"Wir werden Schauspieler" ist eine Unterrichtseinheit zum Üben und Vorspielen der selbst geschriebenen Rollenspiele unter Berücksichtigung von Mimik, Gestik und Stimme (2 Unterrichtsstunden).
Ziel der Unterrichtsstunden ist es, dass die SuS ihre selbstgeschriebenen Rollenspiele kreativ und situationsangemessen umsetzen, indem sie sich in ihre Rolle hineinversetzen und sie mimisch, gestisch und sprecherisch umsetzen. Beim Zugucken anderer Rollenspiele lernen sie von anderen Expertenfiguren, wie sich ihre Figur verhält und welchen Einfluss die Identifikation mit der eigenen Figur auf ein spannendes oder witziges Rollenspiel hat.
Inhaltsverzeichnis
Thema der Unterrichtsreihe
Ziele der Unterrichtsreihe
Aufbau der Unterrichtseinheit
Thema der Unterrichtsstunde
Ziel der Unterrichtsstunde
Didaktischer Schwerpunkt
Anforderungsbereiche für die zentrale Lernaufgabe
Verlaufsplan
Quellen
Anhang 1: Text der Ausgangsszene: Was suchst du nur, Kalinchen? (F. S.)
Anhang 2: Kali und Kalinchens Osterhit (F.Rieke)
Anhang 3: Rollenkarte Innenseite
Anhang 4: Beobachtungsbogen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist es, dass die Schülerinnen und Schüler ihre selbst geschriebenen Rollenspiele über die Figuren Kali, Kalinchen und Hase kreativ und situationsangemessen präsentieren. Dabei sollen sie gezielt ihre Kompetenzen im Bereich „Sprechen und Zuhören“ durch eine bewusste Anwendung von Mimik, Gestik und Stimme weiterentwickeln und durch das gegenseitige Beobachten von anderen Expertenfiguren lernen.
- Entwicklung szenischer Ausdrucksmittel (Mimik, Gestik, Stimme)
- Umsetzung selbst verfasster Rollenspieltexte
- Förderung der Rollenidentifikation und Spielfreude
- Kooperatives Lernen in leistungsheterogenen Gruppen
- Reflexion über darstellendes Spiel und schauspielerisches Verhalten
Auszug aus dem Buch
Didaktischer Schwerpunkt
„Jedes spielende Kind benimmt sich wie ein Dichter,[der] sich eine eigene Welt erschafft.“ (Sigmund Freud)
Rollenspiele in ihrer Form als szenisches Spiel oder auch kleines Theaterstück sind für den Deutschunterricht der Grundschule unentbehrlich (Vgl. Seidel 1995: 4). Für Kinder bedeuten Rollenspiele zunächst ein Ausleben von Tagträumerein: Dies kann emotional entlasten und bereitet den Kindern viel Freude (Vgl. Freudenreich 1980: 29). Aus fachdidaktischer Sicht lernen die SuS, sich mit einer Rolle zu identifizieren, kooperativ mit anderen Spielern zu agieren und ihre kreativen, verbalen und non-verbalen Fähigkeiten beim Spielen zu erweitern (Vgl. ebd.: 27-29). Gerade die non-verbalen Fähigkeiten wie Gestik und Mimik erfordern, dass sich das Kind in eine Rolle hineinversetzen kann, um sich ungehemmt in eine authentische Spielsituation begeben zu können (Vgl. ebd.: 23).
Zusammenfassung der Kapitel
Thema der Unterrichtsreihe: Beschreibung einer fächerübergreifenden Unterrichtseinheit rund um die Klassentiere Kali und Kalinchen, die darauf abzielt, szenische Ausdrucksmittel bei den Kindern zu entwickeln.
Ziele der Unterrichtsreihe: Darlegung der Kompetenzerweiterung im Bereich „Sprechen und Zuhören“, insbesondere durch das kreative Umsetzen von Rollenspieltexten und das Entwickeln von Rollenkarten.
Aufbau der Unterrichtseinheit: Aufzählung der sieben Sequenzen, von der Aktivierung des Vorwissens bis hin zur abschließenden Aufführung vor einer anderen Klasse.
Thema der Unterrichtsstunde: Konkretisierung der siebten Sequenz, in der das Üben und Vorspielen der Rollenspiele im Vordergrund steht.
Ziel der Unterrichtsstunde: Definition der Lernziele, bei denen die Kinder durch Rollenidentifikation und gezielten Einsatz von Mimik, Gestik und Stimme ihre schauspielerische Umsetzung optimieren.
Didaktischer Schwerpunkt: Theoretische Herleitung der Bedeutung des szenischen Spiels für die kindliche Entwicklung und die spezifische Integration der Klassentiere in den Unterricht.
Anforderungsbereiche für die zentrale Lernaufgabe: Differenzierung der Kompetenzerwartungen in Reproduktion, Reorganisation und Transfer.
Verlaufsplan: Übersichtlicher Ablauf der Unterrichtsstunde, unterteilt in Einstieg, Hinführung, Arbeitsphase und Präsentationsphase.
Schlüsselwörter
Szenisches Spiel, Rollenspiel, Grundschule, Deutschunterricht, Mimik, Gestik, Stimme, Kali und Kalinchen, Osterrollenspiel, Darstellendes Spiel, Gruppenarbeit, Kooperatives Lernen, Unterrichtsplanung, Sprechen und Zuhören, Rollenidentifikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt die methodische Gestaltung einer Unterrichtseinheit und einer spezifischen Unterrichtsstunde im Fach Deutsch, in der Grundschulkinder Osterrollenspiele mit ihren Klassentieren selbst entwickeln und präsentieren.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das szenische Spiel, die Förderung von Ausdrucksformen wie Mimik und Gestik sowie die Arbeit in leistungsheterogenen Gruppen.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterrichtsstunde?
Das Hauptziel ist die gelungene Präsentation der selbst verfassten Rollenspiele, bei der die Schülerinnen und Schüler lernen, sich in ihre Rolle einzufinden und diese sprachlich sowie körperlich auszugestalten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit stützt sich auf didaktische Ansätze des „szenischen Spiels“ und nutzt kooperative Lernformen wie die „Think-Pair-Share-Methode“ zur Aktivierung und Reflexion.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine didaktische Begründung, eine Aufarbeitung der Lernsequenzen sowie die detaillierte Planung der aktuellen Stunde inklusive Verlaufsplan und Beobachtungsinstrumenten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Rollenspiel, szenisches Spiel, Grundschule, Ausdrucksfähigkeit und kooperative Gruppenarbeit.
Warum ist das Rollenspiel für die Klasse 3 besonders motivierend?
Die Kinder haben eine starke emotionale Bindung zu den Klassentieren „Kali und Kalinchen“, die in ihren Alltag fest integriert sind, was das Interesse an einer Identifikation mit diesen Figuren erhöht.
Welche Rolle spielt der „Schauspielkorb“ im Unterricht?
Der „Schauspielkorb“ ist ein Einstiegsritual, das Regieanweisungen enthält und dazu dient, die Kinder spielerisch aufzulockern und ihnen Sicherheit für das spätere Auftreten vor einer Gruppe zu geben.
- Citar trabajo
- Fabiane Rieke (Autor), 2016, Üben und Vorspielen selbst geschriebener Rollenspiele in der Grundschule. Berücksichtigung von Mimik, Gestik und Stimme (3. Klasse Deutsch), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170658