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Elterliche Verwöhnung und Zusammenhänge mit schulischer Anpassung in der Grundschule

Titel: Elterliche Verwöhnung und Zusammenhänge mit schulischer Anpassung in der Grundschule

Examensarbeit , 2009 , 141 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carsten Lau (Autor:in)

Pädagogik - Familienerziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ob durch die Geburt eigener Kinder oder aus einem professionellen Interesse heraus, der Umgang mit Erziehungsfragen und die Auseinandersetzung um die richtigen Erziehungsstile beschäftigen die Menschen seit der Antike.

Eine zunehmende Zahl psychisch kranker oder dem Leistungsdruck in der Schule nicht gewachsener Kinder, schlechte Ergebnisse in der Schule, wie sie auch durch die Schulvergleichsstudie "PISA" dokumentiert sind, sowie die zusätzlichen Belastungen, der die Kinder seit 2020 durch die Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt sind, verunsichern Eltern, Lehrer und Politiker heutzutage allerdings mehr als jemals zuvor.

Neben anderen Ursachen taucht dabei im Rahmen der Erziehungsdiskussion oft ein Begriff auf, der vor wenigen Jahren in der pädagogischen Literatur so gut wie keine Verwendung erfahren hat: die Verwöhnung.

Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist, die Folgen elterlicher Verwöhnung aufzuzeigen, vor allem im Hinblick auf Zusammenhänge mit dem Verhalten und der schulischen Anpassung von Grundschulkindern. Dazu hat der Autor eine Studie durchgeführt, in der Eltern von Grundschulkindern zu ihrem Erziehungsverhalten ebenso befragt werden, wie die Lehrer derselben Kinder zu deren Verhalten in der Schule.

Im ersten Kapitel werden wichtige pädagogisch-psychologische Begriffe wie Verwöhnung, schulische Anpassung oder Erziehungsstil geklärt beziehungsweise definiert und Erziehungsstil-Konzepte näher beleuchtet.

Welche Auswirkungen verwöhnende Erziehung zeigt, ist Gegenstand des zweiten Kapitels. Dazu sollen sowohl empirische als auch nicht empirische Befunde präsentiert werden. Auch wenn verwöhnende Erziehung bislang eher wenig in Studien explizit untersucht wurde, haben sich aus den vorhandenen Befunden entsprechende Hypothesen ableiten lassen, die im Rahmen dieser Studie überprüft wurden. Die Ursachen der verwöhnenden Erziehung werden dabei nicht weiter betrachtet.

Das Kernstück dieser Arbeit stellt das dritte Kapitel dar, das ausführlich den Aufbau und den Ablauf der Studie mit Beschreibung der Stichprobe und der Erhebungsinstrumente enthält sowie die Ergebnisse der Untersuchung beinhaltet. Sie sind unterteilt in einen Abschnitt über die deskriptiven Statistiken und einen Abschnitt, der die Hypothesenüberprüfungen behandelt.

Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse aufgearbeitet, reflektiert und diskutiert, um schließlich im fünften und letzten Kapitel ein abschließendes Fazit zu ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Erziehungsstil, Verwöhnung und schulische Anpassung

