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Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft

Zur Veränderung ihres Gegenstandes

Title: Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft

Term Paper , 2007 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Philipp Einhäuser (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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In der vorliegenden Arbeit wird die explizit kulturwissenschaftliche Dimension der Religionswissenschaft hinsichtlich ihres Gegenstandes, aber auch ihrer Methodik vorgestellt. Dabei wird wesentlich auf den gesellschaftlichen und wissenschaftsinternen Wandel eingegangen, der diese Neuorientierung der Religionswissehschaft stetig vorantreibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Religion und Religionswissenschaft

2. Der veränderte Gegenstand des Fachs

2.1 Grundlagen einer kulturwissenschaftlichen Religionswissenschaft nach Gladigow

2.2 Forschungsperspektiven: Die Marktsituation der Sinnangebote

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Transformation der Religionswissenschaft hin zu einer empirisch ausgerichteten Kulturwissenschaft und analysiert, wie sich der Gegenstandsbereich des Faches durch gesellschaftliche Differenzierung und die Pluralisierung von Sinnangeboten erweitert hat.

  • Wandel der Religionswissenschaft zur Kulturwissenschaft
  • Kulturwissenschaftliche Religionsbegriffe und theoretische Einordnung
  • Empirische Untersuchung der Marktsituation religiöser Sinnangebote
  • Das "religiöse Feld" als Raum für neue Akteure und Angebote
  • Methodologische Konsequenzen für die moderne Religionsforschung

Auszug aus dem Buch

2.2 Forschungsperspektiven: Die Marktsituation der Sinnangebote

Blickt man in die entsprechende religionswissenschaftlich relevante Literatur, so kann man historisch immer deutlichere Pluralisierungstendenzen religiöser Sinnangebote erkennen. Burkhard Gladigow äußert diesbezüglich einen interessanten Gedanken: er kritisiert innerhalb der RW das Verständnis von Religion als einem kollektiven System, weil dieses die Marktsituation verschiedener Sinnangebote weitgehend übersehen bzw. als Häresien abgetan habe, und macht daran deutlich, dass der Gegenstand der modernen RW neben der „Selbstthematisierung der institutionalisierten Religionen in Form von Theologien“ gleichermaßen der Funktionszusammenhang von Religion mit „Bedürfnisanlagen, Marktsituationen und Leistungen“ sein müsse. In der „Europäischen Religionsgeschichte“ befasst er sich mit Sinnsystemen und bemerkt, dass neben traditionellen Diffusionsvorgängen auch über Philologien, Wissenschaften und Literatur neue religiöse Sinnangebote geschaffen worden seien. So habe beispielsweise die Keltologie für gewisse Druiden –Orden oder die Wiederentdeckung des Nibelungenliedes im 18. Jahrhundert für einen Germanenglauben eine gesteigerte Rolle gespielt. Gerade aber, um die Koexistenz von Sinnsystemen zu erfassen – Gladigow geht davon aus, dass Individuen synchron in mehreren verankert sein können - gelte es, „nach Funktion, Struktur und Intention konkurrierende Bereiche mit in den Gegenstandsbereich von Religionswissenschaft aufzunehmen“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert den Wandel der Religionswissenschaft hin zu einer kulturwissenschaftlichen Disziplin und benennt die Erweiterung des Untersuchungsgegenstandes als zentrales Thema der Arbeit.

1. Religion und Religionswissenschaft: Dieses Kapitel erläutert den zeitgenössischen Religionsbegriff innerhalb der postphänomenologischen Forschung und beschreibt die zunehmende Ausgliederung der Religionswissenschaft aus dem theologischen Fächerkanon.

2. Der veränderte Gegenstand des Fachs: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Faches sowie die empirischen Herausforderungen durch konkurrierende religiöse Sinnangebote im Kontext der gesellschaftlichen Differenzierung analysiert.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die moderne Religionswissenschaft die Aufgabe hat, hybride und nicht eindeutig religiöse Phänomene innerhalb eines pluralistischen Feldes zu untersuchen.

Schlüsselwörter

Religionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Sinnangebote, religiöses Feld, gesellschaftliche Differenzierung, Empirie, Burkhard Gladigow, Pierre Bourdieu, Religionsbegriff, Postphänomenologie, Pluralisierung, Heilsgüter, Selbstthematisierung, Symbolsystem, Modernisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der methodischen und inhaltlichen Neuausrichtung der Religionswissenschaft hin zu einer empirisch orientierten Kulturwissenschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Burkhard Gladigow und Pierre Bourdieu, die Untersuchung von religiösen Sinnangeboten sowie die gesellschaftliche Transformation des "religiösen Feldes".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Gegenstandsbereich der Religionswissenschaft durch moderne gesellschaftliche Prozesse erweitert hat und welche Konsequenzen dies für die Forschung hat.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden eingenommen?

Die Arbeit stützt sich primär auf kulturwissenschaftliche Ansätze, die Religion als ein von Menschen geschaffenes, wirklichkeitskonstituierendes Symbolsystem verstehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil widmet sich der Abgrenzung gegenüber klassischen theologischen Fragen und analysiert die Marktsituation von Sinnangeboten sowie die Konkurrenz verschiedener Akteure auf einem "religiösen Feld".

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind hierbei die "Marktsituation", die "kulturwissenschaftliche Wende" und die "Auflösung des Religiösen" im Kontext einer zunehmenden Individualisierung.

Wie unterscheidet sich die moderne Religionswissenschaft von der klassischen Sichtweise?

Die moderne Sichtweise distanziert sich vom Fokus auf Wahrheitsgehalt und Wesen von Religion und konzentriert sich stattdessen auf beobachtbare, empirische Phänomene.

Welche Rolle spielt die "Marktsituation" für das heutige Fachverständnis?

Sie verdeutlicht, dass Individuen aus einem Plural an Sinnangeboten wählen können, was die Religionswissenschaft dazu zwingt, auch konkurrierende und nicht-traditionelle Bereiche in ihre Forschung zu integrieren.

Warum wird Pierre Bourdieu in der Arbeit angeführt?

Bourdieu liefert mit seinem Konzept der "Auflösung des Religiösen" und dem "religiösen Feld" eine soziologische Perspektive auf die Konkurrenz zwischen neuen und alten Anbietern von Sinnstiftung.

Welches Fazit zieht der Autor zur zukünftigen Aufgabe der Disziplin?

Die Religionswissenschaft steht vor der Herausforderung, auch solche Phänomene als relevant zu erfassen, die nicht sofort als traditionell religiös erkennbar sind.

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Details

Title
Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft
Subtitle
Zur Veränderung ihres Gegenstandes
College
LMU Munich  (Institut für Religions-und Missionswissenschaft)
Course
Grundkurs Religionswissenschaft
Grade
1,0
Author
Philipp Einhäuser (Author)
Publication Year
2007
Pages
9
Catalog Number
V121895
ISBN (eBook)
9783640267163
ISBN (Book)
9783640267385
Language
German
Tags
Religionswissenschaft Kulturwissenschaft Grundkurs Religionswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Einhäuser (Author), 2007, Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121895
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