Lernen mit neuen Medien: Interneteinsatz im Englischunterricht


Referat (Ausarbeitung), 2008

28 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Lernen mit neuen Medien: Interneteinsatz im Englischunterricht

A. Einleitung
1. Allgemeiner Hinweis zu geschlechtsneutralen Bezeichnungen
2. Aktuelle Definition von „Neue Medien“
3. Bedeutung der neuen Medien für die Schüler

B. Bezug zum Rahmenlehrplan Berlin für Englisch als Fremdsprache (bis Klasse 10)
1. Einige allgemeine Grundsätze für schulische Bildung und Erziehung
2. Beitrag des Englischunterrichts zum Kompetenzerwerb
3. Was der Rahmenlehrplan zur Nutzung neuer Medien im Englischunterricht sagt
4. Vorteile des Internets: Was der Interneteinsatz für den Englischunterricht leisten kann

D. Funktionen des Internets für den Unterricht
1. Nutzung des Internets für die Unterrichtsvorbereitung des Lehrers
2. Das Internet als Fundgrube für authentische Texte und Materialien für den landeskundlichen Unterricht
3. Das Internet als Lerngegenstand und Gesprächsanlass
4. Das Internet als Kommunikationsmittel
5. Das Internet als Präsentationsplattform

E. Die Rollen von Lehrer und Schüler

F. Kriterien für den sinnvollen Einsatz des Internets im Englischunterricht
1. Kriterien bezüglich der Beschaffenheit von Internetseiten
2. Die allgemeine Methodik betreffende Kriterien
3. Sich auf die Fachdidaktik beziehende Kriterien

G. Konkrete Nutzungsmöglichkeiten des Internets im Englischunterricht
1. WWW-Projekte
2. Hypertext-Projekte
3. Email-Projekte
4. Podcasting
5. Blogs

H. Interneteinsatz speziell im Englischunterricht der Grundschule

I. Schwierigkeiten des Interneteinsatzes im Englischunterricht
1. Zu den Informationsfluten des Internets
2. Selbständiges Arbeiten braucht Zeit
3. Zum Zeitaufwand für die Vorbereitung
4. Zur Chancengleichheit
5. Zur Gewährleistung von Kinder- und Jugendschutz

J. Portfolio-Arbeit als eine Möglichkeit der Leistungsfeststellung

K. Schlussgedanken

Literaturliste

LERNEN MIT NEUEN MEDIEN: INTERNETEINSATZ IM ENGLISCHUNTERRICHT

A. Einleitung

1. Allgemeiner Hinweis zu geschlechtsneutralen Bezeichnungen

Wenn im folgenden Text die weibliche Form nicht der männlichen Form beigestellt ist, so ist der Grund dafür allein die bessere Lesbarkeit. Wo sinnvoll, ist selbstverständlich immer auch die weibliche Form gemeint.

2. Aktuelle Definition von „Neue Medien“

Der Begriff „Medien“ wird in den verschiedenen Fachwissenschaften unterschiedlich definiert. In der Didaktik umfasst der Medienbegriff beispielsweise alle Informations- sowie Kommunikationsmittel, die dem Lehr-Lern-Prozess dienen (z.B. Tafel, Lehrbuch etc.). Der Begriff „Neue Medien“ bezeichnet vom Zeitalter abhängige vorher so nicht gebräuchliche Techniken bzw. Formen der Informationserfassung, -bearbeitung, -speicherung, -übermittlung sowie des Informationsabrufs. Seit Mitte der 1990er Jahre gebraucht man den Begriff hauptsächlich für digitale Medien, d.h. Medien, die auf digitale Daten zugreifen wie z.B. E-Mail, Internet, DVD, CD-R, MP3 etc. Kennzeichen neuer Medien sind neben dem Vorliegen der Daten in digitaler Form die computergestützte Handhabung sowie die Interaktivität[1] und Multimedialität[2] beim Umgang mit diesen Daten (vgl. www.wikipedia.org).

3. Bedeutung der neuen Medien für die Schüler

Computer und Internet gewinnen in unserer heutigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind inzwischen in fast alle Lebensbereiche vorgedrungen. Der Computer ist ein alltägliches Nutzgerät in vielen Haushalten, und der Umgang damit ist für die meisten Berufe sowie das Studium wichtige Voraussetzung, wenn nicht sogar unverzichtbarer Bestandteil. Im Leben vieler Kinder und Jugendlicher ist der Umgang mit Computer und Internet mittlerweile genauso selbstverständlich geworden wie im Leben der Erwachsenen. Nach einer Studie des Senders Super RTL „Kinder im Netz“ im Jahr 2007 surft bereits mehr als die Hälfte der deutschen Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren regelmäßig zu Hause im Internet (35 % davon mehrmals pro Woche, 22 % davon sogar täglich).

Der Tatsache, dass das Internet in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert hat und auch einen wesentlichen Bestandteil der Sozialisation heutiger Kinder darstellt, kann sich auch die Schule nicht verschließen, wenn sie die Lebenswelt der Kinder aufgreifen und in den Lernprozess einbinden will. Das sieht man schon daran, dass bereits im Jahr 2001 ca. 90 Prozent der Schulen einen Internetanschluss hatten (www.spiegel.de). Dies liegt jedoch auch daran, dass allgemein erkannt wurde, dass Computer- und Interneteinsatz neben den traditionellen Medien eine Bereicherung des Unterrichts darstellen können, dies gilt auch für den Englischunterricht. Computer und Internet bieten neue Wege, um den Spracherwerb zu fördern.

In der vorliegenden Arbeit geht es darum, Chancen des Interneteinsatzes für die Praxis speziell des Englischunterrichts darzustellen. Es soll dabei auf die für einen solchen Unterricht notwendigerweise zu verändernden Rollen von Lehrer und Schüler eingegangen werden sowie auf einige der vielen Möglichkeiten, wie man das Internet in den Unterricht einbeziehen kann. Die möglichen Funktionen des Interneteinsatzes im Unterricht werden dargestellt sowie die zu erfüllenden Kriterien, die diesen Einsatz erst pädagogisch sinnvoll machen. Auch bezüglich des Englischunterrichts speziell in der Grundschule soll überlegt werden, inwieweit hier der Einsatz des Internets bereits möglich ist. Da der Interneteinsatz im Unterricht letztlich auch nicht unkritisch zu betrachten ist, wird auch noch auf die damit verbundenen möglichen Schwierigkeiten eingegangen.

B. Bezug zum Rahmenlehrplan Berlin für Englisch als Fremdsprache (bis Klasse 10)

In diesem Kapitel wird zunächst auf allgemeine Grundsätze für schulische Bildung und Erziehung aus dem Rahmenlehrplan eingegangen sowie auf das dort formulierte allgemeine Ziel des Englischunterrichts und auch darauf, was der Rahmenlehrplan über die Nutzung neuer Medien im Englischunterricht aussagt. Am Ende des Kapitels wird dann aufgezeigt, was der Interneteinsatz im Englischunterricht möglicherweise gerade in Bezug auf die allgemeinen Grundsätze und auch das Ziel des Englischunterrichts leisten kann.

1. Einige allgemeine Grundsätze für schulische Bildung und Erziehung

Der Rahmenlehrplan verweist unter anderem auf folgende Grundsätze, die im Fokus von schulischer Bildung und Erziehung stehen sollten (vgl. Rahmenlehrplan: 5-6):

- Anknüpfen an die Erfahrungen der Schüler sowie Aufgreifen ihrer Interessen
- Kompetenzentwicklung fördern, um die vielfältigen Herausforderungen im Alltags- und im späteren Berufsleben erfolgreich bewältigen zu können
- Vernetztes Denken und Handeln fördern und fächerübergreifendes Lernen ermöglichen
- Schüler mit Chancen, Grenzen und Risiken von Medien und Technologien vertraut machen und ihnen entsprechende Nutzungsmöglichkeiten zum Erschließen, Aufbereiten, Produzieren und Präsentieren unterschiedlicher Inhalte sowie für eine Interaktion bieten
- Lernen ist orientiert an Standards und auf ganzheitliches Lernen (Lernen mit allen Sinnen; Anschaulichkeit wichtig) ausgerichtet.
- Exemplarisches Lernen soll ermöglicht werden (anstelle vollständiger Stoffdarbietung werden thematische Schwerpunkte im Unterricht gesetzt, die dem Schüler an ausgewählten und intensiv bearbeiteten Beispielen das selbsttätige Verständnis übergreifender Bezüge ermöglichen sollen; Induktionsfähigkeit als Ziel)

2. Beitrag des Englischunterrichts zum Kompetenzerwerb

Ziel des heutigen Englischunterrichts ist neben der Förderung der allgemeinen Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache der Erwerb von Kompetenzen. Dazu zählen Methodenkompetenz (Lernstrategien, Umgang mit Texten, Medienkompetenz), interkulturelle Kompetenz (Entwicklung von Einstellungen, Wissenserwerb, Perspektivübernahme) und Sprachkompetenz (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben, Sprachmittlung) (vgl. Rahmenlehrplan Berlin: 10).