1.1. Begriffsdefinitionen

1.1.1. Zum Begriff „Erziehungsstil“

1.1.2. Zum Begriff „Verwöhnung“

1.1.3. Zum Begriff „schulische Anpassung“

1.2. Dimensionsorientierter Erziehungsstil nach Baumrind

1.2.1. Der autoritäre Erziehungsstil

1.2.2. Der autoritative Erziehungsstil

1.2.3. Der vernachlässigende Erziehungsstil

1.2.4. Der permissive Erziehungsstil

1.3. Verwöhnung als Bestandteil elterlicher Erziehungsstile

2. Auswirkungen von Verwöhnung

2.1. Nicht-empirische Befunde

2.2. Empirische Befunde

2.2.1. Studie von Capron

2.2.2. Studie von Garg et al.

2.2.3. Studie von Kindlon

2.2.4. Studie von Martínez und García

2.2.5. Studie von Slicker und Thornberry

2.2.6. Studie von Steinberg et al.

2.2.7. Sonstige Studien

2.3. Zusammenfassung und Hypothesen

3. Studie zur verwöhnenden Erziehung und ihren Auswirkungen

3.1. Stichprobe

3.1.1. Rekrutierung

3.1.2. Analyse der Elternstichprobe

3.1.3. Analyse der Lehrerstichprobe

3.2. Vorgehensweise

3.3. Erhebunsinstrumente

3.3.1. Fragebogen zur Erfassung demographischer Variablen (DemoVa)

3.3.2. Fragebogen zur Erfassung des Verhaltens des Kindes, Elternversion (VBV-EL)

3.3.3. Fragebogen zur Erfassung des elterlichen Erziehungsverhaltens (DEAPQ-EL)

3.3.4. Fragebogen zur Bestimmung der persönlichen Einstellung der Eltern zu Kindern (EzKVa)

3.3.5. Fragebogen zur Erfassung der Selbständigkeit des Kindes (S-EL)

3.3.6. Skala zur Messung der Ausprägung „Soziale Erwünschtheit“ von Antworten (SoEr)

3.3.7. Einzelfragen zur Erfassung demographischer Variablen des Lehrers

3.3.8. Fragebogen zur Erfassung des Verhaltens des Kindes, Lehrerversion (VBV-ER)

3.4. Ergebnisse

3.4.1. Deskriptive Statistiken

3.4.2. Hypothesenüberprüfung

4. Diskussion

Fazit

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Folgen elterlicher Verwöhnung auf Grundschulkinder zu analysieren. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den Zusammenhängen zwischen verwöhnendem Erziehungsverhalten und der schulischen Anpassung sowie dem Sozialverhalten der Kinder, wofür eine Studie mit Eltern und Lehrern durchgeführt wurde.

  • Analyse elterlicher Erziehungsstile und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Verwöhnung auf die schulische Anpassung und Leistungsfähigkeit.
  • Erfassung des Zusammenhangs zwischen Verwöhnung und sozialer Kompetenz bei Grundschulkindern.
  • Vergleich von Eltern- und Lehrereinschätzungen zum Verhalten der Kinder.
  • Überprüfung von Hypothesen zu spezifischen Verhaltensmerkmalen wie Unselbständigkeit, Eigensinnigkeit und emotionaler Auffälligkeit.

Auszug aus dem Buch

1.1.2. Zum Begriff „Verwöhnung“

In der Erziehungsstil-Forschung wird der Begriff Verwöhnung weder explizit erwähnt, noch beinhalten die Erziehungspraktiken in den Modellen verwöhnende Aspekte (vgl. Fuhrer, 2005). Meist sucht man vergeblich eine Definition für „Verwöhnung“. Selbst in pädagogisch-psychologischen Lexika ist der Begriff oft nicht vorhanden. Vor allem fehlt es bis dato weitestgehend an empirischen Untersuchungen zur Verwöhnung als Erziehungsfehler und ihren Folgen für die Entwicklung des Kindes. (vgl. ebd.). Ganz im Gegensatz dazu ist Verwöhnung oder „verwöhnt sein“ ein Begriff, der in alltäglichen Gesprächen, besonders auch unter Eltern, häufig fällt. Woran liegt das?

