Ist Wirtschaftsspekulation strukturelle Gewalt?


Essay, 2003

10 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

1 Grundlegende Begriffserläuterungen

Ist Wirtschaftsspekulation strukturelle Gewalt bzw. kann sie es sein, wenn sie bestimmte Charakteristika aufweist? Um diese Frage zu beleuchten, scheint es zunächst sinnvoll, zu erläutern, was genau mit dem Begriffen Wirtschaftsspekulation[1] und strukturelle Gewalt gemeint ist.

Die historische Wirtschaftsliteratur ist angefüllt mit Beiträgen zu spekulativen Blasen, systemischen Unzulänglichkeiten und panischer Kapitalflucht an Finanzmärkten. Während der Zeit des Goldstandards kam es zu mehreren Finanzkrisen, die durch Spekulanten ausgelöst wurden. Die Situation in der Zeit zwischen den Weltkriegen, als das internationale Finanzsystem keinen festen Regeln unterlag, wurde von vielen damaligen Marktteilnehmern als äußerst mangelhaft empfunden. Bis in die 70-er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Gebrauch von Kapitalkontrollen zur Sicherung der nationalen Währungen als unerlässlich angesehen und ein wichtiger Grund für die Entwicklung einer europäischen Gemeinschaftswährung war das Bestreben, Spekulationen gegen die Wechselkurse innerhalb des gemeinsamen Binnenmarktes der EU – wie 1992/93 passiert – zu unterbinden.[2]

Unter diesen Gesichtspunkten ist die aktuelle Situation auf den weltweiten Finanzmärkten auf den ersten Blick durchaus erstaunlich. Seit dem Zusammenbruch der letzten offiziellen internationalen Finanzordnung – des nach dem 2. Weltkrieg geschaffenen Bretton–Woods–Systems im Jahr 1973 – hat ein grundlegendes Umdenken stattgefunden. Führende Wissenschaftler und zahlreiche Nationalstaaten propagieren die Öffnung und Liberalisierung der nationalen Kapitalmärkte. Kapitalkontrollen werden mit erstaunlicher Geschwindigkeit abgeschafft und das internationale Kapital kann wahrscheinlich ungehinderter fließen als jemals zuvor in der Geschichte. Die wissenschaftliche Theorie der Kapitalmärkte wird von einem Konzept beherrscht, dass – vor knapp 50 Jahren formuliert – inzwischen zum vorherrschenden Paradigma der Wirtschaftswissenschaften avanciert ist: der Theorie des effizienten Marktes.[3] Es propagiert eine nahezu perfekte Funktionsweise liberalisierter Finanzmärkte und gesteht der Spekulation dabei eine wichtige und positive, weil marktstabilisierende Funktion zu.

Somit lassen sich zusammengefasst zwei gegensätzliche Positionen ausmachen: jene Theoretiker, die in Spekulation Segnungen der modernen Marktwirtschaft erblicken[4] und jene, die die Schäden, die von Spekulationen ausgehen für gewichtiger halten als ihren potentiellen Nutzen[5]. Ich werde in Abschnitt 2 anhand historischer Beispiele aufzeigen, wie gewichtig die negativen Auswirkungen von Spekulation immer wieder sind und welche Protagonisten sich finden lassen.

Der zweite Begriff, dessen Klärung für die im Titel aufgeführte Fragestellung unabdingbar ist, ist jener der strukturellen Gewalt. Gewalt heißt - nach Galtung[6] - unter Anwendung bestimmter Mittel auf einen anderen in dessen Sinne negativ einzuwirken. Intention der Gewalt ist es, den anderen zu unterwerfen, ihn gefügig zu machen und dadurch Macht auszuüben. Durch Gewalt kommt es zu einer – ob absichtsvoll oder nicht – Schädigung von jemandem, und der oder die Geschädigte wird dieser gegen sie gerichteten Anwendung von Gewalt in der Regel nicht zustimmen. Es herrscht somit ein Missverhältnis zwischen der aktuelle Verwirklichung der Menschen und ihrer potentiellen Verwirklichung. Gewalt kann personal[7] oder strukturell sein. In beiden Fällen können Individuen getötet oder verstümmelt, geschlagen oder verletzt werden und durch den strategischen Einsatz von Zuckerbrot und Peitsche manipuliert werden. Aber während die Konsequenzen im ersten Fall auf konkrete Personen als Akteure zurückzuführen sind, ist das im zweiten Fall unmöglich geworden: hier tritt niemand in Erscheinung, der einem anderen direkt Schaden zufügen könnte; die Gewalt ist in das System eingebaut und äußert sich in ungleichen Machtverhältnissen und folglich in ungleichen Lebenschancen. Dazu Galtung: „Wenn das Potentielle größer ist als das Aktuelle und das Aktuelle vermeidbar, dann liegt Gewalt vor. Das potentielle Maß der Verwirklichung ist somit das mit einem gegebenen Maß an Einsicht und Hilfsmitteln mögliche. Wenn Einsicht und/oder Hilfsmittel von einer Gruppe oder Klasse innerhalb eines Systems monopolisiert oder zweckentfremdet werden, dann fällt das Maß des Aktuellen unter das Maß des Potentiellen, und in dem System ist Gewalt präsent.“[8]

Nachdem somit die grundlegenden Begriffe geklärt sind, soll im nächsten Abschnitt der Versuch unternommen werden, einige tatsächliche Spekulationen in der Geschichte kurz darzustellen, um dann in Abschnitt 3 die Frage zu beantworten, ob diese Spekulationen als strukturelle Gewalt bezeichnet werden können.

2 Eine kurze Geschichte der Spekulationen

Ausgehend von der Grundidee Kindlebergers, dass sich ökonomische Phänomene nur unter Einbeziehung der Geschichte analysieren lassen, möchte ich vier historische Phasen exzessiver Spekulation betrachten. Hauptaugenmerk hierbei liegt auf einer Betrachtung der Strukturmerkmale von Spekulationen und ihren individuellen sowie volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Hierbei analysiere ich unterschiedliche Formen der Spekulation: mit Tulpen (Tulpenwahn), mit Aktien (1929) und mit Devisen (EWS– und Südostasien–Krise)[9].

Zunächst Modeblume wurde die Tulpen zwiebel Anfang des 17. Jahrhunderts Spekulationsobjekt. Die Nachfrage stieg und der Preis kletterte regelmäßig. Um 1636 konnte eine Zwiebel, die vorher keinen erkennbaren Wert besessen hatte, für einen neuen Wagen, zwei graue Pferde und ein vollständiges Geschirr getauscht werden. Wo derart exorbitante Gewinne locken, wird schnell jede Rationalität überwunden: Kaufleute verramschten ihre Waren, um mit dem Erlös Tulpenzwiebeln kaufen zu können. Wo soviel Reichtum winkte, wurden natürlich auch große Kredite aufgenommen und bei der Spekulation eingesetzt. Unter den Einflüsterungen vermeintlicher Experten liquidierten viele ihr Vermögen, um Investitionskapital zu haben; Häuser und Ländereien wurden für ruinös niedrige Preise zum Verkauf angeboten oder bei Geschäften auf der Tulpenbörse zur Zahlung abgetreten. Ebenso schnell wie die Hausse folgte jedoch die Baisse. Die Klugen und die Ängstlichen fingen an zu verkaufen, kein Mensch weiß, aus welchem Grund. Andere sahen sie aussteigen. Der Ausstieg führte zu Panikverkäufen, die Preise stürzten ins Bodenlose. Diejenigen, die gekauft hatten, viele durch Verpfändung von Eigentum für einen Kredit, hatten plötzlich nichts mehr oder waren bankrott.

Es folgte ein wirtschaftliches Desaster, das zum ersten Börsenkrach der Geschichte führte. Der Zusammenbruch des Tulpenpreises und die sich daraus ergebende Verarmung wirkten sich in den drauffolgenden Jahren lähmend auf das wirtschaftliche Leben in Holland aus – es kam, um es modern auszudrücken, zu einer spürbaren Depression. Sieger waren nur vereinzelte Individuen, die im rechten Moment kauften und verkauften – die große Masse verlor.

