Objektivistischer und konstruktivistischer Unterricht in: Die Berufsbildende Schule 58 (2006) S. 39 –40

6 Vgl. Urbschat, Fritz: Einfluss der Berufserfahrung auf den Erfolg des kaufmännischen Unterrichts. Freiberg, Verlagsanstalt Ernst Maickisch (1930) S. 5

7 Vgl. Schelten, Andreas: Objektivistischer und konstruktivistischer Unterricht in: Die Berufsbildende Schule 58 (2006) S. 39 – 40

8 Vgl. Abbildung 3: Haus der Kompetenzen S. 20.

9 Vgl. Andreas Schelten: Objektivistischer und konstruktivistischer Unterricht in: Die Berufsbildende Schule 58 (2006) S. 39 – 40

10 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeits- förderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 2

11 Vgl. Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 2

12 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 2

13 So manches mal stossen unsere Schüler/-innen auf Unverständnis darüber, dass sie selbst- bestimmt in der Öffentlichkeit agieren und nicht die Lehrkräfte oder gar der Direktor der Schule. Aber: mit viel Unterstützung von Seiten der Lehrkräfte und der Schulleitung über- zeugten die Schüler/-innen so manchen Zauderer von dem, was sie zu leisten in der Lage sind. Richtig so!

14 Schelten, Andreas und Riedl, Alfred: Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen. Handlungsorientiertes Lernen. 14.02.2006, Technische Universität München

15 Geyer, Ronald: Schulunternehmen – eine andere Form des Unterrichts, 2. Auflage Rinteln: Merkur Verlag 2005, S. 13f.

16 Vgl. Abbildung 1: Zyklische Trias S. 7.

17 Vgl. Schelten, Andreas: Über den Nutzen der Handlungsregulationstheorie für die Berufs- und Arbeitspädagogik. In: Pädagogische Rundschau 56 (2002) 6, S. 2

18 So behauptete ein Schüler aus dem 1. Ausbildungsjahr z.B. dass er als ortsfremder (aus Rosenheim) leider nicht den von ihm aufzusuchenden Sportartikelladen in München finden könne und die T-Shirts für das Projekt deswegen nicht zeitgerecht abholen könne. Nahezu ein Wink mit dem Zaunpfahl für die Lehrkräfte die Mobilitätserziehung auszubauen. In der Folge entstand für unsere 1. Klassen dann auch das Projekt: „Mobile Literatur“, bei dem die Schüler/innen in Gruppen die wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt München selbständig und in einem vorgegebenen zeitlichen Rahmen aufsuchen, um von sich dort Standbilder zu machen die dann in ihre erfundene Kurzgeschichte eingebaut werden können. Bereits beim ersten Durchlauf hat es eine Gruppe geschafft den Bürgermeister Herrn Ude mit auf einem Standbild zu haben. Die Projektunterlagen finden Sie im Anhang.

19 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 3

20 Vgl. Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 3

21 Vgl. Schelten, Andreas und Riedl, Alfred: Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen. Handlungsorientiertes Lernen, 14.02.2006, Technische Universität München S. 4

22Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 7

23 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 3

24 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 4

25 Vgl. Schelten, Andreas: Handlungsorientierter Unterricht in der Berufsschule: Kennzeichen und Erfahrungen, S. 8

26 Vgl. Schelten, Andreas und Riedl, Alfred: Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen

Schulen. Handlungsorientiertes Lernen, 14.02.2006, Technische Universität München S. 12

27 Vgl. Stangl, Werner: Die konstruktivistischen Lerntheorien in: www.arbeitsblätter.stangl-taller.at S. 1

28 Vgl. Stangl, Werner: Die konstruktivistischen Lerntheorien in: www.arbeitsblätter.stangl-taller.at S. 3

29 Vgl. Stangl, Werner: Die konstruktivistischen Lerntheorien in: www.arbeitsblätter.stangl-taller.at S. 3f.

30 Vgl. Stangl, Werner: Die konstruktivistischen Lerntheorien in: www.arbeitsblätter.stangl-taller.at S. 7f.

31 Stangl, Werner: Die konstruktivistischen Lerntheorien in: www.arbeitsblätter.stangl-taller.at S. 10

32 Vgl. Abbildung 2: Rollenkompetenz durch Perspektivenwechsel

33 Vgl. Stangl, Werner: Die konstruktivistischen Lerntheorien in: www.arbeitsblätter.stangl-taller.at S. 9 34 Vgl. Stangl, Werner: Die konstruktivistischen Lerntheorien in: www.arbeitsblätter.stangl-taller.at S. 10f.

