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Lebenslanges Lernen obdachloser Menschen

Ermittlung von pädagogischem Handlungsbedarf zur Prävention, Optimierung und Überwindung der Lebensform Nichtseßhaftigkeit

Titre: Lebenslanges Lernen obdachloser Menschen

Thèse de Master , 2008 , 81 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Diplom - Pflegewirtin, Master of Arts, Pädagogik für Pflege - und Gesundheitsberufe Diana Petz (Auteur)

Pédagogie - Divers
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Primär werden mit der Arbeit Aussagen darüber getroffen, wie pädagogische Arbeit dazu beitragen kann, subjektive Chancen zu einer individuell angemessenen Lebensgestaltung zu nutzen. Es werden wesentliche Aspekte der Biographie, insbesondere zur Erziehung und Bildung sowie zu Lebensereignissen obdachloser, insbesondere auf der Straße lebender Menschen aufgenommen und aufgearbeitet. Außerdem wird der Frage nachgegangen, welche Einflüsse das Handeln dieser Menschen bestimmen und wie sich die Handlungskompetenzen äußern. Subjektive Bedarfe, Erwartungen und Wünsche, die aktuelle Lebenssituation und die eigene Persönlichkeit betreffend, sind wesentliche Indikatoren zur Verortung entsprechender (Bildungs)maßnahmen und methodischen Vorgehens und sind Teil der Ausführungen. Es wird der Standort der Zielgruppe innerhalb des Gefüges Obdachlosigkeit / Wohnungslosigkeit als Subkultur mit deren Besonderheiten dargelegt - was diese Menschen zu dem macht, was sie waren und sind, wie sie leben und wie darauf im Bildungskontext Einfluß genommen werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Hintergrund der Arbeit

1.2. Ziel des Vorhabens

1.3. Aufbau der Arbeit

2. Fragerelevante themenbezogene Forschungsarbeiten zu Obdachlosigkeit und Bildung

2.1. Forschungsarbeiten zur Zielgruppe

2.2. Forschungsarbeiten zum Prozeß des Lebenslangen Lernens

3. Theoretische Bezugspunkte der Arbeit

3.1. Die Lebensform im Kontext Lebenslangen Lernens

3.2. Chancen und Risiken der Lebensform Nichtseßhaftigkeit in definitorischer Darstellung – Begriffsbestimmung

4. Methodisches Vorgehen

4.1. Literaturbeschaffung

4.2. Literaturbeschaffenheit

4.3. Design

5. Räume obdachloser, auf der Straße lebender Menschen

5.1. Bestimmung struktureller Merkmale durch Stammdaten

5.1.1. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen des Alters und Geschlechts

5.1.2. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen der Familienstruktur

5.1.3. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen des Einkommens

5.2. Bestimmung struktureller Merkmale der Zielgruppe durch Unterkünfte

5.2.1. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen der Wohnung

5.2.2. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen des eigenen Platzes der Obdachlosen

5.2.3. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen des Wohnungsverlustes

5.3. Bestimmung struktureller Merkmale der Zielgruppe durch Lebenseinflüsse und Lebensbewältigung

5.3.1. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen des Erlebens der Obdachlosigkeit – Nichtseßhaftigkeit

5.3.2. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen der Gesundheit und Ernährung

5.3.3. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen des Hilfeangebotes

5.4. Bestimmung der Merkmale der Zielgruppe durch kulturelle Prägung

5.4.1. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformendes Lern – und Erfahrungsbereiches der Erziehung

5.4.2. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen von Lern – und Erfahrungsbereichen der Schul – und Berufsausbildung sowie informeller Bildung

5.4.3. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen von Lern – und Erfahrungsbereichen des Erwerbslebens

6. Zielgruppenspezifisches Einordnen des pädagogischen Handlungsbedarfes in die von der OECD im Zusammenhang mit Lebenslangem Lernen definierten Lerndimensionen

6.1. Die präventive Bedeutung der Lerndimensionen des Lebenslangen Lernens in einem Wohnungsnotfall

6.2. Die präventive Bedeutung der Lerndimensionen des Lebenslangen Lernens in der Obdachlosigkeit

6.3. Die präventive Bedeutung der Lerndimensionen des Lebenslangen Lernens im Zusammenhang mit Risikofaktoren

6.4. Die Verortung der Zielgruppe „Nichtseßhafte“ in den Lerndimensionen des Lebenslangen Lernens

7. Zusammenfassung

7.1. Erreichbarkeit der Zielgruppe durch Lebenslanges Lernen

7.2. Der Einfluß Lebenslangen Lernens auf die Zielgruppe

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Handlungsbedarf zur Prävention und Überwindung der Lebensform „Nichtseßhaftigkeit“ im Kontext des lebenslangen Lernens. Ziel ist es, Aussagen darüber zu treffen, wie pädagogische Arbeit subjektive Chancen für eine individuell angemessene Lebensgestaltung fördern kann, indem die Biografie, Lebensereignisse und Handlungsmuster der Zielgruppe analysiert und in den bildungspolitischen Kontext integriert werden.

  • Analyse der Lebensform Nichtseßhaftigkeit als Subkultur der Obdachlosigkeit.
  • Untersuchung von Bildungsbiografien und Lernbedarfen obdachloser Menschen.
  • Diskussion von Integrationsmöglichkeiten der Zielgruppe in den Prozess des lebenslangen Lernens.
  • Ableitung präventiver Maßnahmen zur Vermeidung von Wohnungsverlust.
  • Reflexion über die Rolle des Hilfesystems und sozialer Netzwerke.

Auszug aus dem Buch

5.2.2. Zu objektiven, subjektiven und individuellen Erscheinungsformen des eigenen Platzes der Obdachlosen

„Entscheidender als die retrospektive Bewertung des Wohnungsverlustes bzw. Beginns des Wohnungsnotfalls für die Ausbildung sozialer Identität der Befragten scheint die Deutung der aktuellen Wohnsituation im Hinblick auf die sich darin widerspiegelnden Praktiken, trotz eines massiv restringierten Zugangs, sich Raum anzueignen“ (Fichtner, S. 30f.). Hajen sieht im Wohnungslosigkeit eher Sympton als Ursache eines Problems und meint damit eine soziale Bindungslosigkeit von Obdachlosen, weil sie für viele Menschen bedeutungslos geworden sind. Aus Angst vor Begegnung erfolgt der Ortswechsel. Die Selbstzuschreibung von Weitläufigkeit und Reiseerfahrung wird als Möglichkeit der Raumaneignung mit Aufwertung des sozialen Status genutzt (Fichtner 2005, S.31ff.).

Die Informationen Hebers zur Erreichbarkeit dieser Menschen geben wichtige Anhaltspunkte zur Problematik: „ (…) Viele Personen können nur durch das Aufsuchen an ihren Aufenthaltsorten, „auf Platte“ oder in Sammelunterkünften, erreicht werden“ (Heber, S.176). Etwas weniger als die Hälfte der Untersuchungsteilnehmern aus ihrer Untersuchung lebte gänzlich auf der Platte, ein Viertel wechselten zwischen der Platte und dem Heim. insgesamt hatten mehr als vier Fünftel eines von ihr untersuchten Kollektives Erfahrungen auf der Platte (Heber 2000, S.25). Schaak weist darauf hin, dass ein breit angelegter Zugang zu Menschen, die auf der Straße leben, methodisch ausgesprochen schwierig sei, er befragte ausschließlich auf der Straße lebende Menschen. Begründet wird dieser Umstand mit der Anonymität, in welcher sich die Menschen in der Stadt aufhalten und der unbekannten Größe der Gruppe. Deshalb könne der ideale Weg, mit dem der Autor die direkte Befragung auf der Platte meint, nicht begangen werden. Außerdem würden Schlafstellen um der Sicherheit wegen oft nicht Preis gegeben (Schaak 2002, S.8). Fichtner ist es gelungen, Aufenthaltsorte Nichtseßhafter zu bestimmen. In diesem Zusammenhang wird deutlich, daß selbst innerhalb dieser Lebensform subjektiv von den Betreffenden der eigene Lebensraum adressenförmig in den Stadtplan eingeordnet wird (Fichtner 2005, S.31ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zum Thema Obdachlosigkeit, Einordnung in das gesellschaftliche Geschehen und Darstellung des Vorhabens, Obdachlosigkeit mit dem Konzept des Lebenslangen Lernens zu verbinden.

2. Fragerelevante themenbezogene Forschungsarbeiten zu Obdachlosigkeit und Bildung: Überblick über den Forschungsstand zur Zielgruppe und zum lebenslangen Lernen, unter Hervorhebung der erziehungswissenschaftlichen Forschungslücke.

3. Theoretische Bezugspunkte der Arbeit: Erörterung der Begriffe Lebensform und Nichtseßhaftigkeit sowie die Definition von lebenslangem Lernen im Kontext der Biografiearbeit.

4. Methodisches Vorgehen: Skizzierung der Arbeitsweise, der Literaturrecherche und des gewählten Designs, basierend auf einer Analyse des Beziehungsrahmens.

5. Räume obdachloser, auf der Straße lebender Menschen: Detaillierte Untersuchung struktureller Merkmale der Zielgruppe, einschließlich Stammdaten, Unterkünfte, Lebenseinflüsse und kulturelle Prägungen.

6. Zielgruppenspezifisches Einordnen des pädagogischen Handlungsbedarfes in die von der OECD im Zusammenhang mit Lebenslangem Lernen definierten Lerndimensionen: Einordnung des Handlungsbedarfs in die Lerndimensionen des lebenslangen Lernens und Analyse präventiver Bedeutung.

7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Erreichbarkeit der Zielgruppe und der Einfluss des lebenslangen Lernens auf die Lebenssituation der Betroffenen.

Schlüsselwörter

Obdachlosigkeit, Nichtseßhaftigkeit, Lebenslanges Lernen, Pädagogischer Handlungsbedarf, Lebensbewältigung, Wohnungsnotfall, Sozialraum, Bourdieu, Habitus, Bildungsbiografie, Prävention, Soziale Netzwerke, Raumaneignung, Identität, Hilfesystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Ermittlung des pädagogischen Handlungsbedarfs, um der Lebensform „Nichtseßhaftigkeit“ vorzubeugen, diese zu optimieren oder zu überwinden, indem sie Konzepte des lebenslangen Lernens auf obdachlose Menschen anwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen umfassen die Lebenssituation von auf der Straße lebenden Menschen, deren Bildungsbiografien, die Bedeutung von Wohnraum und Unterkünften sowie die Herausforderungen bei der Inanspruchnahme von Hilfesystemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der Lebensform und der Handlungsmuster von Nichtseßhaften, Ansätze zu finden, wie pädagogische Interventionen und das lebenslange Lernen dazu beitragen können, subjektive Chancen zur Lebensgestaltung zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Sekundäranalyse vorhandener quantitativer und qualitativer Forschungsarbeiten, wobei der Analyseansatz von Pierre Bourdieu (Habitus- und Konzept des sozialen Raumes) zur Strukturierung der Daten herangezogen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Lebensräume obdachloser Menschen, ihre ökonomischen und sozialen Kapitalsituationen, den Einfluss von Gewalt, die Rolle der Gesundheit und Ernährung sowie die spezifischen Zugangsbarrieren zu Hilfsinstitutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Obdachlosigkeit, Nichtseßhaftigkeit, Lebenslanges Lernen, Bildungsbiografie, Habitus, Raumaneignung und präventive Pädagogik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Lebenssituation von Frauen und Männern laut der Arbeit?

Die Studie stellt fest, dass Frauen seltener direkt auf der Straße leben, häufiger Netzwerke bei Bekannten nutzen, jedoch bei Hilfesystemen oft mit traumatischen Erfahrungen und spezifischen Schamgefühlen konfrontiert sind, während Männer auf der Straße oft in subkulturellen, gewaltgeprägten Milieus agieren.

Welche Bedeutung kommt dem Faktor „Raumaneignung“ zu?

Raumaneignung wird als ein zentraler Indikator für Lebensqualität und Autonomie verstanden. Das Fehlen einer privaten Adresse bzw. Wohnung schränkt den Handlungsspielraum massiv ein, weshalb obdachlose Menschen versuchen, sich durch die Nutzung öffentlicher Räume oder informeller Netzwerke einen symbolischen Lebensraum zu schaffen.

Warum wird das Konzept des lebenslangen Lernens als schwierig realisierbar für die Zielgruppe angesehen?

Da das lebenslange Lernen primär auf die Beschäftigungsfähigkeit abzielt, ist es bei Langzeitobdachlosen, deren Lebensalltag von Überlebensstrategien, instabiler Gesundheit und der Abwertung durch Institutionen geprägt ist, im formalen Bildungssektor nur schwer realisierbar.

Welche Empfehlung gibt die Autorin für zukünftige Maßnahmen?

Die Autorin empfiehlt, den Zugang zur Zielgruppe primär über informelles Lernen und die Stärkung sozialer Netzwerke zu suchen, statt nur auf formale Qualifikationen zu setzen, wobei die fachliche Kompetenz der Betreuungspersonen im Hilfesystem eine entscheidende Rolle spielt.

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Résumé des informations

Titre
Lebenslanges Lernen obdachloser Menschen
Sous-titre
Ermittlung von pädagogischem Handlungsbedarf zur Prävention, Optimierung und Überwindung der Lebensform Nichtseßhaftigkeit
Université
University of Kassel
Note
1,3
Auteur
Diplom - Pflegewirtin, Master of Arts, Pädagogik für Pflege - und Gesundheitsberufe Diana Petz (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
81
N° de catalogue
V121241
ISBN (ebook)
9783640248414
ISBN (Livre)
9783640248650
Langue
allemand
mots-clé
Lebenslanges Lernen Menschen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom - Pflegewirtin, Master of Arts, Pädagogik für Pflege - und Gesundheitsberufe Diana Petz (Auteur), 2008, Lebenslanges Lernen obdachloser Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121241
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Extrait de  81  pages
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