Wie in Kapitel 1.3. noch gezeigt werden wird, ist Verwöhnung ein Phänomen, dass sich nicht im Rahmen der üblichen zwei- oder dreidimensionalen Erziehungsstilmodelle passgenau einordnen lässt. „Verwöhnung hat nämlich viele Gesichter und tritt in unterschiedlichen Ausprägungsgraden auf.“ (Fuhrer, 2005). So wird Verwöhnung in der Alltags- und Werbesprache sowohl mit positiver als auch negativer Konnotation eingesetzt. In der Werbesprache fällt zum Beispiel bei Wellness-Angeboten häufig der Begriff „Verwöhnung“. Auch in der Erziehung kann der Begriff mal positiv, mal negativ besetzt sein. Wenn die Großeltern das Kind in Abwesenheit der Eltern „so richtig verwöhnen“, so ist diese Aussage eindeutig positiv gemeint. Wenn die Eltern stattdessen „den Kleinen mit viel zu viel Geschenken verwöhnen“, ist der Begriff ganz anders gefärbt, nämlich negativ. Diese ambivalente Bedeutung reflektieren auch manche Autoren. Wunsch definiert Verwöhnung einerseits als „liebevolles und fürsorgliches Umsorgen“, andererseits aber auch als „übertriebenes Umsorgtsein, so dass der Umsorgte verhätschelt und verweichlicht wird“ (Wunsch, 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Erziehungsstil, Verwöhnung und schulische Anpassung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet das Erziehungsstilmodell nach Baumrind und grenzt den Begriff der Verwöhnung konzeptionell ein.

2. Auswirkungen von Verwöhnung: Hier werden sowohl empirische als auch nicht-empirische Befunde zu den Folgen verwöhnender Erziehung zusammengetragen und entsprechende Hypothesen für die Untersuchung abgeleitet.

3. Studie zur verwöhnenden Erziehung und ihren Auswirkungen: Das Kernstück der Arbeit beschreibt den Aufbau der Studie, die Stichprobe, die Erhebungsinstrumente (verschiedene Fragebögen) sowie die Ergebnisse der deskriptiven Statistik und die Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

4. Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Studienergebnisse, ordnet sie in den wissenschaftlichen Kontext ein und diskutiert die gefundenen Zusammenhänge und Widersprüche.

Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse kurz zusammen und gibt Empfehlungen für Eltern und Erzieher.

Schlüsselwörter

Verwöhnung, Erziehungsstil, schulische Anpassung, Grundschule, Erziehungsverhalten, Selbständigkeit, Elternbefragung, Lehrerbefragung, Sozialkompetenz, Erziehung, Psychologie, Empirische Studie, Kindesentwicklung, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen elterlicher Verwöhnung und der schulischen Anpassung sowie dem Verhalten von Grundschulkindern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind verschiedene Erziehungsstile, der Begriff der Verwöhnung in der Erziehung und deren empirisch untersuchte Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung und den Schulerfolg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu ergründen, wie sich verwöhnende Erziehung auf das Verhalten, die Selbständigkeit und das Wohlbefinden von Grundschulkindern auswirkt, indem Eltern und Lehrer derselben Kinder befragt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine empirische quantitative Studie durch, bei der Elternfragebögen (Selbst- und Fremdberichte) mit Lehrerfragebögen kombiniert und korrelativ ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung der Erziehungsstilforschung die Durchführung der Studie (Stichprobe, Instrumente) sowie die Ergebnisse der statistischen Hypothesenprüfung detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Verwöhnung, Erziehungsstil, Grundschule, schulische Anpassung und Erziehungsverhalten beschreiben.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Kindern?

Ja, die Arbeit stellt fest, dass Mädchen, die verwöhnend erzogen wurden, von Lehrkräften signifikant glücklicher eingeschätzt werden als verwöhnte Jungen.

Welchen Ratschlag gibt der Autor für die Erziehung?

Der Autor empfiehlt, Kinder zur Selbständigkeit zu erziehen und Erziehungsmethoden, die auf „Anspruchsverwöhnung“ (wie Kompensation) basieren, zu vermeiden, ganz im Sinne des Montessori-Leitmotivs: „Hilf mir, es selbst zu tun.“

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Details

Titel
Elterliche Verwöhnung und Zusammenhänge mit schulischer Anpassung in der Grundschule
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,0
Autor
Carsten Lau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
141
Katalognummer
V1170478
ISBN (eBook)
9783346614254
ISBN (Buch)
9783346614261
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehungswissenschaften Pädagogische Psychologie Verwöhnung Erziehungsstil schulische Anpassung Grundschulkinder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carsten Lau (Autor:in), 2009, Elterliche Verwöhnung und Zusammenhänge mit schulischer Anpassung in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170478
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