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Rechtlicher und ethnischer Umgang von Sterbehilfe bei Kindern in Deutschland

Titel: Rechtlicher und ethnischer Umgang von Sterbehilfe bei Kindern in Deutschland

Facharbeit (Schule) , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Lena Blume (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema „Sterbehilfe“ ist in Deutschland immer noch sehr kompliziert. Laut Gesetz ist Sterbehilfe in Deutschland verboten, jedoch gibt es einige Lücken im Strafrecht, durch welche man gegenüber einer Person mit Sterbewunsch Handelsmöglichkeiten hat. Als angehende Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin finde ich es sehr interessant, mich mit der Sterbehilfe auseinanderzusetzen, um mir für meinen pflegerischen Alltag auch in dieser Thematik ein erweitertes Grundwissen anzueignen und in echten Situationen zu wissen, wie ich souverän helfen und handeln kann. Daher stelle ich mir in dieser Facharbeit die Frage ,,Inwieweit gibt es ethisch und rechtlich korrekte Handlungsmöglichkeiten für eine Pflegeperson, wenn sie von einem Kind um Sterbehilfe gebeten wird?“. Anhand eines Fallbeispiels werde ich versuchen, durch intensive Auseinandersetzung mit der Thematik „Sterbehilfe“, die Frage weitestgehend zu beantworten. Nach der Vorstellung des Fallbeispiels werde ich die Sterbehilfe und ihre unterschiedlichen Arten definieren. Daraufhin werde ich auf die genaue rechtliche Lage in Deutschland in Bezug auf Kinder mit Sterbewunsch eingehen und erläutern, welche Möglichkeiten Minderjährige haben, Einfluss auf ihre medizinische Behandlung zubekommen. Des Weiteren werde ich ethisch korrektes Handeln und ethische Prinzipen in der Pflege definieren, welche als Orientierungspunkt dienen sollen, um ethisch adäquat zu handeln. Im Hauptteil werde ich dann die Handlungsmöglichkeiten der Pflegenden im Fallbeispiel aufführen und ethischen, pflegerischen Umgang mit Menschen an ihrem Lebensende erklären. Daraufhin folgt im Schlussteil ein Fazit, welches meine Ergebnisse zusammenfassen wird und eine Reflexion der Arbeit zur Beantwortung der Fragestellung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fallbeispiel

3. Definition Sterbehilfe

3.1 Aktive Sterbehilfe / Tötung auf Verlangen

3.2. Indirekte aktive Sterbehilfe

3.3. Assistierter Suizid

4. Rechtliche Lage

4.1 Rechtliche Lage für Kinder mit Sterbewunsch

5. Definition Ethisches Handeln

5.1. Ethik in der Pflege „Pflegeethik, das Gute in der der Pflege"

5.2. Ethische Prinzipien in der Pflege

6. Handlungsmöglichkeiten der Pflegeperson im Fallbeispiel der Patientin durch ethisch und juristisch vertretbare Handlungen zu Helfen.

7. Ethischer pflegerischer Umgang mit Menschen an Ihrem Lebensende

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht die ethischen und rechtlichen Handlungsspielräume von Pflegepersonal in Deutschland bei Sterbewünschen von Kindern, wobei anhand eines Fallbeispiels die theoretischen Grundlagen der Sterbehilfe und Pflegeethik praktisch reflektiert werden.

  • Differenzierung der verschiedenen Formen der Sterbehilfe
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für Minderjährige bei Sterbewünschen
  • Ethische Prinzipien nach Marianne Rabe in der Pflegepraxis
  • Anwendung von Pflegeethik im interdisziplinären Kontext
  • Pflegerische Verantwortung am Lebensende

Auszug aus dem Buch

3.1 Aktive Sterbehilfe / Tötung auf Verlangen

Aktive Sterbehilfe soll laut der Empfehlung des Nationalen Ethikrats „Tötung auf Verlangen“ genannt werden. Diese wird durch das „ernsthafte und ausdrückliche Verlangen“ des Verstorbenen und der gezielten und aktiven Ausführung des Gebetenen zum Beispiel durch Verabreichung einer tödlich wirkenden Substanz definiert. Tötung auf Verlangen ist laut Strafgesetzbuch §216 in Deutschland verboten und wird mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren geahndet. In einigen Ländern ist es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, beispielsweise in den Niederlanden, Luxemburg und Belgien. (vgl. Prof. Dr. Jochen Taupitz, 2014, Seite 4; vgl. Jaek, Erik, 2021, S.141)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas Sterbehilfe sowie Definition der Forschungsfrage im Kontext der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.

2. Fallbeispiel: Beschreibung der Situation von Lina Z., die nach einem Unfall an einer Tetraplegie leidet und den Wunsch äußert, ihr Leben zu beenden.

3. Definition Sterbehilfe: Abgrenzung und begriffliche Einordnung der verschiedenen Kategorien wie aktiver, indirekter und passiver Sterbehilfe sowie assistiertem Suizid.

4. Rechtliche Lage: Erörterung der strafrechtlichen Situation in Deutschland sowie spezifischer Herausforderungen bei der Entscheidungsfähigkeit von Minderjährigen.

5. Definition Ethisches Handeln: Herleitung ethischer Grundbegriffe, der Pflegeethik und der sechs ethischen Prinzipien von Marianne Rabe für die Pflegepraxis.

6. Handlungsmöglichkeiten der Pflegeperson im Fallbeispiel der Patientin durch ethisch und juristisch vertretbare Handlungen zu Helfen.: Konkrete Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Fallbeispiel von Lina Z. unter Berücksichtigung rechtlicher und ethischer Leitplanken.

7. Ethischer pflegerischer Umgang mit Menschen an Ihrem Lebensende: Darstellung professioneller Anforderungen an die Pflege am Lebensende, inklusive Palliative Care und der Wahrung der Menschenwürde.

8. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die aktuelle rechtliche Lage nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Pflegeethik, Tötung auf Verlangen, Assistierter Suizid, Palliative Care, Menschenwürde, Autonomie, Fürsorge, Kinderkrankenpflege, Sterbebegleitung, Rechtslage, Ethikrat, Handlungsspielraum, Lebensende, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Thematik des rechtlichen und ethischen Umgangs von Sterbehilfe bei Kindern innerhalb des deutschen Gesundheitssystems.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit beleuchtet die Definitionen verschiedener Sterbehilfearten, die rechtlichen Grundlagen für Minderjährige und die Anwendung ethischer Prinzipien in der pflegerischen Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, für angehende Pflegekräfte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie sie bei Sterbewünschen von Patienten ethisch und rechtlich korrekt reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Facharbeit, die eine Literaturanalyse mit der reflexiven Anwendung auf ein Fallbeispiel verknüpft.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, ethische Prinzipien nach Rabe) und die praktische Anwendung auf ein Fallbeispiel einer minderjährigen Patientin.

Welche Schlüsselbegriffe definieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sterbehilfe, Ethik in der Pflege, Autonomie, Patientenwille, Lebensende und gesetzliche Strafbarkeit.

Wie unterscheidet sich "Aktive Sterbehilfe" von "Indirekter Sterbehilfe"?

Aktive Sterbehilfe ist die gezielte Tötung auf Verlangen, während indirekte Sterbehilfe die Linderung von Schmerzen am Lebensende zum Ziel hat, auch wenn das Lebensende dadurch möglicherweise beschleunigt wird.

Was bedeutet das Fallbeispiel Lina Z. für die ethische Fragestellung?

Das Fallbeispiel verdeutlicht den Konflikt zwischen dem Wunsch einer minderjährigen Patientin nach Lebensbeendigung und der gesetzlichen Schutzpflicht, die das Pflegepersonal in eine schwierige ethische Lage bringt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rechtlicher und ethnischer Umgang von Sterbehilfe bei Kindern in Deutschland
Note
1,6
Autor
Lena Blume (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1190432
ISBN (PDF)
9783346676887
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rechtlicher umgang sterbehilfe kindern deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Blume (Autor:in), 2021, Rechtlicher und ethnischer Umgang von Sterbehilfe bei Kindern in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190432
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Leseprobe aus  17  Seiten
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