Deutsche Weihnachtslieder


Klassiker, 2008
44 Seiten
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor)

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Inhaltsverzeichnis

Weißer Winterwald (unbekannter Autor, unbekanntes Entstehungsdatum)

Laßt und froh und munter sein (unbekannter Autor, 19. Jhdt)

Leise rieselt der Schnee (Eduard Ebel, 1900)

Scheeflöckchen, Weißröckchen (Hedwig Haberkern, um 1869)

Morgen, Kinder, wird’s was geben (Philipp von Bartsch, 1809)

Morgen kommt der Weihnachtsmann (Hoffmann von Fallersleben, um 1840, später umgedichtet)

Oh Tannenbaum (Ernst Anschütz, 1824)

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen (Hermann Kletke, 19. Jhdt)

Kommet Ihr Hirten (Karl Riedel, 1870)

Ich steh' an Deiner Krippe hier (Paul Gerhardt, 1653)

Still, still, still (Unbekannter Autor, 1865)

Stille Nacht! Heilige Nacht! (Joseph Mohr, 1818)

Süßer die Glocken nie klingen (Friedrich Wilhelm Kritzinger, unbekanntes Erscheinungsdatum)

In Dulci Jubilo (Unbekannter Autor, unbekanntes Erscheinungsdatum)

Vom Himmel hoch, da komm ich her (Martin Luther, 1539)

Alle Jahre wieder (Wilhelm Hey, 1837)

Ihr Kinderlein kommet (Christoph von Schmidt, 1798)

O du fröhliche (Johannes Daniel Falk, 1816, umgedichtet von Heinrich Holzschuher, 1829)

Es ist ein Ros entsprungen (Michael Praetorius, 1609)

Fröhliche Weihnacht überall (Hoffmann von Fallersleben, 19. Jhdt)

O Heiland, reiß die Himmel auf (Friedrich von Spee, 17. Jhdt)

Kling, Glöckchen, klingelingeling (Theodor Enslin, 19. Jhdt)

Zu Bethlehem geboren (Friedrich Spee von Langenfeld, 1638)

Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit! (Georg Weissel, 17. Jhdt)

Maria durch ein' Dornwald ging (Volksweise, unbekanntes Entstehungsdatum)

Tochter Zion, freue Dich! (Friedrich Heinrich Ranke, 1826)

Es kommt ein Schiff geladen (unbekannter Autor, unbekanntes Entstehungsdatum)

Weißer Winterwald (unbekannter Autor, unbekanntes Entstehungsdatum)

Glockenklang aus der Ferne
Über uns leuchten Sterne
Kein Mensch weit und breit
Nur wir sind zu zweit
Wandern durch den weißen Winterwald.

Schnee und Eis hört man knistern
weil wir leis nur noch flüstern
wir fühlen uns ganz
wie Gretel und Hans
wandern durch den weißen Winterwald.

Leise, leise fallen weiß Flocken,
und ein Reh tritt aus dem Wald heraus.
Braune Augen blicken ganz erschrocken.
Ist dir der Wald zu kalt, komm mit nach Haus.

Am Kamin ist ein Plätzchen,
das gehört unserm Kätzchen.
Das teilt es mit dir.
Dann wandern wir hier
morgen durch den weißen Winterwald.

* * * * *

Laßt und froh und munter sein (unbekannter Autor, 19. Jhdt)

Laßt uns froh und munter sein
und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Dann stell’ ich den Teller auf,
Nik’laus legt gewiß was drauf.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Wenn ich schlaf’, dann träume ich:
Jetzt bringt Nik’laus was für mich.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Wenn ich aufgestanden bin,
lauf’ ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Nik’laus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

* * * * *

Leise rieselt der Schnee (Eduard Ebel, 1900)

Leise rieselt der Schnee,
still und starr liegt der See,
weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue dich, Christkind kommt bald!

In den Herzen ist’s warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!

Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur wie lieblich es schallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!

