Eine Seminararbeit über das Marburger Konzentrationstraining für die Schule. Es wird die Zielgruppe, der Aufbau und die Durchführung vorgestellt. Sowie durch eigene Praxis reflektiert.
Im schulischen Kontext wird immer wieder über Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten gesprochen, die das unterrichtliche Geschehen für die Schüler*innen, aber auch für die Lehrer*innen erschweren. Aufmerksamkeit und Konzentration sind jedoch wichtige Komponenten der Teilnahme am erfolgreichen Unterricht. Die Frage, die jede Lehrkraft immer wieder umtreibt, ist die, wie man die Konzentration und Aufmerksamkeit von Schüler*innen verbessern kann.
Das Marburger Konzentrationstraining ist eine kurze Förderung für Kinder und Jugendlichen zur Einübung der Selbstkontrolle und wurde 1994 vom Lehrer und Psychologen Dieter Krowatschek entwickelt, was zur Prävention oder Intervention eingesetzt werden kann. Das Trainingsmanual gibt es für drei verschiedenen Altersgruppen und kann sowohl im schulischen Kontext als auch außerhalb der Schule eingesetzt werden.
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung
B. Theoretische Grundlagen des MKT
1. Zielgruppe des Trainingsprogramms
2. Ziele des Trainingsprogramms
3. Lern- und entwicklungstheoretische Überlegung
a) Verbale Selbstinstruktion
b) Verhaltensmodifikation
(1) Klassische Konditionierung
(2) Positive Verstärkung
(3) Modell-Lernen
(4) Selbstkontrolle
4. Aufbau des Trainingsprogramms
C. Die praktische Durchführung
D. Diskussion und Reflexion
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Marburger Konzentrationstraining (MKT) auseinander, um Möglichkeiten der Förderung von Aufmerksamkeit und Konzentration bei Kindern im schulischen Kontext zu untersuchen. Das primäre Ziel ist es, die theoretische Fundierung des Trainings sowie dessen praktische Anwendbarkeit und Wirksamkeit kritisch zu beleuchten.
- Theoretische Grundlagen und Lernprinzipien des MKT
- Methoden der Selbstinstruktion und Verhaltensmodifikation
- Strukturierung und Durchführung von Trainingssitzungen
- Praktische Implementierung im schulischen Alltag und Einbezug der Elternarbeit
Auszug aus dem Buch
3. Lern- und entwicklungstheoretische Überlegung
Das Trainingsprogramm besteht aus zwei gleichermaßen wichtigen Komponenten. Zum einen die Arbeit mit den Kindern, zum anderen die Arbeit mit den Eltern. Damit soll gewährleistet werden, dass die Eltern das Programm weiterführen. Deshalb werden begleitend zum Trainingseinheit zwei bis fünf Elternabende angesetzt, um einen gemeinsamen Austausch zu gewährleisten.
Die Trainer*innen können während des Trainings mit drei bis acht Kindern gemeinsam arbeiten. Wenn eine Assistenz eingesetzt wird, kann die Gruppengröße grösser sein. Dabei entspricht die Durchführung dem schulischen Unterricht, um möglichst realistisch Bedingungen zu schaffen. Die Trainingssitzungen sind je zwischen 75 bis 90 Minuten und sollten einmal pro Woche durchgeführt werden (vgl. ebd, S. 19).
Mit Hilfe von Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie soll den Kindern die Aufmerksamkeitssteuerung gelingen. Weiterhin werden durch Übungen das Kurz- und Langzeitgedächtnis trainiert. Die Merk- und Denkfähigkeit, Motorik sowie die Wahrnehmungsprozesse geübt. Zudem wird durch die ständige Interaktion in Gruppen, zum Beispiel in Spielen, das Einhalten von Regeln eingeübt. Die Anwendung von Techniken aus der Verhaltensmodifikation soll zum Erfolg führen und den Kindern helfen, ihre Schwierigkeiten zu überwinden (vgl. ebd, S. 20).
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen durch Konzentrationsschwierigkeiten im Schulalltag und stellt die grundlegende Frage nach Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Kompetenzen.
B. Theoretische Grundlagen des MKT: Erläutert die Entstehungsgeschichte, die Zielgruppe und die verhaltenstherapeutischen Prinzipien, auf denen das Marburger Konzentrationstraining basiert.
C. Die praktische Durchführung: Behandelt die konkrete Umsetzung des Trainingsprogramms im Unterricht, inklusive der benötigten Rahmenbedingungen und der pädagogischen Vorgehensweise.
D. Diskussion und Reflexion: Fasst die Erfahrungen mit dem Programm zusammen und reflektiert die Eignung des MKT als Interventionsmaßnahme für Kinder mit Konzentrationsproblemen.
Schlüsselwörter
Marburger Konzentrationstraining, Aufmerksamkeit, Selbstinstruktion, Verhaltensmodifikation, Selbstkontrolle, Konzentrationstraining, Pädagogik, Lernschwierigkeiten, Grundschule, Elternarbeit, Förderung, Impulskontrolle, Lernstrategien, Schulentwicklung, Interventionsmaßnahme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Marburger Konzentrationstraining (MKT) als einen strukturierten Ansatz zur Förderung von Konzentration und Aufmerksamkeit bei Kindern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Fundamente des MKT, verhaltenstherapeutische Methoden, den Aufbau der Trainingseinheiten sowie praktische Aspekte der Durchführung in der Schule.
Welches Ziel verfolgt das Training primär?
Das primäre Ziel ist die Steigerung der Selbststeuerungsfähigkeit der Kinder, eine verbesserte Aufgabenbearbeitung und die Förderung der allgemeinen Leistungsbereitschaft.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Das Training stützt sich auf kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, insbesondere die verbale Selbstinstruktion, Modell-Lernen, positive Verstärkung und Methoden zur Selbstkontrolle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Lernmethoden sowie eine detaillierte Beschreibung der praktischen Trainingsbausteine und deren Anwendung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind das Marburger Konzentrationstraining (MKT), Selbststeuerung, Verhaltensmodifikation, Aufmerksamkeitsschulung und Förderung der Selbstständigkeit.
Wie integriert das MKT die Arbeit mit Eltern?
Die Elternarbeit ist durch begleitende Elternabende ein fester Bestandteil, um sicherzustellen, dass die erlernten Strategien auch im häuslichen Umfeld durch die Eltern unterstützt und weitergeführt werden können.
Warum ist die „Goldene Kiste“ für das Training bedeutsam?
Die „Goldene Kiste“ enthält materielle Verstärker, die als Belohnungssystem dienen, um die Motivation der Kinder zu erhöhen und sie bei anspruchsvollen Aufgaben zur Anstrengungsbereitschaft zu bewegen.
- Arbeit zitieren
- Mahsa Haddadi (Autor:in), 2022, Marburger Konzentrationstraining nach Krowatschek. Ein Trainingsprogramm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182040