Husserls Kritik an Descartes und der naturalistischen Psychologie in "Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie"


Examensarbeit, 2006

72 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die „Krisisschrift“
2.1 Aufgaben und Ziel der Schrift
2.2 Die neue Wissenschaft
2.2.1 Prolegomena
2.2.2 Galilei und die neue Wissenschaft
2.2.2.1 Idealitäten und Idealisierung
2.2.2.2 Die galileische Wende
2.2.2.3 Das Problem der Füllen
2.2.2.4 Über die naturwissenschaftliche Methode
2.3 Die Rolle Descartes’
2.3.1 Descartes und die neue Idee der Wissenschaft
2.3.2 Descartes als Urstifter
2.3.2.1 Der Dualismus als Grundlage der naturalistischen Psychologie
2.3.2.2 Das Ego und seine angebliche Fehldeutung
2.4 Analyse der Begriffe „naturalistisch“ und „Psychologie“ sowie ihrer Beziehung und Bezüglichkeit in der Schrift
2.5 Zusammenfassung

3 Descartes’ „Meditationes de prima philosophia“
3.1 Über das Werk
3.2 Naturwissenschaftliche Elemente in den „Meditationen“
3.2.1 Mathematik und Geometrie
3.2.2 Empirismus
3.3 Der Dualismus
3.3.1 Seine Begründung im Rahmen der Meditationen
3.3.2 Der cartesische Interaktionismus der Substanzen
3.3.3 Das Ego

4 Abschließende Betrachtungen

5 Bibliographie

Ich finde, die Wirklichkeit ist das, worum man sich am allerwenigsten zu kümmern braucht, denn sie ist, lästig genug, ja immerzu vorhanden, während schönere und nötigere Dinge unsre Aufmerksamkeit und Sorge fordern. (Hermann Hesse)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Für ein Gros der philosophischen Fachwelt gilt Descartes als der Begründer der modernen Philosophie.[1] Tätig in einer Zeit, in der die neue Wissenschaft durch Persönlichkeiten wie Galileo Galilei sich anschickte, das aristotelisch-scholastische Weltbild für immer zu verändern, versuchte er durch seinen radikalen Zweifel an allem, was bisher in der Philosophie als selbstverständlich galt, eine neue, universale Philosophie zu etablieren, welche auf dem Fundament einer gesicherten Erkenntnistheorie auf dualistischer Grundlage absolute, dem Ideal der Exaktheit der naturwissenschaftlichen Methode angelehnte Erkenntnis erlauben sollte.[2]

In Edmund Husserls letzter Schrift „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie“, erschienen 1936, im Folgenden kurz Krisisschrift genannt, welche aus Vorträgen Husserls im Jahre 1935 hervorging, lernt der Leser den “urstiftenden Genius der gesamten neuzeitlichen Philosophie“[3], wie Husserl Descartes nennt, in einem stark historisierenden Kontext kennen. Selbst angetrieben von dem Wunsch eine universale Philosophie, allerdings im Sinne einer transzendentalen Phänomenologie, an die Stelle der unterschiedlichsten Philosophien zu setzen, möchte er aufzeigen, dass Descartes eine Entwicklung in der Geistesgeschichte induzierte, welche unter anderem[4] als Grundlage für die naturalistische Psychologie diente, auch wenn Descartes noch nicht als einer solchen Richtung angehörend, von ihm klassifiziert wird. Diese Arbeit will aufzeigen, inwiefern Descartes mit seiner Philosophie zu einer solchen Entwicklung beigetragen haben könnte, indem sie zunächst den Gedankengang Husserls nachvollzieht und alsdann, nachdem die wichtigsten Punkte und Begriffe für das Verständnis seiner These herausgearbeitet worden sind, den genuinen Weg der cartesischen Philosophie in Auszügen darzustellen sucht. Hierbei soll ein Hauptwerk Descartes’ aus dem umfangreichen Œuvres des Philosophen herangezogen werden: Die „Meditationes de prima philosophia“, seine wohl wichtigste philosophische Schrift, welche den Kern seiner Metaphysik enthält, auf die er seine gesamte Philosophie, und das betrifft auch seine Schriften über die Physik, aufbaut, was alleine schon eine Vernachlässigung dieser Schrift zu unseren Zwecken kategorisch verbietet. Husserl selbst argumentiert in seiner Krisisschrift mit Kernstücken dieser Philosophie Descartes, welche da sind der Dualismus und das sich in ihr abgrenzende Ego. Die These der vorliegenden Arbeit stellt sich wie folgt dar: Zunächst Husserl in seiner Argumentation begleitend, wird sich zeigen, dass Descartes, unter dem Einfluss der aufkommenden Naturwissenschaften seinen Rationalismus entwickelte, mit dem Ziel die Wissenschaft überhaupt auf ein Fundament zu stellen. Darauf abzielend, musste er den Dualismus der Substanzen postulieren, dessen Begründung, wie ich zeigen werde, größtenteils nicht überzeugt. Speziell die Art und Weise wie res cogitans und res extensa miteinander in Verbindung stehen und die unscharfe Konzeption des Ego führen wissenschaftstheoretisch notwendigerweise zu einer Psychologie naturalistischer Prägung, wie sie der Empirismus der Sinnesdatentheoretiker hervorgebracht hat.

Zu diesem Zweck besteht ein großer Bereich des ersten Teils meiner Arbeit in der Analyse der husserlschen Darstellung der galileischen Kontribution für die Naturwissenschaft und der damit verbundenen Perspektive auf die Konzeption von Natur, ohne welche ein Verständnis des historischen Ansatzes Husserls stark erschwert wäre. Danach arbeite ich die relevanten Merkmale der Descarteskritik Husserls heraus und verbinde sie mit dem Versuch seinen Naturalismusbegriff näher zu bestimmen.

Im zweiten Teil wird zunächst an den Einfluss natur- wissenschaftlicher Vorgehensweisen und Elemente galileischer Prägung angeschlossen, um ihre Rolle in der Entwicklung des Dualismus bei Descartes zu diskutieren. Eben genannter Dualismus wird dann auch die letzten Kapitel dieser Arbeit bestimmen.

Zuletzt sei noch obligatorisch auf etwas Wichtiges hingewiesen. Ich bin mir durchaus über die, auch über die Grenzen dieses Werkes gehende, Beschäftigung Husserls mit der Philosophie Descartes’, bewusst.[5] Leider ist der gegebene Rahmen einer Examensarbeit nicht groß genug, um sich mit der nötigen Akribie dem vorliegenden Thema zu widmen, welches es aus meiner Sicht ohne Zweifel, auch ob der Komplexität und Vielschichtigkeit des husserlschen und selbstverständlich auch cartesischen Denkens, verdient hätte. So hege ich mit dieser Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Ergebnisse, hoffe jedoch, dass sie einen Einblick in die oft kontrovers diskutierte Rolle Descartes’ bezüglich des Einflusses seiner Philosophie auf die ihm nachfolgende Geistesgeschichte zu leisten vermag.

2. Die Krisisschrift

2.1 Aufgaben und Ziel der Schrift

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, geht die Krisisschrift aus Vorträgen hervor, welche Husserl 1935 in Wien unter dem Namen "Die Philosophie in der Krisis des europäischen Menschentums" hielt und die erst posthum, Husserl starb 1938, unter dem Titel „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale

Phänomenologie: Eine Einleitung in die phänomenologische Philosophie “ erschienen ist.[6] Der Titel verrät bereits, dass sich dieses Werk mindestens zwei Bereichen widmet. Zum einen will Husserl, in der wohl gemerkt europäischen Geistesgeschichte, geleitet durch die Philosophie seit der Antike, eine Sinnverschiebung sehen, die mit der Entwicklung der Idee der alles erklären wollenden Naturwissenschaften aufkommt und sich bis zu Husserls Zeiten hielt.

Hierfür nimmt er sich den, als erster so etwas wie Natur- wissenschaften betreibenden, Naturforscher Galileo Galilei vor und beschreibt die für die kommenden Wissenschaften urstiftende Wirkung seiner rationalistischen Methode, im Hinblick auf die sich entwickelnden Einzelwissenschaften und die Philosophie. Hierzu äußert sich Orth einführend:

„Deshalb ist es ein Hauptanliegen von Husserls Schrift, das erkenntnistheoretische und wissenschaftstheoretische Ideal der sich entwickelnden modernen Wissenschaften seit Galilei und Descartes zu analysieren. Denn dieses Ideal exakter naturwissenschaftlich-mathematischer Wissenschaftlichkeit wirkt sich auch in der Philosophie seit ihrer neuzeitlichen Wiederbelebung aus – [...].“[7]

Diese Wiederbelebung setzt für Husserl mit Descartes ein, welcher, angetrieben von der rationalistischen Idee Galileis, die Philosophie zu einer Universalwissenschaft nach geometrischer Methode zu machen sucht, mit dem Ziel mathematischer Exaktheit.[8]

Zum anderen bietet Husserls Schrift eine Einführung in seine Phänomenologie, wie sie in seinen letzten Lebensjahren vorlag und liefert eine Darstellung des Lebensweltbegriffs, den er dem wissenschaftlichen und dem Alltagsbegriff von Welt gegenüberstellt. Durchzogen wird die Schrift durch Husserls Vorstellung eines Telos in der Philosophiegeschichte, dass seit seiner Urstiftung in der Antike existiert und nun im 20.Jahrhundert mit der Endstiftung der Transzendentalphilosophie als transzendentale Phänomenologie zu seiner Erfüllung kommt.[9] Es soll eine Phänomenologie sein, „in der als aufgehobenes Moment die ENDFORM DER PSYCHOLOGIE[10] liegt, die den naturalistischen Sinn der neuzeitlichen Psychologie[11] entwurzelt.“[12] Denn genau in dem Punkt sieht Husserl „die Krisis des europäischen Daseins“ und den „Grund des Versagens einer rationalen Kultur“, „in seiner Veräußerlichung, in seiner Versponnenheit in ’Naturalismus’ und ’Objektivismus’“[13]

Gerade solch einen Naturalismus, in der Neuzeit in der Psychologie bereits mit Hobbes und später dann im Empirismus auftretend, gilt es für Husserl abzulösen durch eine Besinnung „aus dem Geiste der Philosophie“[14] und zwar fern von oben genannten Versuchen und aus der geschichtlichen Betrachtung einer Geistesgeschichte, die für Husserl eine spezifisch unsere, das heißt europäische, ist. Soch eine Unternehmung aber ist nicht willkürlich, sondern sie soll auf eine neue Form der Philosophie hinauslaufen, der Philosophie als Phänomenologie. Diese trüge den unschätzbaren Vorteil einer Jahrtausende währenden Sinnsuche in sich und fühle sich dem Ideal der, zu der Zeit, noch jungen Philosophie als alles umfassende Wissenschaft verpflichtet. Wie es zu einer Veränderung im Blick auf die Welt und einer neuen Idee der Wissenschaft und damit der Philosophie laut Husserl kam, wird Thema der folgenden Kapitel sein.

2.2 Die neue Wissenschaft

2.2.1 Prolegomena

In seiner Krisisschrift möchte Husserl, wie bereits gesagt, einen Sinnwandel in dem Aufkommen der neuen Wissenschaft respektive Einzelwissenschaften sehen. Doch wie ist das zu verstehen? Wenn es einen Wandel gibt, so muss bereits früher in der Geschichte ein Sinn existiert haben. Husserl sieht hier zunächst die euklidische Geometrie und die Mathematik der Antike als Elemente der Neuzeit wieder aufleben. Waren beide Felder in ihrer Entstehungszeit zwar schon mit einer universellen Funktion versehen, das heißt, man versuchte mit ihrer Hilfe die Welt der Erscheinungen erfassen zu können, so kannten sie doch lediglich „endliche Aufgaben, ein „ endlich geschlossenes Apriori “.[15]

Dies ändert sich laut Husserl in der Neuzeit durch die Entdeckung des Unendlichen und seiner Anwendung auf die oben genannten Disziplinen. Der geometrische Raum, wie Husserl sagt, ist nun ein unendlicher, mit ebenso infiniten Aufgaben, und was in ihm idealiter existiert, ist bereits im Vorhinein, also a priori evident. Der in eben solchem Raum mit Hilfe der Geometrie denkende Mensch, der Wissenschaftler und Philosoph, hat nun die Möglichkeit die Welt, wie sie erscheint, als solche, ergo als Welt an-sich zu erkennen. Sie liegt quasi als Ansammlung von Wahrheiten vor dem sie erkennenden Menschen als Entdecker, welcher durch deduktive Schlüsse seiner zwar unendlichen, aber doch möglichen Aufgabe näher kommt, der Konzeption der Welt als eines „ rationalen, unendlichen Seinsalls mit einer systematisch es beherrschenden rationalen Wissenschaft[16] Herr zu werden. Und genau dieses rationale, unendliche Seinsall ist für Husserl das Neue, das bisher noch nicht Gedachte und Umstürzlerische an der Neuzeit. Glaubte man in der Antike noch, das zwar die Ideen als a priori existent gedacht werden müssen, ja sie sogar als Abbilder unseren Sinnen von sich kund geben, so waren sie doch für den endlichen Menschen nahezu unerreichbar, im Sinne einer heutigen, in sich geschlossenen Theorie oder eines Systems.

Sicher konnte eine Teilhabe an den ewigen Ideen durch so etwas wie einer göttlichen Eingebung[17] oder der Einübung philosophischer Praxis erreicht werden, unsere Seele hatte ja schließlich, aufgrund ihrer a priori unterstellten Unsterblichkeit, verborgene Erinnerung an sie, allerdings war die Welt als rationales, abgeschlossenes Ganzes schon aufgrund des platonischen Dualismus undenkbar.[18]

Die in der Neuzeit aufkommende Vorstellung einer unendlichen Welt, ist als Komplex der idealen Gestalten zu verstehen. Husserl spricht hier von einer „Welt von Idealitäten“[19].

Auch die Mathematik erfährt nach Husserl eine Umdeutung und Wandlung. So wird das erste Mal in der Menschheitsgeschichte der Versuch unternommen, so etwas wie eine formale Mathematik zu erschaffen, eine Wissenschaft, welche, aufbauend auf der Idee einer rational strukturierten Welt, „die unendliche Allheit des überhaupt Seienden [...] restlos [...]“ beherrschen kann.[20] Die mit ihr einhergehende Formelhaftigkeit führt, wie wir bei der Verfolgung des husserlschen Gedankenganges sehen werden, zu einer in sich immer weiter zu führenden Vervollkommnung der Theorie und somit, wie Husserl es nennt, Mitidealisierung der sinnlichen Welt. Im Folgenden sollen nun die wichtigsten Begriffe des Husserlschen Verständnisses neuzeitlicher Wissenschaftskonzeption eruiert und dargelegt werden.

2.2.2 Galilei und die neue Wissenschaft

2.2.2.1 Idealitäten und Idealisierung

[21]Es wurde bereits hervorgehoben, dass die Geometrie[22] für Husserl die tragende Rolle in der Konzeption des Weltverständnisses bei Galilei spielte. Die in ihr vorkommenden Idealitäten[23] standen für ersteren schon seit der Antike in einem ständigen Wechselverhältnis mit der Erscheinungswelt. Husserl weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die idealen Gestalten ihr Vorbild in der wirklich empirisch erfassbaren Welt mit ihren Erfahrungsinhalten haben.[24] Sie sind also zunächst nicht rein, d.h. in der Form, wie sie in absoluter Perfektion bereits im geometrischen Raum existieren, sondern in der Weise, wie sie als Idealitäten bereits in der unperfekten Umwelt für den Menschen erkannt werden können. So sagt Husserl:

„Die Phantasie kann sinnliche Gestalten nur wieder in sinnliche Gestalten verwandeln. Und dergleichen Gestalten, ob in Wirklichkeit oder Phantasie, sind nur denkbar in Gradualitäten: des mehr oder minder Geraden, Ebenen, Kreisförmigen usw.“[25]

Und genau diese Gradualitäten, das nur Angenäherte, welches in der anschaulichen Natur zum Problem der objektiven Bestimmung wird, führen in der Welt der Idealitäten, wenn auch zunächst nur recht unvollkommen, zu eben der Möglichkeit einer Vervollkomm- nung. Dies geschieht für Husserl im Kampf der Interessen innerhalb des wissenschaftlichen Milieus, der unterschiedlichen Vorstellung von Perfektion und Exaktheit im Laufe der technischen Entwicklung. Für ihn bildet sich hier eine neue Praxis heraus, eine Praxis, die sich abseits von „der handelnden oder die empirischen Möglichkeiten bedenkenden [...]“ zu einer Praxis „reinen Denkens, das sich ausschließlich im Reiche reiner Limesgestalten hält“[26] hinwendet. Wie bereits angedeutet, bietet eine derartige Beschäftigung mit idealen Gestalten die Aussicht auf Beherrschung der aufgrund ihrer Komplexität schwer zu berechnenden Natur. Und zwar durch die Entwicklung immer weiterer, das heißt, aller vorstellbaren Gestalten aus den bereits Existierenden, innerhalb eines geometrischen Systems der Idealgestalten. Dort ist nach Husserl eine exakte Bestimmung der Körper möglich. Die Frage, welche sich an dieser Stelle aufdrängt, ist die nach der Anwendung auf die zu erfassende Natur, denn wie Husserl selbst feststellt, ist jede Gestalt aus „dieser offenen Unendlichkeit [...] ohne ‚Objektivität’“.[27] Hier setzt für ihn die Messkunst an. Als quasi Schnittstelle zwischen der Welt der Limesgestalten und der der erfahrbaren Dinge, stellt sie in der letzteren Beziehungen zwischen den empirischen Körpern her und macht eine fürwahr zu vervollkommnende ‚exakte’ Bestimmung dieser möglich.[28] Für Husserl ist die Messkunst nach ihrer Idealisierung und Eingemeindung in das „ rein geometrische Denkverfahren “ der Schlüssel zur Ausbildung einer universellen Geometrie.[29]

2.2.2.2 Die galileische Wende

Husserl sieht einen ganz entscheidenden Unterschied in den Blickrichtungen der vorneuzeitlichen wissenschaftlichen Methode und des Galileischen Blickes auf die Natur.[30] So versäumt es die neuzeitliche Wissenschaft, seiner Meinung nach, mit der Verwendung der Geometrie als „Zweig einer universalen Erkenntnis vom Seienden“[31] die Frage nach dem „Wie“ ihres Ursprunges zu stellen, also die philosophische Frage nach dem Wesen der Dinge, wie sie seit der Antike als selbstverständlich für den Wissenschaftsalltag gilt. Sokrates, als er die berühmte Frage „Was ist gut?“ stellte[32], wies ausdrücklich darauf hin, dass die Beantwortung dieser Frage nicht durch die reine Enumeration von gesellschaftlich als „gut“ akzeptierten Dingen gewährleistet werden kann. Dies konnte nur erfolgen, wenn man dem Wesen des Guten, verborgen in seiner Idee, und damit der Wahrheit in seiner unendlichen Gültigkeit auf den Grund ging. Die oben gestellte Frage wird in den platonischen Dialogen beantwortet, indem das wahrnehmbare Sein als Abbild bestimmt wird. Dieses Beispiel zeigt ein schwerwiegendes Problem auf. Wie ist das Wesen von etwas zu bestimmen, wenn wir doch nur Abbilder des wahren Seins zu sehen bekommen? Wie kann man als endliches Wesen unendliche Wahrheiten erfassen, wenn sie uns nicht in einer lesbaren Form vorgegeben sind? Gerade in der Ausklammerung der erörterten Fragestellung liegt der offensichtliche Erfolg Galileis. Er nahm nicht an, dass die Sinne ihn täuschten, sondern dass sie, unter zu Hilfenahme der Vernunft die einzigartige und alleinige Möglichkeit boten, Erkenntnisse zu gewinnen. Zu diesem Element cartesischer Methodik schreibt Drake:

„Außerdem unterschied sich Galileis Wissenschaft von der bisherigen Naturphilosophie dadurch, dass sie sich auf eine vernünftige Übereinstimmung mit der Beobachtung gründete und nicht auf den Geist Gottes oder auf Idealvorstellungen, die der Erfahrung unzugänglich waren, sei es solche mathematischer (wie bei Platon) oder sprachlicher Art (wie bei Aristoteles).“[33]

Doch wie stellt sich nun Husserls Kritikpunkt bezüglich der Veränderung des Blickwinkels dar? Ganz gewiss zweifelt er nicht die unabweisbaren Erfolge der Wissenschaft seit Galilei an. Vielmehr ist es der galileische Anspruch einer objektiven, nicht von subjektiven Meinungen abhängigen Erkenntnis, welche jedoch nur im Hinblick auf eine Annäherung an Limesgestalten erreicht werden kann, was schon bei den Qualitäten der empirischen Körper Probleme bereitet.

2.2.2.3 Das Problem der Füllen

Um das von Husserl angesprochene Problem der universalen Erkenntnis von Welt mit Hilfe von Limesgestalten zu verstehen, müssen wir uns den von ihm verwendeten Begriff der Füllen zuwenden. Er bemerkt, dass sich die Bestimmung von Dingen in der sinnlich-anschaulichen Umwelt zunächst allein auf die empirischen Körper in ihrer Abstraktion als Gestalten beziehen. Dem gegenüber stellt Husserl das vorwissenschaftliche Erleben der oben genannten Körper in ihrer sinnlichen Fülle.[34] Mit dieser meint er die spezifischen Sinnesqualitäten Farbe, Ton, Geruch. Er merkt diesbezüglich auch die seiner Meinung nach „schlimme Erbschaft der psychologischen Tradition seit Lockes Zeiten“[35] an, mit der er auf die fehlende Unterscheidung der Empfindungsdaten von den eigentlichen Eigenschaften aufmerksam macht. Diese Unterschiebung ist für Husserl ein nicht unwichtiger Kritikpunkt an der so genannten naturalistischen Psychologie und wird später in dieser Arbeit noch Beachtung finden.

Sollen auch jene Füllen in ihrer Beschaffenheit objektiv bestimmt werden, so treten für Husserl erste Probleme auf. Er nennt dies das Problem der „Mathematisierbarkeit der Füllen“[36], welche, zumindest in ihrer direkten Form, für Husserl nicht möglich erscheint. Das Ideal der Exaktheit in der Bestimmung der Gestalten durch die Messkunst ist, wie wir gesehen haben, abhängig von der Idealvorstellung einer Welt von Idealitäten, deren Limesgestalten als approximative Pole wirken, die es zu erreichen gilt. Eine solche ideale Annahme ist jedoch nur für die Gestalten in der Geometrie möglich und nicht für die Füllen. Husserl bemerkt, dass es freilich keine zweite Geometrie und damit eine analoge Praxis für die Bestimmung der Füllen geben kann. In der angenommenen objektiven Welt muss jedoch alles bestimmbar sein. Husserl führt an diesem Punkt die Überlegung einer Kausalität zwischen den Gestalten und den Füllequalitäten an, das heißt die Veränderlichkeit der spezifischen Qualitäten, also das, was wir an den Körpern wahrnehmen können, ist abhängig von der Veränderung der jeweiligen Gestalten.[37]