Ganz ähnlich beim Börsencrash von 1929. Die roaring twenties führten Ende der 20-er Jahre zu einer enormen Börseneuphorie. Es war wieder eine Zeit des grenzenlosen Optimismus herangebrochen, der den (durchaus positiven) wirtschaftlichen Zahlen vorauseilte. Die Preise stiegen, weil den privaten Investoren oder Anlegern und deren Beratern eingeredet wurde, sie würden noch weiter steigen, und diese Einflüsterungen sorgten dann tatsächlich für den Anstieg. Gefeierte Finanzgurus propagierten einen weiteren Aufschwung, Kritiker und Mahner wurden überhört oder verspottet, Wahnsignale weitgehend übersehen. Es war dies nicht die Zeit für Überlegungen. Doch auch hier folgte nach der Irrationalität die Rückkehr in die Realität. Am Ende der unvermeidlichen Hausse waren wieder die Verlierer zahlreicher als die Sieger. Der Börsencrash, der 1929 von der Wallstreet ausgehend weite Teile der Welt erschüttern sollte, läutete die für die USA und die Industrienationen insgesamt schärfste und längste Krise ein, die der Kapitalismus je erlebt hat.

Weiteres Beispiel ist die EWS-Krise 1992. Spekulanten (in erster Linie George Soros) erkannten die Schwäche der Wechselkursparitäten innerhalb des EWS und begannen sie systematisch auszunutzen. Die Spekulanten machten enorme Gewinne[10], das britische Pfund brach aus dem EWS heraus. Gewinne, die letztlich von den europäischen Steuerzahlern zu zahlen waren. Diese kostete die Devisenspekulation rund 100 Mrd. DM, denn die Verluste der Zentralbanken müssen aus dem Haushalt der jeweiligen Regierungen beglichen werden.

Vielleicht eklatantestes Beispiel für negative Auswirkungen von spekulativen Eruptionen ist die Südostasienkrise.[11] In der zweiten Hälfte des Jahres 1997 waren Währungen asiatischer Staaten das Ziel spekulativer Transaktionen. Wieder nutzten Spekulanten strukturelle Schwächen aus bzw. erzeugten diese erst. Die Muster folgten den Währungsspekulationen von 1992, mit der Folge, dass die attackierten Währungen vor der Übermacht in die Knie gehen mussten, die Zentralbanken, finanziell ausgeblutet und schließlich kapitulierten. Die realwirtschaftlichen Auswirkungen waren immens. Hier zur Illustration nur ein Beispiel: in Indonesien litten 1998 nach Angaben des nationalen Statistischen Büros 32 Millionen Menschen bitteren Hunger – viermal soviel wie vor Beginn der Krise. Wieder einmal hatte es sich gezeigt, dass Wenige die Macht hatten, ganze Volkswirtschaften zu attackieren. Statt Stabilität zu erzeugen, suchen die Spekulanten nach ökonomischen Disharmonien und Ungereimtheiten, die sie bis zum Zusammenbruch weiter zu destabilisieren versuchen. So trachten sie danach zu erzeugen, was ihnen nutzt: Chaos. Da ein wehrloses Opfer eine leichtere Beute ist, stürzen sie sich mit Vorliebe auf die vermeintlich Schwachen. Indem sie an dem Niedergang anderer profitieren, werden sie kaum deren Gesundung im Sinne haben.

Dieser kurze Blick die Geschichte hat deutlich gezeigt, dass es immer wieder Phasen exzessiver Spekulation gegeben hat. Ebenso deutlich lassen sich wirtschaftliche Schäden in den betroffenen Ländern ausmachen – mal sind die kurzfristigen Auswirkungen am heftigsten, mal ist der Schaden langfristig. Mal sind es Spekulanten[12], die durch ihr Gebaren Schäden anrichten, mal unseriöse Experten, die eine Baisse künstlich und schädigend durch unrealistische Prognosen verlängern[13].

Die Frage, ob diese negativen Auswirkungen strukturelle Gewalt darstellen, soll im nächsten Abschnitt geklärt werden.

3 Ist Wirtschaftsspekulation strukturelle Gewalt?

Betrachtet man die Charakteristika struktureller Gewalt und wendet man sie auf obige Beispiele an, zeigt sich, dass Wirtschaftsspekulation als strukturelle Gewalt bezeichnet werden kann.

Die (empirische) Analyse realer gesellschaftlicher Verhältnisse zeigt eine deutliche Asymmetrie der Ressourcenverteilung[14], welche als ungerecht zu bezeichnen ist, da durch Spekulationen ein Lebensstandard verhindert wird, der über dem aktuellen Lebensstandard liegt und diese Ungleichverteilung für die gesellschaftliche Reproduktion nicht nötig ist. In diesem konkreten Fall Personengruppen zu benennen, die aufgrund ihrer sozialen Position bessere Lebenschancen haben und die legitime Macht besitzen gewinnmaximierende Ziele durchzusetzen ist nicht ganz einfach. Zwei Personengruppen haben ich bereits im letzten Abschnitt benannt: Spekulanten und unseriöse Experten. Sie aber sind nur Nutznießer struktureller Unzulänglichkeiten. Es ist etwas falsch in einem System, in dem es Einzelnen möglich ist, mit dem geschickten Einsatz von Geld ganze Volkswirtschaften in ernstliche Schwierigkeiten zu bringen. Es ist etwas falsch in einem System, in dem diese Unzulänglichkeiten zwar erkannt, aber nicht beseitigt werden. Und es ist etwas falsch in einem System, in dem Wissenschaftler die Segnungen von Spekulation verheißen, wenn Millionen Menschen unter den Auswirken dieser Spekulation leiden.

Wäre es also möglich, dass es im Interesse mächtiger Gruppen liegt, gerade jene Unzulänglichkeiten aufrecht zu erhalten, um „im Namen des dümmsten Gesetzes der Welt, nämlich der Gewinnmaximierung“[15] Profit zu machen? Eine Frage, die im Rahmen dieses Essays wohl unbeantwortet bleiben muss. Gleichwohl scheint es angebracht auf einige Charakteristika hinzuweisen, die zumindest ansatzweise Aufschluss über diese Frage liefern können.

Bei der wissenschaftlichen Fundierung der Nützlichkeit von Spekulation zeigen sich deutliche Ungereimtheiten. Obwohl das Modell des effizienten Marktes unter Einbeziehung der rationalen Erwartungen mathematisch äußerst elegant und in sich schlüssig ist, ergeben sich in der Anwendung massive Probleme. So scheint etwa die Hypothese des rational handelnden homo oeconomicus nicht ohne weiteres geeignet, um als Axiom für das Handeln der Marktteilnehmer auf Kapitalmärkten verwendet zu werden.[16] Zu umfassend sind die Gegenargumente, die ein – wenigstens teilweise – irrationales Verhalten der Menschen als Handlungsgrundlage nahe legen. Es muss als unlauter gelten, eine Theorie mit einem Axiom zu fundieren, welches in der Realität kaum oder nur in den seltensten Fällen anzutreffen sein wird.

Fakt ist ebenfalls, dass politische Willensbildung bei Zeiten marktregulativ ist. Dabei zeigt sich – entgegen der vorherrschenden Meinung - , dass der unregulierte Markt nicht zwangsläufig geeigneter ist, effiziente Ressourcenallokation zu gewährleisten als dies durch politische Entscheidungen der Fall ist. Vielmehr kann es durchaus im Interesse eines Wohlfahrtsoptimums sein, marktregulierend einzugreifen. Auch und vor allem, da der Markt zu einem Darwinismus tendiert, bei dem der stärkere Marktteilnehmer letztlich die Oberhand behält.

Doch nicht nur wissenschaftliche Ungereimtheiten lassen sich finden. Politische Entscheidungsträger entscheiden sich unter dem Eindruck eines ausgereiften Lobbyismus für ein neoliberales Wirtschaftsmodell, dessen Gefahren – so meine ich in diesem Essay gezeigt zu haben – größer sind als ihr Nutzen.[17]

4 Schlussbemerkungen

Die in diesem Essay angeführten Argumente implizieren, dass spekulatives Verhalten nicht marktoptimierend ist, sondern dazu führt, dass Schädigungen nicht nur auftreten können, sondern sogar die Regel sind. Ähnlich wie im gesellschaftlichen Leben, in dem der Staat Gewalt- und Gesetzgebungsmonopol besitzen sollte, halte ich eine potentielle und zu beobachtende Anarchie der Devisenmärkten für schädlich. Spekulation ist per Definition gewinnerzielend, nicht wohlfahrtsmaximierend. Wenn sie nicht reglementiert wird, dann droht auf dem Markt das Gesetz des Stärkeren. Diese Entwicklung kann nicht im Sinne einer globalisierenden Welt sein, sondern führt eher zurück ins Zeitalter des Imperialismus.

