Die Unterrichtsstunde bildet den Abschluss einer fünf Unterrichtsstunden umfassenden Unterrichtssequenz zum Thema „Argumentieren und Überzeugen“. Der Schwerpunkt dieser Unterrichtsstunde liegt dabei auf der inhaltlichen Ergebnissicherung der vorangegangenen Unterrichtsstunden und der damit verbundenen Anwendung. Die Schüler und Schülerinnen sollen in dieser Stunde die zuvor erlernten Fähigkeiten und das erarbeitete Wissen zuerst reaktivieren und anschließend anwenden und nutzen, um eine Talkshow zum Thema „Freitagsdemonstrationen - Schule schwänzen für den Klimaschutz“ aktiv inhaltlich zu gestalten.
Der vorliegende Unterrichtsentwurf enthält neben der Sachanalyse und didaktischen Analyse, auch eine Erläuterung hinsichtlich der von der Lehrkraft angestrebten Kompetenzentwicklung der Schüler:innen in dieser Unterrichtsstunde. Zudem enthält der vorliegende Unterrichtsentwurf von der Autorin selbst erstellte Unterrichtsmaterialien, die für den Unterricht eingesetzt wurden und von der Vervielfältigung ausgeschlossen sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Kontext: Einordnung der Stunde in die Unterrichtssequenz
2. Bemerkungen zur Lerngruppe (Bedingungsanalyse)
3. Didaktische Analyse
3.1. Begründung der Wahl des Stundenthemas
3.2. Überlegungen zum Unterrichtsgegenstand (Sachanalyse)
3.3. Formulierung der Unterrichtsziele und der angestrebten Kompetenzentwicklung
4. Methoden, Aufbau der Stunde und Medien
4.1. Tabellarische Verlaufsplanung
4.2. Erläuterungen zur Verlaufsplanung
5. Literaturverzeichnis
6. Anhang
6.1. Sequenzplanung
6.2. Tafelbild zur Sicherung der letzten Unterrichtsstunde
6.3. Logo und Tafelbild mit Logo
6.4. Namensschilder
6.4. Arbeitsblatt
6.5. Rollenkarten
6.6. Moderationskarten
7. Reflexion der Stunde
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die Planung und Reflexion einer Unterrichtsstunde zum Thema „Argumentieren und Überzeugen“ in einer 7. Klasse. Ziel ist es, die kommunikativen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch die Methode der Talkshow zu fördern, um Meinungen strukturiert darzulegen und auf Gesprächsbeiträge angemessen zu reagieren.
- Förderung der mündlichen Kommunikationskompetenz durch interaktive Methoden.
- Anwendung des Argumentschemas: These, Begründung und Beleg.
- Förderung der Perspektivenübernahme durch Rollendifferenzierung in der Talkshow.
- Praktische Erprobung der "Fridays for Future"-Thematik zur Stärkung des Lebensweltbezugs.
- Methodische Ergebnissicherung der Unterrichtssequenz "Argumentieren und Überzeugen".
Auszug aus dem Buch
Was ist eine Talkshow?
„Die Talkshow als Unterrichtsmethode ist eine simulierte Form des Meinungsaustauschs, welche in der Klasse nachgestellt wird.“15
Gemein ist allen Talkshows, dass es meistens mehrere Teilnehmer/innen gibt, welche vorwiegend verbal miteinander kommunizieren, der/die Moderator/in eine Schlüsselfunktion im Gesprächsverlauf aufweist und häufig ein Publikum zugegen ist. Talkshows werden meistens für eine Fernsehübertragung von Kameras aufgezeichnet. Dies fällt jedoch weg, wenn eine Talkshow im schulischen Rahmen als Methode genutzt wird. Die Talkshow weist Parallelen zu anderen mündlichen Unterrichtsmethoden, wie bspw. dem Rollenspiel, Debatten oder Streitgesprächen auf. Die Teilnehmer/innen können entweder zu sehr unterschiedlichen Themen befragt werden und/oder sich äußern und sich dann während andere Teilnehmer/innen sprechen, ebenfalls in deren Diskussion einbringen oder Talkshow-Gäste können auch zum gleichen Thema sprechen und unterschiedliche Meinungen vertreten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kontext: Einordnung der Stunde in die Unterrichtssequenz: Diese Einleitung verortet die Stunde als Abschluss der fünfstündigen Sequenz „Argumentieren und Überzeugen“ und erläutert die Zielsetzung der Ergebnissicherung.
2. Bemerkungen zur Lerngruppe (Bedingungsanalyse): Dieser Abschnitt analysiert den Leistungsstand der 32 Schülerinnen und Schüler und stellt fest, dass die Klasse bei offenen, kreativen Aufgabenformaten deutlich mehr Engagement zeigt als bei geschlossenen Aufgaben.
3. Didaktische Analyse: Die didaktische Analyse begründet die Wahl des aktuellen Themas „Fridays for Future“ aufgrund des hohen Lebensweltbezugs und erläutert theoretische Grundlagen der Argumentation und der Methode Talkshow.
4. Methoden, Aufbau der Stunde und Medien: Dieser umfangreiche Abschnitt bietet eine detaillierte tabellarische Verlaufsplanung der Stunde sowie Erläuterungen dazu, wie die Talkshow zur Förderung von Kompetenzen wie freiem Sprechen und respektvollem Zuhören eingesetzt wird.
5. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Lehrpläne, Fachliteratur und Onlinequellen zur Unterrichtsvorbereitung aufgelistet.
6. Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Materialien wie Sequenzplan, Tafelbilder, Rollenkarten und Arbeitsblätter.
7. Reflexion der Stunde: Die Reflexion bewertet den Verlauf der Unterrichtsstunde, reflektiert das Lehrerhandeln und identifiziert Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Unterrichtsplanungen.
Schlüsselwörter
Unterrichtsplanung, Argumentieren, Überzeugen, Talkshow, Fridays for Future, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Rollendifferenzierung, Diskussion, Sprechen und Zuhören, Didaktische Analyse, Schulalltag, Klimaschutz, Mündliche Kommunikation, Kompetenzentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und Durchführung einer Deutschstunde in einer 7. Klasse, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen im Bereich „Argumentieren und Überzeugen“ mittels einer simulierten Talkshow anwenden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsstunde?
Die zentralen Themen sind das Argumentieren nach einem strukturierten Schema (These, Begründung, Beleg) und die gesellschaftlich kontroverse Thematik „Fridays for Future – Schule schwänzen für den Klimaschutz“.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das primäre Ziel ist, dass die Lernenden ihre eigene Argumentationsfähigkeit festigen, Standpunkte sachlich begründen und die Methode Talkshow aktiv zur Ergebnissicherung der vorangegangenen Sequenz nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode der „Talkshow“ als fiktives, im Unterricht inszeniertes Streitgespräch genutzt, um reale gesellschaftliche Diskurse in den geschützten Raum der Klasse zu übertragen und dialogisch zu bearbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Klasse, eine didaktische Begründung der Themenwahl sowie eine detaillierte Verlaufsplanung inklusive konkreter Rollenkarten und Materialien für die Durchführung der Talkshow.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Unterrichtsplanung, Argumentationstraining, die Methode Talkshow, schülerspezifische Kompetenzentwicklung sowie die Verknüpfung von Lehrplanvorgaben mit aktuellen Themen wie dem Klimaschutz.
Wie wurde die Sitzordnung für die Talkshow gewählt?
Die Sitzordnung wurde bewusst so gewählt, dass Talkshow-Gäste und Publikum räumlich getrennt sind, um eine emotionale Trennung zu fördern und die Konzentration auf die unterschiedlichen Standpunkte zu erleichtern.
Welche Herausforderungen identifiziert die Autorin in der Reflexion?
Die Autorin erkennt, dass durch die Fokussierung auf die Talkshow-Gäste die aktive Einbindung des Publikums zu kurz kam und der mündliche Arbeitsauftrag an diese Gruppe durch eine zusätzliche Visualisierung hätte unterstützt werden sollen.
- Quote paper
- Sina Wilde (Author), 2019, Argumentieren und Überzeugen. Gestaltung einer Talkshow zum Thema "Fridays for Future" (7. Klasse Deutsch), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196262