3. Was der Rahmenlehrplan zur Nutzung neuer Medien im Englischunterricht sagt

Zur Umsetzung des Ziels der Kompetenzentwicklung wird der Lehrer in Bezug auf die Mediennutzung kaum eingeschränkt. Allgemeine Grundlage des Englischunterrichts ist heute meist nach wie vor das traditionelle Medium Lehrbuch, aber auch Computer und Internet gewinnen für den Unterricht zunehmend an Bedeutung, da sie einen besonderen Beitrag zum Erwerb der drei Kompetenzen neben dem Lehrbuch leisten können und außerdem Nachteile des Lehrbuchs ausgleichen können, sofern sie richtig eingesetzt werden. Laut Rahmenlehrplan Berlin leistet insbesondere die Einbeziehung „moderner Medien“ wie DVD, Internet, Lernsoftware etc. einen wichtigen Beitrag zum Aufbau interkultureller fremdsprachiger Handlungsfähigkeit (vgl. Rahmenlehrplan: 45). „Durch den Einsatz von Medien werden authentische Kommunikationssituationen geschaffen“ (Rahmenplan: 12). Hinsichtlich der bis Klasse 10 zu erreichenden Medienkompetenzen sollen die Schüler sich zunehmend bewusst mit der Wirksamkeit von Medien auseinandersetzen und diese für die eigene Lebensgestaltung und Berufsfindung nutzen lernen. Es geht dabei darum, dass die Schüler neben den traditionellen Medien auch moderne Medien gezielt zur Informationsbeschaffung und -weitergabe einsetzen, Informationen nach vorgegebenen Kriterien finden und strukturieren, eine kritische Haltung gegenüber Medien entwickeln und in entsprechend gestellten Aufgaben umsetzen können. Sie sollen Lernsoftware selbständig nutzen, Textverarbeitungsprogramme sinnvoll anwenden, mit Hilfe von Medien die Ergebnisse von Partner- und Gruppenarbeiten präsentieren und mit fremdsprachigen Partnern beispielsweise über Email kommunizieren (vgl. Rahmenplan: 12).

4. Vorteile des Internets: Was der Interneteinsatz für den Englischunterricht leisten kann

Das Internet soll nicht das Lehrbuch oder den Lehrer ersetzen, es kann aber den Unterricht bereichern. Der regelmäßige Interneteinsatz im Unterricht kann vielen der unter B.1. genannten Grundsätze gerecht werden und zum Erreichen des Ziels des Kompetenz- erwerbs im Englischunterricht ein wichtiges Hilfsmittel sein. Wichtig ist dabei, dass der Lehrer diese Arbeit gut plant und organisiert und vor allem in den Unterrichtskontext sinnvoll einbettet. Die Kinder sollen schließlich nicht einfach sinnlos im Internet „herumklicken“. Der Interneteinsatz im Englischunterricht kann bei guter Vorbereitung folgende Vorteile haben (vgl. auch www.lehrer-online.de):

