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Hinweisgebersysteme und die Prävention doloser Handlungen

Eine vergleichende Untersuchung anhand des Fraud Diamonds

Titel: Hinweisgebersysteme und die Prävention doloser Handlungen

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern können Hinweisgebersysteme eine präventiv hemmende Wirkung auf potenzielle Wirtschaftsstraftäter auslösen? In der Arbeit werden die grundlegenden Ziele und Methoden von Hinweisgebersystemen den vier Merkmalen des kriminologischen Erklärungsmodells des Fraud Diamonds gegenübergestellt und es wird analysiert, ob die Charakteristika von Hinweisgebersysteme potenzielle Kriminelle von Wirtschaftsstraftaten zurückhalten können.

In den letzten Jahren traten wiederholt Schlagzeilen auf, in denen Hinweise zu Missständen in Unternehmen durch Hinweisgeber bekannt gemacht wurden. Eine der bekanntesten Hinweisgeber der jüngsten Zeit ist Edward Snowden, der im Jahr 2013 Enthüllungen über eine starke Überwachung durch die USA öffentlich machte. Ein Schwerpunkt dieser publizierten Unterlagen war die Terrorabwehr. Dieser Fall erreichte aufgrund der Sensibilität und der internationalen Relevant der Daten eine weltweite Bekanntheit.

Solche Fälle machen deutlich, dass die Implementierung von Hinweisgebersystemen eine wesentliche Rolle bei der Kriminalitätsbekämpfung spielen. Die gesetzlichen Regelungen werden innerhalb der EU und auch in Deutschland formuliert und müssen in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Damit wird das Ziel verfolgt, Personen mit Kenntnis über wirtschaftskriminelle Handlungen eine sichere Plattform zu bieten, diese zu melden. Die Systeme erfüllen damit eine aufdeckende Wirkung. Eine präventive Wirkung ist wünschenswert. Dafür müssten die Hinweisgebersysteme jedoch bereits vor Durchführung einer rechtswidrigen Tat auf den potenziellen Täter einwirken und ihn von der Planung und Durchführung abhalten. Um diese Wirkung zu erreichen, sind Kenntnisse über die Tätermotive von Wirtschaftsstraftätern notwendig.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ziel der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Wirtschaftskriminalität

3. Motivstrukturen der Wirtschaftsstraftäter

4. Kriminologische Erklärungsmodelle

5. Fraud Diamond

5.1 Motivation

5.2 Gelegenheit

5.3 Rechtfertigung

5.4 Fähigkeit

6. Hinweisgebersysteme

6.1 Hinweisgeber

6.2 EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern

6.3 Hinweisgebersysteme und Compliance

7. Qualitative Studie

7.1 Untersuchungsdesign

7.2 Datenanalyse & Interpretation der Ergebnisse

7.2.1 Motivation

7.2.2 Gelegenheit

7.2.3 Rechtfertigung

7.2.4 Fähigkeit

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern Hinweisgebersysteme eine präventiv hemmende Wirkung auf potenzielle Wirtschaftsstraftäter ausüben können, indem sie die Charakteristika solcher Systeme den vier Elementen des Fraud Diamonds gegenüberstellt.

  • Analyse von Motivstrukturen bei Wirtschaftsstraftätern
  • Erläuterung des kriminologischen Fraud-Diamond-Modells
  • Bewertung der Funktion von Hinweisgebersystemen und Compliance
  • Gegenüberstellung von Präventionsmöglichkeiten und Täter-Entscheidungsprozessen

Auszug aus dem Buch

5.1 Motivation

Der Entscheidungsprozess zur Durchführung einer dolosen Handlung beginnt mit der Motivation. Die Person hat persönliche Ziele, die sie erreichen oder Nöte, die sie bekämpfen möchte. Dabei kann es sich z.B. um finanzielle Probleme handeln, deren Lösung die Person – ihrer Meinung nach - lediglich in der Durchführung einer kriminellen Handlung sieht. Neben finanziellen Problemen kann sich die Motivation auch tätigkeitsbezogen entwickeln. Ein Grund könnte z.B. fehlende Anerkennung im Beruf oder der soziale Druck nach Luxusgütern sein. Die Motivation wird nicht als die Ursache wirtschaftskrimineller Handlungen betrachtet, aber ihr wird eine wesentliche Rolle zugesprochen, da mit ihren der Entscheidungsprozess startet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Hinweisgebern anhand von Beispielen und definiert die Forschungsfrage bezüglich der präventiven Wirkung von Hinweisgebersystemen.