(Devisen)spekulation hat unbestritten auch positive Auswirkungen. Meiner Meinung nach überwiegen unter den derzeitigen (suboptimalen) Rahmenbedingungen jedoch die schädigenden Aspekte. Aus diesem Grund scheint eine Veränderung der Rahmenbedingungen angebracht. Erste praktikable Vorschläge sind hier sowohl die sog. Tobin-Steuer (und ähnliche Ansätze, wie Two-Tier Tobin Tax, UNDROP und Basel II) als auch die Möglichkeit der Kapitalkontrollen für Entwicklungsländer. Weiterhin besteht die zwingende Notwendigkeit der Kontrolle durch Bank- und Finanzmarktaufsichten, wobei diese Institutionen sich natürlich immer im Wettlauf mit Ausweichreaktionen des Marktes auseinander setzen müssen. Schwierigkeiten und Probleme bei der Implementierung von Kontroll- und Regulierungsmechanismen sowie der Lobbyismus der Finanzinstitutionen sollten auf keinen Fall dazu führen, die verstärkt sichtbar werdenden negativen Erscheinungen der Devisenspekulation zu ignorieren.

[...]


[1] Für eine grundlegende Definition des Begriffs vgl. Gabler, 1993, 3050.

[2] Vgl. Eichengreen, Barry, 2000, insbesondere Kapitel 2, 3, 4.

[3] Zu diesem wissenschaftlichen Paradigma vgl. insbesondere Butler, Eamonn, Milton Friedman, 1985 und Shiller, Robert J., 1998.

[4] Allen voran Milton Friedman und seine Chicago-School. Vgl. Friedman, Milton, 1953.

[5] Zu den Kritikern von Spekulationen, vor allem auf internationalen Finanzmärkten zählen Charles Kindleberger, John Kenneth Galbraith sowie Peter N. Martin. Werke dieser drei Theoretiker, die sich mit den negativen Folgen von Spekulation beschäftigen sind im Literaturverzeichnis aufgeführt.

[6] Literaturhinweise zu Johann Galtung finden sich im Literaturverzeichnis.

[7] Auf die personale Form von Gewalt kann und soll hier nicht näher eingegangen werden.

[8] Galtung, Johann, 1975.

[9] Literatur zu diesen Themenbereichen findet sich im Literaturverzeichnis.

[10] Allein George Soros erzielte nach eigenen Angaben knapp 1 Milliarde US-Dollar Gewinn.

[11] Die Südostasienkrise ließ viele Befürworter einer stabilisierenden Spekulation verstummen.

[12] Vornehmlich während der EWS- und der Südostasienkrise der Fall.

[13] Vornehmlich während der Tulpenmanie und der Krise von 1929. Weiteres Beispiel, das in diesem Essay keinen Platz mehr fand, war die sog. new economy -Krise, bei der unseriöse Berater einen Großteil der Krise mitverschuldeten.

[14] Erinnert sei noch mal an die 1 Milliarde US-Dollar Reingewinn eines George Soros.

[15] Pierre Bourdieu, zitiert nach: „Der Spiegel“, Nr. 50/96. Dazu passend: “Quid non mortalia pectora cogis, auri sacra fames?” (Wozu treibst du die sterblichen Herzen nicht, verfluchter Hunger nach Gold?) Vergil.

[16] Vgl. insbesondere Ribhegge, H., 1987 und Shleifer, Andrei, 1999.

[17] Nicht zuletzt der IMF verbindet die Vergabe seiner Kredite an genau dieses Kriterium.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Ist Wirtschaftsspekulation strukturelle Gewalt?
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Seminar: Soziologische Gewaltforschung
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V11720
ISBN (eBook)
9783638177931
Dateigröße
396 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Begleitende Ausarbeitung zu einem Referat. 218 KB
Schlagworte
Gewalt, Spekulation
Arbeit zitieren
René Steenbock (Autor), 2003, Ist Wirtschaftsspekulation strukturelle Gewalt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11720

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