- Für interkulturelles Lernen gibt es ein großes Angebot an aktuellen und authentischen Texten, auf die schnell zugegriffen werden kann – die Materialien sind meist von Muttersprachlern formuliert ohne didaktische Zielsetzung, und ständig kommen neue dazu
- Unabhängigkeit von Zeit und Raum wird geboten: Es spielt keine Rolle, wann man ins Internet geht oder wo sich der Gesprächspartner gerade befindet
- Es gibt gute Möglichkeiten zu themenorientiertem und offenem Lernen (durch weltweite Vernetzung und Kontakt mit anderen Lernenden bzw. Muttersprachlern), was sich auch über die Schulgrenzen hinaus weiterführen lässt
- Schüler werden schon alleine aufgrund der für sie neuen Art des Lernens motiviert
- Durch das authentische Material kann eine positive Haltung gegenüber dem Englisch- unterricht gefördert werden
- Schüler identifizieren sich mehr mit dem jeweiligen Lerngegenstand, weil der Umgang mit dem Internet in Form von Recherchieren oder Datenbankabfrage auch in ihrer außerschulischen Lebenswirklichkeit eine Rolle spielt
- Die multimediale Darbietung mit Text, Bild, Grafik, Video, etc. erleichtert das Verständnis und die Semantisierung von unbekanntem Wortschatz
- Schüler haben die Möglichkeit zu kreativem öffentlichem Schreiben
- Zentrale Lesestrategien wie skimming (überfliegendes Lesen) und scanning (suchendes Lesen) werden an schwierigen Texten trainiert
- Es werden Basisfertigkeiten, die im Unterricht allgemein erlernt werden müssen, trainiert, weil sie zwangsweise angewandt werden müssen – z.B. Text-/Bild- erschließung, Informationsverarbeitung, Abstrahieren, kritisches Hinterfragen und Urteilen, Präsentieren sowie Kommunizieren, Benutzen von Online-Lexika, etc.
- Autonomes Lernen ist möglich: Schüler lernen und organisieren die eigene Arbeit selbstgesteuert und selbstbestimmt, sie übernehmen Verantwortung, evaluieren ihre eigene Arbeit, sie suchen selbst für sie relevantes und aktuelles Wissen im Internet und lernen dies auszuwerten – der Input kommt nicht zentral vom Lehrer
- Handlungsorientiertes Lernen (hier: kommunikatives Lernen) ist möglich: Schüler kommunizieren in der Fremdsprache (z.B. per Email), sie setzen sich mit englischen Informationen aus dem Internet auseinander und dies auf Englisch, sie wenden permanent ihre Sprachkenntnisse an und erweitern bzw. verbessern diese
- Es werden echte Kommunikationsanlässe gegeben mit realen Kommunikations- partnern
- Individualisiertes Lernen und Aufgreifen der Kinderinteressen ist möglich: Jeder Schüler bearbeitet z.B. andere Unterthemen zu einem Thema, sucht auf anderen Seiten, organisiert sich selbst, entscheidet zum Teil selbst, welche Vokabeln er lernen will, etc.
- Schüler können prozessorientiert und produktorientiert arbeiten: Recherchemethoden und Ergebnisse bzw. Produkte sind wichtig, werden vorgestellt und besprochen
- Internetarbeit bietet zahlreiche Methodenmöglichkeiten, die für Abwechslung sorgen: Partner- und Gruppenarbeit, Projektarbeit, Freiarbeit, etc.
- Durch die multimedialen Inhalte werden viele Sinne der Schüler angesprochen
- Vernetztes Lernen ist möglich

D. Funktionen des Internets für den Unterricht

1. Nutzung des Internets für die Unterrichtsvorbereitung des Lehrers

Es gibt zahlreiche Internetseiten, die speziell für Lehrer eingerichtet sind. Auf diesen Seiten findet man als Lehrer Anregungen, Linklisten, Vorschläge für die Unterrichtsgestaltung sowie unendlich viele Übungsmaterialien für den Fremdsprachen- unterricht. Über Suchmaschinen oder in Online-Zeitungsarchiven findet man diverse Informationen zu dem gerade im Unterricht behandelten Thema. Es ist zwar recht aufwendig, die zahlreich angebotenen Informationen zu sichten, für sich auszuwerten und für den Unterricht didaktisch aufzubereiten, aber andererseits ist dies die beste und einzige Möglichkeit, schnell eine Fülle an Informationen an einem einzigen Ort zu finden. Man kann über das Internet sehr viele Ideen sammeln, was man über die Vorschläge des Lehrwerks hinaus noch im Unterricht tun kann, aber für alle dem Internet entnommenen Materialien und Informationen gilt unbedingt, sie gezielt dem eigenen Unterricht anzupassen und didaktisch aufzubereiten.