Galilei dachte laut Husserl noch nicht soweit, sorgte allerdings erst für die Möglichkeit einer solchen Überlegung mit der Annahme einer in sich mathematisch aufgebauten Natur und demnach auch durch sie möglichen, gesicherten objektiven Erkenntnis. So mussten ja auch die sinnlichen Qualitäten als ein Teil dieser Welt mit Hilfe der Mathematik zu fassen sein, beziehungsweise mit durch sie geleiteten Messverfahren. Und das führe laut Husserl über die Kausalitäten zu einer indirekten Mathematisierung der Qualitäten.[38]

Ein weiterer Begriff der husserlschen Wissenschaftsrezeption soll an dieser Stelle erwähnt werden. Bezüglich der indirekten Mathe- matisierung der Füllen spricht er von einer Mitidealisierung selbiger. Doch was ist damit gemeint? Gezeigt wurde bereits, dass objektive Erkenntnis mit Hilfe der reinen Mathematik möglich sein soll. Eine derartige Überlegung impliziert die Vorstellung einer in sich geschlossenen Welt, zu der neben den Gestalten auch die spezifisch sinnlichen Qualitäten, die so genannten Füllen, gehören. Eine Mathematisierung letzterer ist jedoch nur indirekt, da keiner direkten Idealvorstellung, wie erstere mit Hilfe der Geometrie, unterworfen, möglich. Wird die reine Mathematik nun angewendet, bleibt die Gestaltensphäre in ihrer Idealisierung vorhanden, allerdings sind die Füllen von einer Abstraktion ausgeschlossen. Was daraus resultiert ist für Husserl eine Mitidealisierung der sinnlichen Qualitäten. Der Welt der Quantitäten wird bei der Objektivierung eine Welt von Qualitäten untergeschoben. Der Sinn der Mitidealisierung liegt im Zweck der Methode. Eine Bestimmung der Welt als quantifizierbare Natur durch die reine Mathematik bewegt sich auf der Ebene der Idealitäten. Sie ist ein Bereich, in dem, da der Wirklichkeit unterstellt, jene mit Unendlichkeiten, nicht nur der Gestalten, sondern auch der Füllen belegt werden kann.[39]

Mit der oben beschriebenen Mitidealisierung der qualitativen Füllen ist für Husserl freilich der Schritt zur indirekten Mathematisierung in galileisch-physikalischer Prägung noch nicht vollzogen. Es bedurfte noch der Realisierung einer ausgereiften Methode, auf dem Weg zu einer universalen Physik, und der Annahme einer universalen exakten Kausalität, welche sowohl die Gestalten-, als auch die Füllesphäre umfasst, und zwar als idealisierte Kausalität, die nun, integriert in die Methode, objektive Bestimmungen durch die Anwendung reiner Mathematik ermöglicht.

2.2.2.4 Über die naturwissenschaftliche Methode

Im Zuge der ‚Perfektionierung der Methode’, wie sie Husserl beschreibt, also einer Vervollkommnung der Messkunst, welche sich in der Welt der Zahlen bewegt, entwickelt sich eine Darstellung in Form von Zahlformeln. Dieser Formelsinn bietet nach Husserl[40] dem Wissenschaftler nun die Möglichkeit der Vorausberechnung empirischer Wirklichkeiten innerhalb ihrer Formeln. So macht er auch eine durch die Verwendung algebraischer Zeichen entstehende „Arithmetisierung[41] der Geometrie“ aus, die sich nach ihm für die weitere Entwicklung der Naturwissenschaft als problematisch darstellt. Problematisch ist sie deshalb, da sie zu einer „ Entleerung ihres Sinnes[42] führt, in dem Sinne, dass die durch die Objektivierung zu Zahlen gewordenen idealen Gestalten ihre Aufgabe verlieren, in Anwendung auf die Wirklichkeit eine Praxis universaler Welterkenntnis sein zu können.[43]

