Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) - Eine kritische Analyse


Diplomarbeit, 2008

75 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellen-/Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Fundierung von Präferenzabkommen
2.1 Die verschiedenen Formen von Präferenzabkommen
2.2 Die traditionellen, statischen Theorien der wirtschaftlichen Integration
2.3 Dynamische Effekte von Präferenzabkommen
2.4 Führen Präferenzabkommen zu multilateralem Freihandel?
2.4.1 Die „Dynamic Time-Path Analysis“
2.4.2 Sind Präferenzabkommen „Building Blocks“ oder „Stumbling Blocks“?

3. Die NAFTA als Freihandelsabkommen
3.1 Chronologie der Gründung der NAFTA und die Erwartungen ihrer Mitglieder
3.2 Grundzüge des Abkommens
3.3 Die Herkunftsregeln der NAFTA und deren Effekte
3.4 Die „Side Agreements“
3.5 Die NAFTA als Form des „neuen Regionalismus“

4. Innere Entwicklung seit Gründung der NAFTA
4.1 War die NAFTA förderlich für das Wachstum des BIP in den Mitgliedstaaten?
4.1.1 Der Handel innerhalb der NAFTA
4.1.2 Die Entwicklungen der ausländischen Direktinvestitionen
4.2 Vergleichende Studien über die Auswirkungen der NAFTA auf die Handelsströme - Handelsschaffende oder Handelsumlenkende Effekte der NAFTA?
4.3 Beurteilung der inneren Entwicklungen Mexikos

5. NAFTA und das Verhältnis gegenüber Nichtmitgliedern – „Building Block“ oder „Stumbling Block“

6. Schlussfolgerungen

Anhang.

Literaturverzeichnis

Tabellen-/Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: „Dynamic Time Path“ Analyse

Abbildung 2: Bilaterale und regionale Freihandelsabkommen der drei NAFTA-Länder außerhalb der NAFTA

Abbildung 3: Der „spaghetti bowl“-Regionalismus auf dem amerikanischen Kontinent

Tabelle 1: Mexikanische Exporte in die USA im Jahr 2000 und NAFTA’s Handelsregime

Tabelle 2: Wachstumsraten des realen BIP der Mitgliedsstaaten der NAFTA von 1992- 2002 in Prozent

Tabelle 3: Der Güterhandel der USA mit den NAFTA-Partnern, 1989-2004 (in Milliarden US$)

Tabelle 4: Der mexikanische Güterhandel mit den NAFTA-Partnern, 1993-2001, (in Milliarden US$)

Tabelle 5: Intraregionaler Handel der NAFTA-Länder, 1990-1994 und 2002-2006, (Jährlicher Durchschnitt in Prozent)

Tabelle 6: Ausländische Direktinvestitionen im NAFTA-Gebiet von 1988-2000 (in Milliarden US$), und Anteil an den weltweiten ausländischen Direktinvestitionen.

Tabelle 7: Ausländische Direktinvestitionen der USA in Kanada und Mexiko von 1994-2001 (in Milliarden US$), und Anteil an den ausländischen Direktinvestitionen der USA weltweit

Tabelle 8: Ausländische Direktinvestitionen in Mexiko von 1994-2001 (in Milliarden US)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Im nächsten Jahr feiert das „North American Free Trade Agreements“ (NAFTA) zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und Mexiko den 15. Jahrestag seines Bestehens. Zur Zeit seiner Gründung handelte es sich bei der NAFTA um das erste Freihandelsabkommen zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern. Die NAFTA gilt daher als Anschauungsobjekt für die Auswirkungen von Nord-Süd Freihandelsabkommen und als Modell für zukünftige Abkommen dieser Art.[1]

Ziel dieser Arbeit ist es, den wirtschaftlichen Einfluss der NAFTA auf seine Mitglieder zu analysieren und die globalen Auswirkungen dieses Abkommens auf das multilaterale Handelssystem der „World Trade Organization“ (WTO) kritisch zu hinterfragen.

Mit Blick auf die Vorbildfunktion der NAFTA für zukünftige Abkommen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern, kommt der Entwicklung Mexikos unter der NAFTA große Bedeutung zu. Von besonderer Relevanz sind dabei die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Mexiko, die als Schlüssel für den Erfolg dieses Abkommens angesehen werden.[2] Aus diesem Grund sollen im Rahmen dieser Arbeit die Beziehungen zwischen diesen zwei Ländern im Vordergrund stehen.

Im zweiten Kapitel der Arbeit soll unter Zuhilfenahme der Theorien der Präferenzabkommen, die Grundlage für ein umfassenderes Verständnis der Funktionsweisen von Freihandelszonen geschaffen werden. Hierfür wird zunächst die traditionelle statische Wohlfahrtsanalyse erörtert, welche die Effekte von Präferenzabkommen in handelsumlenkende und handelsschaffende Wohlfahrtseffekte aufteilt. Danach werden die dynamischen Effekte von Präferenzabkommen vorgestellt. In diesem Zusammenhang wird die Frage thematisiert, ob Präferenzabkommen förderlich oder hinderlich für die multiliberale Liberalisierung des Welthandels im Rahmen der WTO sind. Im anschließenden Kapitel werden die Grundzüge der NAFTA und der damit einhergehende Liberalisierungsprozesses dargestellt. Im Rahmen dieser Charakterisierung sollen mögliche nichttarifäre Handelshemmnisse unter der NAFTA ebenso, wie der „neue Regionalismus“, dem die NAFTA zugeschrieben wird, betrachtet werden. Im vierten Kapitel wird zuerst die Entwicklung des Handels und der Investitionen der drei NAFTA-Mitglieder aufgezeigt. In einem nächsten Schritt folgt eine Vorstellung der Ergebnisse vergleichender Studien über die Auswirkungen der NAFTA auf die Handelsströme im Abkommensgebiet sowie die Beantwortung der Frage nach den statischen Wohlfahrtseffekten der NAFTA. Abgerundet wird dieses Kapitel mit einer kritischen Bewertung der inneren Entwicklung Mexikos.

Kapitel 5 der Arbeit bezieht sich auf die Darstellung und Analyse des Verhältnisses der NAFTA-Staaten zu Nichtmitgliedern. In diesem Zusammenhang soll auch die im Theorieteil aufgeworfene Frage, ob die NAFTA die multiliberale Liberalisierung des Handels im Rahmen der WTO unterstützt oder untergräbt, beantwortet werden. Zum Abschluss findet eine Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse der Analysen dieser Arbeit statt, indem nochmals auf die wesentlichen Einflussfaktoren des Erfolgs bzw. Misserfolgs der NAFTA eingegangen wird.

