Karteninterpretation: Blatt L 8524, Lindau (Bodensee)


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einordnung und Gliederung des Kartenblattes

2. Interpretation der Teilräume
2.1 Östliches Bodenseebecken (Teilraum 1)
2.1.1 Topographie
2.1.2 Hydrographie
2.1.3 Tieferer Untergrund
2.1.4 Boden
2.1.5 Vegetation
2.2 Vorarlberger Rheintal (Teilraum 2)
2.2.1 Topographie
2.2.2 Hydrographie
2.2.3 Tieferer Untergrund
2.2.4 Boden
2.2.5 Vegetation
2.3 Westliches Allgäuer Alpenvorland (Teilraum 3)
2.3.1 Topographie
2.3.2 Hydrographie
2.3.3 Tieferer Untergrund
2.3.4 Boden
2.3.5 Vegetation
2.4 Bregenzer Wald (Teilraum 4)
2.4.1 Topographie
2.4.2 Hydrographie
2.4.3 Tieferer Untergrund
2.4.4 Boden
2.4.5 Vegetation

3. Siedlungsgeographie

4. Synthese

1. Einordnung und Gliederung des Kartenblattes

Die vorliegende topographische Karte L 8524 zeigt in einem Maßstab von 1:50.000 Lindau (Bodensee). Das Kartenblatt zeigt den Ausschnitt mit den Rechtswerten von 35 50 bis 35 76 und den Hochwerten von 52 51 bis 52 74. Die topographische Karte wurde 1988 vom Bayerischen Landesvermessungsamt München herausgegeben. Im Norden schließt sich das Blatt L 8324 Wangen im Allgäu, im Osten das Blatt L 8526 Immenstadt im Allgäu und im Westen das Blatt L 8522 Kressbronn am Bodensee an. Eine Besonderheit des Kartenblattes besteht darin, dass es sowohl Süddeutschland als auch Österreich zuzuordnen ist, wobei sich die Staatsgrenze im nördlichen Teil des Kartenausschnittes befindet. Der in Deutschland liegende Teil zeigt den süd-südwestlichen Ausschnitt des Bundeslandes Bayern mit der Stadt Lindau, während der südliche Bereich dem österreichischen Bundesland Vorarlberg zuzuordnen ist. Die westlich verlaufende Staatsgrenze teilt den Bodensee in einen nördlichen deutschen und einen südlichen österreichischen Teil.

Die topographische Karte zeigt einen Ausschnitt des Bodenseebeckens; außerdem das südlich gelegene Rheintal und im östlichen Teil das Alpenvorland mit dem westlichen Allgäu. Im Süden befindet sich der Bregenzer Wald, der sich bis zum Alpenrand erstreckt; allerdings wird dieser auf dem vorliegenden Kartenblatt nicht mehr abgebildet.

Das Alpenvorland zeigt hier Höhen von 319m ü NN bis 1741m ü NN und stellt den Anschluss an die Süddeutsche Schichtstufenlandschaft dar. Wir haben es daher vor allem mit geologischen Vorgängen des Tertiärs und der Eiszeiten sowie der Alpenauffaltung zu tun.

Dementsprechend wurde das Kartenblatt in vier Teilräume gegliedert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Legende

1. Östliches Bodenseebecken

2. Vorarlberger Rheintal

3. Westliches Allgäuer Alpenvorland

4. Bregenzer Wald

2. Interpretation der Teilräume

Im Folgenden sollen die unterschiedlichen Teilräume auf der Grundlage ihrer Topographie, der Hydrographie, ihres tieferen Untergrundes, des Bodens und der Vegetation näher analysiert werden.

2.1 Östliches Bodenseebecken (Teilraum 1)

2.1.1 Topographie

Das Gebiet des östlichen Bodenseebeckens weist ein relativ flaches Relief mit Höhenunterschieden von bis zu 218 Metern auf. Der niedrigste Punkt liegt dabei mit 319m ü NN (R 35 51, H 52 65) mitten im östlichen Teil des Bodensees. Der höchste Punkt des Gebietes liegt hingegen mit 537m ü NN (R 35 56, H 52 71) südöstlich von Weißensberg.

Bei der Betrachtung der Höhenangaben nördlich des Bodensees fällt auf, dass es sich um eine Hohlform handelt, mit einem Anstieg im Westen und Osten.

