Für eine Mehrheit der Weltbevölkerung gehört die Zweisprachigkeit zum Alltag. Was versteht man unter der Zweisprachigkeit bzw. dem Bilinguismus?
«Sont bilingues des personnes capables de s´exprimer dans deux langues de manière aisée, correcte, sous une forme orale comme par écrit, dans toutes les circonstances privées, publiques ou professionnelles. Le bilinguisme s´oppose à une connaissance approximative, même si elle peut être plus ou moins poussée, d´une langue seconde qui reste ressentie comme une langue étrangère.»
Man kann Zweisprachigkeit auch als das „simultane Dasein zweier Sprachen auf dem gleichen Boden oder/und bei einer selben Person“ definieren. Im Elsass handelt es sich um Deutsch und Französisch. Was die deutsche Sprache anbelangt, so ist sie in zwei Formen vorhanden: die Mundart und das Hochdeutsche. Man kann die deutsche Sprache bzw. den deutschen Dialekt noch in wenigen elsässischen Zeitschriften lesen und im Fernsehen oder im Radio hören, auch wenn der Anteil deutschsprachiger Beiträge stetig an abnehmen ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - Was ist Bilinguismus?
2. Das Elsass
2.1. Geographische Lage
2.2. Geschichte der Region und ihrer Sprachen
2.3. Die verschiedenen Dialekte und Varianten
3. Mehrsprachigkeit in den Medien
3.1. Die Presse
3.1.1. Tageszeitungen
3.1.2. Religiöse Presse
3.1.3. Landwirtschaftliche Presse
3.1.4. Frauenzeitschriften
3.1.5. Politische Presse
3.1.6. Gewerkschaftliche Presse
3.1.7. Regionalistische Presse
3.2. Das Radio
3.3. Das Fernsehen
4. Schluss
5. Literaturangaben
5.1. Bibliographie
6.2. Webographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Status und die Entwicklung der Zweisprachigkeit in den elsässischen Medien. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Anteil deutschsprachiger und dialektaler Inhalte in Presse, Radio und Fernsehen im historischen Kontext sowie im Hinblick auf den gegenwärtigen Sprachgebrauch der Region verändert hat.
- Historische Entwicklung der Sprachen im Elsass
- Die Rolle des Deutschen und des Dialekts in der Printmedienlandschaft
- Entwicklung zweisprachiger Publikationen im 20. und 21. Jahrhundert
- Sprachnutzung in den elektronischen Medien (Radio und Fernsehen)
- Kulturelle Identität und Zukunft der Mehrsprachigkeit
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung – Was ist Bilinguismus?
Für eine Mehrheit der Weltbevölkerung gehört die Zweisprachigkeit zum Alltag. Was versteht man unter der Zweisprachigkeit bzw. dem Bilinguismus? «Sont bilingues des personnes capables de s´exprimer dans deux langues de manière aisée, correcte, sous une forme orale comme par écrit, dans toutes les circonstances privées, publiques ou professionnelles. Le bilinguisme s´oppose à une connaissance approximative, même si elle peut être plus ou moins poussée, d´une langue seconde qui reste ressentie comme une langue étrangère.»
Man kann Zweisprachigkeit auch als das „simultane Dasein zweier Sprachen auf dem gleichen Boden oder/und bei einer selben Person“ definieren. Im Elsass handelt es sich um Deutsch und Französisch. Was die deutsche Sprache anbelangt, so ist sie in zwei Formen vorhanden: die Mundart und das Hochdeutsche. Man kann die deutsche Sprache bzw. den deutschen Dialekt noch in wenigen elsässischen Zeitschriften lesen und im Fernsehen oder im Radio hören, auch wenn der Anteil deutschsprachiger Beiträge stetig an abnehmen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung - Was ist Bilinguismus?: Definition des Begriffs Zweisprachigkeit und Einführung in die spezifische sprachliche Situation des Elsass zwischen Deutsch und Französisch.
2. Das Elsass: Überblick über die Geografie, die wechselvolle historische Geschichte der Region und die Vielfalt der alemannischen Dialekte.
3. Mehrsprachigkeit in den Medien: Detaillierte Analyse der Präsenz deutscher und dialektaler Sprache in Presse, Hörfunk und Fernsehen im Elsass.
4. Schluss: Reflexion über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit im Kontext eines vereinten Europas und die Notwendigkeit der Förderung sprachlicher Traditionen.
5. Literaturangaben: Auflistung der verwendeten bibliografischen Quellen und Webadressen zur Recherche.
Schlüsselwörter
Elsass, Bilinguismus, Zweisprachigkeit, Elsässisch, Deutsch, Französisch, Medien, Presse, Dialekt, Regionalidentität, Sprachpolitik, Alemannisch, Mehrsprachigkeit, Identität, Medienlandschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Status und der Entwicklung der Zweisprachigkeit in den Medien der Region Elsass unter Berücksichtigung des historischen Wandels.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Region, die Dialektvielfalt und die Analyse verschiedener Medienkategorien wie Tageszeitungen, Fachpresse, Radio und Fernsehen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu dokumentieren, inwieweit die deutsche Sprache und die elsässischen Dialekte in den heutigen Medien noch präsent sind und wie sich dieser Anteil im Zeitverlauf verändert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Untersuchung der aktuellen Mediensituation im Elsass inklusive Auswertung von Beispielen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifisch die Printmedien in ihren verschiedenen Sparten (Tages-, Fach-, Regionalpresse) sowie die Situation beim Hörfunk und im Fernsehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Elsass, Bilinguismus, Dialekt, Mehrsprachigkeit, Medien und kulturelle Identität.
Warum ist der Anteil deutscher Inhalte in den Tageszeitungen so stark gesunken?
Laut der Arbeit liegt dies vor allem daran, dass heutige Generationen kein Hochdeutsch mehr lesen lernen und die französischen Sprachanteile aufgrund höherer Nachfrage dominieren.
Welche Rolle spielen die privaten Radiosender in der Region?
Private Sender wie Radio Dreyeckland oder Radio Télé Alsace versuchen, die Zweisprachigkeit oder dialektale Programme in einer Medienlandschaft zu bewahren, in der das Deutsche im UKW-Programm weitgehend verschwunden ist.
Wie beurteilt die Autorin die Zukunft der Zweisprachigkeit?
Die Autorin betont, dass Mehrsprachigkeit im Hinblick auf ein vereintes Europa wichtig bleibt und trotz des starken Rückgangs des Dialekts in den letzten 40 Jahren weiter gefördert werden sollte.
- Arbeit zitieren
- Lisa Helfer (Autor:in), 2008, Bilinguismus in den elsässischen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121268