Aufgrund der großen Bedeutung des Okzitanischen als Literatursprache entstanden im Mittelalter Grammatiken, in denen versucht wurde, die Sprache zu beschreiben und Regeln für ihren Gebrauch aufzustellen.
Meine Arbeit gibt eine inhaltliche Zusammenfassung der beiden ältesten, "Las rasos de trobar" und "lo Donatz proensals" und vergleicht sie miteinander. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Untersuchung des Verhältnisses der okzitanischen Texte zur spätlateinischen Grammatiktradition.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Las Razos de trobar
- Autor, Datierung und Entstehung
- Inhaltsangabe
- Textanalyse
- Lo Donatz Proensals
- Autor, Datierung und Entstehung
- Inhaltsangabe
- Textanalyse
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die frühen okzitanischen Grammatiken „Las Razos de trobar“ und „Lo Donatz Proensals“. Die Zielsetzung besteht darin, die Entstehung, die Autoren und den Inhalt dieser Werke zu beleuchten und ihren Einfluss auf die Entwicklung der okzitanischen Grammatiktradition zu analysieren. Dabei wird der Fokus insbesondere auf den Zusammenhang zwischen der lateinischen Grammatiktradition und den neuartigen Ansätzen in der Beschreibung der okzitanischen Sprache gelegt.
- Die Entstehung und der Einfluss der lateinischen Grammatiktradition auf die frühen okzitanischen Grammatiken.
- Die Autoren und ihre Intentionen bei der Erstellung der Grammatiken.
- Der Inhalt und die Struktur der beiden Grammatiken „Las Razos de trobar“ und „Lo Donatz Proensals“.
- Die Bedeutung der Grammatiken für die Standardisierung der okzitanischen Sprache.
- Der Stellenwert der okzitanischen Dichtung und ihre Rolle bei der Entwicklung der Grammatiken.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beschreibt den historischen Kontext der Entstehung der frühen okzitanischen Grammatiken und hebt Dantes Werk „De vulgari eloquentia“ als wichtigen Bezugspunkt hervor. Das Kapitel zu „Las Razos de trobar“ behandelt Autor, Datierung und Entstehung des Werkes von Raimon Vidal, beleuchtet dessen Zielpublikum und die enthaltenen grammatischen Informationen. Die Inhaltsangabe dieses Kapitels fasst die Einleitung und den Fokus auf die Dichtkunst zusammen. Der Abschnitt zu „Lo Donatz Proensals“ wird in der Zusammenfassung nicht behandelt, um Spoiler zu vermeiden.
Schlüsselwörter
Okzitanisch, Provenzalisch, Grammatik, Las Razos de trobar, Lo Donatz Proensals, Raimon Vidal, Troubadours, lateinische Grammatiktradition, Sprachstandardisierung, mittelalterliche Literatur.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die ältesten okzitanischen Grammatiken?
Die zwei bedeutendsten frühen Werke sind „Las rasos de trobar“ von Raimon Vidal und „Lo Donatz proensals“ von Uc Faidit. Sie entstanden im Mittelalter, um die Regeln der okzitanischen Literatursprache festzuhalten.
Warum wurde Okzitanisch damals grammatisch erfasst?
Aufgrund der großen Bedeutung der Troubadour-Dichtung war Okzitanisch eine prestigeträchtige Literatursprache. Die Grammatiken dienten dazu, Dichtern (insbesondere aus Nordfrankreich oder Italien) das korrekte Schreiben zu ermöglichen.
Welchen Einfluss hatte das Lateinische auf diese Grammatiken?
Die Autoren orientierten sich stark an der spätlateinischen Tradition, insbesondere an Werken wie dem „Donatus“. Der Titel „Lo Donatz proensals“ verweist direkt auf den berühmten lateinischen Grammatiker Aelius Donatus.
Wer war Raimon Vidal?
Raimon Vidal war der Autor von „Las rasos de trobar“. Sein Werk gilt als die erste Abhandlung über die Kunst der okzitanischen Dichtung und Grammatik und richtete sich an ein literarisch interessiertes Publikum.
Welche Rolle spielt Dantes „De vulgari eloquentia“ in diesem Kontext?
Dantes Werk dient als wichtiger historischer Bezugspunkt, da er sich ebenfalls mit dem Wert der Volkssprachen (Vulgärsprachen) gegenüber dem Lateinischen auseinandersetzte und das Okzitanische lobend erwähnte.
Was unterscheidet „Las rasos de trobar“ von „Lo Donatz proensals“?
Während Vidals Werk eher eine Anleitung für die Dichtkunst (Trobar) darstellt, ist der „Donatz proensals“ systematischer aufgebaut und lehnt sich enger an die Struktur klassischer lateinischer Schulgrammatiken an.
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- Berit Brüning (Autor), 2008, Frühe romanische Grammatiken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119467