* * * * *

Scheeflöckchen, Weißröckchen (Hedwig Haberkern, um 1869)

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit;
du kommst aus den Wolken,
dein Weg ist so weit.

Komm, setz dich ans Fenster,
du lieblicher Stern;
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.

Schneeflöckchen, du deckst uns
die Blümelein zu;
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh’.

* * * * *

Morgen, Kinder, wird’s was geben (Philipp von Bartsch, 1809)

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch, wie vor’ges Jahr
es am Heil’gen Abend war?

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit den Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

Welch ein schöner Tag ist morgen!
Viele Freunde hoffen wir;
unsre lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
o gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert.

* * * * *

Morgen kommt der Weihnachtsmann (Hoffmann von Fallersleben, um 1840, später umgedichtet)

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben
Trommel, Pfeife und Gewehr,
Fahn und Säbel und noch mehr,
Ja ein ganzes Kriegesheer,
Möcht’ ich gerne haben.

Bring' uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring' auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Roß und Esel, Schaf und Stier,
Lauter schöne Dinge.

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennest unsere Herzen.
Kinder, Vater und Mama
Auch sogar der Großpapa,
Alle, alle sind wir da,
Warten dein mit Schmerzen.

Umgedichtete Fassung ohne Kriegsspielzeug:

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben
Bunte Lichter, Silberzier,
Kind und Krippe, Schaf und Stier,
Zottelbär und Panthertier
möchte ich gerne haben.

Doch du weißt ja uns’ren Wunsch,
kennst ja unsre Herzen
Kinder, Vater und Mama,
auch sogar der Großpapa,
alle, alle sind wir da,
warten dein mit Schmerzen.

* * * * *

Oh Tannenbaum (Ernst Anschütz, 1824)

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
Nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Du kannst mir sehr gefallen!
Wie oft hat schon zur Winterszeit
Ein Baum von dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
Gibt Mut und Kraft zu jeder Zeit!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Dein Kleid will mich was lehren!

* * * * *

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen (Hermann Kletke, 19. Jhdt)

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch' er: "Wollt in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild!"

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
o fröhlich seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen seh’n,
sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
und wenden wieder sich und geh’n.

"Gesegnet seid, ihr alten Leute,
gesegnet sei, du kleine Schar!
Wir bringen Gottes Segen heute
dem braunen wie dem weißen Haar.

Zu guten Menschen, die sich lieben,
schickt uns der Herr als Boten aus,
und seid ihr treu und fromm geblieben,
wir treten wieder in dies Haus."

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
unsichtbar jedes Menschen Blick
sind sie gegangen wie gekommen,
doch Gottes Segen blieb zurück.

* * * * *

Kommet Ihr Hirten (Karl Riedel, 1870)

Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau'n!
Kommet, das liebliche Kindlein zu schau'n!
Christus, der Herr, ist heute geboren,
den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!

Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
was uns verheissen der himmlische Schall!
Was wir dort finden, lasset uns künden,
lasset uns preisen mit frommen Weisen,
Hallelujah!

Wahrlich, die Engel verkünden heut
Bethlehems Hirtenvolk gar grosse Freud':
Nun soll es werden Friede auf Erden,
den Menschen allen ein Wohlgefallen.
Ehre sei Gott!

* * * * *

Ich steh' an Deiner Krippe hier (Paul Gerhardt, 1653)

Ich steh' an deiner Krippe hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring' und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel' und Mut, nimm alles hin
und laß dir's wohl gefallen.

Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast dich mir zu eigen gar,
eh’ ich dich kannt’, erkoren.
Eh’ ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.

Ich lag in tiefer Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud’ und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen.

44 von 44 Seiten

Details

Titel
Deutsche Weihnachtslieder
Autor
Jahr
2008
Seiten
44
Katalognummer
V119226
ISBN (Buch)
9783640227457
Dateigröße
1765 KB
Sprache
Deutsch
Reihe
Deutsche Klassiker
Schlagworte
Deutsche, Weihnachtslieder
Arbeit zitieren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor), 2008, Deutsche Weihnachtslieder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119226

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