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Kommunalpolitikerinnen. Nach wie vor eine schützenswerte Spezies?

Title: Kommunalpolitikerinnen. Nach wie vor eine schützenswerte Spezies?

Term Paper , 2022 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabine Ruhsamer (Author)

Organisation and administration - Miscellaneous
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Zielsetzung der Hausarbeit ist die Untersuchung der Anteile weiblicher Kommunalpolitikerinnen in den gewählten kommunalen politischen Gremien und mögliche Gründe für deren zu erwartende Unterrepräsentanz.

Sabrina Schöttle hat festgestellt, dass die politische Partizipation zwischen Männern und Frauen zumindest im Bereich des aktiven Wahlrechtes bis auf eine Nachkommastelle gleich ist. Allerdings ergeben sich dann deutliche Unterschiede bei Mitgliedschaften in den Parteien, was auch ein Indiz für politische Partizipation ist. Nicht bei einer einzigen Partei wird bei den Mitgliederzahlen die 50%-Marke überschritten. Anteilig weniger weibliche Mitglieder in den Parteien bedeutet fast zwangsläufig auch weniger weibliche Partizipation als Parteifunktionäre und/oder Mitglieder von demokratischen Gremien, denn in Deutschland ist im Normalfall die Zugehörigkeit zu einer Partei die Voraussetzung für eine politische Karriere, denn die Parteien haben weitestgehend das Monopol zur Rekrutierung von zur Wahl stehenden Kandidaten.

Daher widmet sich diese Hausarbeit der Frage, warum auf der Ebene der gewählten politischen kommunalen Räten die Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind. Dass dem immer noch so ist, kann man u.a. der Druckschrift "Städtetag aktuell" entnehmen. Demnach fordert der Deutsche Städtetag von den Parteien mehr Engagement bei der Akquise von Frauen für die Kommunalpolitik. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund startete ganz aktuell am 6. Oktober 2021 ein "Aktionsprogramm Kommune – Frauen in die Politik".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zielsetzung und Erkenntnisinteresse

2. Theoretischer Zugang

2.1. Forschungsstand

2.2. Forschungsansätze

3. Untersuchung und Methode

3.1. Auswahl der zu prüfenden Hypothesen

3.1.1. Sozialisationsthese

3.1.2. Abkömmlichkeitsthese

3.1.3. Wählerverhaltensthese

3.2. Festlegung der Kriterien der auszuwählenden Räte

3.2.1. Auswahl der Kommunen

3.2.2. Auswahl der zu untersuchenden Kriterien

3.2.3. Ermittlung der zu untersuchenden Kriterien

4. Ergebnisse der Datenerhebung

4.1. Auswertung nach Parteizugehörigkeit

4.2. Auswertung nach Regierungsbezirk

4.3. Auswertung nach Größe der Kommune

4.4. Auswertung nach Altersstruktur

4.5. Auswertung nach Altersverteilung je Geschlecht

5. Ergebnisse der Auswertungen

5.1. Überprüfung der ausgewählten Hypothesen

5.1.1. Sozialisationsthese

5.1.2. Abkömmlichkeitsthese

5.1.3. Wählerverhaltensthese

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Unterrepräsentanz von Frauen in gewählten kommunalen politischen Gremien in Bayern, um mögliche Ursachen für diese Diskrepanz zu identifizieren und zu analysieren.

  • Analyse der geschlechtsspezifischen Zusammensetzung kommunaler Räte
  • Überprüfung politikwissenschaftlicher Thesen wie Sozialisation, Abkömmlichkeit und Wählerverhalten
  • Empirische Auswertung von Wahldaten auf kommunaler Ebene in Bayern
  • Einfluss von Parteisatzungen und Quotenregelungen auf die Frauenrepräsentanz
  • Vergleich der Frauenanteile nach Kommunalgröße, Regierungsbezirk und Alter

