Die Arbeit beschäftigt sich mit der Selbstdarstellung von König Ludwig II. Welche war seine präferierte Art der Selbstdarstellung und wie entwickelte sich diese mit fortschreitender Regierungszeit und Alter? Lassen sich Vergleiche zu anderen Monarchen ziehen?
Einer der bekanntesten, wenn nicht der bekannteste bayrische Monarch des 19. Jahrhunderts ist König Ludwig II. Der 1845 geborene und im Jahre 1886 unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommene König ist seit jeher ein Mythos. Bis heute bleibt König Ludwig II. ein Mysterium. Zu Lebzeiten genoss es der sogenannte Märchenkönig, sich auf königliche Weise selbst darzustellen.
Zunächst beschäftigt sich diese Arbeit mit den verschiedenen Arten der Selbstdarstellung, die König Ludwig II. genutzt hat und welche Charakteristiken und Erkennungsmerkmale zu erkennen sind. Außerdem wird herausgearbeitet, durch welche Mittel er versuchte, seinen königlichen Stand besonders zu betonen.
Anschließend wird untersucht, ob König Ludwig II. sich bei seinen Gemälden von denen anderer Herrscher hat inspirieren lassen. Dazu werden die Gemälde, die König Ludwig II. zeigen, mit denen anderer Herrscher, vor allem der französischen Könige, verglichen und so untersucht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen sind. Hierzu werden die Ganzfigurenportraits der Könige Ludwig XIV. und Ludwig XVI. mit denen des Ludwig II. kontrastiert.
Anschließend werden die Gemälde, die über die Zeit von König Ludwig II. entstanden sind, miteinander verglichen und es wird herausgearbeitet, ob sich eine Entwicklung erkennen lässt. Zudem werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede festgestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Selbstdarstellung König Ludwigs II.
- König Ludwigs II. Selbstdarstellung im Vergleich
- Vorbilder König Ludwigs II.
- Die Entwicklung der Selbstdarstellungsweise Ludwigs II.
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Selbstdarstellung König Ludwigs II. von Bayern. Sie untersucht, welche Methoden der Selbstdarstellung der "Märchenkönig" bevorzugte und wie sich diese im Laufe seiner Regierungszeit und mit zunehmendem Alter entwickelten. Die Arbeit analysiert außerdem, ob König Ludwig II. sich an anderen Herrschern orientierte, und zieht Vergleiche zu deren Selbstdarstellung.
- Analyse der verschiedenen Arten der Selbstdarstellung König Ludwigs II.
- Untersuchung der Vorbilder und Einflüsse auf seine Selbstdarstellung
- Vergleich seiner Selbstdarstellung mit anderen Monarchen, insbesondere französischen Königen
- Identifizierung einer möglichen Entwicklung in der Selbstdarstellung Ludwigs II. im Laufe der Zeit
- Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit untersucht verschiedene Aspekte der Selbstdarstellung König Ludwigs II. im 19. Jahrhundert. Im ersten Kapitel werden die verschiedenen Arten der Selbstdarstellung beleuchtet, die Ludwig II. nutzte, sowie die charakteristischen Merkmale dieser Selbstdarstellung. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Ganzfigurenportraits gelegt.
Kapitel 3 widmet sich der Frage, ob sich König Ludwig II. bei seiner Selbstdarstellung an anderen Herrschern orientiert hat. Hierzu werden seine Gemälde mit denen anderer Monarchen, insbesondere der französischen Könige, verglichen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden analysiert, um herauszufinden, welche Einflüsse auf König Ludwigs II. Selbstdarstellung vorhanden waren.
Im vierten Kapitel erfolgt ein Vergleich der Gemälde, die im Laufe der Regierungszeit von König Ludwig II. entstanden sind. Ziel ist es, eine mögliche Entwicklung in seiner Selbstdarstellungsweise zu erkennen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede aufzuzeigen.
Schlüsselwörter
König Ludwig II., Selbstdarstellung, Ganzfigurenportraits, Vorbilder, französische Könige, Entwicklung, Machtanspruch, Mythos.
Häufig gestellte Fragen
Wie gestaltete König Ludwig II. seine Selbstdarstellung?
Ludwig II. nutzte vor allem prachtvolle Ganzfigurenportraits und königliche Symbole, um seinen monarchischen Stand und Machtanspruch künstlerisch zu betonen.
Welche historischen Vorbilder beeinflussten den bayerischen König?
Ludwig II. orientierte sich stark an den französischen Königen, insbesondere an Ludwig XIV. (dem "Sonnenkönig") und Ludwig XVI., deren Porträtstil er in seinen eigenen Gemälden adaptierte.
Veränderte sich seine Selbstdarstellung im Laufe der Zeit?
Ja, die Arbeit untersucht die Entwicklung seiner Selbstdarstellung mit fortschreitender Regierungszeit und zunehmendem Alter, wobei sich Verschiebungen in der Darstellung seines königlichen Selbstverständnisses zeigen.
Warum wird Ludwig II. oft als "Märchenkönig" bezeichnet?
Dieser Mythos begründet sich in seiner bewussten Inszenierung, seinen Schlossbauten und seiner Flucht in idealisierte Welten, was Teil seiner komplexen Selbstdarstellungsstrategie war.
Welche Rolle spielten die Ganzfigurenportraits in seiner Regierungszeit?
Diese Porträts dienten als wichtiges Instrument der Machtrepräsentation, um die monarchische Würde und Kontinuität gegenüber dem Volk und dem Adel zu demonstrieren.
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- Julia Fritscher (Author), 2021, Die Selbstdarstellung König Ludwig II. von Bayern. Vorbilder und Entwicklung der Selbstdarstellung des Märchenkönigs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191178