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Lernen 2.0: Wie Social Software das Lernen und Wissensmanagement in Gesellschaft und Organisationen verändert

Titel: Lernen 2.0: Wie Social Software das Lernen und Wissensmanagement in Gesellschaft und Organisationen verändert

Masterarbeit , 2008 , 221 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Master of Media Computer Science Sebastian Klein (Autor:in), Stephan Flad (Autor:in)

Informatik - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Lernen ist so alt wie die Menschheit und seine Bedeutung nimmt mit der fortschreitenden allgegenwärtigen Durchdringung der täglichen Lebens- und Arbeitswelt mit Informations- und Kommunikationstechnologie immer weiter zu. Durch diese Entwicklung entsteht nicht nur ein immer größerer Zwang zur Auseinandersetzung mit neuem Wissen, sondern es bilden sich neue Lernformen und -technologien heraus. Social Software Anwendungen stehen dabei im Mittelpunkt einer signifikanten Entwicklung, die das Lernen in persönlicher und institutioneller Form gravierend verändert und deshalb als Lernen 2.0 bezeichnet wird.

Diese Arbeit zeigt die wesentlichen theoretischen Hintergründe auf und gibt einen konkreten Überblick über die praktischen Erfahrungen mit den einzelnen Social Software Anwendungen in Bezug auf deren Einsatz zum Lernen und zum Wissensmanagement.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Wissensgesellschaft

