Die nachfolgende Seminararbeit soll einen Überblick über das Risikomanagement nach dem Gesetz zu Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) als Teil und Aufgabe des Controllings geben. Im ersten Teil werden aus gesetzlicher Perspektive heraus die Grundlagen und Inhalte des KonTraG erläutert sowie betriebswirtschaftliche Begriffe bestimmt. Des Weiteren werden die Bestandteile und Aufgaben eines Risikomanagementsystems näher erläutert. Den Mittelpunkt der Arbeit bildet der Zweite Teil, die praktische Betrachtung des Risikomanagements nach dem KonTraG. Hierbei wird aus ökonomischer Perspektive heraus versucht, das System des Risikomanagements mit einem üblichen Controllingsystem zu verknüpfen. Des Weiteren werden einige Werkzeuge des üblichen Controllings aufgezeigt, welche um KonTraG-relevante Aspekte erweitert wurden. Diese werden im speziellen in ihrer Anwendung in den jeweiligen Phasen des Risikomanagementprozesses näher beschrieben.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Bestandteile für ein Risikomanagement nach KonTraG zu erarbeiten, diese mit vorhandenen Systemen des Controllings zu verknüpfen um somit Risikomanagement als Teil und Aufgabe des Controllings herauszustellen und adäquate Möglichkeiten zur Implementierung eines Risikomanagementsystems im Controlling aufzuzeigen.
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Inhaltsverzeichnis
1 ZUSAMMENFASSUNG
2 EINLEITUNG
3 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
3.1 Gesetzliche Grundlagen als Ausgangspunkt für das Risikomanagement nach KonTraG
3.1.1 Corporate Governance
3.1.2 Gesetzliche Grundlagen und Inhalte des KonTraG
3.2 Betriebswirtschaftliche Grundlagen als Ausgangspunkt für das Risikomanagement nach KonTraG
3.2.1 Controlling als Teil des betrieblichen Führungssystems
3.2.2 Risiko
3.2.3 Risikomanagement
3.2.3.1 Risikomanagement als Prozess
3.2.3.2 Das Risikomanagementsystem als praktisches Werkzeug der Früherkennung
4 RISIKOMANAGEMENT NACH KONTRAG ALS AUFGABE DES CONTROLLINGS
4.1 Controlling als Teil des Risikomanagements
4.2 Risikocontrolling als Unterstützungssystem des Risikomanagements
4.3 Beispielhafte Instrumente des Risikocontrollings und deren Anwendung im Rahmen des Risikomanagements
4.3.1 Identifikation und Kategorisierung von Risiken
4.3.2 Risk-Map als Analyse- und Bewertungsinstrument von Risiken
4.3.3 Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument von Risiken
4.3.4 Kontrolle und Überwachung von Risiken
4.4 Risikocontrolling – Eine Zusammenfassung
4.5 Zukünftige Entwicklungen und Auswirkungen
5 RESÜMEE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Controllings bei der Implementierung und Ausführung eines Risikomanagementsystems gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), um die langfristige Existenzsicherung von Unternehmen durch ein integriertes Steuerungsmodell zu gewährleisten.
- Gesetzliche Anforderungen des KonTraG an das Risikomanagement.
- Verknüpfung von Risikomanagement mit bestehenden Controlling-Systemen.
- Methoden und Instrumente der Risikoidentifikation und -bewertung.
- Strategische Risikosteuerung mittels Balanced Scorecard und Risk-Maps.
- Berichtswesen und interne Überwachungsmechanismen im Risikocontrolling.
Auszug aus dem Buch
4.3.2 Risk-Map als Analyse- und Bewertungsinstrument von Risiken
Für die Risikoanalyse und –bewertung, der zweiten Phase des Risikomanagementprozesses, empfiehlt sich der Einsatz einer Risk-Map. Dieses Instrument wird in der Literatur oft auch als Risikomatrix oder Risikoportfolio bezeichnet. Die Risk-Map beschränkt sich nicht auf die alleinige Abbildung der Risiken aus dem Risikoinventar, sondern gewährt vielmehr eine informative Übersicht über die mit den einzelnen Risiken verbundenen Sachverhalte. Sie führt, wie in Abbildung 7 veranschaulicht, Elemente zur Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung in einer Übersicht zusammen.
Aus der Risk Map ableitend, können im Zusammenhang mit der Bewertung der Risiken in der Praxis typische Fehler besser erkannt werden. Zusammenfassend ist die Risk-Map die Dokumentation des Risiko-Prozesses eines abgegrenzten Unternehmensteilbereiches, eines Geschäftsfeldes oder auch des Gesamtunternehmens.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit gibt einen Überblick über das Risikomanagement als integralen Bestandteil des Controllings gemäß KonTraG.
2 EINLEITUNG: Es wird die Notwendigkeit von Risikomanagementsystemen vor dem Hintergrund zunehmender Unternehmenskomplexität und gesetzlicher Verschärfungen durch das KonTraG erläutert.
3 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN: Dieses Kapitel definiert die rechtlichen Rahmenbedingungen des KonTraG und die betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Risikomanagements als Prozess.
4 RISIKOMANAGEMENT NACH KONTRAG ALS AUFGABE DES CONTROLLINGS: Der Hauptteil verknüpft Risikomanagementfunktionen direkt mit dem Controlling und stellt praktische Instrumente wie die Risk-Map und Balanced Scorecard vor.
5 RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Risikomanagement eine strategische Chance für die wertorientierte Unternehmensführung darstellt, die ideal in bestehende Controlling-Strukturen integriert werden kann.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, KonTraG, Controlling, Risikocontrolling, Corporate Governance, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risk-Map, Balanced Scorecard, Existenzsicherung, Risikosteuerung, Risikoberichterstattung, Interne Revision, Früherkennungssystem, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration eines effizienten Risikomanagements gemäß KonTraG in den Bereich des Controllings, um Risiken systematisch zu identifizieren, zu steuern und zu überwachen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Vorgaben des KonTraG, die betriebswirtschaftliche Prozessgestaltung des Risikomanagements sowie die Nutzung spezifischer Controlling-Instrumente zur Risikosteuerung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Bestandteile für ein Risikomanagement nach KonTraG zu erarbeiten, diese mit Controlling-Systemen zu verknüpfen und Implementierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Rechtsnormen sowie eine betriebswirtschaftliche Untersuchung und methodische Einordnung von Risikomanagement-Instrumenten in das Controlling.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Aufgaben des Risikocontrollings und stellt praxisrelevante Instrumente wie die Risk-Map und die erweiterte Balanced Scorecard vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Risikomanagement, KonTraG, Controlling, Risikocontrolling, Corporate Governance und Unternehmenssicherung.
Warum wird das Controlling als wichtig für das Risikomanagement erachtet?
Das Controlling verfügt über die methodische Kompetenz, Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme zu koordinieren, was für ein effektives Risikomanagement essenziell ist.
Welchen Zweck erfüllt eine Risk-Map im Risikomanagement?
Die Risk-Map dient als Analyse- und Bewertungsinstrument, das Elemente der Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken in einer übersichtlichen Matrix zusammenführt.
Wie unterstützt die Balanced Scorecard das Risikomanagement?
Sie ermöglicht es, Risiken mittels Kennzahlen in die strategische Unternehmenssteuerung zu integrieren und sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Risikoperspektiven steuerbar zu machen.
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- Konrad Höppner (Author), 2007, Risikomanagement gemäß KonTraG als Aufgabe des Controllings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121691