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Sozialisationsthese

Eine Theorie besagt, dass in der Regel der Frauenanteil unter den Kommunalpolitikern mit zunehmender Größe der Kommune auch zunimmt (vgl. Schöttle, 20169, S. 33). Frauen aus ländlichen Gebieten, die eher traditionell geprägt sind, finden sich eher in althergebrachten Rollenbildern wieder , unabhängig, ob dies auf gesellschaftlichen Druck oder eigener Überzeugung geschieht. Daher haben Frauen in kleineren Kommunen weniger Interesse an Politik oder zu wenig Selbstbewusstsein, um die eigenen politischen Interessen zu verfolgen (vgl. Holtkamp, 2010, S. 43). Demnach müsste der Anteil der weiblichen Kommunalpolitiker in höherem Alter geringer als bei den jüngeren Kommunalpolitikern sein. Zusätzlich müsste der Frauenanteil der Kommunalpolitiker von als progressiv geltenden Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen, ÖDP, Die Linke höher sein als von als konservativ geltenden Parteien wie CSU und AfD. Wenn in den ländlichen Gebieten eine geringere Frauenquote als in den städtischen Gebieten zu beobachten wäre, wäre auch dies ein Hinweis auf die Sozialisationsthese.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Theoretischer Zugang: In diesem Kapitel werden bestehende politikwissenschaftliche Thesen zur Geschlechterrepräsentanz und Forschungsansätze dargelegt.

3. Untersuchung und Methode: Hier werden die methodische Vorgehensweise, die Auswahl der Hypothesen sowie die Kriterien für die untersuchten Kommunen in Bayern definiert.

4. Ergebnisse der Datenerhebung: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Daten zu Parteizugehörigkeit, Regierungsbezirken, Gemeindegrößen und Altersstrukturen.

5. Ergebnisse der Auswertungen: Hier erfolgt die kritische Überprüfung der eingangs aufgestellten Hypothesen anhand der erhobenen Daten.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Stand der paritätischen Beteiligung von Frauen in der bayerischen Kommunalpolitik.

Schlüsselwörter

Kommunalpolitik, Frauenanteil, Unterrepräsentanz, Sozialisationsthese, Abkömmlichkeitsthese, Wählerverhaltensthese, Bayern, Kommunalwahlen, Parteien, Geschlechterquote, Mandate, politische Partizipation, Care-Arbeit, Wahlsystem, Ratsmitglieder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen für die Unterrepräsentanz von Frauen in den kommunalen politischen Gremien in Bayern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Analyse von Wahlstatistiken, der Einfluss von Parteien sowie die Überprüfung soziologischer Thesen zur politischen Beteiligung von Frauen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der Anteile weiblicher Kommunalpolitikerinnen und die Identifikation möglicher Gründe für deren Unterrepräsentanz.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirisch-analytische Untersuchung durchgeführt, bei der Sekundärdaten heuristisch ausgewertet und komparatistisch betrachtet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die methodische Herleitung, die detaillierte Ergebnispräsentation der Datenerhebung sowie die Überprüfung der Hypothesen (Sozialisation, Abkömmlichkeit, Wählerverhalten).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Kommunalpolitik, Frauenquote, Unterrepräsentanz und politische Partizipation charakterisieren.

Welche Rolle spielt das bayerische Wahlsystem für die Untersuchung?

Das Personen-Mehrstimmenwahlsystem in Bayern ermöglicht durch Kumulieren und Panaschieren eine differenzierte Analyse, ob Wähler bei der Vergabe ihrer Stimmen Präferenzen bezüglich des Geschlechts zeigen.

Konnte die Sozialisationsthese durch die Daten bestätigt werden?

Die Untersuchung zeigt, dass die These nicht in allen Fällen greift; regionale Unterschiede in der Frauenquote lassen sich nicht immer allein durch die Gemeindegröße oder traditionelle Rollenbilder erklären.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Parteien?

Parteien haben ein Rekrutierungsmonopol; Bündnis 90/Die Grünen werden als positives Beispiel für hohe Frauenanteile hervorgehoben, während andere Parteien ihre eigenen Quotenansprüche teils nicht erfüllen können.

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Details

Title
Kommunalpolitikerinnen. Nach wie vor eine schützenswerte Spezies?
Grade
2,0
Author
Sabine Ruhsamer (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1215471
ISBN (PDF)
9783346644787
ISBN (Book)
9783346644794
Language
German
Tags
Kommunalpolitik Frauenquote Kommunalwahlen Paritätisch Politikerinnen Kommunalpolitikerinnen Bayern Kommune Kommunen in Bayern Frauen in bayerischen Kommunen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Ruhsamer (Author), 2022, Kommunalpolitikerinnen. Nach wie vor eine schützenswerte Spezies?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215471
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