1.1 Wissensbegriff

1.2 Informationsbegriff

1.3 Lernenbegriff

1.4 Die zehn Prinzipien des Lernens

2 Lerntheorien

2.1 Behaviorismus

2.2 Kognitivismus

2.2.1 Lernen am Modell

2.2.2 Lernen durch Einsicht

2.2.3 Entwicklungsstufenmodell nach Piaget

2.3 Konstruktivismus

2.3.1 Radikaler Konstruktivismus

2.3.2 Interaktionistischer Konstruktivismus

2.4 Konnektivismus

3 Didaktik

3.1 Konstruktivistische Didaktik

3.2 Lernstile nach Kolb

3.3 Lernstile nach Honey und Mumford

3.4 Lernstile nach Felder

3.5 Das Herrmann Dominanz Instrument

3.6 (De-)Motivationskreislauf nach Butterworth

4 Wissensmanagement

4.1 Wissenstransfer

4.2 Wissensmanagementansätze

4.2.1 Managementorientierter Ansatz

4.2.2 Innovations- und kommunikationsorientierter Ansatz

4.2.3 Lernorientierter Ansatz

4.2.4 Ökonomischer Ansatz

4.3 Menschliche Faktoren des Wissensmanagement

4.4 Persönliches Wissensmanagement

4.4.1 Das ”Getting Things Done“-Prinzip

5 Kommunikation

5.1 Zwischenmenschliche Kommunikation

5.2 Das Vier-Seiten-Modell nach Schulz von Thun

5.3 Die fünf Axiome der zwischenmenschlichen Kommunikation nach Watzlawick

5.4 Computervermittelte zwischenmenschliche Kommunikation

5.4.1 Substitution anderer Kommunikationsformen

5.4.2 Technikdeterministische Aspekte

5.4.3 Kulturdeterministische Aspekte

5.4.4 Community- und Lernaspekte

6 Netzwerke

6.1 Das Pareto-Prinzip

6.2 Das Kleine-Welt-Experiment von Milgram

6.3 Die Natur des Sozialen Netzwerks

6.4 Wissenstransfer in Netzwerken

7 Communities

7.1 Community of Practice

7.2 Community of Interest

7.3 Community of Knowledge

7.4 Online-Aspekte

7.5 Rollen-Aspekte

8 E-Learning

8.1 E-Learning-Technologien

8.2 E-Learning-Formen

8.3 E-Learning 1.0

8.4 E-Learning 2.0

8.5 Zukunft des E-Learning

9 Social Software - Begriffsdefinition und Entwicklung

10 Basistechnologien

10.1 Rich Internet Applications

10.1.1 Einführung und Definition

10.1.2 Technologien

10.1.3 Zusammenfassung und Ausblick

10.2 RSS-Feeds

10.2.1 Einführung und Definition

10.2.2 Technologie

10.2.3 Einsatzspektrum und Auswirkung auf Social Software

10.2.4 Zusammenfassung und Ausblick

11 Wikis

11.1 Einführung und Definition

11.2 Charakteristische Funktionen

11.3 Marktübersicht

11.4 Einsatzspektrum und Auswirkungen auf das Lernen und Wissensmanagement

11.4.1 Gesellschaft und Individuen

11.4.2 Organisationen

11.5 Zusammenfassung und Ausblick

12 Weblogs

12.1 Einführung und Definition

12.2 Charakteristische Funktionen

12.3 Installation und Konfiguration am Beispiel

12.4 Einsatzspektrum und Auswirkungen auf das Lernen und Wissensmanagement

12.4.1 Gesellschaft und Individuen

12.4.2 Organisationen

12.5 Zusammenfassung und Ausblick

13 Podcasts

13.1 Einführung und Definition

13.2 Podcast-Produktion

13.3 Einsatzspektrum und Auswirkungen auf das Lernen und Wissensmanagement

13.3.1 Gesellschaft und Individuen

13.3.2 Organisationen

13.4 Zusammenfassung und Ausblick

14 Instant Messaging

14.1 Einführung und Definition

14.2 Marktübersicht

14.3 Einsatzspektrum und Auswirkungen auf das Lernen und Wissensmanagement

14.3.1 Gesellschaft und Individuen

14.3.2 Organisationen

14.4 Zusammenfassung und Ausblick

15 Social Tagging

15.1 Einführung und Definition

15.2 Einsatzspektrum und Auswirkungen auf das Lernen und Wissensmanagement am Beispiel Social Bookmarking

15.2.1 Gesellschaft und Individuen

15.2.2 Organisationen

15.3 Zusammenfassung und Ausblick

16 Social Networks

16.1 Einführung und Definition

16.2 Charakteristische Funktionen von Social Networks

16.3 Social Network-Seiten

16.4 Open Social

16.5 Zentrales Identitätsmanagement am Beispiel OpenID

16.6 Social Network Software

16.6.1 ning.com

16.6.1 elgg

16.7 Einsatzspektrum und Auswirkungen auf das Lernen und Wissensmanagement

16.7.1 Gesellschaft und Individuen

16.7.2 Organisationen

16.8 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie die zunehmende Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die einfache soziale Interaktion über Social Software das Lernverhalten nachhaltig verändern und formuliert hierfür die These des „Lernen 2.0“.

  • Theoretische Grundlagen des Lernens (Lerntheorien, Didaktik, Wissensmanagement)
  • Analyse der sozialen Dimensionen von Kommunikation, Netzwerken und Communities
  • Technologische Basiskomponenten und ihre Anwendung in Social Software
  • Empirische Untersuchung des Nutzungsverhaltens bei Studenten und Berufseinsteigern
  • Evaluation der Auswirkungen auf individuelles Lernen und organisationales Wissensmanagement

Auszug aus dem Buch

1.1 Wissensbegriff

Für den Begriff „Wissen“ gibt es keine objektive, allgemein gültige und exakte Definition. Als kleinster gemeinsamer Nenner wird z.B. in der Wikipedia (vgl. [WIKIPEDIA 2007k]) folgende Aussage formuliert: „Dem Wissen liegen Informationen zugrunde, oder anders formuliert: Wissen ist behaltene (gespeicherte) Information“. Im Sinne der griechischen Philosophie steht Wissen im Gegensatz zur subjektiven Meinung und impliziert objektive Wahrheit. Zu dem was Wissen ist, gibt es, ausgehend von unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven, unterschiedlichste Definitionen. Grundlegend ist Wissen Information, von der eine Person oder eine Gruppe von Personen Kenntnis hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Wissensgesellschaft: Beschreibt den Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft, in der Wissen zur zentralen und wichtigsten Ressource geworden ist.

2 Lerntheorien: Erläutert behavioristische, kognitivistische, konstruktivistische und konnektivistische Ansätze als Vorläufer und Grundlage für das Verständnis modernen Lernens.

3 Didaktik: Behandelt die Wissenschaft vom Lehren und stellt verschiedene Lernstilmodelle sowie Motivationsaspekte vor, die für Bildungsszenarien relevant sind.

4 Wissensmanagement: Definiert Wissensmanagement als Oberbegriff für Managementpraktiken und untersucht Prozesse wie Wissenstransfer sowie individuelle und organisationale Ansätze.

5 Kommunikation: Analysiert menschliche und computervermittelte Kommunikation als Basis des Wissensaustausches anhand zentraler Modelle wie dem Vier-Seiten-Modell nach Schulz von Thun.

6 Netzwerke: Beleuchtet die Struktur und Dynamik sozialer Netzwerke, inklusive Phänomenen wie dem Kleine-Welt-Experiment und deren Bedeutung für die Informationsverbreitung.

7 Communities: Untersucht verschiedene Community-Formen (Practice, Interest, Knowledge) und deren Rolle bei der sozialen Organisation und dem informellen Lernen.

8 E-Learning: Zeichnet die Entwicklung von E-Learning 1.0 zu E-Learning 2.0 nach und diskutiert moderne Technologien und Formen der Lernunterstützung.

9 Social Software - Begriffsdefinition und Entwicklung: Definiert Social Software im Kontext von Web 2.0 und erläutert den soziotechnischen Paradigmenwechsel hin zum partizipativen „Mitmachweb“.

10 Basistechnologien: Beschreibt technologische Standards wie Rich Internet Applications (RIA) und RSS, die als technisches Fundament für moderne Social Software dienen.

11 Wikis: Analysiert Wikis als kollaborative Werkzeuge zur Wissensgenerierung und deren Abgrenzung zu klassischen Content-Management-Systemen.

12 Weblogs: Untersucht Weblogs als autorzentrierte Kommunikations- und Wissensmanagementwerkzeuge sowie deren Einsatzmöglichkeiten in Organisationen.

13 Podcasts: Betrachtet Podcasts als auditive Lernmedien, die neue Formen der zeitversetzten Wissensvermittlung ermöglichen.

14 Instant Messaging: Diskutiert Instant Messaging als synchronen Kommunikationsdienst und dessen Integration in organisationale Abläufe unter Sicherheitsaspekten.

15 Social Tagging: Erklärt Social Tagging als alternative, nutzerzentrierte Methode der Wissenserschließung durch Metadaten.

16 Social Networks: Evaluiert Social Network Plattformen, deren Funktionalitäten sowie Ansätze wie OpenSocial und OpenID zur Vernetzung und Identitätsverwaltung.

17 Zielsetzung der empirischen Untersuchung: Definiert die Forschungsfragen und Hypothesen zur Nutzung von Social Software im Kontext des Lernens.

18 Methodenwahl: Erläutert das Vorgehen bei der durchgeführten Online-Umfrage zur Erhebung des Nutzungsverhaltens.

19 Auswertung: Präsentiert und analysiert die statistischen Ergebnisse der Umfrage im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen.

20 Zusammenfassung der Umfrageergebnisse: Führt die zentralen Erkenntnisse der empirischen Untersuchung zusammen und beantwortet die Kernfragestellungen.

Schlüsselwörter

Lernen 2.0, Social Software, Wissensmanagement, Web 2.0, E-Learning, Enterprise 2.0, Kollaboration, Wissenserwerb, soziale Netzwerke, Communities, Wissensgesellschaft, Kommunikation, Informationstechnologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie soziale Software-Anwendungen das Lernen in der heutigen Gesellschaft und in Organisationen verändern, und leitet daraus das Konzept des „Lernen 2.0“ ab.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen theoretische Lerngrundlagen, Wissensmanagement-Ansätze, moderne Kommunikationstechnologien sowie die praktische Anwendung von Tools wie Wikis, Weblogs und sozialen Netzwerken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die technologiebedingte Veränderung des Lernverhaltens durch moderne IT-Werkzeuge aufzuzeigen und zu untersuchen, wie diese in der Praxis als Unterstützung für Wissensmanagement dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem theoretischen Teil zur Definition der Grundlagen und einem empirischen Teil, der durch eine Online-Umfrage bei Studenten und Berufseinsteigern Daten zum aktuellen Nutzungsverhalten erhebt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Lerntheorien, Didaktik, Kommunikation) und eine detaillierte Analyse spezifischer Social Software-Technologien und deren Auswirkungen auf individuelle und organisationale Lernprozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lernen 2.0, Social Software, Wissensmanagement, Web 2.0, E-Learning und Kollaboration.

Wie unterscheiden sich Wikis von Content-Management-Systemen?

Wikis zeichnen sich durch eine niedrigere Lernkurve, den Verzicht auf komplexe Workflows und eine organisch entstehende Struktur aus, während klassische CMS oft auf starren Hierarchien und festen Publikationsprozessen basieren.

Welche Rolle spielen „Hubs“ in sozialen Netzwerken?

Hubs sind besonders gut vernetzte Akteure, die im Sinne von Barabásis Netzwerktheorie als zentrale Knotenpunkte fungieren und maßgeblich zur Informationsverbreitung und zum Wissenstransfer beitragen.

Ende der Leseprobe aus 221 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lernen 2.0: Wie Social Software das Lernen und Wissensmanagement in Gesellschaft und Organisationen verändert
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Note
1,3
Autoren
Master of Media Computer Science Sebastian Klein (Autor:in), Stephan Flad (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
221
Katalognummer
V120532
ISBN (eBook)
9783640247875
ISBN (Buch)
9783640260829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernen 2.0 Social Software Wissensmanagement Web 2.0 E-Learning Enterprise 2.0 Knowledge Management Learning 2.0
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Media Computer Science Sebastian Klein (Autor:in), Stephan Flad (Autor:in), 2008, Lernen 2.0: Wie Social Software das Lernen und Wissensmanagement in Gesellschaft und Organisationen verändert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120532
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