Diese Arbeit enthält unter anderem einen kurzen Überblick zu den Theorien der Phantastik; spricht aber auch die Thematik des Unheimlichen, des Körpers (mechanischen wie leiblichen) und der Industrialisierung an. Gezeigt wird anhand der "Eve Future" von Villiers d'Isele-Adam die verrückte Liebe eines jungen Adeligen zu einer konstruierten Frau; die Genderproblematik des 19.Jh. und die futuristischen Ansätze der phantastischen Literatur an der Schwelle zu einer neuen Ära.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Phantastik
- Definition und Abgrenzung
- Geschichtliche Entwicklung des Genres
- Villiers L’Ève future
- Der Autor, seine Zeit und die Entstehungsgeschichte des Werkes
- Das Werk
- Inhalt
- Erzählzeit, Erzählmodus, Erzählstimme
- L’Ève future im Kontext des 19. Jahrhunderts und der Phantastik
- Phantastische Elemente in L’Ève future
- Grenzüberschreitungen
- Zweifel und Schauplätze
- Das Unheimliche
- Die Technik als übernatürliches Phänomen
- Edisons Haus
- Geisterwelt
- Das 19.Jahrhundert: eine Welt im Wandel
- Technik
- Adel
- Frauenbilder
- Der künstliche Mensch
- Der Schöpfungsakt
- Der Automat
- Ambivalenz der Maschine
- Phantastische Elemente in L’Ève future
- Reflektion und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht Villiers de l’Isle-Adams Roman „L’Ève future“ im Kontext der Phantastik und des 19. Jahrhunderts. Die zentrale Frage ist, inwiefern das Werk als phantastisch einzustufen ist und welche gesellschaftlichen und technischen Aspekte des 19. Jahrhunderts darin reflektiert werden.
- Definition und Abgrenzung des Genres Phantastik
- Analyse der phantastischen Elemente in „L’Ève future“
- Die Rolle der Technik und des wissenschaftlichen Fortschritts
- Die Darstellung von Adel und Frauen im 19. Jahrhundert
- Das Motiv des künstlichen Menschen und dessen Schöpfungsakt
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und skizziert den Forschungsansatz. Das Kapitel über Phantastik bietet eine Definition und historische Einordnung des Genres. Anschließend wird der Autor Villiers de l’Isle-Adam und die Entstehungsgeschichte von „L’Ève future“ beleuchtet. Der darauffolgende Abschnitt beschreibt den Inhalt des Romans und analysiert Erzähltechnik und -perspektive. Weitere Kapitel befassen sich mit der Analyse der phantastischen Elemente im Roman, der Einbettung des Werkes im Kontext des 19. Jahrhunderts mit Fokus auf Technik, Adel und Frauenbildern und der detaillierten Untersuchung des Motivs des künstlichen Menschen.
Schlüsselwörter
Phantastik, L’Ève future, Villiers de l’Isle-Adam, 19. Jahrhundert, Technik, künstlicher Mensch, Adel, Frauenbild, Grenzüberschreitung, Unheimliches, Ambivalenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Villiers de l’Isle-Adams Roman „L’Ève future“?
Der Roman handelt von der Liebe eines jungen Adeligen zu einer künstlich konstruierten, mechanischen Frau, die als perfektes Idealbild geschaffen wurde.
Wie wird das Genre der Phantastik in dieser Arbeit definiert?
Phantastik wird als Literatur der Grenzüberschreitung definiert, die Zweifel an der Realität sät und oft das Unheimliche thematisiert.
Welche Rolle spielt die Technik im 19. Jahrhundert laut dem Roman?
Technik wird als übernatürliches Phänomen dargestellt; sie ermöglicht den Schöpfungsakt eines künstlichen Menschen und spiegelt die Ambivalenz des Fortschritts wider.
Welche Genderproblematik wird in dem Werk angesprochen?
Die Arbeit untersucht die Frauenbilder des 19. Jahrhunderts und die männliche Fantasie, eine „ideale“ Frau technisch zu perfektionieren.
Was macht den Roman zu einem Vorläufer der Science-Fiction?
Durch die futuristischen Ansätze und die detaillierte Beschreibung des Automaten (Androiden) steht das Werk an der Schwelle zu einer neuen literarischen Ära.
- Citation du texte
- Sara Claire Kerschbaumer (Auteur), Stefanie Huber (Auteur), 2006, L'Eve future und das Genre der Phantastik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122079