Weiterhin ist für den gesamten Teilraum ein Höhenanstieg von Süden nach Norden zu verzeichnen. Die Tobel-Gewässer im Norden des Raumes lassen darauf schließen, dass hier durch Wassererosion talförmige Geländeeinschnitte entstanden sind, die steile Hänge aufweisen. Dies wird beispielsweise am Motzacher Tobelbach deutlich (R 35 55, H 52 70).

2.1.2 Hydrographie

Das Gebiet des östlichen Bodenseebeckens weist eine hohe Gewässernetzdichte auf, wobei der Bodensee selbst die größte Fläche des Gebietes einnimmt. Ferner sind diverse Seen vorhanden, wie zum Beispiel der Kleine See nördlich der Stadt Lindau, der vom Bodensee abgegrenzt ist sowie der Weißensberger Weiher (R 35 55, H 52 72). Weiterhin finden sich kleine Seen bei Paradies (R 35 53, H 52 71), nördlich von Heimesreutin (R 35 53, H 52 70) und östlich des Weißensberger Weihers.

Nördlich der Stadt Lindau sind zudem von Westen nach Osten die Fließgewässer Ach, Wolfsbach, Motzacher Tobelbach, Bösenreuttobelbach und die an der österreichischen Staatsgrenze entlang fließende Leiblach vorhanden. Die Fliessrichtung der Flüsse und Bäche verläuft dabei jeweils von Norden nach Süden mit einer Entwässerung in den Bodensee.

Der größte Fluss ist die Bregenzer Ach, die in den Bodensee entwässert und die Grenze zum Vorarlberger Rheintal bildet.

Im Gebiet gibt es außerdem mehrere nasse Stellen, wie beispielsweise südlich des Sulzenberges (R 35 52, H 52 72), nordwestlich von Metzlers (R 35 54, H 52 72) und östlich von Wildberg (R 35 56, H 52 73). Zusätzlich gibt es zahlreiche Wasserbehälter (nördlich von Oberreutin bei R 35 54, H 52 70 oder östlich von Höhenreute bei R 35 54, H 52 73 und bei

R 35 57, H 52 73), einige Kläranlagen (zum Beispiel nördlich von Zech bei R 35 55, H 52 68) und ein Pumpwerk (R 35 54, H 52 70).

2.1.3 Tieferer Untergrund

Der Bodensee ist ein eiszeitlich geprägter Zungenbeckensee, der während der Riss- und Würm-Eiszeit durch tektonische Vorgänge entstanden ist und anschließend vom Rheingletscher ausgeschürft wurde. Der Rückzug des Gletschers führte zur Verfüllung des ausgeschürften Bodenseebeckens mit Wasser, was heute darauf schließen lässt, dass auf dessen Grund vor allem pleistozäne Schotter zu finden sind. Weitere Hinterlassenschaften der Vereisung sind hügelige Jungmoränen, Drumlins (zum Beispiel der Hoyerberg bei R 35 51, H 52 70 und westlich von Schönau bei R 35 52, H 52 71) und die Niederterrassenschotter im nördlichen Bereich des Bodensees. Anhand des Reliefs kann man allerdings erkennen, dass die Materialhügel der Jungmoränenlandschaft nur relativ flach und verhältnismäßig sanft ausgebildet sind.

Aufgrund der zahlreichen Gewässer haben wir es hier mit einem undurchlässigen Untergrund zu tun, dessen Kiese sich nahe an der Oberfläche befinden. Daher treten auf den westlichen und östlichen Randgebieten der Hohlform nördlich des Bodensees tertiäre Gesteinsformationen wie Molasse und Konglomerate (Nagelfluh) auf.

2.1.4 Boden

Aufgrund der Auffüllung des Bodensees mit Wasser besteht dessen Grund aus Schottern und die Molasse nördlich des Bodensees lässt auf Braunerde schließen.

2.1.5 Vegetation

Das gesamte Gebiet nördlich des Bodensees ist überwiegend von Wiesen und Weiden durchzogen, die teilweise nasse Stellen aufweisen (siehe 2.1.2 Hydrographie).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Karteninterpretation: Blatt L 8524, Lindau (Bodensee)
Hochschule
Universität Trier  (Universität)
Veranstaltung
Interpretation topographischer Karten
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V119486
ISBN (eBook)
9783640226368
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dokument enthält kein Literaturverzeichnis da Karte eigenhändig interpretiert.
Schlagworte
Karteninterpretation, Blatt, Lindau, Interpretation, Karten, Topographische Karte, Blatt L 8524, Bodensee, TK, L8524
Arbeit zitieren
Doreen Flegel (Autor), 2008, Karteninterpretation: Blatt L 8524, Lindau (Bodensee), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119486

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