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AIDS-Prävention in der schulischen Sexualerziehung

Eine Untersuchung anhand des Health-Belief-Modells

Title: AIDS-Prävention in der schulischen Sexualerziehung

Intermediate Diploma Thesis , 2005 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ninja Pieper (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Beginnen werde ich mit einem kleinen Überblick über die aktuelle AIDS-Debatte bzw. aktuelle Zahlen, herausgegeben vom Robert-Koch-Institut, die mich zum Verfassen dieser Arbeit veranlasst haben. Im Weiteren werde ich kurz ausführen wie sich die schulische Sexualerziehung seit dem Aufkommen von AIDS Mitte der 80er Jahre verändert hat. Im dritten Kapitel soll es dann anhand des Health-Belief-Modells, um die Bedingungen für präventives Verhalten von Individuen gehen. Dies soll im Bezug zur schulischen Sexualerziehung seit dem Aufkommen von AIDS ausgeführt werden. Im Wesentlichen soll es darum gehen, die Faktoren vorzustellen, die für eine Verhaltensänderung bezüglich des präventiven Verhaltens des Einzelnen notwendig sind. Hier soll besonders darauf eingegangen werden, in wie weit die Schule unterstützend wirkt. Das vierte Kapitel beschäftigt sich dann mit Formen des Ansteckungsschutzes, deren Effektivität und auch damit, wie ihr Gebrauch in der schulischen Sexualerziehung vermittelt wird. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Schutzmöglichkeiten vorgestellt und auf ihre Effektivität und Realisierbarkeit untersucht. Dabei soll deutlich werden, welche Verhaltensmöglichkeiten in der schulischen Sexualerziehung besonders empfohlen werden und in wie weit dies förderlich für das angestrebte, präventive Verhalten der Kinder und Jugendlichen ist.
Abschließend werde ich die Ergebnisse meiner Betrachtungen auswerten. Ich werde versuchen Lücken und Fehler der schulischen Sexualerziehung aufzuzeigen und untersuchen an welchen Stellen ein Verbesserungsbedarf besteht, damit eine effektive, auf nachhaltige Verhaltensänderung basierende, schulische Präventionsarbeit geleistet werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Einordnung des Themas

2.1 Aktueller Zahlen aus der AIDS-Debatte in der Bundesrepublik

2.2 Das Aufkommen von AIDS als Auslöser für die Neuentdeckung der Sexualerziehung

3. Bedingungen für präventives Verhalten des Individuums

3.1 Das Health-Belief-Modell

3.2 Die wahrgenommene Gefährlichkeit der Krankheit

3.3 Die wahrgenommene Bedrohung durch die Krankheit

3.4 Der wahrgenommene Nutzen präventiven Verhaltens

3.5 Die wahrgenommenen Kosten als Barrieren für präventiven Verhaltens

4. Formen des Ansteckungsschutzes, deren Effektivität und Vermittlung ihres Gebrauchs in der Sexualerziehung

4.1 Kondombenutzung

4.2 Sexuelle Treue/Enthaltsamkeit

4.3 „Safer Sex“

4.4 Der HIV-Antikörpertest

5. Auswertung der Ergebnisse - Ansatz für eine effektivere schulische Präventionsarbeit

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der schulischen Sexualerziehung im Kontext der AIDS-Prävention unter Anwendung des Health-Belief-Modells, um Lücken in der Informationsvermittlung aufzudecken und Ansätze für eine nachhaltigere Präventionsarbeit zu entwickeln.

  • Analyse der schulischen Curricula im Vergleich zur Fachberatungsliteratur.
  • Anwendung des Health-Belief-Modells als theoretischer Analyserahmen.
  • Untersuchung von Barrieren für präventives Verhalten bei Jugendlichen.
  • Evaluation verschiedener Schutzmaßnahmen wie Kondomnutzung und Safer Sex.
  • Kritische Reflexion der Rolle des Lehrkörpers und der didaktischen Umsetzung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Health-Belief-Modell

Die gängigsten Modelle in der Präventionsforschung sind das Health-Belief-Modell von Rosenstock und Becker (1974), die Theorie der Handlungsveranlassung von Fishbein und Ajzen (1970) und die Theorie des geplanten Verhaltens von Ajzen (1985) (vgl. Pforr 1998, S.29). Insgesamt ist es sehr schwierig, ein Modell zu finden, dass in allen seinen Komponenten bestätigt werden kann. (vgl. Füsser, Weidenbach 1993, S. 20)

Ich werde mich im Folgenden auf das Health-Belief-Modell beziehen, da es bereits in einigen Studien in seinen einzelnen Komponenten belegt wurde. Seinen Ursprung hatte es in den 50er Jahren (vgl. Füsser, Weidenbach 1993, S. 6). Zuerst wurde es zur Vorhersage der Kontrolluntersuchungen bei Krebs und Bluthochdruck entwickelt, heutzutage wird es aber auch zur Vorhersage der Kondombenutzung bei Jugendlichen verwendet (vgl. Pforr 1998, S. 26). Gründe dafür liegen im Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Gefährlichkeit der Krankheit und der Bedrohung durch die Krankheit, die in einigen Studien nachgewiesen wurden. Auch die Bedeutung der Kosten-Nutzen-Abwägung als wichtigem Faktor für präventives Verhalten konnte bestätigt werden (vgl. Pforr 1998, S. 31f.).