2. Das Internet als Fundgrube für authentische Texte und Materialien für den landes- kundlichen Unterricht

Im Internet findet man zu so gut wie jedem Thema authentische Materialien. Hinsichtlich sprachlicher und inhaltlicher Richtigkeit ist es jedoch wichtig zu wissen, was zuverlässige Anlaufstellen im Internet sind. Schüler (vor allem mit abnehmendem Alter) sind mit der eigenständigen Suche und Auswahl von fremdsprachlichen Texten jedoch schnell überfordert, da sie die Texte in der fremden Sprache nicht so schnell beurteilen können und zudem vielleicht mit solchen Recherchen auch in der Muttersprache noch Probleme haben. Für jüngere Kinder ist für die Recherche wichtig, dass der Lehrer gezielte Seiten für die Auswahl vorgibt, um das Angebot einzugrenzen. Die Recherche sollte auf jeden Fall regelmäßig geübt werden. Älteren Kindern kann der Lehrer außerdem auch von ihm selbst aus dem Internet recherchierte authentische Texte, die nicht didaktisiert wurden, vorlegen.

Es motiviert die Schüler in der Regel sehr, wenn sie sich mit „wirklichen“ Texten auseinandersetzen können. Gut geeignet für den Unterricht sind auch sog. herunterladbare „Podcasts“ (Näheres dazu in Kapitel G.4.).

3. Das Internet als Lerngegenstand und Gesprächsanlass

Das Internet kann neben seiner Rolle als Medium zum Englischlernen auch als Unterrichtsgegenstand behandelt werden. Dabei geht es darum, sich im „Chaos“ des Internets bzw. WWW zurechtfinden zu lernen und z.B. Internetinhalte kritisch zu sehen oder eigenes Verhalten zu reflektieren. Gesprächsanlässe könnten dabei sein: Das erfahrene Erlebnis der Informationsüberflutung (Was hat dazu geführt? Wie gehe ich damit um?), Unterschied zwischen Texten im Internet und in anderen Medien, unterschiedliche Präsentation von Inhalten in den unterschiedlichen Medien, soziale und politische sowie ethische Aspekte des Internets, Redefreiheit im Internet. Worüber man wie spricht, hängt von der jeweiligen Klassenstufe ab. Ausgangspunkt können z.B. ausgedruckte beispiel- hafte Webseiten sein, man muss dazu nicht immer den Computer zur Verfügung haben, wenn die Schüler schon Interneterfahrung haben (vgl. www.dorismaus.com oder www.englisch.schule.de).

4. Das Internet als Kommunikationsmittel

Zu den Möglichkeiten des Internets zur direkten Kommunikation mit englischsprachigen Partnern zählen zum Beispiel das „Chatten“, E-Mail-Projekte (siehe hierzu auch Kapitel G.3.) sowie Newsgroup -Sitzungen. Vorteile dieser Kommunikations- bzw. Informations- austauschmöglichkeiten sind, dass Raum und Zeit kaum eine Rolle spielen, Schüler reale Adressaten für ihre englischsprachigen Texte finden und sie reale Kommunikations- absichten verfolgen können. Letztlich liefert dies einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu interkultureller sowie kommunikativer Sprachhandlungskompetenz. Problematisch ist gerade für Sprachlern-Anfänger aber die beschränkte sprachliche bzw. kommunikative Kompetenz. Evtl. sind Tandem-Projekte hier eine Alternative, von denen der englischsprachige Kommunikationspartner, der deutsch lernen möchte, letztlich auch profitieren kann (vgl. auch www.dorismause.com).

[...]


[1] Es geht hier zum einen um wechselseitige Bezugnahme zwischen Mensch und Computer (in Form diverser Eingriffs- und Steuermöglichkeiten durch den Benutzer) sowie zum anderen um durch Medien vermittelte Interaktivität zwischen Personen.

[2] Dieser Begriff bezeichnet Inhalte, die aus mehreren digitalen Medien bestehen (Text, Foto, Grafik, Animation, Audio, Video,...).

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Lernen mit neuen Medien: Interneteinsatz im Englischunterricht
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Anglistik und Amerikanistik)
Veranstaltung
Kompetenzorientierung im Englischunterricht (Fachdidaktik Englisch)
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V117332
ISBN (eBook)
9783640196524
ISBN (Buch)
9783640196586
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernen, Medien, Interneteinsatz, Englischunterricht, Kompetenzorientierung, Englisch)
Arbeit zitieren
Anne-Kathrin Busè (Autor), 2008, Lernen mit neuen Medien: Interneteinsatz im Englischunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117332

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