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Die Macht des Mythos. Die Instrumentalisierung der Eisernen Krone der Lombardei durch Karl V., Napoleon I. und Ferdinand I. von Österreich

Title: Die Macht des Mythos. Die Instrumentalisierung der Eisernen Krone der Lombardei durch Karl V., Napoleon I. und Ferdinand I. von Österreich

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Christian Schaller (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Im Folgenden wird zunächst die Legende, die Geschichte und die Rezeption der Eisernen Krone gerafft dargestellt. Dabei sollen das historische Vorfeld sowie die dadurch entstandene Bedeutung des Mythos im Vordergrund stehen. Anschließend werden chronologisch Karl V, Napoleon Bonaparte sowie Ferdinand I von Österreich in separierten Kapiteln betrachtet. Besonderes Augenmerk liegt hierbei jeweils auf den großen Entwicklungslinien, Etappen und Komplikationen während den drei Herrschaften. Besondere Beachtung verdient hierbei die Rolle Oberitaliens. Diese Ergebnisse werden wiederum induktiv mit der Legende der Eisernen Krone in Verbindung gebracht. In einem abschließenden Fazit sollen die Parallelen und Unterschiede zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Eiserne Krone - Legende, Geschichte, Rezeption

3. Karl V. – Universalismus und Religionskonflikte

4. Napoleon I. – Neuordnung und Legitimierung

5. Ferdinand I. – Restauration und Vormärz

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Instrumentalisierung der "Eisernen Krone der Lombardei" durch drei bedeutende Herrscher – Karl V., Napoleon I. und Ferdinand I. von Österreich. Ziel der Untersuchung ist es, die Entwicklungslinien der jeweiligen Herrschaftsperioden aufzuzeigen und zu analysieren, wie die Krönungsinsignie als politisches Instrument zur Sicherung von Machtansprüchen und Legitimation in historisch grundverschiedenen Epochen eingesetzt wurde.

  • Mythos und Symbolik der Eisernen Krone
  • Machtanspruch und Universalmonarchie bei Karl V.
  • Napoleon I. als Kaiser und seine Legitimationsstrategien
  • Restauration und Vormärz unter Ferdinand I.
  • Die Eiserne Krone als Instrument politischer Propaganda

Auszug aus dem Buch

3. Karl V. – Universalismus und Religionskonflikte

Karl V. aus dem Hause Habsburg wurde im Jahr 1500 in Gent geboren. Er stand nach seinem frühen Herrschaftsantritt einem gewaltigen, aber auch sehr heterogenen Herrschaftskomplex vor, der in Europa das Heilige Römische Reich deutscher Nation, die habsburgischen Stammlande, die Niederlande, Süditalien, Spanien sowie die Besitzungen in Übersee umfasste. Die Verwaltung dieses Reiches, in dem sprichwörtlich die Sonne niemals unterging, ließ sich nur unter Einbeziehung seiner Familie in die Regierungsaufgaben bewerkstelligen.

Vorweg lassen sich die Bestrebungen seiner Herrschaft unter dem Begriff der Monarchia universalis zusammenfassen, dem große Teile seiner politischen und militärischen Taten – zumindest auf den ersten Blick – angerechnet werden können. Zahlreiche innere wie äußere Probleme erschwerten die Umsetzung dieser Idee jedoch. Zunächst wirkte sich die Fremdheit des Kaisers vor allem in den deutschen Gebieten als nachteilig für die Akzeptanz unter den Fürsten aus. Später steigerten sich die Komplikationen durch die Verbreitung der reformatorischen Gedanken zu einem Religionskonflikt europäischen Ranges. Der große Teile Europas umfassende Herrschaftsanspruch Karls V. führte jedoch nicht nur zu Widerstand im Inneren. Es bestanden Spannungen mit der Kurie in Rom, das erstarkende Frankreich fühlte sich von habsburgischen Gebieten umkreist und provoziert und in Osteuropa drohten Eroberungszüge der Osmanen. In die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts fällt auch der Beginn der Conquista. Die vorgeschobene Idee des Universalismus – maßgeblich ausformuliert von Karls Großkanzler Gattinara – stellte den Schutz der Christenheit vor den Ungläubigen in dieser angespannten Lage dabei an die höchste Stelle. Die neuere Forschung interpretiert das scheinbare Streben nach einer Einheit des Christentums jedoch eher als propagandistisches Mittel, um eine europäische Suprematie zu legitimieren. Für Habsburg und dessen würdigem Hauptkontrahenten Frankreich war dabei Italien von höchster strategischer Wichtigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Mythos der Eisernen Krone ein, skizziert die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich ihrer Instrumentalisierung durch drei verschiedene Herrscher und stellt den methodischen Ansatz der Arbeit dar.

2. Die Eiserne Krone - Legende, Geschichte, Rezeption: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Diskrepanz zwischen der mittelalterlichen Legende und dem realen Artefakt und zeichnet die Verwendung der Krone durch verschiedene mittelalterliche Könige bis hin zur frühen Neuzeit nach.

