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Strategien der Konsumtion: Kleidung, Identität und Symbolik

Title: Strategien der Konsumtion: Kleidung, Identität und Symbolik

Term Paper , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nina Waibel (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Die Beschäftigung mit dem Thema „Strategien der Konsumtion“ birgt in sich verschiedene Aspekte, die man auch als Schwierigkeiten bezeichnen könnte und die es in der vorliegenden Arbeit zu behandeln gilt. Um sich mit der anvisierten Thematik: „Strategien der Konsumtion – Kleidung, Identität und Symbolik“ auseinander zu setzen, müssen zunächst zwei grundlegende Sachverhalte geklärt werden. Was bedeutet – zum einen – der Begriff der Strategie in diesem Zusammenhang und darüber hinaus im engeren Sinne in Bezug auf die Frage nach Kleidung, Identität und Symbolik? Zum anderen muss sich mit der Frage beschäftigt werden, was Konsum oder Konsumtion an sich bedeutet und weiterführend: welche Bedeutung hat dieser Begriff für unsere heutige Welt, für die sozialen Strukturen in denen wir leben? Selbstverständlich ist die vorliegende Arbeit keine soziologische, sondern eine ethnologische und so wird im Mittelpunkt des Interesses der Blick aus der westlichen Welt hinaus zu suchen sein.
Im ersten Teil der Arbeit werden somit anfangs Grundlagen geschaffen, die durchaus auch auf soziologischer und wirtschaftswissenschaftlicher Forschung basieren. Anhand eines historischen Rückblicks, der seinen Anfang in kurzen Überlegungen zu Adam Smith und John Maynard Keynes nimmt, um sich dann ausgehend von Karl Marx mit grundlegenden Überlegungen zur Konsumtion namenhafter Soziologen zu beschäftigen, soll die oben erwähnte Frage nach der eigentlichen Bedeutung von Konsumtion, zumindest teilweise, geklärt werden. Das zweite Kapitel zu diesem Oberpunkt „Theorien der Konsumtion in der Disziplin der Völkerkunde“ wird dann aufzeigen, welche Rolle dieses Themenfeld in der Ethnologie spielte und inwiefern das Thema eben lange Zeit nicht behandelt wurde. Der Begriff der Strategie wird sich in diesem Zuge in Ansätzen miterklären, genauer wird er aber nochmals in einem nächsten allgemeinen und theoretisch fundierten Kapitel behandelt. In diesem Abschnitt werden Überlegungen zur Kleidung und ihrer Bedeutung für Identität, soziales Ich und nicht zuletzt für größere soziale Grundstrukturen und Prozesse dargelegt – die Strategien der Konsumtion kommen in diesem Zusammenhang nämlich besonders anschaulich zum Tragen.
Diese grundlegenden und spezifischeren Abschnitte dieser Arbeit werden im Folgenden als Basis für zwei Fallbeispiele dienen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Annäherung: Strategien der Konsumtion

2.1 Der Begriff der Konsumtion

2.2 Historischer Abriss aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

2.3 Theorien der Konsumtion in der Disziplin der Völkerkunde

3. Kleidung, Identität und Symbolik

3.1 Der Prozess des Programmierens

3.1.1 Programmieren und Kommunizieren durch Kleidung

3.2. Allgemeine Bedeutungen von Einkaufsstätten als soziale Räume der Konsumtion

3.3 Die theoretische Konzeption von „Style and Fashion“

4. Fallbeispiele

4.1 Chua Beng Huat: „Life is not complete without shopping” – Singapur

4.1.1 Designerboutiquen als Bühnen der Identitätsbildung

4.1.2 Der „Cheongsam“ als Zeichen des Chinesisch-Seins

4.2 Daniel Miller: „Style and Ontology“ – Trinidad

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Konsumstrategien, Kleidung und Identitätsbildung aus einer ethnologischen Perspektive. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Kleidung als soziales Kommunikationsmittel fungiert und wie sich diese Prozesse in unterschiedlichen kulturellen Kontexten, insbesondere in Singapur und Trinidad, manifestieren.

  • Grundlagen der Konsumtheorie in Sozialwissenschaften und Völkerkunde
  • Die Rolle der Kleidung als Medium der Identitätskonstruktion
  • Der "Prozess des Programmierens" nach Gregory Stone
  • Einkaufsstätten als soziale Räume der Konsumtion
  • Vergleichende Fallstudien zur symbolischen Bedeutung von Kleidung

Auszug aus dem Buch

3.1. Programmieren und Kommunizieren durch Kleidung

Den Überlegungen dieses Unterkapitels liegt zunächst der soziologische Aufsatz „Appearance and the Self“ von Gregory Stone aus dem Jahr 1962 zu Grunde. Stone konstatiert, dass sich das soziale Ich von zwei Elementen bestimmt sieht. Auf der einen Seite nennt Stone den Begriff „appearance“, welcher die von der physisch determinierten, also äußeren Erscheinung meint, in die alle physischen Attribute wie zum Beispiel Größe, Gewicht oder der Abstand der Augen zueinander sowie aber auch alle physischen Bewegungsabläufe wie beispielshaft die Körpersprache oder die Art und Weise wie ein Individuum sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht streicht einschließt. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass schon diese körperlichen Attribute wie Farben, Formen oder Oberflächenbeschaffenheit kulturell bedingt und kulturspezifisch interpretiert werden. Die Erscheinung/appearance muss dann weiterführend als Konzept betrachtet werden, das neben den physischen Attributen/Dispositionen und den Bewegungen auch deren Transformation mit einschließt.

Als wichtig zu bemerken gilt es hierbei, dass die Verhüllung bzw. Ausschmückung, sprich die Transformation leichter zu manipulieren ist als es die Veränderung von physischen Begebenheiten wäre (Stone 1962:90). Die Manipulation geschieht nun schlussfolgernd durch die Anwendung von Konsumtionsstrategien, in erster Linie durch die Konsumtion von Kleidung. Diese wiederum sind ebenso wie die rein körperlichen Begebenheiten kulturell kodiert und kulturspezifisch lesbar. Der Hauptaspekt dieses Gedankens ist hierbei aber zunächst die Veränderung der Wahrnehmung von außen und durch Andere. Dem entgegengesetzt steht auf der anderen Seite der Begriff „discourse“, der die Auseinandersetzung mit dem – allgemein gesprochen – Anderen bedeutet. Die beste Garantie für bedeutungsgeladene soziale Interaktionen, so Stone, stellt sich im Erkennen der Akteure von etwas sowie in der Identifikation mit etwas dar und zwar in dieser Reihenfolge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel der Arbeit fest, die Verknüpfung von Konsumstrategien mit Kleidung und Identität zu untersuchen, und grenzt den ethnologischen Fokus von soziologischen Ansätzen ab.

2. Theoretische Annäherung: Strategien der Konsumtion: Dieses Kapitel liefert einen interdisziplinären historischen Überblick und beleuchtet die Entwicklung konsumtheoretischer Ansätze von den klassischen Wirtschaftswissenschaften bis zur Völkerkunde.

3. Kleidung, Identität und Symbolik: Hier werden Mechanismen wie der "Prozess des Programmierens" erläutert und die Rolle von Kleidung als sozial lesbare Oberfläche und Kommunikationsmedium analysiert.

4. Fallbeispiele: Dieses Kapitel veranschaulicht die theoretischen Erkenntnisse anhand der Konsumkultur in Singapur und Trinidad, wobei insbesondere die Bedeutung lokaler Identitäten hervorgehoben wird.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Konsumgüter keine bloßen Zeichen der Entfremdung, sondern wichtige Medien zur individuellen Identitätsausgestaltung sind.

Schlüsselwörter

Konsumtion, Ethnologie, Kleidung, Identität, Symbolik, Programmieren, Lifestyle, Globalisierung, Konsumgesellschaft, Sozialer Raum, Markenkleidung, Identitätsbildung, Kulturanthropologie, Konsumkultur, Mode.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethnologischen Analyse von Konsumstrategien im Kontext von Kleidung, Identität und Symbolik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen theoretische Grundlagen der Konsumforschung, den Prozess der Selbstdarstellung durch Kleidung sowie den Einfluss von Mode auf soziale Identitäten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Individuen Kleidung nutzen, um Identität zu konstruieren und welche Rolle Konsumstrategien dabei in verschiedenen kulturellen Umgebungen spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung ethnologischer Fallstudien, um kulturübergreifende Konsumphänomene zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zur Rolle des Körpers und des "Programmierens" durch Kleidung sowie in praktische Fallbeispiele zu Singapur und Trinidad.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Konsumtion, Identität, Symbolik, "Programmieren", Lifestyle und Globalisierung.

Wie beeinflussen "asiatische Werte" das Konsumverhalten in Singapur?

Der Diskurs um asiatische Werte führte zu einer Rückbesinnung auf traditionelle Elemente, wie etwa das verstärkte Tragen des "Cheongsam" als Ausdruck chinesischer Identität in einer globalisierten Welt.

Warum ist der Begriff "Style" in der Untersuchung zu Trinidad so wichtig?

In Trinidad wird "Style" als eine selbstbestimmte ästhetische Fähigkeit verstanden, die Individualität zum Ausdruck bringt und einen bewussten Umgang mit dem eigenen Körper symbolisiert.

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Details

Title
Strategien der Konsumtion: Kleidung, Identität und Symbolik
College
University of Cologne
Grade
1,3
Author
Nina Waibel (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V119876
ISBN (eBook)
9783640236534
ISBN (Book)
9783640238552
Language
German
Tags
Strategien Konsumtion Kleidung Identität Symbolik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Waibel (Author), 2007, Strategien der Konsumtion: Kleidung, Identität und Symbolik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119876
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