2. Theoretische Fundierung von Präferenzabkommen

In diesem Kapitel wird zunächst die Theorie der traditionellen, statischen Wohlfahrtsanalyse ausführlich dargestellt, um im Anschluss daran die dynamischen Effekte von Präferenzabkommen genauer zu beleuchten. Besonderes Augenmerk soll hier, auf die unter Ökonomen besonders umstrittenen Frage, der Auswirkungen von Präferenzabkommen auf das multilaterale Handelssystem gelegt werden.[3] Stellen Präferenzabkommen einen Schritt in Richtung des Ideals des multilateralen Freihandels dar oder sind sie vielmehr als hinderlich auf dem Weg dorthin einzustufen? Die aus dieser Analyse gewonnenen, theoretischen Erkenntnisse sollen dann in den nachfolgenden Kapiteln als Grundlage für die Bewertung der statischen Effekte der NAFTA, sowie für die Bewertung des Einflusses dieser Freihandelszone auf den dynamischen Prozesses der Multilateralen Liberalisierung, herangezogen werden.

2.1 Die verschiedenen Formen von Präferenzabkommen

In der internationalen Handelspolitik existiert die Wahlmöglichkeit zwischen zwei verschiedenen Arten der reziproken Handelsliberalisierung: Auf der einen Seite die multilaterale Liberalisierung im Zuge mehrjähriger Welthandelsrunden und auf der anderen Seite die Liberalisierung in Form von präferentiellen Handelsabkommen.[4] Die Bedeutung Letzterer spiegelt sich unter anderem in der Tatsache wieder, dass einerseits deren Anzahl einen rasanten Zuwachs verzeichnen konnte und andererseits inzwischen nahezu jedes Land der Welt, Mitglied in mindestens einem Präferenzabkommen ist.[5] Der oberste Grundsatz der WTO ist das Meistbegünstigungs-Prinzip in Art. 1 des „General Agreement on Tariffs and Trade“ (GATT).[6] Demnach müssen Handelsvergünstigungen, die ein WTO Mitgliedsland einem anderen Land einräumt, auch allen anderen Mitgliedern der WTO gewährt werden. Präferenzabkommen verstoßen im Gegensatz zur multilateralen Liberalisierung gegen diese Politik der Nicht-Diskriminierung. Präferenzabkommen sind aber dennoch nach Artikel 24 des GATT unter der Vorraussetzung erlaubt, dass bei der Errichtung von Freihandelszonen und Zollunionen die Erhebung von Zöllen beim Handel unter den Mitgliedsstaaten gänzlich beseitigt wird.[7]

Die Begriffe Freihandelszone und Zollunion als Formen von Präferenzabkommen tauchen im Rahmen der Theorie vermehrt auf und bedürfen daher einer Klärung. [8] Bei der Errichtung einer Freihandelszone, verständigen sich zwei oder mehr Vertragsparteien darauf, die Zölle auf gegenseitige Importe gänzlich zu reduzieren. Jedes Mitgliedsland der Freihandelszone bestimmt aber seine Zollpolitik gegenüber Drittstaaten weiterhin autonom.[9]

Im Fall einer Zollunion wird zusätzlich zur vollständigen Abschaffung der internen Zollbarrieren zwischen den Mitgliedern, eine gemeinsame Zollpolitik gegenüber Drittländern betrieben.[10]

2.2 Die traditionellen, statischen Theorien der wirtschaftlichen Integration

Es war Jacob Viner, der im Jahre 1950 mit seinem Werk „The Custom Union Issue“, einen wichtigen Beitrag zur traditionellen Theorie der regionalen Integration leistete. [11] Viner war der Erste, der die bis dahin allgemeingültige Annahme widerlegte, präferentielle Liberalisierung, obwohl scheinbar ein Schritt in Richtung Ideal des Freihandels, sei zwangsläufig mit einer Wohlfahrtserhöhung verbunden. Anhand des Beispiels einer Zollunion, zeigte Viner, dass bei der Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Präferenzabkommen im Rahmen der traditionellen Theorie, zwei gegensätzliche Effekte gegeneinander abgewogen werden müssen. Während handelsschaffende Effekte mit einer Wohlfahrtssteigerung verbunden sind, führen handelsumlenkende Effekte zu Wohlfahrtsverlusten.[12] Die aus der Vinerschen Analyse einer Zollunion gewonnen Erkenntnisse, behalten ihre Gültigkeit jedoch auch für Freihandelszonen.[13]

Von handelsschaffenden Effekten einer Zollunion wird gesprochen, wenn aufgrund der Abschaffung von Zöllen innerhalb der Präferenzzone, ineffiziente inländische Produktion eines bestimmten Gutes durch effizientere Importe aus Mitgliedsländern ersetzt werden. Dementsprechend kommt es zu einer Expansion des Handels unter den Partnerländern.[14] Dies führt nicht nur auf der Angebotsseite, sondern auch auf der Nachfrageseite zu einer Erhöhung der Wohlfahrt. Zum einen profitieren die inländischen Konsumenten[15] von der Verfügbarkeit günstigerer Importprodukte und können daher eine höhere Konsumentenrente erzielen. Zum anderen werden durch die Verdrängung ineffizienter, inländischer Produktion, Produktionsfaktoren freigesetzt, die dann in produktiveren Sektoren der Volkswirtschaft eingesetzt werden können. [16]

Bei der Gründung einer Zollunion werden die Zölle gegenüber Mitgliedsländern eliminiert. Ersetzt ein Mitgliedsland, Importe die es vor der Bildung der Zollunion vom effizientesten Anbieter bezogen hat, aufgrund dieses Zollvorteils durch ineffizientere Importe aus einem Mitgliedsland, spricht man von handelsumlenkenden Effekten.[17] Es kommt zwar zu einem Ansteigen der Konsumentenrente, da die inländischen Konsumenten, das entsprechende Gut wegen der Zollreduktion günstiger einkaufen können, dem entgegen steht jedoch eine Erhöhung der volkswirtschaftlichen Kosten. Es müssen mehr Devisen aufgewendet werden, um die ohne Zollvorteil eigentlich teureren Importe aus Mitgliedsländern zu bezahlen, und es kommt es zu einer Verringerung der Zolleinnahmen des Staates aus dem Handel mit Drittländern. Sind die Wohlfahrtsgewinne auf Konsumentenseite größer als die Verluste auf Seiten des Staates, so resultiert daraus ein Nettowohlfahrtsgewinn des Inlands, im entgegengesetzten Fall eine Wohlfahrtsreduktion im Inland. [18]

Sind die aus der Gründung der Präferenzzone resultierenden handelsschaffenden Effekte größer als die handelsumlenkenden Effekte, dann folgt daraus eine Gesamtwohlfahrtssteigerung für die Welt.[19] Es gilt allerdings zu beachten, dass trotz einer Wohlfahrtssteigerung für die Welt, sich einzelne Mitglieder des Abkommens dennoch schlechter stellen können, da es infolge veränderter Zolleinahmen zu einer Einkommensumverteilung zwischen den Mitgliedsstaaten kommt. Der Grund hierfür liegt in der Veränderung der Terms of Trade der Mitglieder des Präferenzabkommen.[20]

Die wichtige Erkenntnis für die Bewertung von Präferenzabkommen, dass Multilaterale Liberalisierung der Präferentiellen Liberalisierung generell überlegen sei, konnten Cooper und Massell im Jahre 1965 gewinnen. Sie veranschaulichten, dass eine mögliche Wohlfahrtserhöhung für die Welt durch handelsschaffende Wirkungen eines Präferenzabkommens, jeder Zeit mit Hilfe multilateraler Liberalisierung erreicht werden kann.

