In der vorliegenden Hausarbeit werden sehr viele Fragestellungen bearbeitet, wie beispielsweise: Wie wirkt sich das heutige Schulsystem auf die Schüler:innen aus? Warum werden die Schüler: innen immer noch in das dreigliedrige Bildungssystem eingeordnet und welche Auswirkungen hat dies? Warum gehen Schüler: innen nicht gern zur Schule und haben keinen Spaß am Lernen? Wann sind sie am lernfähigsten und was genau muss am Schulsystem verändert werden, um hohe Leistung, Spaß und hohe Kompetenz zu erreichen? Wer ist für die Veränderung zuständig und an wen sollen die Verbesserungsvorschläge weitergeleitet werden?
In der Hausarbeit sollen grundlegende Kritiken über das Schulsystem in Deutschland aufgeführt und genauer diagnostiziert werden. Hierbei sollen sich auch Außenstehende einfach in das Thema einlesen können und wichtige Fakten sollen herausgefiltert werden. Die Fragestellungen, die das Hausarbeitsthema aufwerfen, sollen bestmöglich beantwortet und belegt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung/Problemlagen
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Hausarbeit
2. Begriffserklärung Schulsystem
3. Erkenntnisinteresse
4. Schule im Wandel
4.1 Früher
4.2 Heute
5. Analyse heutiger Schüler: innen
5.1 Unterschiede von Schüler zu Schülerinnen
5.2 Hirnforschung
5.3 Bildungsungleichheit für Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergründen
6. Die Schulangst und die Schulphobie
6.1 Die Schulangst
6.2 Die Schulphobie
6.3 Bewältigung der Schulangst oder der Schulphobie
7. Lehrkräfte
8. Kritikpunkte
8.1 Das Benotungssystem
8.2 Der Unterrichtsstoff
8.3 Die Selektion der Kinder
8.4 Das Schulumfeld
9. Privatschulen
9.1 Montessori Schulen
9.2 Waldorfschulen
9.3 Vergleich von Montessori Schulen und Waldorfschulen
9.4 Natur- oder Waldschulen
10. Verbesserungsvorschläge
11. Das Ideale Bildungssystem
12. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit dem heutigen deutschen Schulsystem auseinander, diagnostiziert bestehende Missstände und erarbeitet Ansätze für ein zeitgemäßes Bildungssystem, um die Lernbedingungen und die Chancengerechtigkeit für alle Schüler: innen zu verbessern.
- Analyse der strukturellen und psychologischen Herausforderungen im Schulalltag
- Untersuchung von Bildungsungleichheiten und Ursachen für Schulabbrüche
- Kritische Beleuchtung von Benotungssystemen, Selektion und Lehrplänen
- Vergleich alternativer Schulformen wie Montessori- und Waldorfschulen
- Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen für ein ideales Bildungssystem
Auszug aus dem Buch
8.2 Der Unterrichtsstoff
Die Unterrichtsfächer unterliegen dem System, sie sind nicht der heutigen Zeit angepasst. Es gibt einen riesigen Arbeitsmarkt, der die Schüler: innen nach der Schulpflicht erwartet, jedoch keine Fächer, die darauf vorbereiten. Die Schüler und Schülerinnen versuchen sich den Unterrichtsstoff zwangsweise anzueignen und lernen stundenlang für Klausuren. Sogar die Reformpädagogin Maria Montessori sagt „es kann nur lernen wer lernen will“. Und welcher Schüler oder Schülerin will wirklich etwas lernen, was sie selbst nicht interessiert. Die deutsche Managementtrainerin Vera F. Birkenbihl kritisierte das System der Schule, sie sagt: „Ich war am Schulsystem gescheitert, weil ich mit der sturen Paukerei nicht klarkam. So vermittelte mir die Schule das Gefühl, ziemlich „blöd“ zu sein, während ich außerhalb der Schule das Gegenteil erlebte“ (Birkenbihl, 2009).
Natürlich sind Grundlagen wie Deutsch, Englisch und Mathekenntnisse hilfreich aber nicht Lebenswichtig für die Zukunft. Zu dem Thema äußerte sich auch eine Kölner Abiturientin über die Social Media Plattform Twitter. In dem Post veröffentlichte sie die Aussage „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Naina (@nainablabla) am 10. Januar 2015. Mit diesem Tweet begann die sogenannte „Naina-Debatte“. Besonders fand sie bei den Jüngeren viel Zustimmung (Hamacher, 2015). Sogar im Fernsehen und in Zeitungen wurde darüber berichtet und diskutiert. Dieses Vorgehen bestätigt somit erneut, dass das deutsche Schulsystem veraltet ist und eine gründliche Überarbeitung benötigt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Kritik am deutschen Schulsystem, Vorstellung der Fragestellung und der Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffserklärung Schulsystem: Definition der Struktur des dreigliedrigen Schulsystems und der Rolle der Institution Schule.
