Die Java 2 Enterprise Edition (J2EE) Spezifikation hat sich seit ihrer Einführung im Dezember 1999 zum de-facto-Standard in der serverseitigen Softwareentwicklung etabliert.
Projekte, die einen stark integrativen Charakter haben, in denen folglich eine Vielzahl von Diensten zumeist unterschiedlicher Hersteller zusammengeführt wird, werden fast ausschließlich mit Hilfe von J2EE Technologien realisiert.
Im Zuge der letzten Jahre wurden Stimmen laut, die zu bedenken gaben, dass die Art und Weise der komponentenbasierten Entwicklung zwar der richtige Weg, aber die Realisierung selbst zu umständlich und zu schwierig sei.
Im Rahmen der am 11. Mai 2006 veröffentlichten Java Enterprise Edition (Java EE) 5 Spezifikation wurde versucht, den Anregungen der kommerziellen Anwender und Entwickler zu entsprechen.
Im Rahmen dieses Buches soll untersucht werden, ob und wie die Entwicklung mit Java EE 5 den Entwicklungsprozess im Vergleich zu J2EE beschleunigt und vereinfacht. Um dieses zu analysieren, wird eine mehrschichtige verteilte Applikation zunächst mit Hilfe der J2EE 1.4 Spezifikation umgesetzt. Danach werden alle funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen mit der Java EE 5 Spezifikation nochmals umgesetzt, um einen objektiven Vergleich führen zu können. Abschließend werden die Applikationen anhand betriebswirtschaftlicher und technischer Kriterien untersucht, um zu ermitteln, welche unmittelbaren oder perspektivischen Vorteile bzw. Nachteile sich bei der Verwendung der jeweiligen Spezifikationen ergeben.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2. FUNKTIONALE ANFORDERUNGEN
3. NICHT-FUNKTIONALE ANFORDERUNGEN
4. ÜBERBLICK ÜBER DIE J2EE / JAVA EE SPEZIFIKATION
5. REALISIERUNG DER ANWENDUNG MIT J2EE TECHNOLOGIEN
5.1. EINGESETZTE SOFTWARE
5.2. INTEGRATIONSSCHICHT (DATENBANKANBINDUNG)
5.3. GESCHÄFTSLOGIKSCHICHT
5.4. INTEGRATIONSSCHICHT (NACHRICHTENDIENST)
5.5. DARSTELLUNGSSCHICHT
5.6. EXPORT DER WEBSERVICES SCHNITTSTELLE
6. REALISIERUNG DER ANWENDUNG MIT JAVA EE TECHNOLOGIEN
6.1. EINGESETZTE SOFTWARE
6.2. INTEGRATIONSSCHICHT (DATENBANKANBINDUNG)
6.3. GESCHÄFTSLOGIKSCHICHT
6.4. INTEGRATIONSSCHICHT (NACHRICHTENDIENST)
6.5. DARSTELLUNGSSCHICHT
6.6. EXPORT DER WEBSERVICES SCHNITTSTELLE
7. VERGLEICH UND BEWERTUNG DER VORGEHENSWEISEN UND LÖSUNGEN
7.1. GEMEINSAMKEITEN DER LÖSUNGEN
7.2. UNTERSCHIEDE DER LÖSUNGEN
7.3. ANALYSE UND BEWERTUNG
7.3.1. TECHNISCHE ANALYSE UND BEWERTUNG
7.3.2. BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE ANALYSE UND BEWERTUNG
8. ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Java EE 5 Spezifikation den Entwicklungsprozess mehrschichtiger, verteilter Applikationen im Vergleich zur J2EE 1.4 Spezifikation vereinfacht und beschleunigt. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf den objektiven Vergleich beider Standards anhand einer implementierten E-Commerce-Anwendung unter Berücksichtigung technischer und betriebswirtschaftlicher Kriterien.
- Vergleich der technologischen Komplexität und des Implementierungsaufwands.
- Analyse der Persistenzschicht (CMP vs. JPA) und deren Auswirkungen auf die Architektur.
- Untersuchung der Konfigurationsmöglichkeiten mittels Annotations gegenüber XML Deployment Descriptors.
- Bewertung der Performanz und Skalierbarkeit unter Lastbedingungen.
- Ökonomische Betrachtung durch Messung von Quellcodezeilen und Entwicklungsaufwand in Personenstunden.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung und Problemstellung
Die Java 2 Enterprise Edition (J2EE) Spezifikation hat sich seit ihrer Einführung im Dezember 1999 zum de-facto-Standard in der serverseitigen Softwareentwicklung etabliert. Projekte, die einen stark integrativen Charakter haben, in denen folglich eine Vielzahl von Diensten zumeist unterschiedlicher Hersteller zusammengeführt wird, werden fast ausschließlich mit Hilfe von J2EE Technologien realisiert.
Im Zuge der letzten Jahre wurden Stimmen laut, die zu bedenken gaben, dass die Art und Weise der komponentenbasierten Entwicklung zwar der richtige Weg, aber die Realisierung selbst zu umständlich und zu schwierig sei.
