Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Sonstiges

Das Problem mit Gesundheit als Summum Bonum eines Staatssystems

Titel: Das Problem mit Gesundheit als Summum Bonum eines Staatssystems

Essay , 2021 , 4 Seiten , Note: 1

Autor:in: Rita Wernert (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema des folgenden Aufsatzes behandelt eine Angelegenheit, welche die Menschheit schon immer beschäftigte – die Gesundheit. Seit Jahrzehnten wird über eine möglichst allumfassende Definition des Begriffs gestritten, eine konkrete Lösung gibt es jedoch bis heute nicht. Die wenigsten Menschen sind wohl vollkommen gesund, dennoch gilt Gesundheit als eines der bedeutsamsten Ideale der heutigen Zeit. Doch welche Folgen kann es haben, wenn dieses Ideal zur verpflichtenden Norm wird und wenn einem das „Recht auf Krankheit“ genommen wird?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Problem mit Gesundheit als „Summum Bonum“ eines Staatssystems

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die dystopischen Auswirkungen eines Gesundheitssystems, das körperliches Wohlbefinden zur absoluten Norm erhebt, und hinterfragt dabei das Spannungsfeld zwischen kollektiver Sicherheit und individueller Freiheit.

  • Die Instrumentalisierung von Gesundheit als höchstes Staatsgut
  • Kritische Analyse der „Methode“ im Roman „Corpus Delicti“ von Juli Zeh
  • Die philosophische Abwägung zwischen dem Wohl des Einzelnen und dem Gemeinwohl
  • Die Einschränkung persönlicher Freiheitsrechte durch Überwachung
  • Die Differenzierung zwischen physischer und psychischer Gesundheit

Auszug aus dem Buch

Das Problem mit Gesundheit als „Summum Bonum“ eines Staatssystems

Die Autorin Juli Zeh hat sich in ihrem 2009 publizierten Roman „Corpus Delicti – ein Prozess“ mit genau dieser Situation auseinandergesetzt. Zur genaueren Darstellung der Problematik soll besonders ein Ausschnitt (S.36-43) aus Zehs‘ Werk genauer beleuchtet und anschließend kritisch erörtert werden. Juli Zeh entwirft in ihrem Roman (2009) ein fiktives Staatssystem, , welches sie die „Methode“ nennt. Dabei handelt es sich um eine Diktatur, die durch bestmögliche Gesundheit der Bevölkerung als ihr höchstes Gut ausgezeichnet ist. Das Volk ist dazu verpflichtet, regelmäßig verschiedenste Gesundheitsdaten, wie etwa Ernährungs- oder Schlafberichte, abzugeben. Sollte sich jemand nicht an diese Verpflichtungen halten, hätte er mit Strafen zu rechnen oder könnte gar als „Methodenfeind“ betitelt werden. Diese penible Überwachung führt zu einer sehr starken Einschränkung der persönlichen Freiheit, die jedoch durch die Aufrechterhaltung von Gesundheit als wichtigstes Gut gerechtfertigt wird.

Ein weiteres Kennzeichen der „Methode“ ist ihr Anspruch auf Unfehlbarkeit, welcher durch die verschiedensten Überwachungsmöglichkeiten geschaffen wird – denn wäre sie dies nicht, würde sie an Legitimation verlieren (Zeh, 2009, 37f). Doch ist es wirklich möglich, dass so fehlbare Wesen wie der Mensch etwas gänzlich Verlässliches und Perfektes erschaffen, wie es die „Methode“ zu sein verspricht? Und was passiert mit Individuen, wenn das Gemeinwohl über das Wohl des Einzelnen gestellt wird?

Zusammenfassung der Kapitel

Das Problem mit Gesundheit als „Summum Bonum“ eines Staatssystems: Dieser Abschnitt analysiert die totalitären Züge der „Methode“ in Juli Zehs Roman „Corpus Delicti“ und thematisiert den Konflikt zwischen dem staatlich verordneten Gesundheitsideal und der individuellen Freiheit.

Schlüsselwörter

Gesundheit, Dystopie, Juli Zeh, Corpus Delicti, Methode, Staatssystem, Überwachung, Freiheit, Gemeinwohl, Individuum, Menschenrecht, Physische Gesundheit, Psychische Gesundheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse eines fiktiven, gesundheitsorientierten Staatssystems, wie es im Roman „Corpus Delicti“ von Juli Zeh dargestellt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen totalitärer Überwachung, der Wert von individueller Freiheit gegenüber kollektiver Sicherheit und die Definition von Gesundheit als staatlichem Ideal.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die problematischen Folgen eines Systems aufzuzeigen, das die Gesundheit der Bürger als „Summum Bonum“ (höchstes Gut) definiert und somit die menschliche Autonomie einschränkt.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und philosophische Perspektive eingenommen, um das ethische Dilemma zwischen Gemeinwohl und individuellem Selbstbestimmungsrecht zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Funktionsweise der „Methode“, die Überwachungspraktiken, die Kritik am Anspruch auf Unfehlbarkeit und die Notwendigkeit einer „goldenen Mitte“ zwischen Gesundheit und Freiheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Auseinandersetzung?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Dystopie, Überwachung, Freiheit und die ethische Abwägung zwischen kollektivem und individuellem Wohl beschreiben.

Warum wird im Roman ein „Recht auf Krankheit“ gefordert?

Die Forderung symbolisiert den Widerstand gegen die vollständige staatliche Kontrolle über den Körper, da ohne die Freiheit zur Krankheit auch jede reale Freiheit des Individuums verloren geht.

Inwiefern unterscheidet die Arbeit zwischen physischer und psychischer Gesundheit?

Die Arbeit argumentiert, dass staatliche Systeme wie die „Methode“ zwar die physische Fitness erzwingen können, dabei jedoch die psychische Gesundheit vernachlässigen, da ein glückliches Leben wesentlich mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit erfordert.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Problem mit Gesundheit als Summum Bonum eines Staatssystems
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Rita Wernert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
4
Katalognummer
V1225456
ISBN (PDF)
9783346653765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
problem gesundheit summum bonum staatssystems
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rita Wernert (Autor:in), 2021, Das Problem mit Gesundheit als Summum Bonum eines Staatssystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1225456
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  4  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum