Zielsetzung der Arbeit ist es, dem Leser die Herausforde-rungen auf zu zeigen, welche im Zusammenhang mit der Forschung mit Kindern entste-hen. Der Fokus der Arbeit liegt auf der qualitativen Forschung mit Kindern. Zu Beginn der vorgelegten Arbeit werden die Begriffe "Kinder" und "Qualitative Forschung" genauer erläutert. Diese Begriffe bilden die Basis für ein späteres besseres Verständnis. Im dritten Kapitel werden die Herausforderungen, welche bei der Forschung mit Kindern entstehen, erläutert. Dieses Kapitel bildet den Schwerpunkt der Arbeit. Abschließend wird ein aktuelles Fazit gezogen.
Da Forscher davon ausgehen, dass Kinder die Welt anders wahrnehmen und sehen als Erwachsene, ist es notwendig sich mit der Sichtweise der Kinder vertraut zu machen. Um die Perspektiven der Kinder verstehen und aufzeigen zu können, ist es von großer Bedeutung verschiedene Informationen über die Sichtweise der Kinder in Bezug auf Dinge und die Welt zu erlangen. Diese kindliche Sichtweise drückt sich im Handeln von Kindern aus. In diesem Phänomen, der Ausdruckweise und der Sicht der Kinder, ergeben sich nur nicht Chancen, sondern auch Probleme.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2. Begriffe und Grundlagen
2.1 Kindheit
2.2 Qualitative Forschung
3. Herausforderungen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die spezifischen Herausforderungen zu identifizieren und zu erläutern, die bei der Anwendung qualitativer Forschungsmethoden mit Kindern auftreten. Der Fokus liegt dabei auf der Anpassung von Erhebungssituationen an das Alter, die kognitive Entwicklung und die individuelle Lebenswelt der Kinder.
- Grundlagen der kindzentrierten Forschung
- Einfluss von Entwicklungsstand und Alter auf die Befragung
- Methodische Herausforderungen in der Interaktion mit Kindern
- Die Bedeutung von Vertrauen und Interviewgestaltung
- Umgang mit kindlicher Erzähllogik und Kommunikationsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
3. Herausforderungen
Sind bei der qualitativen Forschung die Teilnehmer unter 16 Jahre und die Forschenden bereits erwachsen, ergeben sich für die Befragung viele Herausforderungen. Es stellt sich die Frage, inwieweit Kinder in der Lage sind, ihre eigene Sichtweise erklären zu können. Die Herausforderung bei der Befragung besteht darin, sich dem Alter der Kinder bei der Fragestellung anzupassen um die sprachliche Entwicklung des jeweiligen Kindes berücksichtigen zu können. Grund hierfür sind die unterschiedlich stark ausgeprägten sprachlichen Entwicklungen der jeweiligen Kinder. Außerdem kann es sein, dass durch die unterschiedlichen Entwicklungen der Kinder eine mangelnde Fähigkeit vorhanden ist, um zeitliche und räumliche Relationen, Geschwindigkeiten, Häufigkeiten und Größen richtig einschätzen und bewerten zu können. Die Gedächtniskapazität, die Konzentrationsfähigkeit sowie das Abstraktionsvermögen des jeweiligen Kindes sind auch hier von entscheidender Bedeutung. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass der Forscher oder die Forscherin die Aussagen der Kinder richtig protokolliert. So könnte beispielsweise die Aussage des Kindes so verstanden werden, wie ebendieses es auch gemeint hat oder lediglich das Gesagte, also das gesprochene Wort, niedergeschrieben. Hierbei spielt die Objektivität des Forschers oder der Forscherin eine entscheidende Rolle. Es kann zu Abweichung der aufgenommen Daten kommen, welche das Ergebnis der Befragung verfälschen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung der Kindheitsforschung und führt in die Problematik ein, dass Kinder aufgrund ihres Alters und ihrer kognitiven Fähigkeiten eine spezifische methodische Herangehensweise benötigen.
2. Begriffe und Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten "Kindheit" und "Qualitative Forschung", um ein theoretisches Fundament für die anschließende Analyse zu schaffen.
3. Herausforderungen: Der Hauptteil beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Befragung von Kindern, wie etwa sprachliche Hürden, unterschiedliche kognitive Entwicklungsstände, die Rolle der Vertrauensbildung und die korrekte Protokollierung kindlicher Aussagen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont, dass trotz der methodischen Hürden die Forschung mit Kindern essenziell für neue, wertvolle Einblicke in deren Perspektive auf die Welt ist.
Schlüsselwörter
Qualitative Forschung, Kindheitsforschung, Befragung von Kindern, Interviewgestaltung, Kognitive Entwicklung, Sprachliche Entwicklung, Methodik, Vertrauensbildung, Herausforderungen, Kindliche Perspektive, Erzähllogik, Datenerhebung, Objektivität, Entwicklungsstand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den methodischen und praktischen Herausforderungen, die bei der Durchführung qualitativer Forschungsinterviews mit Kindern auftreten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Kindheit, die Grundlagen qualitativer Forschungsmethoden sowie die spezifischen Hindernisse bei der Kommunikation zwischen erwachsenen Forschern und minderjährigen Probanden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, dem Leser die kritischen Herausforderungen aufzuzeigen, die bei der Forschung mit Kindern entstehen, um eine fundierte und altersgerechte Datenerhebung zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär betrachtet?
Die Arbeit konzentriert sich explizit auf die qualitative Forschungsmethode, da diese besonders dazu geeignet ist, subjektive Perspektiven und Gefühle der Kinder zu erfassen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie sich unterschiedliche Entwicklungsstände, sprachliche Fähigkeiten und die psychologische Verfassung von Kindern auf die Qualität und Validität der erhobenen Daten auswirken.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie "Qualitative Forschung mit Kindern", "Altersgerechte Herangehensweise", "Vertrauensbildung" und "Erzähllogik".
Warum ist das Alter des Kindes bei der Befragung so entscheidend?
Das Alter korreliert stark mit dem kognitiven Entwicklungsstand, dem Abstraktionsvermögen und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit, was maßgeblich bestimmt, wie Fragen formuliert und verstanden werden müssen.
Wie gehen Forscher mit der Problematik um, dass Kinder oft versuchen, im Sinne der Erwachsenen zu antworten?
Die Arbeit verdeutlicht, dass der Forscher gefordert ist, durch eine angstfreie Atmosphäre und den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung eine authentische Erzählsituation zu schaffen, um ehrliche, nicht konforme Antworten zu erhalten.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Hahn (Autor:in), Befragungen von Kindern als Herausforderung der Qualitativen Forschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188403