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Die systemische Familientherapie in der sozialen Arbeit

Titel: Die systemische Familientherapie in der sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2022 , 14 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: David Reichart (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Systemische Familientherapie ist eine Grundorientierung der Psychotherapie. Sie begründet sich unter anderem aus der Systemtheorie Luhmanns, der Kommunikationstheorie von Watzlawick und dem biopsychosozialen Modell. Ihr liegt die Annahme zugrunde, dass die Familie als System zu betrachten ist, welches über ein Regelsystem gekennzeichnet ist, das sich in verbaler und nonverbaler Kommunikation ausdrückt.

Ziel der therapeutischen Methode ist es, dieses Regelwerk zu verstehen und gegeben falls pathogene Strukturen aufzulösen. Die Systemische Familientherapie bietet eine Vielzahl erprobter Handlungsrichtlinien und Techniken für
die Arbeit mit Familien. Eine systemische Perspektive hat sich aber auch in anderen Bereichen, wie bspw. in der Jugendarbeit, der Arbeit mit alten Menschen oder der Suchthilfe, etabliert. Es folgt die Fragestellung, wie sich die Systemische Familientherapie in der Sozialen Arbeit anwenden lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Familientherapie

3. Geschichtliche Entwicklung der systemischen Familientherapie

4. Definition der Familie als System nach Minuchin

1. Struktur

2. Subsysteme

3. Organisation

4. Positionen

5. Prozesscharakter

5. Merkmale der systemischen Familientherapie

6. Interventionstechniken

Zirkuläres Fragen

Paradoxe Intervention

7. Das Mailänder Modell

8. Die Systemische Familientherapie und ihre Anwendung in der Sozialen Arbeit

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Systemischen Familientherapie im Kontext der Sozialen Arbeit, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie systemische Techniken zur Problemlösung in familiären Systemen beitragen können.

  • Grundlagen der Systemtheorie und Kommunikationstheorie
  • Die Entwicklung und Kernkonzepte des Mailänder Modells
  • Struktur und Definition des Systems Familie nach Minuchin
  • Interventionstechniken wie zirkuläres Fragen und paradoxe Interventionen
  • Transfer von systemischen Methoden in die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

Zirkuläres Fragen

Diese Fragetechnik ist eine der prominentesten in der Systemischen Orientierung und geht maßgeblich auf die Mailänder Schule zurück. Vor jeder Intervention steht erst einmal das Fragen. „Mit Fragen kann man auch Unterscheidungen einführen: ‚Wann haben Sie sich entschieden, depressiv zu sein?‘, diese Frage zielt z.B. darauf ab, die ‚Depression‘ als aktives Handeln des Klienten zu deuten und nicht als unheimliche Krankheit.“ (Kreuzer, 2001, S. 78). Fragen dienen dazu, den Befragten die Chance zu geben, ihre eigenen Konstruktionen und Deutungen mitzuteilen. Dem geht in der Regel auch eine Prüfung bzw. Infragestellung einher, also eine Selbstreflexion.

Zirkuläres Fragen zielt auf die Verschiedenheit der Wirklichkeitskonstruktionen ab (vgl. Barthelmess, 2005, S. 162). Hierbei wird nicht direkt, sondern indirekt gefragt. Es wird sich also bspw. bei einem Familienmitglied erkundigt, wie ein anderes Mitglied über etwas denken könnte, oder wie es die Beziehung zwischen anderen Mitgliedern bewertet. Der Klient wird also dazu eingeladen, die Perspektive zu wechseln und sich in die Position, Gefühls- und Gedankenwelt eines Dritten zu versetzen. „‚Bei dieser Form des Fragens werden die Informationen nicht mehr direkt von den betroffenen Familienmitgliedern erfragt, sondern jeweils Dritte aus der Familie zu Aussagen über andere im System oder deren Beziehungen ermuntert […]‘“ (Schmidt, 1985, S. 43, zitiert nach Galuske, 2013, S. 238).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Systemische Familientherapie als psychotherapeutische Grundorientierung und die Übertragbarkeit auf die Soziale Arbeit.

2. Definition Familientherapie: Erläuterung der Familientherapie als Sammelbegriff für Ansätze zur Verbesserung pathogener Familiensysteme.

3. Geschichtliche Entwicklung der systemischen Familientherapie: Rückblick auf die Ursprünge der Bewegung in den USA und die Bedeutung des Mailänder Modells.

4. Definition der Familie als System nach Minuchin: Darstellung zentraler Begriffe wie Struktur, Subsysteme, Organisation, Positionen und Prozesscharakter.

5. Merkmale der systemischen Familientherapie: Erörterung der Kerncharakteristika, wie die Abkehr von Defizitorientierung hin zu Interaktionsmustern.

6. Interventionstechniken: Vorstellung konkreter therapeutischer Werkzeuge wie zirkuläres Fragen und paradoxe Interventionen.

7. Das Mailänder Modell: Beschreibung des therapeutischen Settings und der fünf Phasen einer klassischen Sitzung.

8. Die Systemische Familientherapie und ihre Anwendung in der Sozialen Arbeit: Gegenüberstellung beider Disziplinen und Diskussion der praktischen Relevanz systemischer Methoden.

9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Nutzwerts der systemischen Perspektive für die Soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Systemische Familientherapie, Soziale Arbeit, Systemtheorie, Kommunikationstheorie, Mailänder Modell, Zirkuläres Fragen, Paradoxe Intervention, Familiensystem, Struktur, Subsysteme, Konstruktivismus, Interaktionsmuster, Reflexion, Neutralität, Allparteilichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Systemische Familientherapie als psychotherapeutische Methode und analysiert deren theoretische Fundamente sowie die praktische Anwendung in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Wichtige Themen sind die systemtheoretische Betrachtung von Familien, die historische Entwicklung der Therapieform, spezifische Interventionstechniken und die professionelle Identität in der systemischen Beratung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie systemische Konzepte und Methoden, wie etwa das zirkuläre Fragen, als Werkzeuge in der Sozialen Arbeit genutzt werden können, um familiäre Prozesse positiv zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse bekannter systemischer Ansätze und klinischer Modelle unterschiedlicher Fachautoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen und theoretische Modelle, geht detailliert auf die Merkmale der Therapie sowie auf spezifische Interventionstechniken wie das Mailänder Modell und paradoxe Interventionen ein.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Systemtheorie, Interaktionsmuster, Zirkularität, Kontextualisierung und professionelle Handlungsorientierung geprägt.

Was unterscheidet das Mailänder Modell von anderen Vorgehensweisen?

Das Mailänder Modell zeichnet sich durch ein spezifisches Setting aus, das zwei Therapeuten (einen Aktiven und einen Beobachter hinter einem Einwegspiegel) sowie einen strukturierten Prozess in fünf Phasen umfasst.

Warum spielt die Neutralität des Therapeuten eine so wichtige Rolle?

Die Neutralität, auch als Allparteilichkeit bezeichnet, ist essenziell, um die Wirklichkeitskonstruktion der Klienten nicht vorschnell zu bewerten und ein offenes, reflexives Klima innerhalb des Familiensystems zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die systemische Familientherapie in der sozialen Arbeit
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg
Note
1,2
Autor
David Reichart (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1224896
ISBN (PDF)
9783346651563
ISBN (Buch)
9783346651570
Sprache
Deutsch
Schlagworte
familientherapie arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Reichart (Autor:in), 2022, Die systemische Familientherapie in der sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224896
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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