Das präventive Verhalten wird nach dem Health-Belief-Modell durch bestimmte gesundheitsbezogene Überzeugungen, den so genannten „health-beliefs“ gesteuert. Das Hinzukommen verschiedener, situativer Faktoren, führt dann zu präventivem Verhalten (vgl. Füsser, Weidenbach 1993, S. 6). Situative Faktoren können z.B. die HIV-Erkrankung eines nahestehenden Menschen, Präventionskampagnen im Fernsehen etc. sein (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik der HIV-Neuinfektionen und Zielsetzung der Arbeit, die Effektivität der schulischen Sexualerziehung zu hinterfragen.

Historische Einordnung des Themas: Analyse der aktuellen AIDS-Statistiken sowie der historischen Entwicklung und Kritik an der schulischen Sexualerziehung seit den 80er Jahren.

Bedingungen für präventives Verhalten des Individuums: Theoretische Fundierung der Arbeit durch das Health-Belief-Modell und Analyse der Faktoren Gefährlichkeit, Bedrohung, Nutzen und Kosten.

Formen des Ansteckungsschutzes, deren Effektivität und Vermittlung ihres Gebrauchs in der Sexualerziehung: Detaillierte Untersuchung von Kondombenutzung, Enthaltsamkeit, Safer Sex und HIV-Test als Präventionsmöglichkeiten.

Auswertung der Ergebnisse - Ansatz für eine effektivere schulische Präventionsarbeit: Zusammenführung der Analyseergebnisse und Formulierung von Verbesserungsvorschlägen für die schulische Präventionspraxis.

Schlussbemerkung: Fazit über die Notwendigkeit einheitlicherer und praxisorientierterer Richtlinien sowie besserer Lehrerfortbildungen.

Schlüsselwörter

AIDS-Prävention, Sexualerziehung, Health-Belief-Modell, HIV-Infektion, Kondombenutzung, Safer Sex, schulische Curricula, Verhaltensänderung, Präventionsforschung, Aufklärungsarbeit, Jugendprävention, Gesundheitsberatung, Infektionsrisiko, Kommunikationskompetenz, Sexualpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie effektiv die schulische Sexualerziehung in Deutschland junge Menschen über HIV/AIDS aufklärt und zu präventivem Verhalten motiviert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung der Sexualerziehung, verschiedene Verhütungsmethoden, die Analyse staatlicher Richtlinien sowie psychologische Aspekte präventiven Verhaltens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lücken in der aktuellen schulischen Präventionsarbeit zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese durch eine stärkere Orientierung an erprobten Präventionsmodellen geschlossen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt das Health-Belief-Modell, um Anforderungen an effektive Präventionsprogramme theoretisch zu begründen und mit den Inhalten aktueller Lehrpläne zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung des Health-Belief-Modells sowie eine detaillierte Prüfung verschiedener Schutzmaßnahmen und deren didaktische Vermittlung in den Bundesländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind AIDS-Prävention, Health-Belief-Modell, Sexualerziehung, Kondombenutzung und Verhaltensänderung.

Warum wird das Health-Belief-Modell als Grundlage gewählt?

Es dient als validiertes Modell der Präventionsforschung, um zu erklären, warum reines Fachwissen allein oft nicht ausreicht, um bei Jugendlichen eine reale Verhaltensänderung herbeizuführen.

Welche Rolle spielt die Beratungsliteratur der BzgA?

Die Beratungsliteratur wird als positives Gegenbeispiel zu den oft zu vagen schulischen Curricula hervorgehoben, da sie konkrete Handlungsanleitungen für Jugendliche bietet.

Was ist das zentrale Fazit zur schulischen Umsetzung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Inhalte stark vom Ermessen einzelner Lehrer abhängen und eine bundesweit einheitlichere, präzisere Gestaltung der Lehrpläne notwendig ist.

Warum wird der HIV-Antikörpertest kritisch betrachtet?

Er wird als ungeeignet für die Prävention eingestuft, da ein negatives Testergebnis oft dazu dient, ein bereits riskantes Verhalten zu legitimieren, statt es dauerhaft zu ändern.

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Details

Title
AIDS-Prävention in der schulischen Sexualerziehung
Subtitle
Eine Untersuchung anhand des Health-Belief-Modells
College
Bielefeld University
Grade
1,7
Author
Ninja Pieper (Author)
Publication Year
2005
Pages
34
Catalog Number
V119337
ISBN (eBook)
9783640233410
ISBN (Book)
9783640233595
Language
German
Tags
AIDS-Prävention Sexualerziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ninja Pieper (Author), 2005, AIDS-Prävention in der schulischen Sexualerziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119337
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