Die multilaterale Liberalisierung verursacht im Gegensatz zur präferentiellen Liberalisierung jedoch keine handelsumlenkende Effekte. [21]

2.3 Dynamische Effekte von Präferenzabkommen

Viele Befürworter von Regionalen Integrationsabkommen argumentieren, dass nicht die statischen, sondern die dynamischen Effekte, die größten Gewinne für die beteiligten Länder mit sich bringen.[22] Dani Rodrik schreibt zu den Vorteilen einer Öffnung zum Weltmarkt:

„Openness to the world economy can be a source of many economic benefits. The importation of investment and intermediate goods that may not be available domestically at comparable costs, the transfer of ideas and technology...” [23]

Daher sollen an dieser Stelle die dynamischen Gewinne, die sich aus der Bildung von Präferenzzonen ergeben können, einer genaueren Betrachtung unterzogen werden.

Ein Präferenzabkommen verschafft den Firmen der Mitgliedsstaaten Zugang zu neuen Märkten, wodurch komparative Vorteile besser genützt und somit Ressourcen der einzelnen Volkswirtschaften effizienter eingesetzt werden können. Ferner kann auf dem größeren Markt ein höherer Grad an Spezialisierung der Produktion erreicht werden, als auf nationaler Ebene. Dies hat zur Folge, dass die Produktivität und das Realeinkommen steigen. Zusätzlich zu diesem einmaligen Einkommenseffekt, können nachfolgende Faktoren einen langfristigen Wachstumsprozess in Gang setzen. [24]

Die Firmen erkennen die sich ihnen bietenden Chancen und dehnen ihre Aktivitäten auf die neuen Märkte aus. Durch die vergrößerte Ausbringungsmenge, lassen sich Skalenvorteile realisieren und zu geringeren Durchschnittskosten produzieren.[25] Mit dem Abschaffen der Handelsbarrieren innerhalb der Präferenzzone kommt es zu intensiverem Wettbewerb und die Firmen geraten unter erhöhten Anpassungsdruck. Um diesem standzuhalten, erhöhen die Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsausgaben und versuchen Spezialisierungsvorteile stärker zu nutzen. Folglich werden neue Technologien entwickelt, der Entwicklungszyklus für neue Produkte wird kürzer und es kommt zu einer größeren Produktdifferenzierung. Durch dieses Zusammenspiel von Innovationen und einer verstärkten Produktdifferenzierung werden neue Märkte geschaffen und der Wettbewerb weiter erhöht. Wird zusätzlich zur Reduktion der Zollsätze noch der Kapitalverkehr zwischen den Mitgliedern liberalisiert, kommt es zu einer verbesserten Kapitalallokation. Der größere Markt der Präferenzzone wirkt außerdem attraktiver auf Investoren aus Drittstaaten und es fliesst neues Kapital in Form von ausländischen Direktinvestitionen in die Mitgliedsländer. Zusammen mit dem Kapital kommen neue Technologien, und spezielle Fähigkeiten ins Land, was besonders für den Aufholprozess von Entwicklungsländern von besonderer Bedeutung ist.[26] In Entwicklungsländern ist Kapital generell ein knapper Faktor und technologisches Wissen ist unterentwickelt. [27] Durch dieses Zusammenwirken von verschärften Wettbewerb und verstärkten Investitionstätigkeiten kann ein langfristiger Wachstumsprozess ausgelöst werden und es beginnt infolgedessen ein dynamischer Kreislauf von sich verändernden komparativen Vorteilen, sich veränderter relativer Faktorausstattung und technologischen Fortschritt.[28]

2.4 Führen Präferenzabkommen zu multilateralem Freihandel?

Im Folgenden soll mit Hilfe des von Bhagwati entwickelten „Dynamic Time- Path“ Konzepts analysiert werden, ob regionale Integrationsabkommen hilfreich oder nachteilig für den Prozess der multilateralen Handelsliberalisierung sind. Um es mit den Schlagworten von Bhagwati auszudrücken, sind Präferenzabkommen „Building Blocks“ oder „Stumbling Blocks“ auf dem Weg zu nichtdiskriminierendem, globalem Freihandel?[29]

2.4.1 Die „Dynamic Time-Path Analysis“

Um die „Dynamic Time-Path Analysis“ durchzuführen, wurden zwei verschiedene, analytische Fragestellungen formuliert. Bei der ersten Frage wurde unterstellt, dass die „Time-Paths“ von den zwei unterschiedlichen Vorgehensweisen der Handelsliberalisierung völlig unabhängig voneinander sind, also folglich multilaterale Verhandlungen und präferentiellen Handelsabkommen weder hinderlich noch förderlich füreinander sind. Es ist daher zu untersuchen, ob der „Time-Path“ der Präferenzabkommen von einem stagnierenden Verlauf der Mitgliederzahl geprägt ist, oder aber von einer starken Erweiterung der Zahl der Mitgliedsländer, und somit das angestrebte Ziel des weltweiten Freihandels zwischen allen Ländern erreicht werden kann. Durch einen Vergleich der „Time-Paths“ kann eingeordnet werden, wie effektiv die beiden Arten der reziproken Handelsliberalisierung jeweils sind, den Idealzustand eines nicht diskriminierenden Freihandels zu erreichen.[30]

In Frage 2 wird davon ausgegangen, dass sich die „Time-Paths“ der multilateralen Handelsliberalisierung und der Präferenzabkommen gegenseitig beeinflussen und daher nicht unabhängig voneinander sind. Unter dieser Annahme wird zu untersuchen sein, ob Präferenzabkommen für den weiteren Verlauf der multilateralen Liberalisierung förderlich oder hinderlich sind.[31]

Frage 1 wird anhand von Abbildung 1[32] veranschaulicht. Während auf der Abszisse die Zeit abgetragen wurde, kann auf der Ordinate die Wohlfahrt der gesamten Welt abgelesen werden. In dieser Grafik sind fünf unterschiedliche „time-paths“ eingezeichnet, wobei vier den Verlauf der „Time-Paths“ der Präferenzabkommen wiedergeben. Eine Aufwärtsbewegung im Verlauf dieser vier Kurven signalisiert eine wachsende Anzahl von Mitgliedern der Präferenzabkommen. Eine Aufwärtsbewegung der „Process-Multilateralism“-Kurve resultiert aus einer Reduzierung der Handelsbarrieren unter Beachtung des Meistbegünstigungsprinzips in Artikel 1 des GATT im Rahmen von Welthandelsrunden. Das Wohlfahrtsniveau U*, das es nach einem bestimmten Zeitverlauf zu erreichen gilt, repräsentiert globalen Freihandel. In diesem Punkt wird die Gesamtwohlfahrt der Welt gerade maximiert. Anhand der verschiedenen Verläufe der „Time-Paths“ I-IV lässt sich verdeutlichen, dass die Präferenzabkommen die Wohlfahrt gleich zu Beginn vom Ausgangsniveau U0 auf Up2 zu erhöhen vermögen, sofern die handelsschaffenden größer als die handelsumlenkenden Effekte sind, oder im umgekehrten Fall die Wohlfahrt der Welt sofort von U0 auf U 1 vermögen. zu reduzieren

