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(Sozial)Raum - ein Bestimmungsversuch

Title: (Sozial)Raum - ein Bestimmungsversuch

Presentation (Elaboration) , 2008 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Helene Erwin (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Im Allgemeinen wird unter einem Raum etwas verstanden, das, wie ein Hohlmaß,
mathematisch und physikalisch ermittelt werden kann und durch die Höhen-, Längen- und
Breitenangaben bestimmt ist. Der Wirklichkeitsbegriff des Raumes wird also dargestellt, da
die Definition dazu eine fixierte Einheit beschreibt, die kontextunabhängig ist. Dass der Raum
aber „eine an den Menschen und seine Kultur gebundene ,Dimension' sei“, wird von der
Gesellschaft größtenteils geleugnet.
Der mittelhochdeutsche Wortursprung des Begriffs Raum weißt jedoch auch „einestheils [auf]
die bedeutung des freien platzes und der weite mit ihren ausläufern“ hin. Der hier erwähnte
freie Platz ist nicht gezwungenermaßen als Örtlichkeit zu verstehen, sondern kann auch unter
einem sozialen Aspekt gesehen werden, auf den im Folgenden näher eingegangen wird..

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Raum-Begriff im Allgemeinen und speziell in den Sozialwissenschaften

1.1 Der absolute und der relative Raum

1.2 Der Sozialraum und der Raum

1.3 Die natürliche und die konstruierte Raumordnung

2.0 Was verbindet den Sozialraum mit der Sozialen Arbeit?

2.1 Die Sozialraumorientierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des Sozialraums im Kontext der Sozialen Arbeit, um ein tieferes Verständnis für dessen theoretische Fundierung und praktische Anwendung zu entwickeln. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich räumliche Konstruktionsprozesse und soziale Interaktionen theoretisch abgrenzen und für professionelle soziale Handlungsfelder fruchtbar machen lassen.

  • Theoretische Differenzierung zwischen absolutem, relativem und sozialem Raum
  • Konstruktivistische versus materialistische Raumtheorien
  • Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Strukturen und Raumkonzeptionen
  • Die Bedeutung der Sozialraumorientierung als professionelles Konzept der Sozialen Arbeit
  • Methodische Ansätze der fallunspezifischen Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

1. Der Raum-Begriff im Allgemeinen und speziell in den Sozialwissenschaften

Im Allgemeinen wird unter einem Raum etwas verstanden, das, wie ein Hohlmaß, mathematisch und physikalisch ermittelt werden kann und durch die Höhen-, Längen- und Breitenangaben bestimmt ist. Der Wirklichkeitsbegriff des Raumes wird also dargestellt, da die Definition dazu eine fixierte Einheit beschreibt, die kontextunabhängig ist. Dass der Raum aber „eine an den Menschen und seine Kultur gebundene ,Dimension' sei“2, wird von der Gesellschaft größtenteils geleugnet.

Der mittelhochdeutsche Wortursprung des Begriffs Raum weißt jedoch auch „einestheils [auf] die bedeutung des freien platzes und der weite mit ihren ausläufern“3 hin. Der hier erwähnte freie Platz ist nicht gezwungenermaßen als Örtlichkeit zu verstehen, sondern kann auch unter einem sozialen Aspekt gesehen werden, auf den im Folgenden näher eingegangen wird..

Der Philosoph Immanuel Kant spricht in seinem Werk Kritik der reinen Vernunft von einem Raumbegriff, den er für sich definiert hat. Raum stellt hier eine gegebene Größe dar, die unendlich, doch subjektiv zu sehen ist; nicht der Inhalt des Raumes ist konkret benannt, sondern der Raum macht Namenloses anschaulich. Das bedeutet, dass der Raum-Begriff ein relationaler ist. Genau wie in den Sozialwissenschaften ist dieser „kontextunabhängig und unter Umständen sogar überhistorisch [b]estimm[t] [...]“5. Die „jeweilige Relation aus historisch-spezifischen Raumordnungen und den jeweiligen politischen Kämpfen“ entscheiden darüber, in wie fern von einem Raum die Rede ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Raum-Begriff im Allgemeinen und speziell in den Sozialwissenschaften: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen wissenschaftlichen Definitionen von Raum, von physikalischen Ansätzen bis hin zu relationalen und konstruktivistischen Theorien.