35 Schelten, Andreas und Riedl, Alfred: Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen. Handlungsorientiertes Lernen, 14.02.2006, Technische Universität München S. 25

36 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 4

37 Vgl. Schelten, Andreas und Riedl, Alfred: Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen schulen. Handlungsorientiertes Lernen, 14.02.2006, Technische Universität München S. 41

38 Vgl. Schelten, Andreas und Riedl, Alfred: Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen schulen. Handlungsorientiertes Lernen, 14.02.2006, Technische Universität München S. 36

39 Vgl. Schelten, Andreas und Riedl, Alfred: Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen. Handlungsorientiertes Lernen, 14.02.2006, Technische Universität München S. 36

40 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/ Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 5

41 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 5

42 Vgl. Beck, Herbert: Schlüsselqualifikationen. Bildung im Wandel. 3. Auflage Darmstadt: Winklers Verlag 1997 S. 68

43 Vgl. Kutt, Konrad: Juniorenfirma, In: Kaiser, Franz-Josef und Pätzold, Günter (Hrsg.) Wörterbuch Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Julius Klinkhard, Bad Heilbrunn 1999 S. 240

44 Vgl. Bunk, Gerhard P: Berufliche Bildung im Wandel. S. 30. In neue Methoden und Konzepte beruflicher Bildung. Köln 1986 S. 5 ff. Zitiert nach Beck, Herbert: Schlüsselqualifikationen. Bildung im Wandel. 3. Auflage Darmstadt: Winklers Verlag 1997 S. 68

45 Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 6

46 Vgl. Abbildung 4: Handlungskompetenz durch die Gründung und Führung eines Schulunternehmens s. 25.

47 Vgl. Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 6 und 7

48 Vgl. Hugenschmidt Bettina/Technau Anne: Methoden schnell zur Hand, 58 schüler- und handlungsorientierte Unterrichtsmethoden. Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig: Ernst Klett Verlag 2002, S. 15

49 Vgl. Hugenschmidt Bettina/Technau Anne: Methoden schnell zur Hand, 58 schüler- und handlungsorientierte Unterrichtsmethoden. Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig: Ernst Klett Verlag 2002, S. 15

50 Vgl. Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf der Fachangestellten für Arbeitsförderung/Fachangestellte für Arbeitsförderung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1998 i. d. F. vom 15.09.2005) S. 9 ff.

51 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Broschüre: Hauptschulinitiative – Alle Talente fördern, Dezember 2007

52 Vgl. zu den Anforderungen der Wirtschaft in Bezug auf die Ausbildungsreife auch die Informationsbroschüren der Industrie- und Handelskammern.

53 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Broschüre: Hauptschulinitiative – Alle Talente fördern, Dezember 2007, S. 8 und 9.

Ende der Leseprobe aus 114 Seiten

Details

Titel
Handlungskompetenz durch soziales Engagement
Untertitel
"getAzubi" - ein moderat-konstruktivistisches Unterrichtsmodell
Autoren
Jahr
2008
Seiten
114
Katalognummer
V116955
ISBN (eBook)
9783640199242
ISBN (Buch)
9783640205158
Dateigröße
4432 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Projekt fördert nicht nur die Handlungskompetenz aller Beteiligten sondern bringt auch Spaß im Schulalltag. Das Projekt wurde von der BHW-Bausparkasse prämiert. Das Projekt fördert nicht nur die Handlungskompetenz aller Beteiligten sondern bringt auch Spaß im Schulalltag. Das Projekt wurde von der BHW-Bausparkasse prämiert.
Schlagworte
Handlungskompetenz, Engagement
Arbeit zitieren
S. Schmid (Autor)C. Reinhard (Autor)M. Buchholz (Autor), 2008, Handlungskompetenz durch soziales Engagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116955

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