Unabhängig von diesem statischen Wohlfahrtseffekt zu Beginn, besteht die Möglichkeit der Stagnation von Präferenzabkommen, wie zu sehen im Verlauf der „Time-Paths“ II und III. Es kommt dann zu keiner Erweiterung der Mitgliedsstaaten in dem betreffenden Präferenzabkommen und kann die Aufteilung der Weltwirtschaft in Handelsblöcke zur Folge haben. Es kann allerdings auch, wie im Verlauf der „Time-Paths“ I und IV zu erkennen, das angestrebte Wohlfahrtsniveau U* erreicht werden. Dieses gelingt, falls die Mitgliederzahl eines Präferenzabkommens kontinuierlich wächst, bis alle Länder beigetreten sind und auf diese Weise globaler Freihandel erreicht wird.[33]

Wie aus Abbildung 1 ersichtlich, besteht die Möglichkeit, dass globaler Freihandel mittels multilateraler Verhandlungen aufgrund von Trittbrettfahrerverhalten nicht erreicht werden kann. Wird das Trittbrettfahrerproblem nicht überwunden, kann die „Process- Multilateralism“-Kurve durch multilaterale Verhandlungen statt des angestrebten Punktes U* lediglich den Punkt Um erreichen.[34] Beim Trittbrettfahrerproblem, besteht für ein einzelnes Land der Anreiz, aufgrund des für alle Mitgliedsländer der WTO geltenden Meistbegünstigungsprinzips, zwar von den Ergebnissen der multilateralen Verhandlungen anderer Mitgliedsländer zu profitieren, selbst aber keine oder nur sehr geringe Zugeständnisse anzubieten.[35]

2.4.2 Sind Präferenzabkommen „Building Blocks“ oder „Stumbling Blocks“?

Mit Hilfe informeller Argumente[36] soll in einem nächsten Schritt, die unter Ökonomen heftig umstrittene Frage, ob Präferenzabkommen „Building Blocks“ oder „Stumbling Blocks“ auf dem Weg zu globalem Freihandel sind, erörtert werden. Es handelt sich hierbei um die zweite von Bhagwati aufgestellte „Dynamic Time-Path Question“, bei der die realitätsnahe Annahme getroffen wurde, dass die präferentielle Liberalisierung bzw. multilaterale Liberalisierung gleichzeitig erfolgen und dementsprechend miteinander interagieren.

Zugunsten der „Building Block“-These lässt sich anführen, dass es bei multilateralen Verhandlungen zwischen wenigen großen Verhandlungsblöcken schneller zu einen Konsens kommt, als im Falle vieler, jeweils einzeln verhandelnder Länder.[37] Im multilateralen Forum der WTO gestalten sich die Verhandlungen aufgrund der Vielzahl der Mitglieder, sowie des im letzten Unterkapitel erläuterten Trittbrettfahrerproblems schwierig und schreiten nur langsam voran. Schliessen sich die Länder der Welt zu wenigen großen Handelsblöcken zusammen, werden multilaterale Verhandlungen einfacher und überschaubarer. Da diese Handelsblöcke bei erfolgreichen Liberalisierungsverhandlungen größere Gewinne realisieren können, als die vielen, jeweils einzeln verhandelnden Länder, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine Einigung.[38]

Für die „Building-Block“-These spricht des Weiteren, dass Präferenzabkommen als Druckmittel eingesetzt werden können, um ins Stocken geratene, multilaterale Verhandlungen in der WTO zu beschleunigen.[39] Die Drohung der USA, im Falle des Scheiterns der Uruguay Runde, ein Freihandelsabkommen mit einigen asiatischen Staaten zu begründen, soll die Europäische Union (EU) zu einem Einlenken in den Verhandlungen bewegt haben. Das gleiche Argument lässt sich jedoch auch zugunsten der „Stumbling Block“-Position auslegen. Dieser Fall tritt ein, wenn ein Land infolge der Mitgliedschaft in einer Vielzahl von Präferenzabkommen, nur einen sehr geringen Anreiz verspürt, multilaterale Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.[40]

Unter der Annahme, dass Präferenzabkommen zu handelsumlenkenden Effekten führen, steigt der Druck auf Nichtmitglieder einem Integrationsabkommen beizutreten, da sie sonst unter den negativen Auswirkungen der handelsumlenkenden Effekten zu leiden hätten. Dieser Druck für Nichtmitglieder wird umso größer, je größer ein Handelsblock wird. Ist ein Handelsblock offen für neue Mitglieder, so werden alle Länder, die Vorteile aus einer Mitgliedschaft haben, diesem beitreten. Andernfalls haben ausgeschlossene Mitglieder einen Anreiz eigene Präferenzabkommen zu unterzeichnen. Es wird somit ein Domino-Effekt ausgelöst, der im Idealfall zu globalem Freihandel als Endzustand führt. [41] Es lässt sich jedoch zugunsten der „Stumbling Block“-These argumentieren, dass der Domino-Effekt letzten Endes doch nicht zu multilateralem Freihandel führt, da eine unbegrenzte Erweiterung eines Handelsblocks für bereits bestehende Mitglieder nachteilig wäre. Die Interessengruppen in den Mitgliedsländern, die von den handelsumlenkenden Effekten eines Präferenzabkommens gegenüber Nichtmitgliedern profitieren, werden Lobbyismus gegen eine weitere multilaterale Liberalisierung betreiben, um ihre Vorteile nicht wieder zu verlieren. Es muss immer Länder außerhalb eines Handelsblocks geben, von deren Nachteilen die Mitglieder eines Präferenzabkommen profitieren können.[42]

Es gibt in den zuständigen Ministerien eines Landes nur eine bestimmte Anzahl an qualifiziertem Personal in Fragen der Handelsliberalisierung. Befindet sich ein Land gerade in Verhandlung über ein Präferenzabkommen, kann es vorkommen, dass ein Land nicht über genügend Ressourcen verfügt, um die globale Liberalisierung im Rahmen der WTO zu forcieren. In diesem Fall würden Präferenzabkommen die multilateralen Bemühungen untergraben und nicht wie gewünscht vorantreiben.[43]

Die kontroverse Frage, welchen Einfluss Präferenzabkommen auf das offene, multilaterale Handelssystem ausüben, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es lassen sich sowohl für die „Building Block“-These, als auch für die „Stumbling-Block“ These Modelle und Argumente finden, um die jeweilige Position zu untermauern.[44]

3. Die NAFTA als Freihandelsabkommen

Im ersten Teil dieses Kapitels soll ein kompakter Überblick über die Entstehung der NAFTA und den damit verbundenen Liberalisierungsprozesses gegeben werden. Im nächsten Schritt sollen mögliche nicht-tarifäre Handelsbarrieren betrachtet werden und in diesem Zusammenhang auch die Herkunftsregeln und „side agreements“ der NAFTA genauer unter die Lupe genommen werden. Im Anschluss soll die „neue Regionalismusbewegung“, der die NAFTA angehört, dargestellt werden. Ein fundiertes Verständnis dieser Charakteristika ist notwendig, um in späteren Kapiteln die Effekte und Entwicklungen, seit Gründung der NAFTA einer umfassenden Bewertung unterziehen zu können.