3. Erkenntnisinteresse: Darlegung der Motivation für die Themenwahl und Einordnung des persönlichen Bezugs zur Relevanz der Schulkritik.
4. Schule im Wandel: Gegenüberstellung historischer Lehrmethoden mit der heutigen Schulpflicht und modernen Rahmenbedingungen.
5. Analyse heutiger Schüler: innen: Untersuchung biologischer und sozialer Faktoren, Hirnforschung sowie die Analyse von Bildungsungleichheit bei Schülern mit Migrationshintergrund.
6. Die Schulangst und die Schulphobie: Abgrenzung von Schulangst und Schulphobie, deren Symptome sowie Ansätze zur therapeutischen und schulischen Bewältigung.
7. Lehrkräfte: Betrachtung der Rolle der Lehrkraft als Vertrauensperson und der durch hohen Leistungsdruck bedingten psychischen Belastungen.
8. Kritikpunkte: Detaillierte Auseinandersetzung mit dem Benotungssystem, dem veralteten Unterrichtsstoff, der frühen Selektion und dem belastenden Schulumfeld.
9. Privatschulen: Vorstellung alternativer Konzepte wie Montessori-, Waldorf- und Waldschulen und deren pädagogische Ansätze.
10. Verbesserungsvorschläge: Konkrete Ansätze zur Reform des Schulumfelds, wie Gruppenarbeiten und die Einführung von Schülerfirmen zur Praxisorientierung.
11. Das Ideale Bildungssystem: Skizzierung einer utopischen Vorstellung von Schule, die individuelle Potenziale fördert und eng mit der Lebensrealität verknüpft ist.
12. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass das aktuelle System veraltet ist und tiefgreifende, langwierige Veränderungen erfordert.
Schlüsselwörter
Schulsystem, Bildungspolitik, Schulkritik, Schulangst, Schulphobie, Leistungsdruck, Bildungsungleichheit, Lehrkräfte, Privatschulen, Montessori, Waldorf, Notensystem, Selektion, Schulumfeld, Reformpädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine kritische Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen deutschen Schulsystem, beleuchtet dessen historische Entwicklung und analysiert strukturelle Defizite, die sich auf Schüler: innen auswirken.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Lehrkräfte, die psychische Gesundheit der Schüler (Angst und Phobien), die Auswirkungen des Benotungssystems sowie der Vergleich zu alternativen Privatschulmodellen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, grundlegende Kritiken am Schulsystem zu diagnostizieren, wichtige Faktoren für Lernprozesse herauszufiltern und realistische Verbesserungsvorschläge für ein idealeres Bildungssystem abzuleiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, wertet Studien (wie die PISA-Studie) aus und bezieht erkenntnispsychologische sowie pädagogische Diskurse mit ein, um die Kritikpunkte zu belegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der heutigen Schüler, die Behandlung von Schulangst, die Rolle der Lehrkräfte, spezifische Kritikpunkte an Schule und Benotung sowie die Darstellung von Privatschulkonzepten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Schulkritik, Bildungsungleichheit, Reformpädagogik, Leistungsdruck, Schulangst und Schulentwicklung beschreiben.
Warum spielt die Hirnforschung in der Arbeit eine wichtige Rolle?
Die Autorin zieht Erkenntnisse aus der Hirnforschung heran, um zu erklären, wie unterschiedliche Lernvoraussetzungen von Kindern biologisch begründet sind und warum starre Frontalunterrichtsmethoden oft ineffektiv sind.
Welche Rolle spielt die sogenannte „Naina-Debatte“ im Kapitel zum Unterrichtsstoff?
Die „Naina-Debatte“ dient als Beispiel dafür, dass Schüler das Gefühl haben, das in der Schule vermittelte Wissen sei für ihr späteres Leben (wie Steuern oder Versicherungen) wenig relevant, was die Veraltung der Lehrpläne unterstreicht.
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- Milla Reusche (Autor:in), 2021, Eine kritische Auseinandersetzung mit dem heutigen Schulsystem in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182210