1.1 Der absolute und der relative Raum: Hier werden der Container-Begriff des absoluten Raums und die relationalen, durch menschliche Interaktion geprägten Raumvorstellungen gegenübergestellt.

1.2 Der Sozialraum und der Raum: Der Abschnitt verdeutlicht die Abgrenzung des Sozialraums vom allgemeinen Raumbegriff als ein dynamisches Produkt menschlichen Handelns und sozialer Prozesse.

1.3 Die natürliche und die konstruierte Raumordnung: Dieses Kapitel untersucht anhand von Beispielen wie Staatsgrenzen, wie soziale und politische Ordnungen räumliche Gegebenheiten erst produzieren und markieren.

2.0 Was verbindet den Sozialraum mit der Sozialen Arbeit?: Das Kapitel beschreibt den Auftrag der Sozialen Arbeit, unter Berücksichtigung sozialräumlicher Gegebenheiten Notlagen zu mindern und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.

2.1 Die Sozialraumorientierung: Dieser Teil führt die Sozialraumorientierung als methodisches Konzept ein, das lebensweltorientierte und systemische Ansätze nutzt, um Ressourcen im Sozialraum zu mobilisieren.

Schlüsselwörter

Sozialraum, Soziale Arbeit, Sozialraumorientierung, Raumtheorie, Konstruktivismus, Materialismus, Lebensweltorientierung, Handlungsraum, Ressourcenmobilisierung, Fallunspezifische Arbeit, Gesellschaftsstruktur, Interaktion, Systemische Hilfe, Stadtentwicklung, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Bestimmung des Begriffs „Sozialraum“ und dessen Bedeutung für die Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse raumtheoretischer Diskurse, der Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Räumen sowie der Anwendung der Sozialraumorientierung in der Praxis.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale Prozesse Räume konstruieren und wie Soziale Arbeit dieses Wissen nutzen kann, um benachteiligte Gruppen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die zentrale Begriffe wie Raum, Sozialraum und Sozialraumorientierung anhand philosophischer und fachwissenschaftlicher Texte erarbeitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Raumbegriffs und die konkrete Verknüpfung dieser Theorien mit den Handlungsfeldern und Methoden der Sozialen Arbeit.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Sozialraum, Soziale Arbeit, Konstruktivismus, Ressourcenorientierung und lebensweltorientierte Hilfestellungen sind maßgebliche Begriffe.

Inwiefern beeinflusst der Konstruktivismus den Sozialraumbegriff?

Der Konstruktivismus betont, dass Raum kein objektiver Ort ist, sondern erst durch die sozialen Praktiken und Beziehungen der Menschen aktiv hervorgebracht wird.

Was ist das Besondere an der „fallunspezifischen Arbeit“?

Im Gegensatz zur individuellen Fallhilfe zielt die fallunspezifische Arbeit darauf ab, Netzwerke und Ressourcen in einem gesamten Sozialraum zu aktivieren, um Strukturen dauerhaft zu stärken.

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Details

Title
(Sozial)Raum - ein Bestimmungsversuch
College
University of Münster  (Erziehungswissenschaften)
Grade
2,0
Author
Helene Erwin (Author)
Publication Year
2008
Pages
11
Catalog Number
V118628
ISBN (eBook)
9783640220564
ISBN (Book)
9783640222896
Language
German
Tags
Bestimmungsversuch Sozialraum Sozial Raum Sozialpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helene Erwin (Author), 2008, (Sozial)Raum - ein Bestimmungsversuch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118628
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