Die verlorene Funktionsweise der Geometrie durch die Auflösung von Idealitäten in einer neuen Kunst Erkenntnisse zu entdecken, ist für Husserl schlechterdings eine auf sich selbst Angewendete. Für ihn sind „alle Entdeckungen der alten wie neuen Physik [...] Entdeckungen in der, sozusagen der Natur zugeordneten, Formelwelt.“[44] Prechtl fasst Husserls Kritik an der neuzeitlichen Methode wie folgt zusammen: „[D]ie bloß passive Übernahme ohne eigene Einsicht [lässt] den Wissenschaftler zum Techniker seiner eigenen Methode werden [...].“[45] Der in ihr Wahrheiten entdeckende Wissenschaftler bewegt sich zwar mit Rückbezug auf die Wirklichkeit, aber nicht alleinig von ihr abhängend, fortschreitend in seiner Theorie, wobei Husserl die Gefahr sieht, dass die Ergebnisse der Formelwelt für wahres Sein genommen werden. Und hier liegt der Kern der husserlschen Krisisvorstellung. Die mathematisierte Naturwissenschaft wird zum alleinigen Garant von wahren Erkenntnissen und diese werden nun für wahres Sein genommen.[46]

[...]


[1] Vgl. Russel, Bertrand: Philosophie des Abendlandes. Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung, München/Wien 2002 567.

[2] Vgl. Hua VI 58ff.

[3] Ebd. 75; Im Verlauf dieser Arbeit wird noch gezeigt werden, inwiefern Descartes urstiftend auftritt.

[4] So sieht Husserl auch die Ausbildung der Einzelwissenschaften, insbesondere der naturwissenschaftlichen und die „Unfassbarkeit der Vernunftprobleme“ als eine Folge des cartesischen Dualismus, auf welche lediglich in der Überschneidung mit der in dieser Arbeit vorzutragenden Problematik einzugehen sein wird. (Vgl. Hua VI 62ff.).

[5] Ich beziehe mich da speziell auf Band I der „Husserliana“ mit dem Titel „Cartesische Meditationen und Pariser Vorträge“, in dem sich Husserl ausführlich mit dem auch in dieser Arbeit behandelten Werk Descartes’ auseinandersetzt. (Vgl. Hua I).

[6] Vgl. Prechtl, Peter: Edmund Husserl. Zur Einführung, Hamburg 1998 16.

[7] Vgl. Orth, Ernst W.: Edmund Husserls "Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie". Vernunft und Kultur, Darmstadt 1999 16.

[8] Vgl. Hua VI 60ff.

[9] Husserl selbst spezifiziert dieses Telos in der Art „Menschentum aus philosophischer Vernunft sein zu wollen und nur als solches sein zu können.“ (Hua VI 13). Hier wird ein Imperativ in der Argumentation Husserls deutlich, der seiner Vorstellung von Ausgerichtetheit auf seine Phänomenologie eine besondere Art der Legitimation verleiht.

[10] Hervorhebungen, sofern sie sich in Zitaten befinden, sind grundsätzlich aus dem Originaltext entnommen und spiegeln keinerlei Schwerpunktsetzung meinerseits wieder.

[11] Der spezifisch von Husserl verwendete Begriff von ’Psychologie’ wird in einem gesonderten Kapitel über die Bedeutung und Bezüglichkeit der Begriffe „naturalistisch“ und „Psychologie“ dargestellt.

[12] Hua VI 71.

[13] Vgl. ebd. 347f.

[14] Ebd. 347.

[15] Hua VI 19.

[16] Ebd. 19.

[17] Gemeint ist hier die antike mania.

[18] Zur platonischen Ideenlehre vgl.: Comoth, Katharina: Vom Grunde der Idee. Konstellationen mit Platon, Heidelberg 2000.

[19] Hua VI 19.

[20] Ebd. 19.

[21] Auch wenn die Begründung der neuen Naturwissenschaft nicht an dem Namen Galileis allein festgemacht werden kann, ist Husserl die Bedeutung seiner Person in diesem Zusammenhang doch durchaus bewusst. So spricht er von ihm als einem der „größten Entdecker der Neuzeit“ und weist ausdrücklich daraufhin, dass der Grund einer Verknüpfung mit dem Namen Galileis in dem erstmaligen Auftreten der Idee einer neuartigen Naturkonzeption als fertige liegt. (Vgl. Hua VI 58).

[22] Stillman Drake führt an, dass Galilei früh einige Vorlesungen über die euklidische Geometrie besuchte und seine eingehende Beschäftigung mit dem Thema von diesen Erfahrungen rührt. (Vgl. Drake, Stillman: Galilei, aus dem Engl. von Bernardin Schellenberger, Freiburg 1999 44f.).

[23] Gemeint sind bei Husserl die idealen Gestalten, welche zwar vom Subjekt erkannt werden können, aber deren Vorstellungen dennoch von ihm gelöst seien. Zu einer Definition des Begriffs: „[...] ideal, heißt das Nichtwirkliche, nur in der Vorstellung des Subjektes vorhandene im Gegensatz zum Realen, in Wirklichkeit Vorhandenen oder im Platonischen Sinne dasjenige Allgemeine, in dem ein Typus vollkommen ohne Mangel und Fehler zum Ausdruck kommt.“ (Michaëlis 421f.).

[24] Vgl. Hua VI 21f.

[25] Ebd. 22.

[26] Ebd. 23.

[27] Ebd. 25.

[28] Drake merkt an, dass für Galilei die Messkunst noch weitergehenden Nutzen hatte, „denn werden mathematische Hypothesen erst einmal durch tatsächliche Messungen bestätigt, kann man von ihnen ausgehend weitere Hypothesen ableiten.“ (Drake 61).

[29] Vgl. Hua VI 25.

[30] So bestanden auch zu Galileis Zeiten erhebliche Differenzen zwischen der philosophischen Perspektive und der Galileischen. Drake weist darauf hin, dass es speziell die Verschiebung von der Suche nach Ursachen zu dem Auffinden von Gesetzmäßigkeiten war, die die damalige Philosophengemeinde mit Befremdlichkeit erfüllte. Dazu gehörte zunächst auch Descartes. (Vgl. Drake 29f.).

[31] Hua VI 26.

[32] Vgl. Platon: Menon, hrsg. u. übers. von Reinhold Merkelbach, Frankfurt 1988.

[33] Drake 64.

[34] Vgl. Hua VI 27.

[35] Hua VI 27.

[36] Ebd. 32; Zur Kritik an der Mathematisierung der Welt vgl.: Zocher, Rudolf: Philosophie. In Begegnung mit Religion und Wissenschaft, München 1955 27.

[37] Husserl konstatiert an dieser Stelle, dass für uns heutige, durch Schulphysik geprägte Menschen, diese Vorstellung selbstverständlich sei. Er gibt das Beispiel der Kausalität von Farben, Tönen und Wärme und der „physikalischen“ Interpretation als Tonschwingungen, Wärmeschwingungen etc. (Vgl. Hua VI 35).

[38] Vgl. Hua VI 37.

[39] Zu Sinn und Zweck der Idealisierung äußert sich Galilei wie folgt: „Nicht eine gesicherte wissenschaftliche Aussage kann von solchen Dingen abgegeben werden wie etwa dem Gewicht, der Geschwindigkeit und der Form [von Körpern in Bewegung], die auf unendlich viele Arten variabel sind. Um mit solchen Phänomenen wissenschaftlich umzugehen, ist es notwendig von ihnen zu abstrahieren. Wir müssen Schlussfolgerungen finden und aufzeigen, die von den Hindernissen [der Materie] absehen, um sie in der Praxis benutzen zu können unter jenen Einschränkungen, welche die Erfahrung uns lehren wird.“ (Galilei, Galileo: Unterredungen und mathematische Demonstrationen über zwei neue Wissenszweige die Mechanik und die Fallgesetze betreffend, hrsg. von Arthur von Oettingen, Darmstadt 1973 225.).

[40] Vgl. Hua VI 42ff.

[41] Arithmetisierung meint hier die Umwandlung in Zahlengestalten, also in Gebilde algebraischer Natur. (Vgl. ebd. 43f.).

[42] Ebd. 43.

[43] Husserl erwähnt an späterer Stelle, dass eine vollkommene Formalisierung erst weit nach Galilei einsetzt, ihre Ursprünge jedoch in dieser Zeit liegen. (Vgl. ebd. 43f).

[44] Ebd. 48.

[45] Prechtl 121.

[46] Prechtl zur husserlschen Kritik am Objektivismus der Naturwissenschaften: „Die Krisis der Wissenschaften ist nach Husserl darin auszumachen, daß sie sich einer Vergessenheit der menschlichen Subjektivität schuldig macht. Denn dadurch ignoriert sie ihr eigenes Sinnfundament.“ (Prechtl 125) Eine Aufhebung dieser Problematik sieht Husserl, wie bereits in der Einleitung zu dieser erwähnt, in der Hinwendung der Philosophie zu einer transzendentalen Phänomenologie. Für eine Einführung in das Thema vgl.: Möckel, Christian: Einführung in die transzendentale Phänomenologie, München 1998.

Ende der Leseprobe aus 72 Seiten

Details

Titel
Husserls Kritik an Descartes und der naturalistischen Psychologie in "Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie"
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
72
Katalognummer
V117488
ISBN (eBook)
9783640197354
ISBN (Buch)
9783640860982
Dateigröße
1084 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Husserls, Kritik, Descartes, Hinblick, Grundlegung, Psychologie, Schrift, Krisis, Wissenschaften, Phänomenologie
Arbeit zitieren
Mirco Walpuski (Autor), 2006, Husserls Kritik an Descartes und der naturalistischen Psychologie in "Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117488

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