3. Karl V. – Universalismus und Religionskonflikte: Das Kapitel analysiert die Herrschaft Karls V. im Kontext seiner universalmonarchischen Ambitionen und beschreibt, wie die Krönung in Bologna als machtpolitischer Akt der Legitimation diente.

4. Napoleon I. – Neuordnung und Legitimierung: Hier wird untersucht, wie Napoleon Bonaparte die Eiserne Krone nutzte, um sich in die Tradition europäischer Monarchen zu stellen und seine imperiale Machtstellung in Italien ideell zu festigen.

5. Ferdinand I. – Restauration und Vormärz: Dieses Kapitel behandelt die Zeit Ferdinands I. und zeigt auf, wie in einer konservativen Restaurationsphase die Eiserne Krone als Symbol für den Machtanspruch des Hauses Habsburg im Lombardo-Venetischen Königreich fungierte.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Eiserne Krone in allen drei Fällen primär ein instrumentalisiertes Symbol darstellte, dessen reale Machtgarantie hinter der propagandistischen Inszenierung zurückblieb.

Schlüsselwörter

Eiserne Krone, Lombardei, Karl V., Napoleon I., Ferdinand I., Universalmonarchie, Restauration, Kaiserkrönung, Machtinszenierung, Herrschaftslegitimation, Italien, habsburgische Monarchie, Monza, politische Propaganda, Vormärz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Symbolkraft der „Eisernen Krone der Lombardei“ und untersucht, wie dieses prestigeträchtige Objekt von drei unterschiedlichen Herrschern instrumentalisiert wurde, um Machtansprüche zu festigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Herrschaftsgeschichte von Karl V., Napoleon I. und Ferdinand I. sowie die Verknüpfung von Machtansprüchen mit historischen Insignien und Mythen in Oberitalien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Instrumentalisierung der Krone durch die genannten Herrscher zu identifizieren und die Parallelen sowie Unterschiede in ihrer Herrschaftssicherung herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine chronologische Analyse der drei Herrschaftsepochen, die induktiv mit der Legendenbildung um die Eiserne Krone in Verbindung gebracht wird.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen historischen Kontexte der drei Herrscher, ihre jeweilige Krönung mit der Eisernen Krone und die politischen Herausforderungen, denen sie sich gegenüber sahen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Herrschaftslegitimation, Eiserne Krone, Monarchia universalis, Restauration und politischer Mythos beschreiben.

Inwiefern unterschied sich die Nutzung der Krone bei Karl V. von jener unter Napoleon I.?

Während Karl V. die Krone als legitimierendes Element seiner universalchristlichen Herrschaftsauffassung nutzte, diente sie Napoleon vor allem dazu, sich in eine historische Tradition zu stellen und seinen bürgerlichen Aufstieg durch imperiale Symbole zu adeln.

Warum spielt die Stadt Monza eine zentrale Rolle für die Eiserne Krone?

Monza beherbergt den Domschatz, in dem die Eiserne Krone als Votivkrone aufbewahrt wird, und war historisch der zentrale Ort für ihre Verehrung und Verwendung als Krönungssymbol.

Welche Rolle spielte Metternich während der Herrschaft von Ferdinand I.?

Metternich war der prägende politische Entscheidungsträger, unter dessen restaurativem System Ferdinand I. agierte, was die symbolische Aufladung der Krone in dieser Zeit maßgeblich beeinflusste.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Arbeit bezüglich des Erfolgs dieser Inszenierungen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Eiserne Krone zwar ein mächtiges symbolisches Instrument war, jedoch die großen politischen Entwicklungen und den schließlichen Machtverlust der jeweiligen Herrscher nicht abwenden konnte.

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Details

Title
Die Macht des Mythos. Die Instrumentalisierung der Eisernen Krone der Lombardei durch Karl V., Napoleon I. und Ferdinand I. von Österreich
College
University of Augsburg  (Philologisch-Historische Fakultät)
Course
Hauptseminar: Macht und Kultur im nordwestlichen Italien
Grade
1,0
Author
M.A. Christian Schaller (Author)
Publication Year
2016
Pages
30
Catalog Number
V1215597
ISBN (PDF)
9783346642400
ISBN (Book)
9783346642417
Language
German
Tags
Macht Mythos Eiserne Krone Lombardei Monza Mailand Milano Karl V. Napoleon I. Ferdinand I. Habsburg Napoleon Österreich Italien Mittelalter frühe Neuzeit Instrumentalisierung Legende Geschichte Rezeption Universalismus Legitimierung Restauration Vormärz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Christian Schaller (Author), 2016, Die Macht des Mythos. Die Instrumentalisierung der Eisernen Krone der Lombardei durch Karl V., Napoleon I. und Ferdinand I. von Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215597
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