2. Wirtschaftskriminalität: Dieses Kapitel definiert Wirtschaftskriminalität und thematisiert das Dunkelfeld sowie die Bedeutung von Hinweisgebersystemen zur Aufdeckung.

3. Motivstrukturen der Wirtschaftsstraftäter: Es werden fünf Grundtypen von Wirtschaftsstraftätern nach PWC identifiziert, deren Handeln primär durch finanzielle oder statusbezogene Wünsche gesteuert wird.

4. Kriminologische Erklärungsmodelle: Das Kapitel diskutiert Theorien zum kriminellen Verhalten, insbesondere die Anomietheorie und die Theorie der differentiellen Kontakte.

5. Fraud Diamond: Die vier Säulen Motivation, Gelegenheit, Rechtfertigung und Fähigkeit des Modells werden detailliert als Phasen im Entscheidungsprozess eines Täters erläutert.

6. Hinweisgebersysteme: Es wird die Rolle von Hinweisgebern, die EU-Schutzrichtlinie sowie die Integration solcher Systeme in eine Compliance-Kultur beschrieben.

7. Qualitative Studie: Die Studie gleicht die Charakteristika von Hinweisgebersystemen mit dem Fraud Diamond ab, um deren präventive Wirkung zu interpretieren.

8. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Hinweisgebersysteme nur indirekt und begrenzt präventiv wirken, aber eine wichtige Hemmschwelle im Unternehmen darstellen.

Schlüsselwörter

Wirtschaftskriminalität, Hinweisgebersysteme, Fraud Diamond, Compliance, Prävention, Whistleblower, Unternehmenskultur, dolose Handlungen, kriminologische Erklärungsmodelle, Motivstrukturen, Aufdeckung, Risikomanagement, EU-Richtlinie, Täterpsychologie, Entscheidungsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Effektivität von Hinweisgebersystemen als Instrument zur Prävention von Wirtschaftskriminalität im Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Wirtschaftskriminalität, die psychologischen Motivstrukturen von Tätern, kriminologische Erklärungsmodelle und die Rolle betrieblicher Compliance.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern können Hinweisgebersysteme eine präventiv hemmende Wirkung auf potenzielle Wirtschaftsstraftäter auslösen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Vorgehensweise, bei der theoretische Ziele und Methoden von Hinweisgebersystemen mit dem Modell des Fraud Diamonds abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung doloser Handlungen anhand des Fraud Diamonds und vergleicht diese mit den Schutz- und Aufdeckungsmechanismen interner Hinweisgebersysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wirtschaftskriminalität, Hinweisgebersysteme, Fraud Diamond, Compliance, Prävention und Täterpsychologie sind die Kernbegriffe der Untersuchung.

Wie wirkt sich die EU-Richtlinie auf Unternehmen aus?

Die Richtlinie verpflichtet Unternehmen ab einer bestimmten Größe zur Implementierung von Meldekanälen und fordert Schutzmaßnahmen für Hinweisgeber vor Repressalien.

Warum haben Hinweisgebersysteme laut der Studie nur eine begrenzte präventive Wirkung?

Die Studie zeigt, dass solche Systeme meist erst nach einer getroffenen Entscheidung für die Tat greifen und somit nur indirekt hemmend auf Phasen wie die Rechtfertigung wirken.

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Details

Titel
Hinweisgebersysteme und die Prävention doloser Handlungen
Untertitel
Eine vergleichende Untersuchung anhand des Fraud Diamonds
Veranstaltung
Eine vergleichende Untersuchung anhand des Fraud Diamonds
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1217049
ISBN (PDF)
9783346643100
ISBN (Buch)
9783346643117
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hinweisgeberschutz Hinweisgebersystem Wirtschaftskriminalität Fraud Triangle Fraud Diamond Whistleblower
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Hinweisgebersysteme und die Prävention doloser Handlungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1217049
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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