Heute gebracht, heute gemacht“ – diese Anforderung des Autofahrers an seine Werkstatt macht deutlich, dass die Logistik heutzutage zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor geworden ist. Indirekt ist somit auch für die Großhandelsunternehmen entscheidend, wie sie den Anforderungen an Lieferfähigkeit, Lieferzeit, Liefertreue und Lieferqualität gegenüber ihren Kunden gerecht werden können. Die stetig steigenden Preise für Erdöl haben die Distributionslogistik in den letzten Jahren verteuert. Indem die hohen Kraftstoffkosten zum größten Unsicherheitsfaktor in der Fuhrparkkalkulation geworden sind, prägen sie inzwischen die wirtschaftliche Entwicklung vieler Unternehmen. Bedeutung und Leistung des Fuhrparks für das gesamte Unternehmen werden in der Praxis jedoch häufig unterschätzt. Der Fuhrpark als Teil der Logistik hat längst seine Funktion als reiner Fahrdienst verloren und die Organisation der Transportabläufe entscheidet nicht selten über die Effizienz und den Absatzerfolg des gesamten Unternehmens. Die Wahrnehmung von Wettbewerbsvorteilen und Rationalisierungsvorteilen bei der Transportabwicklung - insbesondere im Fuhrparkeinsatz - setzt daher eine gründliche Bestandsaufnahme und Kontrolle der erbrachten Fuhrparkleistungen, aber auch der dabei entstandenen Kosten voraus. Ohne exakte Kenntnisse des Kosten- und Leistungsumfangs sind Analysen und Aussagen zum wirtschaftlichen Einsatz der Fahrzeuge ausgeschlossen. Durch die steigende Sensibilität in bezug auf den Schutz der natürlichen Umwelt vollziehen sich im Umfeld von Logistik- und Handelsunternehmen aktuell einschneidende Veränderungen. Der Umweltschutz hat gravierenden Auswirkungen unter anderem auf die Distributionslogistik, indem ökologische Kriterien neben ökonomischen Kriterien bei Transportentscheidungen berücksichtigt werden müssen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung und Ziel der Arbeit
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Gang und Ziel der Arbeit
- 2 Theoretische Grundlagen alternativer Kraftstoffe
- 2.1 Definition und Allgemeine Darstellung
- 2.2 Erdgas (CNG)
- 2.3 Ethanol-Kraftstoff (Bio-Ethanol)
- 2.4 Methylester (Biodiesel)
- 2.5 Biogas
- 2.6 Pflanzenöle
- 2.7 Autogas (LPG)
- 3 Politische und rechtliche Rahmenbedingungen
- 3.1 EU-Nachhaltigkeitsstrategie
- 3.2 Das Kyoto-Protokoll
- 3.3 Richtlinie 2003/30/EG
- 3.4 Kraftstoffstrategie der Bundesregierung
- 3.5 Abgas-Norm und Feinstaubplakette
- 4 Betriebliches Umweltmanagement
- 5 Theoretische Grundlagen des Logistik-Controlling
- 5.1 Definition und allgemeine Darstellung
- 5.2 Logistikkosten- und -leistungsrechnung
- 5.2.1 Logistikleistungen
- 5.2.2 Fuhrparkkosten als Bestandteil der Logistikkosten
- 5.3 Ablauf des Logistik-Controlling
- 6 Die Geschichte der Firma MATTHIES
- 7 Logistik-Controlling in der Praxis
- 7.1 Zielanalyse
- 7.2 Status quo Fuhrparkanalyse bei der Firma MATTHIES
- 7.2.1 Fahrzeugbestand
- 7.2.2 Derzeitige Fuhrparkkosten
- 7.3 Soll- / Ist-Vergleich (Zielanalyse / Status quo)
- 7.4 Vergleich der unterschiedlichen Kraftstoffe
- 7.4.1 Erdgas (CNG)
- 7.4.2 Ethanol-Kraftstoff (Bio-Ethanol)
- 7.4.3 Methylester (Biodiesel)
- 7.4.4 Biogas
- 7.4.5 Pflanzenöle
- 7.4.6 Autogas
- 7.5 Untersuchungsergebnis - Entscheidung für eine Kraftstoffa
- 7.6 Zeitlicher Ablauf der Umrüstung
- 7.7 Einsparpotential für die Filiale in Heide
- 8 Zukünftige Chancen und Risiken, Synergieeffekte
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit untersucht die Optimierung des Fuhrparkmanagements bei der Firma Johannes J. Matthies GmbH & Co. Die Arbeit analysiert die Wirtschaftlichkeit verschiedener alternativer Kraftstoffe im Hinblick auf Kostenreduktion und Umweltverträglichkeit.
- Analyse alternativer Kraftstoffe (CNG, Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöle, LPG)
- Bewertung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen
- Logistik-Controlling und Kostenrechnung im Fuhrparkmanagement
- Praxisbezogene Untersuchung des Fuhrparks der Firma Matthies
- Wirtschaftlichkeitsvergleich verschiedener Kraftstoffe
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beschreibt die Problemstellung und das Ziel der Arbeit. Kapitel 2 bietet eine theoretische Grundlage zu alternativen Kraftstoffen, während Kapitel 3 die relevanten politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet. Kapitel 4 befasst sich mit betrieblichem Umweltmanagement. Kapitel 5 erläutert die theoretischen Grundlagen des Logistik-Controllings, gefolgt von der Geschichte der Firma Matthies in Kapitel 6. Kapitel 7 präsentiert eine praxisbezogene Analyse des Fuhrparks der Firma Matthies, inklusive der Untersuchung verschiedener Kraftstoffe und deren Wirtschaftlichkeit.
Schlüsselwörter
Alternative Kraftstoffe, Logistik-Controlling, Fuhrparkmanagement, Kostenoptimierung, Umweltverträglichkeit, CNG, Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöle, LPG, Wirtschaftlichkeitsanalyse, EU-Richtlinien, Kyoto-Protokoll.
Häufig gestellte Fragen
Wie können alternative Kraftstoffe die Logistikkosten senken?
Durch den Einsatz günstigerer Energieträger wie Erdgas (CNG) oder Autogas (LPG) lassen sich die hohen Kosten für Diesel und Benzin reduzieren.
Welche Rolle spielt das Logistik-Controlling dabei?
Es ermöglicht eine exakte Bestandsaufnahme der Fuhrparkkosten und liefert die Datenbasis für Wirtschaftlichkeitsvergleiche verschiedener Kraftstoffe.
Welche politischen Rahmenbedingungen sind relevant?
Das Kyoto-Protokoll und EU-Richtlinien zur Nachhaltigkeit zwingen Unternehmen dazu, ökologische Kriterien bei Transportentscheidungen zu beachten.
Welche alternativen Kraftstoffe wurden untersucht?
Die Analyse umfasst Erdgas (CNG), Bio-Ethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöle und Autogas (LPG).
Lohnt sich die Umrüstung für den Fuhrpark eines Großhändlers?
Ja, am Beispiel der Firma Matthies zeigt die Arbeit, dass signifikante Einsparpotenziale bei gleichzeitigem Umweltschutz realisierbar sind.
- Quote paper
- Jens Rosenow (Author), 2008, Kostensenkungspotentiale durch den Einsatz alternativer Kraftstoffe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119346