In dieser Arbeit geht es zunächst um betriebliche Weiterbildung. Im Anschluss wird der Unterschied zwischen formalem, non-formalem und informellem Lernen beschrieben und herausgearbeitet, wo sich welches Lernen im Betrieb findet. Weiterhin behandelt die Einsendeaufgabe das Tavistock Institute for Human Relations und dessen Gestaltungsvorschläge für die Organisation. Abschließend wird vor dem Hintergrund der Professionalisierungsgleichung nach Becker diskutiert, inwiefern Mitarbeiter:innen ihre eigenen Organisationsentwickler:innen sein sollten.
Inhaltsverzeichnis
1. Betriebliche Weiterbildung
2. Unterschied zwischen formalem, non-formalem und informellem Lernen
3. Gestaltungsvorschläge des Tavistock Institute for Human Relations
4. Professionalisierungsgleichung nach Becker
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich mit zentralen Konzepten der betrieblichen Weiterbildung, unterschiedlichen Lernformen sowie Modellen der Organisationsentwicklung auseinander. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie betriebliche Lernprozesse strukturiert sind, welche Bedeutung formale, non-formale und informelle Bildungswege haben und wie Organisationsentwicklung professionell gestaltet werden kann.
- Grundlagen und Formen der betrieblichen Weiterbildung
- Differenzierung zwischen formalem, non-formalem und informellem Lernen
- Der soziotechnische Systemansatz und teilautonome Arbeitsgruppen
- Die Professionalisierungsgleichung als Analysemodell in der Organisationsentwicklung
- Selbstentwicklung von Mitarbeitenden als Strategie der Unternehmensentwicklung
Auszug aus dem Buch
Professionalisierungsgleichung nach Becker
Zunächst werden die beiden Begriffe Organisationsentwicklung und Professionalisierung erläutert. Danach wird die Professionalisierungsgleichung mit ihren Inhalten dargelegt, um anschließend zur These „Mitarbeiter sollten ihre eigenen Organisationsentwickler sein. Organisationsentwicklung ist Selbstentwicklung der Mitarbeiter!“ Stellung zu nehmen.
Die Organisationsentwicklung stellt einen ganzheitlichen, vom Management einer Organisation, geleiteten Prozess zur Gestaltung und Optimierung der Organisation und der Organisationseinheiten dar. Der Prozess beinhaltet alle Handlungsoptionen zur gezielten direkten und indirekten Beeinflussung der internen Strukturen, Prozesse, Personen und Beziehungen, die von der Organisation systematisch geplant, realisiert und evaluiert werden. Damit wird die Erreichung der Organisationsziele beabsichtigt. In diesem Fall wird die Organisationsentwicklung als Personalentwicklung im weiteren Sinne verstanden, wonach das professionelle Handeln in den Bereichen Bildung, Förderung und Organisationsentwicklung miteingeschlossen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Betriebliche Weiterbildung: Das Kapitel definiert betriebliche Weiterbildung als Teilbereich der beruflichen Weiterbildung und grenzt verschiedene Formen wie Umschulung und Anpassungsweiterbildung voneinander ab.
Unterschied zwischen formalem, non-formalem und informellem Lernen: Hier werden die Lernformen nach ihrem Grad an Organisation und Zertifizierung unterschieden, wobei informelles Lernen als der größte, wenn auch oft unsichtbare Teil betrieblicher Lernprozesse identifiziert wird.
Gestaltungsvorschläge des Tavistock Institute for Human Relations: Dieses Kapitel erläutert den soziotechnischen Systemansatz und die Bedeutung teilautonomer Arbeitsgruppen für eine humane und leistungsfähige Arbeitsorganisation.
Professionalisierungsgleichung nach Becker: Das Kapitel führt ein mathematisches Erklärungsmodell ein, das Professionalität durch die Variablen Begabung, Lernen, Erfahrung und Anerkennung beschreibt und auf die Selbstentwicklung von Mitarbeitenden anwendet.
Schlüsselwörter
Betriebliche Weiterbildung, Organisationsentwicklung, Professionalisierung, formales Lernen, non-formales Lernen, informelles Lernen, soziotechnischer Systemansatz, teilautonome Arbeitsgruppen, Personalentwicklung, Kompetenzentwicklung, lebenslanges Lernen, Arbeitsprozesse, Selbstorganisation, Wissensbasis, Anerkennung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der betrieblichen Weiterbildung, verschiedenen Lernformen im beruflichen Kontext und Ansätzen der Organisationsentwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Definition betrieblicher Weiterbildung, die Differenzierung von Lernformaten, die Bedeutung soziotechnischer Arbeitsstrukturen sowie die Analyse von Professionalisierungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die theoretische Auseinandersetzung mit Weiterbildungsstrategien und Organisationsmodellen, um deren Einfluss auf die betriebliche Entwicklung und die Professionalität der Mitarbeitenden aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Anwendung theoretischer Modelle, wie der Professionalisierungsgleichung nach Becker und dem soziotechnischen Ansatz des Tavistock Institute.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Lernformen, die Darstellung von Gestaltungsvorschlägen für Gruppenarbeit sowie die theoretische Herleitung der Professionalisierung von Organisationsentwicklern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind betriebliche Weiterbildung, Professionalisierung, Organisationsentwicklung, informelles Lernen und soziotechnischer Systemansatz.
Wie unterscheidet sich informelles von formalem Lernen?
Formales Lernen ist organisiert, didaktisch geplant und zertifikatsorientiert, während informelles Lernen ungeplant und handlungsbasiert im Arbeitsalltag stattfindet.
Warum ist das Konzept der teilautonomen Arbeitsgruppen (TAG) relevant?
TAGs fördern die Eigenverantwortung und Motivation der Mitarbeitenden durch ganzheitliche Aufgaben, was laut dem soziotechnischen Ansatz die Effizienz und Qualität der Arbeit verbessert.
Wie kann eine mangelnde Begabung nach der Professionalisierungsgleichung ausgeglichen werden?
Laut dem Modell kann eine mangelnde Begabung durch lebenslanges Lernen und den Erwerb neuer Kenntnisse sowie durch gesammelte Erfahrungen über verschiedene Lebensphasen kompensiert werden.
Stimmen die Ergebnisse der Professionalisierungsgleichung mit der These der Selbstentwicklung überein?
Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Mitarbeitende ihre eigenen Organisationsentwickler sein können, sofern sie ihre Professionalität durch Lernen und eigene Achtsamkeit aktiv steuern.
- Arbeit zitieren
- Vanessa Gisch (Autor:in), 2019, Betriebliche Weiterbildung und Organisationsentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195050