Im Rahmen der am 11. Mai 2006 veröffentlichten Java Enterprise Edition (Java EE) 5 Spezifikation wurde versucht, den Anregungen der kommerziellen Anwender und Entwickler zu entsprechen.
Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, ob und wie die Entwicklung mit Java EE 5 den Entwicklungsprozess im Vergleich zu J2EE beschleunigt und vereinfacht. Um dieses zu analysieren, wird eine mehrschichtige verteilte Applikation zunächst mit Hilfe der J2EE 1.4 Spezifikation umgesetzt. Danach werden alle funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen mit der Java EE 5 Spezifikation nochmals umgesetzt, um einen objektiven Vergleich führen zu können. Abschließend werden die Applikationen anhand betriebswirtschaftlicher und technischer Kriterien untersucht, um zu ermitteln, welche unmittelbaren oder perspektivischen Vorteile bzw. Nachteile sich bei der Verwendung der jeweiligen Spezifikationen ergeben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung motiviert den Vergleich zwischen J2EE 1.4 und Java EE 5 vor dem Hintergrund zunehmender Kritik an der Komplexität klassischer Enterprise-Java-Entwicklung.
2. FUNKTIONALE ANFORDERUNGEN: Hier wird die fiktive Flugbuchungs-Applikation der "Round Trip AG" spezifiziert, die als Grundlage für beide Implementierungen dient.
3. NICHT-FUNKTIONALE ANFORDERUNGEN: Dieses Kapitel definiert die Anforderungen an Lastverteilung, Ausfallsicherheit und die Plattformunabhängigkeit der Schnittstellen für Drittsysteme.
4. ÜBERBLICK ÜBER DIE J2EE / JAVA EE SPEZIFIKATION: Es erfolgt eine theoretische Einführung in die Architektur und die zentralen Komponenten von Enterprise-Java-Anwendungen.
5. REALISIERUNG DER ANWENDUNG MIT J2EE TECHNOLOGIEN: Praxisnahe Darstellung der Applikationsentwicklung unter Verwendung des J2EE 1.4 Standards mit Fokus auf CMP Entity Beans.
6. REALISIERUNG DER ANWENDUNG MIT JAVA EE TECHNOLOGIEN: Detaillierte Beschreibung der erneuten Implementierung unter Nutzung moderner Java EE 5 Technologien wie JPA und JSF.
7. VERGLEICH UND BEWERTUNG DER VORGEHENSWEISEN UND LÖSUNGEN: Analyse und Gegenüberstellung der beiden Ansätze hinsichtlich technischer Performanz und betriebswirtschaftlicher Effizienz.
8. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Bestätigung der Vorteile von Java EE 5 hinsichtlich Produktivität und Wartbarkeit.
Schlüsselwörter
J2EE 1.4, Java EE 5, Enterprise JavaBeans, EJB, JPA, Java Persistence API, JSF, JavaServer Faces, Architekturvergleich, Persistenzschicht, WebServices, Performanzanalyse, Softwareentwicklung, Skalierbarkeit, Middleware
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit vergleicht die ältere J2EE 1.4 Spezifikation mit der moderneren Java EE 5 Spezifikation, um zu evaluieren, ob ein Umstieg für Unternehmen und Entwicklungsteams lohnenswert ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Architektur verteilter Anwendungen, der Persistenzanbindung, der Vereinfachung von Konfigurationsprozessen und der Effizienzsteigerung in der Softwareentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein objektiver technischer und betriebswirtschaftlicher Vergleich, bei dem eine identische Applikationsanforderung einmal mit J2EE 1.4 und einmal mit Java EE 5 umgesetzt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein experimenteller Ansatz gewählt: Eine fiktive Applikation wird mit beiden Technologiestacks realisiert, um quantitative Daten (Quellcodeumfang, Arbeitsstunden) und qualitative Messwerte (Performanz-Lasttests) vergleichbar zu machen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte technische Umsetzung beider Lösungen, unterteilt in die Schichten Darstellung, Geschäftslogik, Integration und WebServices, gefolgt von einer kritischen Bewertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Enterprise JavaBeans, JPA, Konfigurationsvereinfachung, Produktivität und Skalierbarkeit beschreiben.
Warum spielt die Vereinfachung der Konfiguration eine so große Rolle?
Die vorherige Abhängigkeit von umfangreichen XML-Deskriptoren war fehleranfällig und aufwendig; Annotations in Java EE 5 ermöglichen eine schnellere Entwicklung und bessere Wartbarkeit.
Welche Rolle spielt das JPA-Framework im Vergleich zu alten Entity Beans?
JPA ist wesentlich leichtgewichtiger und erlaubt die Verwendung von einfachen Java-Objekten (POJOs), was die Komplexität gegenüber den schwergewichtigen CMP-Entity-Beans deutlich reduziert.
- Arbeit zitieren
- Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) Marco Barenkamp (Autor:in), 2008, Vergleichsweise Implementierung und Bewertung von Software-Lösungen für mehrschichtige verteilte Applikationen im E-Commerce Bereich auf der Basis von J2EE 1.4 und Java EE 5, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118210