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Mediation als Mittel der Internationalen Konfliktbearbeitung

Titel: Mediation als Mittel der Internationalen Konfliktbearbeitung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Raik Dowedeit (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der hier vorliegenden Seminararbeit ist es, die Mediation als Mittel der
Internationalen Konfliktbearbeitung genauer zu betrachten. Zunächst soll daher eine genaue Bestimmung des Begriffs Konflikt auf internationaler Ebene erarbeitet werden und gleichzeitig auf die verschiedenen Konflikttypen sowie
Konfliktintensitäten eingegangen werden. Der zweite Abschnitt dieser Arbeit wird sich dann mit der Mediation beschäftigen, darin soll zunächst auf den allgemeinen Begriff und zwei verschiedene Ansätze des Mediationsverfahrens eingegangen werden. Anschließend soll eine detaillierte Bestimmung des Mediationsbegriffs im politischen Bereich herausgearbeitet und abschließend wird auf die Rolle des Mediators eingegangen werden. Der Letzte Abschnitt wird sich dann mit den Formen der Mediation im Internationalen Konfliktmanagement beschäftigen. Dazu wird zuerst auf die Ebene der staatlichen, klassischen Verhandlungsdiplomatie und anschließend auf die Nichtstaatliche Ebene und die jeweiligen Akteure eingegangen werden. Den Abschluss dieser Seminararbeit bildet eine Bewertung der Mediation als Form der Internationalen Konfliktbearbeitung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Konflikt - Begriffsbestimmung

1.1. Konflikt – eine Definition

1.2. Konfliktgegenstände und -typen

1.3. Konfliktintensitäten

2. Mediation

2.1. Was ist Mediation?

2.2. Methoden und Leitbilder der Mediation

2.3. Politische Mediation

2.4. Die Rolle des Vermittlers

3. Mediation als Form des Internationalen Konfliktmanagement

3.1. „Track-one-Diplomacy“ – Klassische Vermittlungsdiplomatie

3.1.1. Klassische Vermittlungsdiplomatie

3.1.2. Staaten, Internationale Organisationen als Konfliktvermittler

3.2. „Track-two-Diplomacy“

3.2.1. Zivilgesellschaftliche Vermittlung

3.2.2. NGO’s und Privatpersonen als Konfliktvermittler

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Mediation als ein zentrales Instrument der internationalen Konfliktbearbeitung. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie unterschiedliche Mediationsformen auf verschiedenen politischen Ebenen zur Deeskalation und langfristigen Konfliktlösung beitragen können.

  • Begriffsbestimmung von Konflikten auf internationaler Ebene
  • Analyse der Mediationsansätze (Harvard-Konzept vs. Transformationsansatz)
  • Abgrenzung zwischen "Track-one-Diplomacy" und "Track-two-Diplomacy"
  • Untersuchung der Rolle von Akteuren wie Staaten, NGOs und Privatpersonen

Auszug aus dem Buch

3.2.2. NGO’s und Privatpersonen als Konfliktvermittler

Das von den Medien traditionell dargestellte Bild der Mediation, zeigt zumeist eine einzige, in der Regel hochrangige Person, die zwischen den Konfliktparteien hin und her reist. Sie versucht das Verständnis und die Kommunikation zwischen den Konfliktparteien wiederherzustellen oder hilft den Konflikt beizulegen. Dieses Bild ist nur teilweise richtig. In vielen Fällen ist der Mediator eine Person, die nicht über eine offizielle Rolle verfügt, oder ihren Staat repräsentiert. Menschen wie Roger Fisher, Adam Curle, Herb Kelman, Leonard Doob, Jimmy Carter, und andere Mitglieder des „International Negotiation Network“ des „Carter Centers“ vermitteln in Konflikten in den verschiedensten Teilen der Welt als respektierte Personen mit einem starken Engagement für die Konfliktlösung. Trotzdem sind sie keine offiziellen Regierungsvertreter.

Privatpersonen als Mediatoren können unterschiedliche Überzeugungen, Werte und Einstellungen haben. Ihre Vermittlungsstrategien zeigen aber eine größere Flexibilität als die offiziellen Strategien staatlicher Vermittler. Was sie alle gemeinsam haben, ist Wissen, Erfahrung und Engagement für die friedliche Beilegung von Konflikten.

In den letzten fünfzehn Jahren ist auch ein außergewöhnliches Wachstum in der Zahl der internationalen, grenzüberschreitenden und anderen nicht-staatlichen Organisationen als Vermittler erkennbar gewesen. Diese funktionalen Akteure sind inzwischen zu einer unverzichtbaren Ergänzung zu der traditionellen Mediation von Einzelpersonen und Staaten geworden. Besonders in ethno-politischen Konflikten verfügen Nichtregierungsorganisationen (NGO) über günstige Voraussetzungen, um auf Tiefenstrukturen von Konfliktkonstellationen einzuwirken. Sie genießen oft größeres Vertrauen als staatliche Organisationen und können flexibel und vergleichsweise unbürokratisch zu Werke gehen. Dies resultiert daraus, das NGOs über keinerlei Sanktionsmittel und bestenfalls nur über schwache Anreizmittel verfügen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Interdependenz der Welt und die Herausforderungen bei der Bearbeitung moderner innerstaatlicher Konflikte.

1. Konflikt - Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert soziale und politische Konflikte und erläutert anhand des Konfliktdreiecks nach Galtung die Zusammenhänge zwischen Widerspruch, Verhalten und Einstellungen.

1.1. Konflikt – eine Definition: Hier werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Konflikten diskutiert und auf ihre Relevanz in der internationalen Politik geprüft.

1.2. Konfliktgegenstände und -typen: Dieser Abschnitt klassifiziert Konflikte nach materiellen und immateriellen Gütern sowie nach ihrer Stärke und Art (zwischenstaatlich vs. innerstaatlich).

1.3. Konfliktintensitäten: Hier wird die Intensität von Konflikten von latenten Spannungen bis hin zum totalen Krieg unter Rückgriff auf das Konfliktbarometer des HIIK analysiert.

2. Mediation: Dieses Kapitel führt in den Mediationsbegriff ein und beschreibt das Verfahren als prozessorientierte Vermittlung durch neutrale Dritte.

2.1. Was ist Mediation?: Es wird erläutert, wie ein Mediator als „Process Person“ die Kommunikation zwischen Konfliktparteien fördert, ohne selbst eine Entscheidung zu erzwingen.

2.2. Methoden und Leitbilder der Mediation: Die Arbeit stellt das lösungsorientierte Harvard-Konzept dem personenorientierten Transformationsansatz gegenüber.

2.3. Politische Mediation: Der Abschnitt arbeitet die Besonderheiten der Mediation im politischen Raum heraus, insbesondere in Bezug auf Machtasymmetrien und die Rolle der Akteure.

2.4. Die Rolle des Vermittlers: Hier werden die Aufgaben und notwendigen Eigenschaften eines Mediators im internationalen Kontext detailliert beschrieben.

3. Mediation als Form des Internationalen Konfliktmanagement: Dieses Kapitel strukturiert die Mediationslandschaft in die staatliche "Track-one" und die gesellschaftliche "Track-two" Ebene.

3.1. „Track-one-Diplomacy“ – Klassische Vermittlungsdiplomatie: Fokus auf offizielle diplomatische Kanäle, zwischenstaatliche Kommunikation und den Einsatz von "Power Mediation".

3.1.1. Klassische Vermittlungsdiplomatie: Analyse der offiziellen diplomatischen Instrumente zur Konfliktbeilegung zwischen Regierungen.

3.1.2. Staaten, Internationale Organisationen als Konfliktvermittler: Untersuchung der Rolle von Organisationen wie der UNO oder OSZE sowie deren Stärken und Schwächen.

3.2. „Track-two-Diplomacy“: Darstellung informeller Ansätze zur Konfliktlösung durch Akteure abseits der offiziellen Machtzentren.

3.2.1. Zivilgesellschaftliche Vermittlung: Fokus auf "Problem-Solving Workshops" als Methode für den direkten Austausch inoffizieller Vertreter.

3.2.2. NGO’s und Privatpersonen als Konfliktvermittler: Analyse der Rolle von NGOs und Einzelpersonen aufgrund ihrer Flexibilität und ihres Vertrauensvorteils.

Resümee: Das Fazit bewertet Mediation als notwendige, wenn auch nicht allein ausreichende Ergänzung zu anderen Instrumenten der internationalen Konfliktbearbeitung.

Schlüsselwörter

Mediation, Internationale Konfliktbearbeitung, Konfliktmanagement, Track-one-Diplomacy, Track-two-Diplomacy, Harvard-Konzept, Transformationsansatz, Internationale Organisationen, NGOs, Problemlösungsworkshops, Gewaltprävention, politische Mediation, Friedensprozess, Konfliktbarometer, Internationale Beziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Mediation als ein Instrument, um internationale und innerstaatliche Konflikte zu bearbeiten und gewaltsame Eskalationen zu verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Konflikten, die methodischen Grundlagen der Mediation, die Unterscheidung zwischen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Vermittlung sowie die Rolle der jeweiligen Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine detaillierte Betrachtung der Mediation als Mittel der internationalen Konfliktbearbeitung, um zu bewerten, wie erfolgreich diese auf unterschiedlichen Ebenen eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und greift auf etablierte Konzepte der Friedens- und Konfliktforschung zurück, um die verschiedenen Anwendungsgebiete der Mediation systematisch zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Konflikten, die unterschiedlichen Leitbilder der Mediation (Harvard vs. Transformation), die Rollen der Vermittler und die Differenzierung zwischen Track-one- und Track-two-Diplomatie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Mediation, Internationale Konfliktbearbeitung, Track-one-Diplomacy, Track-two-Diplomacy, Konfliktmanagement und gewaltsame Konfliktaustragung.

Warum ist das "Harvard-Konzept" für die Mediation wichtig?

Es bietet einen strukturierten, lösungsorientierten Rahmen, um Interessen von Positionen zu trennen und Win-Win-Situationen zu schaffen, was für die Findung sachgerechter Ergebnisse entscheidend ist.

Welchen Vorteil bieten NGOs bei der Mediation?

NGOs agieren oft flexibler, unbürokratischer und genießen häufig mehr Vertrauen bei den Konfliktparteien, da sie nicht als offizielle Machtvertreter auftreten und somit weniger Druck auf die Parteien ausüben.

Was versteht man unter "Track-two-Diplomacy"?

Dies bezeichnet informelle Interaktionen zwischen Vertretern verfeindeter Gruppen, die dazu dienen, Strategien zu entwickeln und neue Sichtweisen zu etablieren, um die offizielle Diplomatie zu ergänzen.

Warum ist die "Power Mediation" umstritten?

Obwohl sie bei der Konfliktbeilegung effektiv sein kann, erschwert der Einsatz von Drohungen oder Sanktionen die authentische Lösungsfindung der Parteien und ist oft nur in späten Eskalationsstadien möglich.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mediation als Mittel der Internationalen Konfliktbearbeitung
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,3
Autor
Raik Dowedeit (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V121145
ISBN (eBook)
9783640251483
ISBN (Buch)
9783640251506
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mediation Konfliktmanagement Konfliktbearbeitung Konflikt International Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raik Dowedeit (Autor:in), 2008, Mediation als Mittel der Internationalen Konfliktbearbeitung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121145
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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