3.1 Chronologie der Gründung der NAFTA und die Erwartungen ihrer Mitglieder

Die Gründung der NAFTA war ursprünglich ein Projekt zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Juni 1990 verkündeten der mexikanische Präsident Carlos Salinas und der US-amerikanische Präsident George H. W. Bush das ehrgeizige Vorhaben eine Freihandelszone zwischen beiden Länder zu etablieren. Als ein Jahr später die Verhandlungen begannen, kam Kanada mit an den Verhandlungstisch. Am 12. August 1992 konnten die Verhandlungen zwischen den drei Ländern, über die Ausgestaltung der NAFTA, erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem planmäßigen Inkrafttreten am 1. Januar 1994, wurde einer der zwei größten Freihandelsräume der Welt, bezogen auf Bevölkerung und Bruttoinlandsprodukt (BIP), errichtet. In dieser Freihandelszone lebten im Jahr der Implementierung 360 Millionen Menschen, die wiederum Güter und Dienstleistungen im Wert von 6 Billionen US$ produzierten.[45] Zwölf Jahre nach Inkrafttreten ist die NAFTA ein etabliertes Freihandelsabkommen mit einer Bevölkerung von 439 Millionen und einem gemeinsamen BIP von 15 Billionen US$.[46] Neben der immensen wirtschaftlichen Größe der NAFTA, ist noch von Bedeutung, dass es sich hierbei um das erste Freihandelsabkommen zwischen hochentwickelten Staaten und einem Entwicklungsland handelt.[47]

Die wirtschaftliche Integration Nordamerikas hatte aber nicht erst mit der Etablierung der NAFTA begonnen, sondern war bei deren Gründung schon in vollem Gange. Auf Seiten Kanadas und den USA offenbarte sich dies in der Unterzeichnung des Canada-United States Automotive Agreement im Jahr 1965, sowie des „Canada-US Free Trade Agreement“ (CUSFTA) im Jahr 1989.[48]

In Mexiko fand in der zweiten Hälfte der 80er Jahre eine völlige Neuorientierung der Wirtschaftspolitik statt. Nach jahrzehntelanger Verfolgung einer Politik der Importsubstitution, begann Mexiko unter Präsident Salinas seine Volkswirtschaft zum Weltmarkt zu öffnen.[49] Von einem hohen Protektionsniveau im Jahr 1985, wurden bis 1990 alle quantitativen Beschränkungen auf Importe beseitigt, sowie die Zölle stark reduziert. Nach Schätzungen erhob Mexiko zu Beginn der 90er Jahre noch einen durchschnittlichen Zollsatz von 10 Prozent auf Importe der USA, während die USA einen durchschnittlichen Zollsatz von 4 Prozent gegenüber mexikanischen Importen verlangten. [50] Zum Vergleich, im Jahr 1985 betrug der durchschnittliche Zollsatz Mexikos noch 25 Prozent. Dementsprechend fand in Mexiko eine starke Handelsliberalisierung schon vor Schaffung der NAFTA statt.[51]

Mittels des Beitritts Mexikos zum GATT im Jahr 1986 versuchte Salinas seinem Land den Zutritt zu den Weltmärkten zu ermöglichen. Als jedoch Anfang der 90er die multilateralen Verhandlungen in der WTO ins Stocken gerieten, wurde es umso wichtiger für Mexiko durch ein Freihandelsabkommen den direkten Zugang zum wichtigen US-amerikanischen Markt sicherzustellen. Aus intensiveren, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu seinem nördlichen Nachbarn versprach sich Mexiko eine Stabilisierung des politischen Umfeldes, eine Zunahme des ausländischen Kapitalzuflusses, sowie ein stärkeres Wirtschaftswachstum. Auf diese Weise wollte Salinas den begonnenen Reformprozess stärken. Die mit der NAFTA verbundenen Verpflichtungen, sollten ein Rückgängigmachen der Reformen zusätzlich erschweren und protektionistische Absichten von Interessenverbänden in Mexiko abschwächen.[52]

In den US-amerikanischen Überlegungen spielte die Aussicht, mit Hilfe der NAFTA seiner Exportindustrie den Zugang zum wachsenden mexikanischen Markt von 100 Millionen Menschen zu erleichtern, eine wichtige Rolle. In den Augen der USA stand jedoch bei Gründung der NAFTA das Erreichen politischer Ziele im Vordergrund. So erhofften sich die US-amerikanischen Regierungsbeamten aus der NAFTA eine Stärkung der Demokratie und eine Absicherung der Reformbemühungen in Mexiko. Auf lange Sicht gesehen, sollte eine wachsende mexikanische Wirtschaft die illegale Immigration von Mexiko in die USA abschwächen. [53] Auf internationaler Ebene sollte mit Gründung der NAFTA Druck auf Europa und Japan ausgeübt werden und so neuer Schwung, in die ins Stocken geratene Uruguay Runde[54] der multilateralen Liberalisierungsverhandlungen gebracht werden.[55] Kanada stand den Bemühungen von Mexiko und den USA anfänglich skeptisch gegenüber, da es die politischen Vorteile aus einer solchen Freihandelszone als verschwindend gering einschätzte. Kanada befürchtete durch ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und Mexiko und den daraus resultierenden verstärkten Handelsbeziehungen, würde es seine Gewinne aus dem noch jungen CUSFTA an Mexiko verlieren. Kanada glaubte es müsste seine komparativen Vorteile im US-Markt an Mexiko abgeben und somit ausländische Direktinvestitionen der USA in Kanada nach Mexiko umgelenkt werden würden. Als sich abzeichnete, dass Mexiko und die USA auch ohne kanadische Beteiligung mit ihren Plänen voranschreiten würden, stieg Kanada als drittes Land in die Verhandlungen ein.[56]

