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Der Stakeholder-Value-Ansatz in Unternehmen. Erwartungen, Ziele und Strategien

Titel: Der Stakeholder-Value-Ansatz in Unternehmen. Erwartungen, Ziele und Strategien

Hausarbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist eine kritische Analyse des Stakeholder Value-Ansatzes im Unternehmen. Zunächst werden die relevanten Stakeholder bestimmt. Im Anschluss an die Identifizierung der relevanten Stakeholder erfolgt die Analyse ihrer Erwartungen und Ziele. Nachdem die Beeinflussungsstrategien der Stakeholder analysiert worden sind, wird das Stakeholder Management im Unternehmen näher beschrieben.

Vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung und Kapitalmarktorientierung gewinnt die wertorientierte Unternehmensführung seit Jahren an Bedeutung. Die wachsende Relevanz privater und institutioneller Investoren sowie der Markt für Unternehmenskontrolle stellen die Maximierung des Unternehmenswertes immer mehr in den Mittelpunkt
und machen die Verwendung eines geeigneten Controlling Instruments unabdingbar.

Das Konzept des Shareholder Value Managements passt sich erfolgreich dieser voranschreitenden Situation an und schafft eine aussagefähige, vergleichbare Kennzahl für Finanzanalysten. Nach dem Shareholder Value Prinzip handelt ein Unternehmen im Sinne der Anteilseigner, mit der Zielsetzung den Unternehmenserfolg langfristig durch Gewinnmaximierung und Erhöhung des Eigenkapitals zu maximieren. Doch die alleinige Ausrichtung eines Unternehmens, auf Steigerung des Unternehmenswerts im Interesse der Anteilseigner greift zu kurz. In Zeiten von gesättigten Märkten, wegbrechender Nachfrage und veränderten Kundengewohnheiten ist die Fokussierung auf einzig den monetären Wert eines Unternehmens nicht ausreichend.

Erfolgreiches Beziehungsmanagement ist zentraler Erfolgsfaktor des 21. Jahrhunderts. Intensive Kundenbeziehungen, engagierte Mitarbeiter, innovative Produkte, eine gute Reputation und erfolgreiche Beziehungen zu Händlern, Anteilseignern und anderen Stakeholder Gruppen machen die Gewinner der wettbewerbsintensiven Märkte von heute. Das Konzept des Stakeholder Value Management greift dieses Thema auf, mit dem Ziel einer ausbalancierten Integration sämtlicher Anspruchsgruppen des Unternehmens.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Definition Stakeholder

2. Ansätze der Stakeholder Theorien

2.1 Normative Stakeholder Theorie

2.2 Deskriptive Stakeholder

2.3 Instrumentelle Stakeholder Theorie

3. Erfassung der Stakeholder

4. Segmentierung der Stakeholder

5. Anspruchsgrundlage der Stakeholder

6. Implizite und Explizite Ansprüche der Stakeholder

7. Konzeption des Stakeholder Ansatzes

8. Stakeholder Management im Unternehmen

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, eine kritische Analyse des Stakeholder Value-Ansatzes durchzuführen, um zu untersuchen, wie Unternehmen ihre vielfältigen Anspruchsgruppen in die Unternehmensführung integrieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie trotz der komplexen und teils konkurrierenden Interessen der verschiedenen Stakeholder eine langfristige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sichergestellt werden kann.

  • Grundlagen der Stakeholder-Theorien und ihre Differenzierung
  • Identifizierung und Segmentierung relevanter Stakeholder-Gruppen
  • Unterscheidung zwischen impliziten und expliziten Stakeholder-Ansprüchen
  • Analyse der Anspruchsgrundlagen und der daraus resultierenden Machtverhältnisse
  • Strategische Umsetzung von Stakeholder Management im Unternehmen

Auszug aus dem Buch

1. Definition Stakeholder

Der Begriff „Stakeholder“ entstand 1963 am Stanford Research Institute und wurde ursprünglich als Gegenpol zu dem schon damals aktuellen Shareholder Value-Ansatz konzipiert. Neben der etymologischen Begriffsdeutung, die den Stakeholder als jemanden betrachtet, für den etwas auf dem Spiel steht („at stake“) bzw. als jemanden, der ein Interesse („stake“) an einer Sache hat, lassen sich verschiedene weit- und enggefasste Definitionen unterscheiden. So definiert FREEMAN einen Stakeholder als „..any group or individual who can affect or is affected by the achievement of the organisation´s objectives…“. Diese Definition schließt also nur jene Personen, Gruppen oder Institutionen aus, welche die Unternehmung nicht beeinflussen können. Enger gefasste Definitionen, wie z.B. jene des Stanford Research Institutes aus dem Jahr 1963 schränken den Begriff des Stakeholders insofern ein, als dass sie Stakeholder Gruppen als jene Gruppen definieren, die eine direkte Relevanz für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und deren Fortbestand des Unternehmens haben, indem sie diese als „those groups, without whose support the organisation would ceaseto exist…“ normieren.

Wesentliches Merkmal des Stakeholder Value-Ansatzes ist es, dass die Unternehmungsführung nicht länger nur den Eigentümern gegenüber als einziger Anspruchsgruppe verantwortlich ist und deshalb ihre Aktivitäten auch nur einseitig an den Interessen dieser Gruppe ausrichtet. Vielmehr verdeutlicht der Stakeholder Value-Ansatz, dass unterschiedliche unternehmungsexterne und -interne Personen, Gruppen und Institutionen das Geschehen in einer Unternehmung und deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beeinflussen: „The stockholders are only one of many competing and diverse groups that impact the modern corporation, organization, or institution and must increasingly be considered by it if it is to survive, that is, if it is to assume control of its destiny.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel von einer rein shareholderorientierten hin zu einer wertorientierten Unternehmensführung und stellt den Stakeholder Value-Ansatz als Gegenmodell vor.

1. Definition Stakeholder: Dieses Kapitel definiert den Stakeholder-Begriff, grenzt diesen historisch ab und verdeutlicht die Erweiterung der Sichtweise von reinen Eigentümerinteressen hin zu einer Perspektive, die verschiedene Einflussnehmer berücksichtigt.

2. Ansätze der Stakeholder Theorien: Es werden die drei zentralen Ausprägungsformen der Stakeholder Theorie – normativ, deskriptiv und instrumentell – vorgestellt und in ihrer funktionalen Ergänzung erläutert.

3. Erfassung der Stakeholder: Dieses Kapitel identifiziert die relevanten Individuen, Gruppen und Institutionen, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf ein Unternehmen haben.

4. Segmentierung der Stakeholder: Hier wird die notwendige Unterteilung in interne und externe Anspruchsgruppen vorgenommen, um der Heterogenität der Akteure gerecht zu werden.

5. Anspruchsgrundlage der Stakeholder: Es werden die materiellen und immateriellen Ressourcen analysiert, die als Basis für die Ansprüche der Akteure gegenüber einem Unternehmen dienen.

6. Implizite und Explizite Ansprüche der Stakeholder: Dieses Kapitel differenziert zwischen rechtlich fixierten, expliziten Verträgen und den oft schwerer zu greifenden, ethisch-moralischen impliziten Erwartungen der Stakeholder.

7. Konzeption des Stakeholder Ansatzes: Eine tabellarische Übersicht stellt die verschiedenen Stakeholder, ihre Ziele und ihre jeweilige Bedeutung für das Unternehmen gegenüber.

8. Stakeholder Management im Unternehmen: Dieses Kapitel beschreibt die strategischen Ebenen des Stakeholder Managements, angefangen bei der rationalen Identifikation bis hin zu prozessualen und transaktionalen Umsetzungen.

5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst zusammen, dass ein Zielpluralismus besteht, der das Management vor komplexe Herausforderungen stellt, da eine einfache Erfolgsmessung im Vergleich zum Shareholder Value erschwert wird.

Schlüsselwörter

Stakeholder, Shareholder Value, Unternehmensführung, Anspruchsgruppen, Zielpluralismus, Strategisches Management, Interessenskonflikte, Unternehmenswert, Ressourcen, Stakeholder Management, Unternehmung, Wirtschaftlichkeit, Machtgrundlage, Einflussnehmer, Marktbeziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Stakeholder Value-Ansatz als komplementäres oder alternatives Konzept zur klassischen, shareholderorientierten Unternehmensführung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einbettung der Stakeholder-Theorien, die Identifikation und Segmentierung von Anspruchsgruppen sowie die praktische Umsetzung eines integrativen Stakeholder Managements.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Untersuchung darüber, wie Unternehmen die vielfältigen und teils widerstreitenden Ansprüche ihrer Stakeholder erfassen und koordinieren können, um den Unternehmenserfolg langfristig zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Seminararbeit stützt sich methodisch auf eine theoretische Fundierung durch Literaturanalysen und die systematische Aufbereitung von Begriffsdefinitionen und Managementebenen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Stakeholder-Theorien, die detaillierte Klassifizierung von Stakeholdern und deren Ansprüchen sowie die operationalen Schritte eines erfolgreichen Stakeholder Managements.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Stakeholder, Anspruchsgruppen, Zielpluralismus, Unternehmensführung und strategisches Management geprägt.

Warum ist eine Priorisierung der Stakeholder im Unternehmen notwendig?

Aufgrund der enormen Anzahl an Stakeholdern mit oft konkurrierenden Ansprüchen ist es einem Unternehmen unmöglich, jeden Wunsch gleichermaßen zu erfüllen. Daher müssen Stakeholder nach Kriterien wie Macht, Legitimität und Dringlichkeit priorisiert werden.

Welche Herausforderung stellt die "Doppelrolle" des Managements dar?

Das Management fungiert einerseits als Ausgleichsorgan für unterschiedliche Stakeholder-Gruppen, ist aber gleichzeitig selbst eine Anspruchsgruppe und somit eigenen, potenziellen Interessenskonflikten ausgesetzt.

Was unterscheidet explizite von impliziten Ansprüchen?

Explizite Ansprüche sind vertraglich oder gesetzlich fixiert und damit meist einklagbar. Implizite Ansprüche basieren hingegen auf ethisch-moralischen Verpflichtungen und sind daher rechtlich nicht bindend, aber für das langfristige Bestehen eines Unternehmens essenziell.

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Details

Titel
Der Stakeholder-Value-Ansatz in Unternehmen. Erwartungen, Ziele und Strategien
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V1224878
ISBN (PDF)
9783346654601
ISBN (Buch)
9783346654618
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kritische analyse stakeholder value-ansatzes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Der Stakeholder-Value-Ansatz in Unternehmen. Erwartungen, Ziele und Strategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224878
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Leseprobe aus  18  Seiten
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