Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Otros

Norm- und Wertvorstellungen des Wohlbefindens und der Gesundheit in Frauenzeitschriften

Título: Norm- und Wertvorstellungen des Wohlbefindens und der Gesundheit in Frauenzeitschriften

Trabajo Escrito , 2021 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Camille Simonin (Autor)

Sociología - Otros
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Norm- und Wertvorstellungen des Wohlbefindens und der Gesundheit vermittelt das Magazin "Nur für uns".

Bei dieser Untersuchung ist Pravu Mazumdars Argumentation zum Gesundheitsimperativ ein wesentlicher Baustein, der es ermöglicht, den Zusammenhang zwischen Gesundheit, Glück und Wohlbefinden zu verstehen und auf die Quelle anzuwenden. Des Weiteren ist die Definition von Zwang nach Eberhard Wolff besonders passend für die Analyse, da sie auf der Idee der Einschränkung von Denkoptionen und somit auf den Auswirkungen beruht, die ein Diskurs auf einen Menschen haben kann.

Um die Norm- und Wertvorstellungen der Zeitschrift herauszuarbeiten, wird sie zuerst bezüglich des Wohlbefindens analysiert, indem argumentiert wird, inwiefern Wohlbefinden als Lebensstil dargestellt und umworben wird und wie er performt werden kann. Danach wird der Diskurs nach dem Gesundheitsbegriff untersucht.

Schließlich wird, in den Seiten, die der Diät gewidmet sind, die Sprache untersucht und es wird sich abschließend mit den vermittelten Zwängen beschäftigt.

Die Arbeit stellt folgende Überlegungen an:
1. Welche Widersprüche vermittelt die Zeitschrift?
2. Welche Zwänge übt der Diskurs auf die Leser aus?
3. Wie wird Gesundheit in einer Frauenzeitschrift, die sich an Kund:innen mit geringem Einkommen richtet, verstanden und vermittelt?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methoden

3. Wohlbefinden: ein performter Lebensstil

3.1 Wohlbefinden: ein Lebensstil?

3.2 Ein performtes Wohlbefinden

4. Der Gesundheitsbegriff in Frauenmagazinen

4.1 Kriterien des Gesundseins am Beispiel des „Nur für uns“-Magazins

4.2 Die Sprache der Diätkultur

4.3 Ein Diskurs über Zwänge

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht mittels kulturanthropologischer Konzepte, welche Norm- und Wertvorstellungen zu Wohlbefinden und Gesundheit ein populäres Frauenmagazin vermittelt und welchen Zwang dieser Diskurs auf die Leserinnen ausüben kann.

  • Analyse des Zusammenhangs von Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensstil
  • Untersuchung der medialen Performanz und Inszenierung von Körperbildern
  • Kritische Betrachtung der "Diätkultur" und sprachlicher Imperative
  • Herausarbeitung von Machtstrukturen und der Einschränkung von Denkoptionen für die Leserschaft

Auszug aus dem Buch

3.2 Ein performtes Wohlbefinden

Das Leitbild der untersuchten Zeitschriften ist die gesunde, glückliche und schöne Frau. Auf den Titelseiten ist eine schlanke, weiße, lächelnde und oft langhaarige Frau zu sehen. Wenn man durch die Seiten der Nr.12 von 2020 blättert, merkt man, dass es derselbe Frauentyp ist, der für alle Themen („Aktuell“, „Mode & Beauty“, „Fit & Gesund“, „Reise & Natur“, „Tipps & Tricks“, „Kochen & Backen“25) abgebildet wird. Diese scheinbar ausgeglichene und makellose Frau, lächelt die Leserin an: Das Cover-Model trägt roten Lippenstift, Wimperntusche, hat weiße Zähne, die ihr großes Lächeln preisgeben. Ihre Augenbrauen sind geradlinig gezupft und dunkel geschminkt. Diese Frau hat blonde Strähnen und leichte Wellen in ihren langen Haaren, die ihr schlankes Gesicht umringen. Dieses Bild ist die Materialisierung, das Resultat der zahlreichen Tricks, die die Zeitschrift anbietet. Diese redundanten Frauenbilder entsprechen dem „Image“26, das die Leserinnen aufrechterhalten wollen.

Erving Goffman definiert das Image als ein „Termini sozial anerkannter Eigenschaften umschriebenes Selbstbild“27. Jeder Mensch verfolgt eine Verhaltensstrategie, um das eigene Image zu wahren. In der Zeitschrift scheint das Image der schlanken und glücklichen Frau, das zu sein, das die Leserinnen aufrechterhalten oder konzipieren wollen. Es ist nämlich diese Typologie der Frau, „Genießen und schlank bleiben“28, genauso wie die Frau auf dem Bild.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung populärer Frauenzeitschriften ein und formuliert die Fragestellung nach den vermittelten Norm- und Wertvorstellungen zu Gesundheit und Wohlbefinden.

2. Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, die Auswahl der Quelle (Dezember-Ausgabe 2020) und die Herausforderungen bei der Literaturrecherche im kulturanthropologischen Kontext.

3. Wohlbefinden: ein performter Lebensstil: Es wird analysiert, wie das Magazin Wohlbefinden als Teil eines kompletten, anzustrebenden Lebensstils konstruiert, der eng mit Glück und sozialer Distinktion verknüpft ist.

3.1 Wohlbefinden: ein Lebensstil?: Dieses Kapitel untersucht die stilisierte Lebenswelt des Magazins, in der Schlankheit als zentrales Element und soziale Distinktionsnorm etabliert wird.

3.2 Ein performtes Wohlbefinden: Hier wird die Rolle von Leitbildern und die damit verbundene Verhaltensstrategie der Leserinnen zur Aufrechterhaltung eines idealisierten Selbstbildes beleuchtet.

4. Der Gesundheitsbegriff in Frauenmagazinen: Das Kapitel reflektiert, wie Gesundheit in dem Magazin definiert und mit trivialen Themen verwoben wird, wobei eine deutliche Konzentration auf Äußerlichkeiten erkennbar ist.

4.1 Kriterien des Gesundseins am Beispiel des „Nur für uns“-Magazins: Anhand spezifischer Rubriken zeigt sich, dass Gesundheit primär als Schlanksein interpretiert und medizinische Themen banalisiert werden.

4.2 Die Sprache der Diätkultur: Der Abschnitt analysiert die sprachliche Gestaltung der Diät-Ratschläge, die Diät als Kampf gegen einen "Feind" (das Übergewicht) inszeniert und durch pseudowissenschaftliche Verweise untermauert.

4.3 Ein Diskurs über Zwänge: Es wird dargelegt, wie die einseitige Repräsentation von Körpern die Freiheit der Wahl und die Denkoptionen der Leserinnen einschränkt und einen gesellschaftlichen Zwang erzeugt.

5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Zeitschrift durch die Unzertrennlichkeit von Gesundheit, Glück und Schlankheit einen kontrollierten Lebensstil fordert und zur Verinnerlichung stereotyper Frauenbilder beiträgt.

Schlüsselwörter

Frauenzeitschrift, Wohlbefinden, Gesundheit, Schlankheitsnorm, Performanz, Lebensstil, Diätkultur, Gesundheitsimperativ, Selbstoptimierung, Geschlechterstereotypen, Verhaltensstrategie, Medienanalyse, Körperbild, Diskursanalyse, Machtstrukturen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kulturellen Norm- und Wertvorstellungen, die ein Frauenmagazin hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden an seine Leserschaft vermittelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die mediale Konstruktion von Lebensstilen, die Sprache der Diätkultur, der Zwang zur Selbstoptimierung und die stereotype Darstellung der idealen Frau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, wie Medien durch subtile Ratschläge und Bildsprache Denkoptionen einschränken und bestimmte Verhaltensnormen bei Frauen etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kulturanthropologische Diskursanalyse angewandt, die durch theoretische Konzepte (u.a. von Pravu Mazumdar, Eberhard Wolff und Michel Foucault) fundiert ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wohlbefinden als performter Lebensstil, die Dekonstruktion des Gesundheitsbegriffs in Frauenmagazinen sowie die Analyse sprachlicher und struktureller Zwänge innerhalb der Zeitschrift.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Performanz, Schlankheitsnorm, Gesundheitsimperativ, Lebensstil-Konstruktion und mediale Geschlechterstereotypen beschreiben.

Warum bezieht sich die Analyse speziell auf ein Magazin von der Supermarktkasse?

Die Wahl dient der Untersuchung populärer, alltagsnaher Medien, die eine breite Leserschaft erreichen und somit einen direkten Einfluss auf die gesellschaftliche Normbildung ausüben können.

Wie definiert die Autorin den Begriff „Zwang“ in diesem Kontext?

Der Zwang wird in Anlehnung an Eberhard Wolff als eine Kraft verstanden, welche die Freiheit der Wahl unter alternativen Denk- und Handlungsoptionen einschränkt, indem ein bestimmtes Ideal als einzig erstrebenswert dargestellt wird.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle der Medien?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Medien eine entscheidende Rolle bei der Verinnerlichung von Geschlechterstereotypen spielen und durch ihre Art der Berichterstattung einen normativen Druck auf Frauen ausüben.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Norm- und Wertvorstellungen des Wohlbefindens und der Gesundheit in Frauenzeitschriften
Universidad
University of Freiburg
Calificación
1,7
Autor
Camille Simonin (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
15
No. de catálogo
V1187654
ISBN (PDF)
9783346624130
ISBN (Libro)
9783346624147
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kulturanthropologie Selbstoptimierung Frauenzeitschrift Zwang Gesundheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Camille Simonin (Autor), 2021, Norm- und Wertvorstellungen des Wohlbefindens und der Gesundheit in Frauenzeitschriften, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187654
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  15  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint