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Die Sklaven bei Xenophon - Attische Bergwerksklaven nach Xenophons Schrift‚ Mittel und Wege, dem Staat Geld zu verschaffen (griech. Póroi) und in der Realität

Titel: Die Sklaven bei Xenophon - Attische Bergwerksklaven nach Xenophons Schrift‚ Mittel und Wege, dem Staat Geld zu verschaffen (griech. Póroi) und in der Realität

Hausarbeit , 2009 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marc Castillon (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Sklavenbeschreibungen bei Xenophon. Es werden die Darstellungen der Bergwerksklaven in Xenophons Schrift "Mittel und Wege, dem Staat Geld zu verschaffen" (griech. Póroi) mit den tatsächlichen seinzeitigen Realitäten in Bezug gesetzt und verglichen. Die Leitfragen, die in dieser Abhandlung beantwortet werden sollen, sind Folgende: Wie werden die Bergwerksklaven in den Poroi dargestellt, aus welcher Perspektive wird über sie was gesagt? Wie realistisch ist die Darstellung der Bergwerksklaven in den Póroi? Erfahren wir aus den Póroi etwas über die konkreten Lebensbedingungen der Sklaven und wie sahen diese tatsächlich aus? Es werden ausführlich die konkreten Realitäten der Sklaven beschrieben, wobei das Hauptaugenmerk des Interesses vor allem auf den Arbeits-, Betriebs- und Lebensverhältnissen, sowie auf die gesellschaftliche Lage der Laureionsklaven und deren Bedeutung liegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Xenophons Póroi

3.1 Historische Kontextualisierung

3.2 Voraussetzungen

3.3 Zusammenfassung der Vorschläge Xenophons, ohne Bergwerksklaven

3.3.1 Kostenfreie Vorschläge

3.3.2 Kostenintensive Vorschläge

3.4 Die Bergwerksklaven von Laureion

3.4.1 Argumente für die Ausnutzung der Silberbergwerke

3.4.2 Plan zur rationellen Ausbeutung der Silberminen

3.4.3 Entkräftung von Gegenargumenten

4. Die attischen Bergwerksklaven in der Realität

4.1 Sklaven und freie Lohnarbeiter im Bergwerk von Laureion

4.2 Arbeitstätigkeit

4.2.1 Grubenarbeit

4.2.2 Förderarbeit

4.2.3 Aufbereitung und Verhüttung

4.2.4 Exkurs über die Arbeitsbedingungen

4.3 Betriebsverhältnisse

4.4 Rechtsstellung

4.5 Freilassung

4.6 Lebensbedingungen

4.6.1 Gesundheitsverhältnisse

4.6.2 Unterhalt und Versorgung

4.6.3 Wohnverhältnisse

4.7 Sklavenbeschaffung und Rentabilität

4.8 Flucht

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Xenophons Schrift „Mittel und Wege, dem Staat Geld zu verschaffen“ unter besonderer Berücksichtigung der darin vorgeschlagenen Ausbeutung von Bergwerksklaven in Laureion. Dabei soll kritisch hinterfragt werden, inwieweit die Darstellung in den „Póroi“ realistisch ist und wie die tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Sklaven unter Einbeziehung der Sekundärliteratur zu bewerten sind.

  • Analyse von Xenophons ökonomischen Reformvorschlägen für das antike Athen
  • Untersuchung des staatlichen Bergwerksprogramms und der Rolle der Sklaven
  • Rekonstruktion der realen Arbeits- und Lebensbedingungen im Laureion-Bergbau
  • Diskussion der Rentabilität und wirtschaftlichen Relevanz von Sklavenarbeit
  • Abgleich zwischen antiken Quellentexten und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen

Auszug aus dem Buch

3.4.2 Plan zur rationellen Ausbeutung der Silberminen

Nach diesen Vorüberlegungen unterbreitet Xenophon dezidiert seinen Plan zur rationellen Ausbeutung der Silberminen durch den Staat. Er schlägt den Erwerb von Sklaven durch den Staat vor, solange bis auf einen Bürger drei Sklaven kommen. Diese Sklaven sollten dann analog zu dem Tun von Privatpersonen an Personen vermietet werden, in deren Hände der Abbau des Silbers in den Minen liegt. Xenophon macht auch einen konkreten Vorschlag, wie viele Sklaven zu kaufen sind und rechnet vor: „Wenn fürs erste 1200 Sklaven zusammenkämen, würden wahrscheinlich schon aus dem Ertrag selbst in fünf oder sechs Jahren nicht weniger als 6000 [Sklaven] werden. Wenn von dieser Zahl jeden einen Obolos Reingewinn täglich einbrächte, wäre der Ertrag 60 Talente im Jahr. Wenn 20 [Talente] davon für weitere Sklaven eingesetzt würden, könnte der Staat 40 [Talente] schon für andere Bedürfnisse verwenden. Wenn es [...] 10000 Sklaven sind, wird der Ertrag 100 Talente sein.“ Xenophon lässt es bei seiner Rechnung hierbei bewenden, 10.000 Sklaven sind nicht das Ende, sondern nur ein Schritt dahin, bis sukzessive auf einen Bürger drei Sklaven kämen. Für Xenophon sind absolute Zahlen auch nicht ausschlaggebend. Für ihn ist wichtig, dass eben durch den von den drei Sklaven erbrachten Gewinn (insgesamt 3 Obolen am Tag) jeder Bürger seinen dringendsten täglichen Bedarf decken kann. Um einem Diebstahl am verpachteten Staatssklaven jedoch vorzubeugen, solle der Staat von den Pächtern Bürgschaften einfordern. Darüber hinaus sei es ratsam, die Sklaven mit einem staatlichen Siegel zu versehen, um sie besser von den Sklaven der Privatpersonen zu unterscheiden. Jenen Bürgern, die sich dennoch Staatssklaven aneignen oder diese verkaufen würden, sollte mit Strafen begegnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Quellenlage und Zielsetzung der Arbeit bezüglich Xenophons Ansätzen zur Sanierung der Athener Staatsfinanzen durch Sklavenarbeit.

2. Forschungsstand: Überblick über die historische Bewertung der Schrift „Póroi“ und die Entwicklung der wissenschaftlichen Forschung zur antiken Wirtschaft.

3. Xenophons Póroi: Analyse des Reformprogramms, der historischen Einordnung sowie der konkreten Vorschläge zur Steigerung der Staatseinkünfte.

4. Die attischen Bergwerksklaven in der Realität: Detaillierte Untersuchung der Arbeitsabläufe, Betriebsverhältnisse und Lebensumstände der Sklaven unter Heranziehung archäologischer und literarischer Belege.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der wirtschaftlichen Realität und der Intention von Xenophons Reformplänen im Kontext der antiken Polis.

Schlüsselwörter

Xenophon, Póroi, Laureion, Silberbergbau, Bergwerksklaven, antike Sklaverei, Polis, Staatseinkünfte, Arbeitsbedingungen, antike Wirtschaft, Sklavenhaltung, Rentabilität, attische Geschichte, Lauffer, Bergbautechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse von Xenophons Schrift „Mittel und Wege, dem Staat Geld zu verschaffen“ (griech. Póroi), speziell mit dem darin enthaltenen Plan zur staatlichen Ausbeutung der Silberminen durch Sklavenarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die ökonomischen Reformvorschläge Xenophons für Athen, die Arbeitsweise im antiken Bergbau von Laureion sowie die soziale und rechtliche Stellung der dort eingesetzten Bergwerksklaven.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die in den Póroi beschriebenen theoretischen Pläne Xenophons durch einen Abgleich mit moderner Sekundärliteratur auf ihre praktische Realisierbarkeit und ihren Realitätsbezug hin zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine quellenkritische Analyse, die den antiken Text Xenophons mit der einschlägigen fachwissenschaftlichen Forschung sowie archäologischen Befunden zur Geschichte der antiken Sklaverei in Laureion verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Darstellung der Vorschläge Xenophons und eine detaillierte Rekonstruktion der tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Sklaven, einschließlich Aspekten wie Gesundheitsversorgung, Rechtsstellung und Fluchtgefahr.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Xenophon, Bergwerksklaven, Laureion, antike Sklaverei, Staatseinkünfte und ökonomische Reformen im antiken Athen beschreiben.

Wie bewertet Xenophon die Wirtschaftlichkeit von Sklaven?

Xenophon betrachtet Sklaven primär als Mittel zum Zweck, um Staatseinkünfte zu steigern. Er sieht in der Investition in Sklaven eine stabile und lukrative Einnahmequelle für den Staat, da Silber als Edelmetall wertbeständig sei.

Gab es im antiken Laureion tatsächliche Sklavenaufstände?

Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand gab es zu Xenophons Zeiten weder einen Sklavenaufstand noch eine massenhafte Flucht der Bergwerksklaven, obwohl Xenophon präventive Maßnahmen zur Sicherung des Gebietes empfahl.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sklaven bei Xenophon - Attische Bergwerksklaven nach Xenophons Schrift‚ Mittel und Wege, dem Staat Geld zu verschaffen (griech. Póroi) und in der Realität
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Sklaverei und andere Formen der Abhängigkeit im Alten Griechenland
Note
1,3
Autor
Marc Castillon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V121767
ISBN (eBook)
9783640264551
ISBN (Buch)
9783640264827
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Laureion Xenophon Bergwerkssklaven Bergwerksklaven Póroi Mittel und Wege dem Staat Geld zu verschaffen Sklaven Silber Wilsdorf Isokrates Audring Boeckh Lauffer Kalcyk Lohmann Bergleute und Hüttenmänner Bergleute Hüttenmänner Bundesgenossenkrieg Attisch Seebund Attika Silberbergwerke Silberminen Polis Antike Laureionsklaven Lohnarbeiter Grubenarbeit Förderarbeit Verhüttung Oikonomikos Metöken Sunion Thorikos Obolen Obolos Berggefahren Sklavenarbeit Anaphlystos Besa Demos Dekeleia Oeconomicus Finanzlage Sanierung Vermietung antike Sklaverei Sklaverei
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GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Castillon (Autor:in), 2009, Die Sklaven bei Xenophon - Attische Bergwerksklaven nach Xenophons Schrift‚ Mittel und Wege, dem Staat Geld zu verschaffen (griech. Póroi) und in der Realität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121767
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Leseprobe aus  30  Seiten
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