3.2 Grundzüge des Abkommens

Die drei Vertragsparteien der NAFTA haben sich auf einen schnellen Zollabbau in allen Sektoren, sowie eine umfassende Verringerung von nicht-tarifären Handelshemmnissen untereinander geeinigt.[57] Ausgehend von den angewandten MFN-Zollsätzen (Most Favored Nation-Zollsatz) der drei Länder vor der Gründung der NAFTA, soll dieser Prozess des Zollabbaus schrittweise vollzogen werden. Der durchschnittliche MFN- Zollsatz der Vereinigten Staaten von Amerika vor der NAFTA betrug 4%, während der entsprechende Wert in Mexiko bei 10% lag. Im Rahmen der Verhandlung hat man sich auf verschiedene Zollsenkungskategorien verständigt und einen Zeitplan für die Eliminierung der Zölle in der jeweiligen Kategorie festgelegt. Je nach Wichtigkeit eines Gutes für das jeweilige Land wurde es in eine der Kategorien eingeteilt. Der zeitliche Rahmen reicht von sofortiger Beseitigung der Zölle, bis zu einer Frist von 10 Jahren. Nur für wenige Ausnahmebereiche im Landwirtschafts-, Textil- und Schuhsektor wurde ein Zeitplan von 15 Jahren festgelegt. Die USA haben die Zölle für die Mehrzahl der Sektoren gleich bei Inkrafttreten der NAFTA im Jahr 1994 beseitigt, aber die durchschnittlichen Zölle gegenüber Mexiko, waren mit 4% zuvor schon auf einem niedrigen Niveau. Mexiko führte im Jahr 1994 eine durchschnittliche Zollsenkung von über 50% des MFN-Ausgangsniveaus durch.[58] Im Jahr 2000 betrug der durchschnittliche Zollsatz der USA auf mexikanische Importe nur noch 0,35%, während der durchschnittliche Zollsatz Mexikos auf Importe aus den USA auf 1,27% gefallen war. Der Liberalisierungsprozess zwischen Mexiko und Kanada ging ähnlich von statten. Der Abbau der Zölle zwischen Kanada und den USA war bereits durch das CUSFTA geregelt und war bis 1998 fast vollständig abgeschlossen. Es lässt sich somit festhalten, dass die Erhebung von Zöllen für die gegenwärtigen Handelsbeziehungen zwischen den NAFTA-Partnern nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.[59] Da Kanada und die USA bereits vor der NAFTA niedrigere, durchschnittliche MFN-Zollsätze hatten als Mexiko, wurde von Mexiko der Hauptanteil der Liberalisierung im Zuge der NAFTA geleistet.[60]

Im Vertragswerk der NAFTA ist nicht nur die Reduzierung bzw. Beseitigung von Zöllen und nicht-tarifären Handelsbarrieren festgelegt, sondern auch der wichtige Gesichtspunkt der Liberalisierung des Kapitalverkehrs zwischen den Mitgliedern.[61] Bei der NAFTA handelt es vornehmlich um eine Freihandelszone, aber freier Kapitalverkehr ist ein wichtiges Charakteristikum einer tieferen Integration, wie zum Beispiel dem gemeinsamen Markt.[62] Wie bereits in Kapitel 2.3 dargelegt, ist eine Verbesserung der Bedingungen für ausländische Direktinvestitionen aus wirtschaftlicher Sicht besonders wichtig um Wachstum zu stimulieren. Ausländische Direktinvestitionen bringen zusammen mit dem physischen Kapital ein ganzes Bündel von wichtigen Faktoren ins Land.[63] Die von Brown, Deardorff und Stern aufgestellten Gleichgewichtsmodelle zeigen die besondere Bedeutung von ausländischen Direktinvestitionen, vor allem für die Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Mexiko auf.[64]

Noch bis weit in die zweite Hälfte der 80er Jahre waren die Kapitalmärkte und der Kapitalverkehr in Mexiko zum einem hohen Maß staatlich reguliert. Aber schon 5 Jahre vor Inkrafttreten der NAFTA wurden die strengen Regelungen für ausländische Direktinvestitionen in Mexiko gelockert. Es wurde Ausländern erleichtert Bankkonten zu eröffnen, Aktien zu kaufen und die Banken in Mexiko wurden privatisiert. [65] Im Rahmen der NAFTA wurde für ausländische Direktinvestitionen die Gewährung der Inländerbehandlung beschlossen. Dies bedeutet, dass Investoren aus einem NAFTA-Partnerland die gleiche Behandlung eingeräumt wird, wie inländischen Investoren unter ähnlichen Bedingungen. Ergänzend hat man sich in den Verhandlungen auf das Meistbegünstigungsprinzip geeinigt. Räumt ein Mitgliedsland der NAFTA, Investoren aus Drittländern bessere Konditionen ein, als Investoren aus dem Abkommensgebiet, so müssen diese Konditionen auch den Investoren aus den Mitgliedsländern gewährt werden.[66]Die Liberalisierungsbemühungen im Bereich der ausländischen Direktinvestitionen stellen besonders im Falle Mexiko einen großen Schritt dar, da wie bereits zuvor erwähnt, Mexiko in der Vergangenheit ausländischen Direktinvestitionen gegenüber kritisch eingestellt war und sehr restriktive Regelungen diesbezüglich erlassen hatte.[67] Des Weiteren wurden handelsbezogene „performance requirements“ beseitigt und freier Kapitaltransfer, zu dem an Devisenmärkten herrschenden Wechselkurs für ausländische Investoren garantiert. Das mit der NAFTA verbundene Bekenntnis zu offenen Märkten, sowie ein damit verbundenes stabileres, rechtliches und wirtschaftlich, attraktiveres Umfeld in Mexiko, sollte zu einer Steigerung der ausländischen Direktinvestitionen in Mexiko führen. Einerseits sollte es zu einem Anstieg der vertikalen Direktinvestitionen von multinationalen Unternehmen aus den USA und Kanada kommen, die die günstigen Lohnkosten in Mexiko ausnutzen wollen. Durch die Unterzeichnung des NAFTA-Vertrages wurde den Investoren glaubhaft versichert, dass protektionistische Maßnahmen der USA in Form von Zöllen und Quoten gegenüber mexikanischen Exporten in die USA auf Dauer unbedeutsam bleiben würden. [68] Andererseits ist aber anzunehmen, dass aufgrund der Beseitigung von Handelsbarrieren im Zuge der NAFTA, die horizontalen Direktinvestitionen in Mexiko zurückgehen werden. Horizontale Investitionen werden von multinationalen Unternehmen zwecks der Umgehung von Handelsschranken getätigt. Auf Grund der wirtschaftlichen Größe seiner NAFTA-Handelspartner, sollte der Verlust von vertikalen Direktinvestitionen durch die Zunahme von horizontalen Direktinvestitionen in Mexiko, jedoch mehr als kompensiert werden.[69]

[...]


[1] Vgl. UNCTAD: Trade and Development Report, 2007, New York u.a. 2007, S. 65.

[2] Vgl. Preuße, Heinz, Gert: The New American Regionalism, Cheltenham, UK 2004, S. 79.

[3] Vgl. u.a. Bhagwati, Jagdish: Departures from Mulitlateralism. Regionalism and Agressive Unilateralism, in: The Economic Journal, Vol. 100 (1990), S. 1305ff.; Bhagwati, Jagdish: Regionalism versus Multilateralism, in: The World Economy, Vol. 15 (1992), S. 542ff.; Baldwin, Richard, E.: Stepping Stones or Building Blocks? Regional and Multilateral Integration, in: Paper prepared for G-20 Workshop on “Regional Economic Integration in a Global Framework” in Beijing (2004), S. 2ff.; Summers, Lawrence, H.: Regionalism and the World Trading System, in: Journal Proceedings provided by Federal Reserve Bank of Kansas City (1991), S. 300f.

[4] Vgl. Heiduk, Günter, S.: Außenwirtschaft. Theorie, Empirie und Politik der interpendenten Weltwirtschaft, Heidelberg 2005, S. 297.

[5] Waren zwischen 1948 und 1994 noch 124 Präferenzabkommen unter dem GATT registriert, so hat sich deren Anzahl seit 1995, dem Jahr der Gründung der WTO, mit 214 aktiven Abkommen nahezu verdoppelt. Vgl. Fiorentino, Roberto, V., Verdeja, Luis, Toqueboeuf, Christelle: The Changing Landscape of Regional Trade Agreements. 2006 Update, WTO , Discussion Paper No. 12 (2006), S. 3.

[6] Das Multilaterale Handelsabkommen GATT wurde 1995 wurde als Ergebnis der Uruguay Runde in die neu geschaffene Welthandelsorganisation WTO eingebunden.

[7] Vgl. Baldwin, Richard, Wyplosz, Charles: The Economics of European Integration, 2. Ed., London u.a. 2006, S. 129f.

[8] Eine weitere Form von Präferenzabkommen stellt der Gemeinsame Markt da. Auf diesen kann im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht eingegangen werden. Siehe Hoekman, Bernard, M., Kostecki, Michel, M.: The Political Economy of the World Trading System. The WTO and Beyond, 2. Ed., Oxford u.a. 2001, S. 347.

[9] Vgl. Krugman, Paul, R., Obstfeld, Maurice: International Economics. Theory and Policy, 7.ed., Boston u.a. 2006, S. 232f.

[10] Vgl. Rivera-Batiz, Luis, A., Oliva, Maria, A.: International Trade. Theory, Strategies and Evidence, Oxford 2003, S. 534.

[11] Der Begriff der regionalen Integration wird im Allgemeinen als Synonym für präferenzielle Integration

benutzt. Genau genommen handelt es sich hierbei jedoch um Präferenzabkommen innerhalb einer bestimmten geographischen Region. Vgl. Bhagwati, Jagdish: The Economics of Preferential Trade Agreements, Washington, DC u.a. 1996, S. 4.

[12] Vgl. Viner, Jacob: The Custom Union Issue, New York 1950, S. 42ff.

[13] Vgl. Krueger, Anne, O.: Free Trade Agreements As Protectionist Devices. Rules Of Origin, in: NBER Working Paper No. 4352 (1993), S. 5.

[14] Vgl. Venables, Anthony, J.: Regional Integration Agreements. A Force for Convergence or Divergence?, in: World Bank Policy Research, Working Paper No. 2260 (1999), S. 3f.

[15] Viner betrachtet bei seiner Analyse im Rahmen „The Custom Union Issue“ hauptsächlich die Effekte auf der Angebotsseite. Meade, James, E.: The Theory of Custom Unions, Amsterdam 1955, S. 34ff. und Lipsey, Richard, G.: The Theory of Custom Unions. Trade Diversion and Welfare, in: Economia, Vol. 24 (1957), S. 40 ff. erweitern das Modell von Viner um Konsumeffekte.

[16] Vgl. Perkins, Dwight, H. et al.: Economics of Development, 5. Ed., New York 2001, S.729.

[17] Vgl. Gandolfo, Giancarlo: Elements of International Economics, Berlin u.a. 2004, S. 260.

[18] Vgl. Krueger, Anne, O.: Are Preferential Trading Agreements Trade-Liberalizing or Protectionist?, in: Journal of Economic Perspective, Volume 13 (1999a), S. 114f.

[19] Vgl. Siebert, Horst, Lorz, Oliver: Außenwirtschaft, 8., überarb. Auflage, Stuttgart 2006, S. 167.

[20] Vgl. Bhagwati, Jagdish: The Economics of Preferential Trade Agreements..., S. 7.

[21] Vgl. Cooper, C., A., Massell, B., F.: A New Look at Custom Union Theory, in: The Economic Journal, Vol. 75 (1965), S. 745f.

[22] Vgl. Schiff, Maurice, Winters, Alan, L. Dynamics and Politics in Regional Integration Agreements. An Introduction, in: World Bank Economic Review, Vol. 12 (1998), S. 178.

[23] Rodrik, Dani: The New Global Economy and Developing Countries. Making Openess Work, Washington, DC 1999, S. 1.

[24] Vgl. Grimwade, Nigel: International Trade: New Patterns of Trade, Production & Investment, London 2001, S. 344f.

[25] Vgl. Balassa, Bela: The Theory of Economic Integration, 2., impr. Edition, London 1965, S. 120ff.

[26] Durch ausländische Direktinvestitionen kommt zusätzlich zum physischen Kapital ein ganzes Bündel an wichtigen Faktoren ins Land wie zum Beispiel Produktinnovationen, Herstellungstechnologien, Managementfähigkeiten und Marketingmethoden. Vgl. Perkins, Dwight, H. et al.: Economics of Development..., S.529.

[27] Vgl. Radelet, Steven: Regional Integration and Cooperation in Sub-Saharan Africa. Are Formal Trade Agreements the Right Strategy?, Harvard Institute for International Development, Development Discussion Paper No. 592 (1997), S. 8f.

[28] Vgl. Blomström, Magnus, Kokko, Ari: Regional Integration and Foreign Direct Investment, in: NBER Working Paper No. 6019 (1997), S. 7ff.

[29] Vgl. Bhagwati, Jagdish: Free Trade Today, Princeton, NJ u.a. 2002, S. 118.

[30] Vgl. Bhagwati, Jagdish: The Economics of Preferential Trade Agreements..., S. 43.

[31] Vgl. Panagariya, Arvind: Preferential Trade Liberalization. The Traditional Theory and New Developments, in: Journal of Economic Literature, Vol. 38 (2000), S. 317f.

[32] Siehe Anhang, Abbildung 1, S. 55.

[33] Vgl. Bhagwati, Jagdish, Greenaway, David, Panagariya, Arwind: Trading Preferentially. Theory and Policy, in: The Economic Journal, Vol. 108 (1998), S. 1142.

[34] Vgl. Bhagwati, Jagdish, Panagariya, Arvind: The Theory of Preferential Trade Agreements. Historical Evolution and Current Trends, in: The American Economic Review, Vol. 86 (1996), S. 84f.

[35] Vgl. Grimwade, Nigel: International Trade..., S. 350f.

[36] Es gibt informelle Argumente, sowie formale Modelle die sich mit der Beantwortung der zweiten „Dynamic Time-Path Question“ beschäftigen. Folgende Autoren haben sich mit Hilfe formaler Modelle mit dem Problem beschäftigt und sollen deshalb nicht unerwähnt bleiben. Siehe u.a. Levy, Philip, I.: A Political-Economic Analysis of Free-Trade Agreements, in: The American Economic Review, Vol. 87 (1997), S. 509ff.; Krishna, Pravin: Regionalism and Multilateralism. A Political Economy Approach, in: The Quarterly Journal of Economics, Vol. 113 (1998), S 230ff.; Krugman, Paul: Is Bilateralism Bad?, in: NBER Working Paper No. 2972 (1989), S. 8ff.

[37] Vgl. Ethier, Wilfred, J.: The New Regionalism, in: The Economic Journal, Vol. 108 (1998), S. 1153.

[38] Vgl. Summers, Lawrence, H.: Regionalism and the World Trading System..., S. 300f.

[39] Vgl. Fernández, Raquel, Portes, Jonathan: Returns to Regionalism. An Analysis of Nontraditional Gains from Regional Trade Agreements, in: The World Bank Economic Review, Vol 12 (1998), S. 211f.

[40] Vgl. Krueger, Anne: Are Preferential Trading Arrangements Trade-Liberalizing..., S. 118.

[41] Vgl. Baldwin, Richard, E.: The Causes of Regionalism, in: The World Economy, Vol. 20 (1997), S. 877ff.

[42] Vgl. Schiff, Maurice, Winters, Leonard, Alan: Regional Integration and Development, Washington, DC 2003, S. 231f.

[43] Vgl. Panagariya, Arvind: The Regionalism Debate. An Overview, in: The World Economy, Vol. 22 (1999), S. 495.

[44] Vgl. Winters, Alan, L.: Regionalism versus Multilateralism, in: World Bank Policy Research, Working Paper No. 1687 (1996), S. 1.

[45] Vgl. Hufbauer, Gary, Clyde, Jones, Reginald: Assessing NAFTA, CAFTA and the FTAA, in: paper prepared for Gianni Foundation Conference on „North American Agriculture. Assessing NAFTA at 12“, Sacramento (2006), S. 1.

[46] Vgl. Office of the United States Trade Representative (USTR): 2007 Trade Policy Agenda and 2006 Annual Report (2007), S. 121.

[47] Vgl. Stiglitz, Joseph, Charlton, Andrew: Fair Trade For All. How Trade Can Promote Development, Oxford u.a. 2005, S. 22f.

[48] Vgl. Baldwin, Richard, E.: The Causes of Regionalism..., S. 869f.

[49] Bei der Importsubstituierenden Industrialisierung wird versucht Importprodukte durch im Inland produzierte Güter zu ersetzten. Mit Hilfe von Zöllen oder Quoten werden die heimischen Industrien mit einfachen Produktionstechnologien (wie zum Beispiel die Textilindustrie) geschützt. Mit der Zeit sollen durch Ausnutzung von Skalenvorteilen und Lerneffekten auf dem Weltmarkt konkurrenzfähige, einheimische Industrien entstehen. Vgl. Perkins, Dwight, H. et al.: Economics of Development..., S. 680f.

[50] Vgl. Krueger, Anne, O.: NAFTA’s Effects. A Preliminary Assessment, in: The World Economy, Volume 23 (2000), S. 763.

[51] Vgl. Kose, M., Ayhan, Meredith, Guy, M., Towe, Christopher, M.: How Has NAFTA Affected the Mexican Economy? Review and Evidence, in: IMF Working Paper No. WP/04/59 (2004), S. 11.

[52] Vgl. Hufbauer, Gary, Clyde, Schott, Jeffrey, J.: NAFTA Revisited. Achievements and Challenges, Washington, DC 2005, S. 3.

[53] Vgl. Lange, Joachim: Die Politische Ökonomie des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA, Frankfurt am Main 1998, S. 195ff.

[54] Die Uruguay Runde war eine im Rahmen des GATT durchgeführte multilaterale Liberalisierungs-verhandlung. An dieser Welthandelsrunde nahmen 123 Länder teil und sie dauerte von 1986 bis 1994. Eines der wichtigsten Ergebnisse war die Überführung des GATT in die neu gegründete WTO. Vgl. WTO, [http://www.wto.org/english/thewto_e/whatis_e/tif_e/fact5_e.htm], abgerufen am 25.11.07.

[55] Vgl. Fernández, Raquel, Portes, Jonathan: Returns to Regionalism..., S. 215.

[56] Vgl. Hufbauer, Gary, Clyde, Jones, Reginald: Assessing NAFTA, CAFTA and the FTAA...,S. 2.

[57] Vgl. Kose, M., Ayhan, Meredith, Guy, M., Towe, Christopher, M.: How Has NAFTA Affected..., S. 7.

[58] Vgl. Estevadeordal, Antonio: Negotiating Preferential Market Access. The Case of NAFTA, in: INTAL Working Paper No. 3 (1999), S. 5f.

[59] Vgl. Preuße, Heinz, Gert: The New American Regionalism..., S. 75.

[60] Vgl. Lederman, Daniel, Servén, Luis: Tracking NAFTA’s Shadow 10 Years on. Introduction to the Symposium, in: The World Bank Economic Review, Vol. 19 (2005), S. 336.

[61] Vgl. Meyer Murguía, Raúl: Die jüngere Entwicklung der Automobil- und Automobilzulieferindustrie in Mexiko seit dem Bestehen der NAFTA, München 2003, S. 197f.

[62] Vgl. Krueger, Anne: Are Preferential Trading Arrangements Trade-Liberalizing..., S. 111.

[63] Siehe Kapitel 2.3, S. 7.

[64] Vgl. Brown, Drusilla, K., Deardorff, Alan, V., Stern, Robert, M.: A North American Free Trade Agreement. Analytical Issues and a Computational Assessment, in: The World Economy, Vol. 15 (1992), S. 28f.

[65] Vgl. Tornell, Aaron, Westermann, Frank, Martinez, Lorenza: NAFTA and Mexico’s Less-Than-Stellar Performance, in: NBER Working Paper No. 10289 (2004), S. 3.

[66] Vgl. Lange, Joachim: Die Politische Ökonomie des Nordamerikanischen... S. 254ff.

[67] Vgl. Preuße, Heinz, Gert: Sechs Jahre Nordamerikanisches Freihandelsabkommen (NAFTA). Eine Bestandsaufnahme, in: Tübinger Diskussionsbeiträge Nr. 183 (2000), S. 5.

[68] Im Jahr 1994 betrug der durchschnittliche Lohn eines mexikanischen Arbeiters in der Produktion 2,46 US$, im Vergleich zu 16,87 US$ in den USA und 15,88 US$ in Kanada. Vgl. U.S. Bureau of Labor Statistics: Hourly Compensation Costs for Production Workers in Manufacturing, 30 Countries or Areas, 40 Manufacturing Industries, Selected Years, 1975-2002, Washington 2004, S. 6.

[69] Vgl. Cuevas, Alfredo, Messmacher, Miguel, Werner, Alejandro: Foreign Direct Investment in Mexiko since the Approval of NAFTA, in: The World Bank Economic Review, Vol. 19 (2005), S. 475f.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten

Details

Titel
Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) - Eine kritische Analyse
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
2,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
75
Katalognummer
V119030
ISBN (eBook)
9783640224388
ISBN (Buch)
9783640224760
Dateigröße
2253 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nordamerikanische, Freihandelsabkommen, Eine, Analyse
Arbeit zitieren
Mirko Wutzler (Autor), 2008, Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) - Eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119030

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